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Blöde Frage, wie kommt man an die Gepäckfächer hin? Durch die Wartungsöffnung?

@3D-Druck: So grosse Teile sind teuer und die Steifigkeit sehr bescheiden. Grosse, fast flache Teile würde ich bleiben lassen.

Aber das mit dem Handschuhfach ist längst überfällig.
 
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Schön, dass das Ganze nun entmystifiziert ist.
und weiter geht's...

Die Bergprüfung stand ja noch an. Und da ja gerade eine Diskussion um "Großes Kettenblatt + großes Ritzel = steiferer Antrieb?" läuft, wollten wir auch gleich mal gucken, was ein "steifer" Antriebsstrang ausmacht.

Alles wie gehabt A7 vs. DF, beide mit P2M Leistungsmessern, Kopfhaube (ok, heute nach vorne abgelegt) und Hosen, gleich schwer (110kg Systemgewicht), A7 "nominell" etwas besser bereift, direkt hintereinander gefahren. Teststrecke: Elm, Ampleber Berg, 1,7km 8% im Mittel.
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Das A7 mit 1x12 (65-52) und das DF mit 2x10 (34-28). Auch am Berg: DF und A7 nehmen sich nichts!

Zur Frage des Wirkungsgrades steiferer Antrieb bin ich nach dem Mittag nochmal alleine eine 5% Steigung gefahren, die ich noch gut mit 61/28 raufkomme. Ich habe versucht die Geschwindigkeit bei beiden Fahrten einigermaßen konstant zu halten.
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Für den reinen mechanischen Wirkungsgrad ist also ein "steiferer" Antriebsstrang durch ein größeres Kettenblatt irrelevant. Man merkt aber deutlich, daß der Antrieb bei 34/19 sehr weich wirkt. Ob das nur ein psychisches Problem ist oder aber der "biologische" Wirkungsgrad des Fahrers dadurch schlechter wird, kann ich nur schlecht einschätzen. Ich hätte vielleicht noch eine Pulsuhr mitlaufen lassen sollen. Gefühlt war die biologische Leistung gleich. Als ich das DF neu hatte, bin ich den gleichen Test schon einmal gefahren. Damals noch ohne Powermeter nur nach Puls. Damals erhielt ich aber das identische Ergebnis: gleicher Puls = gleiche Geschwindigkeit.
 
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Super, danke für den detaillierten Test!
Das A7 mit 1x12 (65-52) und das DF mit 2x10 (34-28). Auch am Berg: DF und A7 nehmen sich nichts!
Das ist bei gleichem Gewicht eigentlich auch nicht überraschend. Und bergauf gehen kleine Unterschiede in der Aerodynamik komplett unter.
Für den reinen mechanischen Wirkungsgrad ist also ein "steiferer" Antriebsstrang durch ein größeres Kettenblatt irrelevant. Man merkt aber deutlich, daß der Antrieb bei 34/19 sehr weich wirkt. Ob das nur ein psychisches Problem ist oder aber der "biologische" Wirkungsgrad des Fahrers dadurch schlechter wird, kann ich nur schlecht einschätzen.
So, wie ich das verstehe: letzteres. Bei einem weichen Antrieb muss der Körper mehr gegenhalten, d.h. dort entstehen die Verluste; am Antriebsstrang ist die Leistung identisch, was ja bei dir auch genau herauskommt. Man müsste die Messung inklusive der Muskeln machen.
 
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Wie könnte man das messen? Puls?
Atem. Das CO2 ist ein Maß für den Kohlenstoff, der verbrannt wurde. Aber da ist dann immer noch das Problem, dass trainierte Muskeln einen höheren Wirkungsgrad haben als untrainierte. Müssen also ähnlich trainierte Fahrer sein, oder immer der gleiche Fahrer (keine Ahnung, wie groß da die Messungenauigkeiten sind).
 
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Oder mit zwei Leistungsmessern, z.B. an den Pedalen und in der Hinterradnabe. Auch nicht perfekt, aber ohne den komplexen menschlichen Körper als zusätzliche Variable.
 
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Von Freitag bis Sonntag gab es die erste richtig große Fahrt für das Alpha. Freitag Nacht ging es 340 Km zu Schwager und Schwägerin zur Geburtstagsfeier, am Sonntag dann wieder zurück.
Was ist die größte Erkenntnis? Das Alpha hat keine echten Schwächen.
Die Strecke bot einiges an Höhenmetern, ein paar Kniffelstücke, schlechten Belag, natürlich die Nachtfahrt, Sturm und mal kurz heftiger Regen auf der Rückfahrt...
  • Mittlerweile habe ich mich gut an die neue Position sowie den Sitz gewöhnt. Die Ventisit Matte hat bei der Eingewöhnung gut geholfen!
  • Die Übersetzung war bisher immer ausreichend. Natürlich wäre ein 70 oder 75er KB manchmal noch besser. Aber auf einer langen Strecke fallen die paar schnelleren Km sowieso nicht ins Gewicht. Von daher ist die Übersetzung 65/11-52 sehr gut.
  • Die Armstützen halten mit der Rückenplatte jetzt sehr gut und die Abstützung ist viel besser als auf den Taschen.
  • Die Beladung wird jedes Mal ein Stück mehr optimiert. Da haben nun auch alles Sachen ihren Platz gefunden.
  • Das Fahrwerk ist allen Bedingungen gewachsen und sehr souverän. Gestern kam es bei einer Seitenböe bei einer langen Abfahrt trotzdem zu einer brenzligen Situation. Da hilft nur, dass man weit genug links fährt und noch Platz zum Manövrieren hat.
  • Die Beleuchtung ist gut, an meine Kombination von IQ als Abblendlicht und Trinitas als Aufbelndlampe kommt sie, trotz der höheren Einbauhöhe, nicht heran. Die Ausleuchtung im kurvigen Terrain wünsche ich mir besser. Dafür ist der Einbau der Lupine SL AF geplant.
  • Der schnelle Ein- und Ausbau der Wartungsöffnung per Klett ist prima (einmal flog die Kette am Bahnübergang ab).
  • Vorne gab es mit Tubeless einen Platten. Die Drähte vom Pro One haben sich durchgearbeitet. Der Reifen sieht noch super aus, ist aber nicht mehr brauchbar. Den werde ich (wieder einmal) zu Schwalbe einsenden. Der Reifen hatte erst ca. 1.000 Km runter:rolleyes:.
  • Ich bin mit Hosen und Haube gefahren. Unglaublich, wie das Alpha auf Geraden abgeht!
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Ich habe auch welche hier liegen. Bin gestern aber (für mich nennenswerte) 120km gefahren und habe die nicht ein einziges Mal vermisst. Wenn sie aber da wären, so stelle ich mir vor, sind sie halt schon im Weg zur Ablage von irgendwas.
Also, Deine Einschätzung?
 
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Deine Einschätzung?
Auf langen Strecken sorgen die Armstützen für eine entspanntere Fahrt. Du kannst die Muskulatur schonen. Und nach meinen Erfahrungen kann man bergauf auch Druck ausüben. Ich brauche die Stützen dauerhaft schon. Die jetzige Lösung ist für mich erst einmal ideal: Armstützen eingeklettet für Fahrten mit wenig/mittlerem Gepäck. Für Fahrten mit viel Gepäck Armstützen abkletten und dafür die passgenauen Taschen verwenden. Diese sind das als "Hilfs-" Armstützen zu verwenden.
 
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