Eigentlich wollte ich diesmal wieder mit dem
niedrigeren Trike vom letzten Jahr fahren, aber ... das weitere Umbasteln ist noch nicht zufriedenstellend gelungen und so wurde über das Pfingstwochenende improvisiert:
Nein, ein Elektromotor ist nicht dazu gekommen. Manchmal sieht man erst hinterher genau, wo man da grad parkt.
Die planen Rückspiegel sind am ungefederten Renn-Trike nicht gut zu gebrauchen. Ich musste die Spiegel mehrfach wegdrehen, um von der tiefstehenden Sonne im Rücken nicht geblendet zu werden. Die Spiegel sind zwar schmal, aber dafür lang und schwingen am Ende etwas stark. Werde sie gegen Konvexspiegel austauschen, vielleicht finde ich noch welche, die einen etwas kleineren Durchmesser haben, ansonsten die üblichen mit 8 cm; die sind weniger aerodynamisch, aber bequem für schnelle, kurze Blicke.
Das Trinksystem funktionierte während der Fahrt sehr gut und war eine deutliche Verbesserung zum Vorjahr, es gab keine Luft im Schlauch und das Mundstück war immer griffbereit. Am Ende war ich nur wieder verdutzt über so ein System mit zwei verbundenen Flaschen. Zum wiederholten Male ergab sich am Ende ein stark unterschiedlicher Pegel in den Flaschen (blaue Pfeile im zweiten Bild). Eine vortreffliche Gelegenheit zum Spekulieren. Sind die beiden baugleichen Belüftungsventile doch derart unterliedlich? Die Flasche mit der längeren Zuleitung gab mehr Flüssigkeit ab, unerwartet. Oder lag es doch daran, dass der Hockenheimring im Uhrzeigersinn befahren wurde? Aber die Kurven machen nur einen kleinen Teil der Strecke aus und ich trank meist auf den geraden Stücken. Tja. Ich wäre an PET-Flaschen interessiert mit zwei gegenüberliegenden Hälsen, oben wie unten, dann könnten die Vakuumbrecher oben sein ohne Kontakt zur Flüssigkeit, so wie es herstellerseitig vorgesehen ist. Nun gut, es ist wie es ist. Erstmal.
Was war denn drin? Nein, kein Motorenöl, aber Elektrolyt und Kohlehydratgel. Ein erster Versuch mit einer Nährstofflösung für eine lange Fahrt. Ich plante mit einem Liter pro Stunde, auch wegen der Hitze an der Stecke (an die 32°C zu Beginn, 26°C im Durchschnitt). Musste aber am Ende feststellen, dass ich nur halb so viel trank. Überraschend. Hatte während der Fahrt kein starkes Durstgefühl. Zum Ende der fast 2,5 Stunden nahm meine Leistung natürlich ab, aber ich dächte, dank der Nährlösung etwas später als sonst. Also doch wohl rein prophylaktisch trinken für die richtige Menge an Gel. Würde jetzt aber denken, dass mir 2 Liter Flüssigkeit für 3 Stunden ausreichen sollten.
Der Vegleich zu dem anderen Trike vom Vorjahr fällt überraschend aus. Beide Fahrten (August 2025 und Mai 2026) mit der exakt gleichen Durchschnittsgeschwindigkeit und ebenfalls derselben Maximalgeschwindigkeit. Dieses Mal war eigentlich nur die Trittfrequenz signifikant höher. Die Leistungsdaten sind etwas schwieriger in Einklang zu bringen, zusätzlich auch wegen unterschiedlich langer Pausen bei den beiden Fahrten (mal ein Foto, man ein Chat). Neue Daten müssen her. Wird das andere Trike bis in ca. 5 Wochen fertig sein? Cliffhanger.