Jetbike

Beiträge
9.599
Ort
2490 Balen
Durch die akribische Übersichtstabelle von @Solarfreak auf diese Firma aufmerksam geworden, eröffne ich mal den Faden dafür.
Neugierig machte mich die Bemerkung 25/45/100 km/h. Das planen die mit mehreren Modellen, allerdings in späteren Phasen.
Begonnen wird bei 25 km/h, angeblich mit Auslieferung in 2027 (Vorbestellung mit Zahlung von 500 Euro möglich)
Preis soll bei 7.200 € liegen
 
Noch so ein Projekt mit einer völlig unrealistischen Roadmap und Preisvorstellungen, aber nichts was sie wirklich zeigen können. Förderung und Geld für Vorbestellungen einsacken und irgendwann das Unternehmen abwickeln.

Website wurde Dezember 2025 aktualisiert. Die Stellenausschreibung für den CMO ist 1 Jahr alt und scheinbar immer noch offen. Da wird niemals ein fertiges Produkt bei raus kommen.
 
Ich hoffe, dass Du nicht recht bekommts ...

Ich hätte auch nichts dagegen, wenn ich mit meiner Einschätzung falsch liege und das Ding tatsächlich zeitnah zu einem günstigen Preis produziert werden kann. Der Entwurf an sich sieht nicht so schlecht aus und wirkt stimmig.
 
Lieber @Archetyp Also ich sehe da den Archetypen einer Tasse Earl Grey.
Leider täuscht das etwas, da die Lasur im Inneren der Tasse dunkler ist als der Inhalt.
...
Kaffee wird doch mit Untertasse, Löffel, Zucker Pott, Milchkännchen und Keks serviert. :p
 
Als jemand vom Fach... Das ist nahezu 100% eine Totgeburt. Wenns überhaupt zur Geburt kommt.
Reine CAD Modelle, trotzdem ein quasi "auf den Cent genauen Preis", obwohl weder Stückzahl noch Fertigung bekannt sein wird.
Wahrscheinlich einfach ein Modell um an Fördergelder zu kommen... Leider haben die Fördermittelgeber oft keine wirkliche Fachkenntniss, woduch die meisten Fördergelder schlicht verbrennen.
 
Ich möchte manchen Projekt nicht unterstellen, dass da böse Absichten dahinter sind. Aber meist sind die Planungen sehr ambitioniert und optimistisch und die Realität sieht dann im Verlauf anders aus. Wobei dieses Unternehmen eigentlich genug Praxiserfahrung haben müsste, sind ja keine jungen naiven Leute, die beruflich gleich mit einem Startup anfangen.
 
Schon die 25km/h-Variante ist wohl unwahrscheinlich im Straßenverkehr real zu sehen.
Niemals aber würde ich in so einer Schachtel mit 100 Km/h ein Kind irgendwohin fahren wollen.
 
Reine CAD Modelle, trotzdem ein quasi "auf den Cent genauen Preis", obwohl weder Stückzahl noch Fertigung bekannt sein wird.
Sowas machen Betriebswirte. Hat jede Firma in der Planung sitzen. Und natürlich haben die eine bestimmte Stückzahl angenommen, die kennen wir nicht. Ich finde die Preise spochtlich, aber bei dem Gewicht ist das kein exorbitanter Leichtbau. Und die 45er und 100er Varianten sind ja auch mal interessant. Geben wir ihnen 5 Jahre Zeit und schauen wir dann mal. Ich befürchte zwar auch, das wird nichts, aber verfolgen kann man das ja mal.

Nachtrag:
Schaut man ins Handelsregister, sind die schon länger dabei, die angesetzten fünf Jahre sind also bald rum.

1784926855763.png


Nein, ich schau mir gerade die Teilhaber an. Da ist mein alter Chef dabei, der Jürgen, das ja witzig. Der war mal Entwicklungschef der EDAG in Wolfsburg, doch doch, der kann was. Was macht der bei so einem Startup??

Das muss ich verfolgen. Aber das ist immer so. Die Anzahl der Entwickler ist tendentiell klein und in jedem Projekt, egal bei welcher Firma, traf man immer alte Kampfgefährten. Wirkt auf mich wie ein Haufen VW-Inschinöre und welche von Zulieferern, die hohe Abfindungen mitnahmen und damit was machen wollen, Das sind alles gestandene Entwickler, abgesehen vom CAD-Umsetzer, der frisch von der Uni ist, das aber nicht schlimm, der soll ja nur machen, was ihm gesagt wird. Ob die Fahrräder und den Markt kennen, wage ich zu bezweifeln. Die kennen z.B. die Daten des 1L-VW. Das wird also in die Richtung gehen.

Und den Hecker kenne ich auch, genau, Der war UA Türenentwicklung beim Tiguan, Gott ist das lange her, da war ich noch bei VW in der Qualitätsicherung als wir die Türen optimierten. Schau mir gerade die Lebensläufe aller bei Xing an. Das ist schon was komplexes, die können was. Türen sind ziemlich viel Mechanik und Fertigungstechnik. Die sind alle bestens vernetzt. Das ist nicht auf Subventionsbetrug ausgelegt. Ich denke nicht. Das kann spannend werden. Aber ich befürchte, die schätzen den Markt völlig falsch ein. Genau die Stelle ist auch noch nicht besetzt. Sowas suchen sie noch.

Zusammenfassung:
Das ist seriös. Die sind gut aufgestellt und das sind alles Leute mit sehr viel Erfahrung.

Niemals aber würde ich in so einer Schachtel mit 100 Km/h ein Kind irgendwohin fahren wollen.
Aber sicher, da bin ich sofort dabei. Warum den nicht. Ich fahre doch auch mit meinen Damenrad die Berge mit 90km/h runter. Je schneller, je stabiler.
 
Zuletzt bearbeitet:
Habe aber bisher noch keinen Auto-Ingenieur getroffen der ein taugliches Fahrrad serienreif bekommen hatte :D
Aber das hier ist ja doch eher ein Auto.
Ich bin da auch unsicher, was das wird. Ein Fahrrad wird das nicht, aber war das Podbike ein Fahrrad? Das 25er werden sie als Einstieg und zum Testen nutzen, vermutlich als Volumenmodell, zum Geld verdienen, das 45er als Pendler Fahrzeug für Kurz- und Mittelstrecken, typisches Problem ist das tagtägliche Pendeln von Braunschweig nach Wolfsburg. Allein da verkauft man tausend dieser Fahrzeuge, damit man die Staus umgehen kann. Und die 100-Variante dann als Autoersatz als Schmankel, wenn alles läuft. oder so oder ganz anders. Da ruf ich mal an, ob der Jürgen Hüülfe braucht. Vielleicht sollte man denen ein paar Velomobile zeigen, damit das alles leicht wird.
 
Zuletzt bearbeitet:
Und hier was zum Entwickler, ein Interview. Der ist seit 2018 dabei.
Einen Prototypen ohne Karosserie gibt es, der ist fahrbereit. Der
angestellte Designer hat als Studienarbeit an einem Wettbewerb
zum Fahrzeug mitgemacht. Der steckt da also auch tiefer drin,

Die Fördergelder sollen zumindest für Teile des Prototypens reichen.
Der Bau läuft also. Als nächstes sollen zehn Prototypen kommen

Ich befürchte, da macht der nächste mit Velomobilen aus einen
großen Vermögen ein kleines. Er träumt von hunderttausenden,
wenn er meint, sie werden das Straßenbild prägen. (siehe 23:40)


Reine CAD Modelle, trotzdem ein quasi "auf den Cent genauen Preis",
Er schätzt 8000,-, 10000,- und 14.000,-€ für die drei Varianten.
Da ist nur die Frage, welche Stückzahlen sie anvisieren. Das wird
auch keine handlaminierte Carbonkarosse. Ich würde sowas aus
Aluminum machen, zweischalig und mit Schaum füllen. Dazu macht
man einfachste Werkzeuge aus Kunststoff gefräst, für die ersten
hundert Bleche aus 0,7mm Aluminum reicht das.
 
Zuletzt bearbeitet:
Aber lustig das Leute "in so einer Schachtel niemals fahren würden!!!!" , weil "gefährlich". Gleichzeitig aber massiver Bewegungsmangel, grausame Ernährung, Stress, Rauchen. Da wäre es weniger gefährlich sein Kind mit 200km/h auf einem Sportmotorrad irgendwo hin zu fahren.
Keines der von Dir genannten Kriterien für "Leute", auf die Du meine Aussage hoch sklalierst, trifft auf mich zu. Und selbstmörderisch unterwegs zu sein, ist nicht unbedingt "gefährlich". Und das alles wird nicht besser, wenn Du auch noch abstrusere Beispiele für unangemesses Fahrverhalten aufbringst.
Ich sehe grundsätzlich großen Bedarf an solchen Fahrzeugen und hoffe alsbald ein Auto abschaffen zu können. Aber eine 100 km/h-Variante eines solchen Gefährts ist für mich einfach nur ein Weiterdrehen an Verkehrs/Mobilitätskonzepten von gestern. Die Realität auf der Strasse müsste dringend inner- und ausserorts entschleunigt werden, leichte Fortbewegungsmittel benötigen mehr Raum, die dicken Karren müssen kleiner werden, etc. Da könnte das Jetbike (in der aktuell nur vorliegenden Theorie) ein klares Statement sein, wohin die Reise gehen könnte und sich von eingefahrenem Denken absetzen.
Ich sehe beim Jetbike ein ausgemachtes Muttitaxi, ein Alltagsfahrzeug in der Stadt und auf dem Land für Einkäufe, pendeln, etc. Wozu bitte braucht es da 100 km/h?
 
Zurück
Oben Unten