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Interessant die Prioritäten im Haushaltsgeld > Auto16% >Kinder 11%

Dieses Thema im Forum "Plauderecke" wurde erstellt von sheng-fui, 14.11.2017.

  1. sheng-fui

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  2. einrad

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    Ohne reingehört zu haben:
    Auf die Lebenszeit gerechnet kommt mir das recht logisch vor.
    Wie viele Lebensjahre finanziert ein Durchschnittseuropäer sein Auto, wie viele Jahre seine Kinder?

    Gruß, Harald
     
  3. spargelix

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    @sheng-fui

    Danke für den Link.

    Gruß vom spargelix
     
  4. Thomas Neubauer

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  5. bike_slow

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    Quasi immer, wenn er eines hat? Also, sagen wir mal zwischen 25 und 75, also 50 Jahre.
    Bis sie groß und selbständig sind? Also so um die 22-25 Jahre im Schnitt vielleicht?

    Inwiefern hat das aber etwas damit zu tun, welche finanzielle Priorität Kinder oder KFZ bekommen? Und was hat es damit zu tun, wie finanzbedürftig Kinder oder KFZ sind?
     
  6. sheng-fui

    sheng-fui

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    Jetzt wäre natürlich hier im Forum die Frage : wieviel investiert ihr in eure "Räder" und wieviel in eure Plagen :ROFLMAO:
     
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  7. Racertje

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    Meine Plagen kriegen genau gar nix, den Blagen geht's dagegen ganz gut. Praktisch an der Rechnung ist dabei, dass Kinderfahrräder ja nicht in den Topf "meine Fahrräder", sondern in den Topf "Kinderausgaben" gehen ;)

    Gruß,
    Martin
     
  8. Gear7Lover

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    Mhm. Wenn du ein Auto finanzieren willst wird geprüft ob Du Dir das überhaupt leisten kannst.
     
  9. Opti

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    Immer diese einfachen Wahrheiten. Ich werfe ein:
    - Sind auch (ungewollt) Kinderlose/Singles eingerechnet?
    - Der Gesamtzeitaspekt wurde genannt.
    - Falls jemand sein Kind X km/Woche zum XY fährt (oder sonst wohin) ist das zwar nicht die vernünftigste Sache, aber eine Ausgabe die er für sein Kind tätigt.
    - Wertschätzung für Kinder in Geld zu messen, finde ich bedenklich:
    o Wir haben zwar (zu) viel Spielzeug, aber den meisten Spass macht es, wenn jemand (Eltern, Oma/Opa, Freunde) mitmacht.
    o Dasselbe beim Essen. Süsse Getränke sind zwar teuer und werden gerne genommen. Aber besser wäre es auch mal ein (Leitungs)wasser zu reichen.
     
  10. einrad

    einrad

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    Ich glaube, das Knoflacher Interview hat noch mehr Punkte als nur diesen "Kinder Aspekt".

    Dieses ist ein plakatives Argument von mehreren und ich kann mir gut vorstellen, dass die Behauptung richtig ist.
    (Eh kloa)

    Gruß, Harald
     
  11. tritonmole

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    Nur, wenn Du das Auto durch die Bank finanzieren lassen willst.


    Und warum investieren wir so viel Geld und somit Zeit in unsere Autos?
    Und nicht nur Zeit und Geld, wir bringen ihm Opfer in Form von Land und sogar Menschenopfer!

     
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  12. sheng-fui

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    waqr schon absicht:), sind se doch auch.... manchmal
     
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  13. Cars10

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    Ist das Kindergeld damit einbezogen worden? Bzw die Pendlerpauschale? Beides ist ja eine Subvention und führt zu einer Verzerrung der Rechnung.
    --- Beitrag zusammengeführt, 15.11.2017 ---
    Laut "Volk ohne Wagen" geht in EU-Städten etwa 30% der Flächen für die Mobilität verloren, davon 92% für das Auto.
     
  14. sheng-fui

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  15. tritonmole

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    Nicht "Schwerter zu Pflugscharen", sondern "Garagen zu Kinderzimmern"!!!!! ;)

    Offenbar ist das Auto der Mammon, der Götze vor dem uns die Bibel schon warnt!

    Stimmt aber nicht so ganz! Der wahre Götze ist das Geld und sein System.
    Wenn wir nicht dauernd dem Geld hinterrennen müssten, wie die Gestörten, bräuchten wir gar kein Auto, denn wir hätten genug Zeit, mit Öffis zur Arbeit zu fahren oder gleich in der Nachbarschaft zu arbeiten.
    Leider sorgen unsere Fahrräder auch immer noch dafür, daß wir immer noch mehr Geld brauchen. Ich darf gar nicht dran denken, wie viel Geld ich dieses Jahr in mein Trike gesteckt habe!
    Neue Dualdrive, jetzt neue Vorderräder.
    Ganz zu Schweigen von der Nose!
    Aber dafür ist die Apotheke meiner Frau die einzige in Eisenach, die fast alle Botenfahrten mit dem Fahrrad macht! Und dank der Nose sieht das auch jeder, weil sie Werbung trägt!
    Und gleichzeitig macht das Werbung für alternative Fortbewegungskonzepte. Das ist Geld wenigstens halbwegs vernünftig investiert.
     
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  16. ulibarbara

    ulibarbara

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    Der Vergleich ist unsinnig. Ein Kind braucht einen eigenen geschützen Raum, klar. Für ein Pferd sind es m.W. 12 m². Dem Pferd geht es bei 12m² aber schlechter als dem Kind mit 8 m², denn es ist nicht wertvoller sondern einfach größer. WENN sich also jemand für Pferd und Kind entscheidet, und dem Pferd mehr Platz zugesteht, ist das keine Wertung.

    Erst gestern habe ich einen Geschäftspartner getroffen, der bis vor kurzem gar kein Auto hatte (alles mit dem Rad gefahren ist) und sich jetzt WEGEN dem kleinen Kind doch ein Auto angeschafft hat. Dabei geht es um vergrößerten Einkaufsumfang, die Fahrt ins Wochenende mit einem Kofferraum voll Windeln, Spielsachen etc... Und bitte jetzt nicht argumentieren, dass man auch mit Fahrradanhänger etc... kann. Natürlich kann man ohne Auto Kinder groß ziehen, viele beweisen es. Aber dieser individuelle Mensch, der für sich selbst kein Bedürfnis nach einer Karre hat, hat jetzt eines FÜR das Kind und das für sich so entschieden. Hier könnte man die Kosten fürs Auto also auch dem Kind auflasten. Wäre genauso korrekt wie fürs Kinderzimmer (man kann Kinder auch ohne Kinderzimmer großziehen, die halbe Welt macht es vor).

    Problematisch wird es erst, wenn Kindern etwas wichtiges vorenthalten wird, weil das Geld nicht reicht, weil es ins Auto investiert wird. Wenn es dem Kind gut geht und Kohle übrig bleibt, ist es doch nicht frevelhaft wenn sich jemand 4 Sportwägen ins Wohnzimmer stellt (ja das gibt es hier).

    Umgekehrt: Was hätte das Kind davon, wenn es die Sportwägen (oder Velomobile oder Reitpferde oder oder) nicht gäbe? Eben, nichts!

    Übrigens finde ich die monetäre Seite eh wenig spannend. Nachdenklich macht es doch, wenn dem Vehikel mehr Zeit gewidmet wird als dem Nachwuchs.
     
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  17. SchwarzerPrinz

    SchwarzerPrinz

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    Ich finde seine Ausführungen nicht wirklich überzeugend. Die wirklich interessanten Aspekte wie Flächenverbrauch, Subventionierung und Bevorzugung gehen für mich durch die übertriebene Dämonisierung unter: Das Auto wird zum universellen Bösewicht, die Menschen sind süchtig, dehumanisiert, dazu Aussagen wie "In Wirklichkeit gibt es ja im Autoverkehr keine Zeiteinsparung gegenüber den Fußgängern. Das heißt, Fußgänger, Radfahrer und Autofahrer sind genauso lange unterwegs, obwohl die Geschwindigkeiten sehr unterschiedlich sind". Wo lebt der Mann?!? Dass es ohne Autos keine Krankenhäuser geben müsste, erschließt sich mir auch nicht. Die zehntausend Jahre, in denen der öffentliche Raum den Menschen vorbehalten war, gibt es wohl auch nur in der Welt akademisch konstruierter Idealtypen: Schon vor über 2000 Jahren gab es in Rom Riesenprobleme mit dem Verkehrslärm, das scheint dem Herrn Professor aber irgendwie entgangen zu sein - der Verkehr hat nun weiß Gott nicht erst mit der Erfindung des Automobils begonnen! Wie er bei den 5 Millionen Toten durch autoverursachte Luftverschmutzung die Industrie und den Hausbrand herausgerechnet hat, erfährt man leider auch nicht. Es dürften in der Menschheitsgeschichte bis zur Erfindung des Kamins mehr Menschen an chronischen Rauchvergiftungen umgekommen sein, als danach durch Autoabgase, aber das passt natürlich nicht in die Anti-Auto-Fixierung.
    Die Idee, dass bei Parkgebühren von 300 - 600€ die Städte endgültig Reichenghettos werden, scheint ihm auch nicht gekommen zu sein. Schade, da sind ein paar ganz interessante Ansätze dabei, aber das ganze ist mir zu plakativ. Für seine ebenso plakativen Zahlen gibt es keinerlei Belege. Für mich alles in allem eine Kulturkritik im Spenglerschen Tenor: der Mensch ist korrumpiert, gehört umerzogen (natürlich nach dem Gusto des Herrn Professor), der Untergang ist nahe, früher (und vor allem ohne Autos) war alles besser (und es wäre besser so geblieben)! Erinnert mich in der Argumentationsstruktur wie in der Faktenlage an jemanden hier aus dem Forum, vielleicht sind die beiden ja weitläufig verwandt :D:LOL:
     
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  18. tritonmole

    tritonmole

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    Was mir irgendwie mal wieder auffällt, ist die Tatsache, wie sehr uns solche Themen spalten!
    Unsere Gesellschaft wird immer und überall gespalten und das hat Methode! Stichwort: "Divide et conquere!"

    Ich weiß, das sagt jetzt der Richtige, nachdem ich selber dieses Video hier in die Runde geworfen habe. :whistle:

    @ulibarbara Natürlich hast Du auch Recht!
    Auch ich habe ein Auto und ich benutze es teilweise auch hier und da "unvernünftig", um z.B. meinen Kindern einen Gefallen zu tun.

    Wenn wir verstehen wollen, warum wir uns von Maschinen, wie dem Auto so beherrschen lassen, sollten wir vielleicht mal die Geschichte von der Psyche her aufrollen.
    Was fasziniert den Menschen bereits seit dem ersten Gebrauch von Werkzeug?
    Die Tatsache, wie wir durch Werkzeuge die Kräfte unseres Körpers viel effektiver nutzen können.
    Das ist auch, was die Faszination an Waffen ausmacht. Dabei ist es egal, ob es eine Steinschleuder, ein Pfeil und Bogen oder eine Feuerwaffe ist!
    Dazu kommt natürlich auch noch die Faszination, z.B bei einer Feuerwaffe in der Lage zu sein, dies immense Gewalt, die bei der Benutzung frei wird, kontrollieren zu können!
    Das und nicht die Tatsache, eine tödliche Waffe in Händen zu halten, ist es, was Waffennarren dazu bringt, regelmäßig schießen zu gehen.

    Und was hat das jetzt mit dem Thema Auto zu tun?
    Naja, beim Auto haben wir den gleichen Effekt! Ein kleiner Tritt aufs Gas und die Maschine stürmt vorwärts!
    Daß die Maschine beim kleinsten Bedienfehler zur tödlichen Gefahr werden kann, wird dabei ausgeblendet und normal geht ja auch alles gut.

    Aber letztlich ist das Fahrrad doch ähnlich! Eine Maschine, mit der wir unsere Körperkraft so einsetzen können, daß wir schneller und/oder weiter kommen können, als mit der Fortbewegungsart, die die Natur ursprünglich für uns vorgesehen hatte.

    Und daß wir uns trefflich über solche Themen aufregen, ist sogar für unsere Autohersteller hervorragend! So bleibt das Auto immer in unseren Köpfen drin als wichtiges "Must-have"!

    Wir werden wahrscheinlich erst dann Alternativen zu dem Autowahnsinn, den wir momentan erleben erarbeiten können, wenn wir uns alle kollektiv dieser Effekte bewusst werden und dann erst loslassen können.

    Und auch dann denke ich, werden wir das Auto nicht abschaffen, sondern vernünftig und mäßig nutzen.

    Wenn ich ehrlich bin, gefällt mir ein Auto für eine Urlaubsreise echt gut! Ich kann die ganze Familie mitsammt Gepäck quer durch Europa karren und habe mein gewohntes Auto auch am Zielort für Ausflüge zur Verfügung. Klasse Sache so was!

    Eigentlich würde ich gerne mal wieder mit dem Rad in Urlaub fahre. So was habe ich 1985 das letzte mal gemacht!
    Da ist dann der Weg das Ziel und das macht echt Laune!
    Aber mit Familie, geht das aus verschiedensten Gründen einfach nicht. Zum Beispiel, weil nicht jeder gleich fahrradverrückt ist.

    Ich denke, wir sollten uns weniger über solche Themen streiten oder zumindest solche Diskussionen auf keinen Fall zu ernst nehmen.
    Wichtig ist doch letztlich, daß jeder selber nach seiner Überzeug das ihm am sinnvollsten erscheinende Konzept lebt.

    Wenn ich fast täglich mit dem Fahrrad rumdüse, dann bin ich immerhin sogar noch ein Vorbild für andere.
    Ob sie umsetzen oder nicht, ist mir egal! Aber wenn sie irgendwann mal überlegen, wie sie den Gebrauch des Autos reduzieren können, fällt dem einen oder anderen vielleicht ein: "Da war doch der Typ mit dem Trike und dem Lasti! Wäre das nicht eine Idee für mich?"

    So, genug philosophiert.... ;)
     
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