Hochkalorische gesunde Ernährung

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Ich war schon immer ein Schmalhans und konnte essen was ich wollte ohne zuzunehmen.
Offensichtlich gehörst du zum Typ "schlechter Futterverwerter" und kannst essen was du willst ohne zuzunehmen. Du kannst dir vermutlich nicht vorstellen, wie viele Menschen dich darum beneiden. :)

Angesichts dieses Naturells gehe ich mal davon aus, dass für deinen Gewichtsverlust keine krankhafte Ursache vorliegt, sollte das Gewicht aber ständig weiter zurückgehen, wäre eine medizinische Untersuchung sicher nicht schlecht, um organische Ursachen auszuschließen.

Zum Essen: Einfach mehr essen bringt nichts, weil der Körper die aus seiner Sicht überschüssigen Kalorien dann entweder einfach unverdaut wieder ausscheidet oder, noch schlimmer, als Fett abspeichert.

Deshalb empfehle ich,außer einer nahrhaften Ernährung,begleitend ein gezieltes Muskelaufbautraining, für den Anfang so ca. 3-4mal die Woche etwa 30 Minuten. Dazu musst du nicht unbedingt ins Studio und auch keine Geräte kaufen, für den Anfang reichen Übungen mit dem eigenen Körpergewicht als Widerstand. Also z.B. Liegestütze, Dips, (einbeinige) Kniebeugen, Klimmzüge, Beinheben, etc...
Es gibt dazu zahllose Anleitungen im Netz, da sollte jeder etwas finden, das ihn anspricht. Wichtig: keine Übungen machen, die einem gegen den Strich gehen oder gar Schmerzen bereiten. Das Training soll Spaß machen und einem gut tun. Stets mit wenig Intensität anfangen und dann langsam steigern.

Als begleitende Ernährung empfehle ich vollwertige, eiweißreiche Kost. Nüsse und Kürbiskerne wurden schon genannt. Dazu passen auch Sonnenblumenkerne (gut zum Knabbern zwischendurch) und Hanfsamen. Süßlupinenmehl ist auch sehr proteinreich, habe ich selbst aber noch nicht ausprobiert. Avocados sind ebenfalls sehr gehaltvoll, dabei gleichzeitig vergleichsweise leicht verdaulich.

Mindestens so wichtig wie der Nährwert der Lebensmittel ist die Art, wie du sie zu dir nimmst. Also langsam kauen, in Ruhe essen, sich aufs Essen konzentrieren und sich dabei geistig vorstellen, wie die wertvollen Inhaltsstoffe die Muskeln zum Wachsen bringen. Lieber viele kleine Mahlzeiten als sich mit wenigen großen Portionen vollzustopfen.

Mindestens so wichtig wie Training und gehaltvolle Ernährung sind aber auch ausreichende Regenerationsphasen. Die Muskeln wachsen nicht während des Trainings sondern in den Erholungsphasen. Also immer versuchen, ausreichend zu schlafen und sich auch nebenher so oft als möglich zu entspannen. Nervosität und Stress schlucken enorm viel Energien und verderben dabei oft auch noch den Appetit.

Bekanntlich isst ja das Auge mit, deshalb können auch liebevoll zubereitete Gerichte die Esslust fördern.

Auch hier: Zwing dich nicht, etwas zu essen, das dir nicht schmeckt, nur weil es angeblich gesund oder gehaltvoll ist. Essen sollte genauso Spaß machen wie das Training, wenn es das gewünschte Ergebnis bringen soll.


und mache mir ein wenig Sorgen.
Sorgen zehren, also entspannen, entspannen, entspannen.
Sollte der Gewichtsverlust weitergehen, ist eine medizinische Untersuchung wie gesagt sicher zu empfehlen, aber derzeit scheint mir angesichts der von dir beschriebenen Veranlagung alles noch im grünen Bereich.

Ich weiß nicht, was dein VM wiegt, aber vermutlich ca. dreimal soviel wie dein Rennrad und somit ca. 40% deines Körpergewichts, wenn nicht sogar mehr. Auch das Bewegen einer so schweren Last kann ganz schön auszehren, gerade bergauf und beim Anfahren, wenn du es nicht gewohnt bist. Gleichzeitig fehlt dem Oberkörper die leichte Belastung, die das Fahren auf dem Rennrad fordert. Da kann schon etwas an Oberkörpermuskulatur verlorengehen. Aber das lässt sich ja ausgleichen, siehe oben.

Auf jeden Fall auch weiter hin viel Spaß beim Fahren und ich bin ziemlich sicher, dass sich dein Gewicht auf lange Sicht auf ein für dich passendes Maß einpendeln wird.
 
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@Kurt Du hast kein VM, richtig? Andere jammern rum, sie verlören Kondition, weil sie mit VM nichts mehr leisten müssen, und Du redest hier vom Auszehren durch die Belastung. Muskelverlust wird sicher zu den 7 kg beigetragen haben, aber wenn die Rippen sichtbar werden, ist auch Fett verlorengegangen. Die 1.86 habe ich erst jetzt gesehen. Da hatte ich mal 64 kg und verlor 5 davon bei einer magen-Darm-Grippe. Geht noch, aber definitiv das Gewicht beobachten, da kann auch mehr dahinterstecken. Wie alt? Bis 35 kann Diabetes Typ 1 ausbrechen, das käme vom Gewichtverlust hin.
Also lieber zum Arzt und wahrscheinlich gleich weiter zum Ernährungsberater - wenn es dann einfach zuwenig Kalorien sind ist alles gut (y)

Gruß,

Tim
 
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Also lieber zum Arzt und wahrscheinlich gleich weiter zum Ernährungsberater
Genau und wenn alles okay ist einfach mal Fasten, unregelmäßig essen und deinen Stoffwechsel austricksen und hoffen das der Körper beginnt für "schlechte Zeiten" zu bunkern.
So hat es ein Freund geschafft mal ein paar Kilos auf die Rippen zu bekommen.
 

Ich

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Nazca Fuego
Genau und wenn alles okay ist einfach mal Fasten, unregelmäßig essen und deinen Stoffwechsel austricksen und hoffen das der Körper beginnt für "schlechte Zeiten" zu bunkern.
Gute Idee. Wenn ich mal längere Zeit weggefahren bin, hatte ich nach 14 Tagen so viel Hunger bekommen, dass ich immer die 3fache Menge als sonst gegessen habe. Wenn ich dann wieder zu Hause war, ging erstmal der Appetit nicht zurück und das Gewicht etwas nach oben. Hat aber nicht auf Dauer funktioniert, nur ich bereue das nicht.
 
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Muss man nicht viel drum geben,aber laut BMI alles im grünen Bereich. Ich immer normalgewichtig,halte mein Gewicht seit 30 Jahren gleich, nur weil ich jetzt älter bin,soll ich Untergewicht haben. Interessiert es mich? Nicht wirklich.Hauptsache die sportliche Leistung bricht nicht ein.
 

ThE

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Mit den Kalorien aber nicht übertreiben! Ein Schokoriegel bedeutet 25 Minuten joggen.

Bei 250km / Woche mit dem VM verbrennst du allerdings auch eine Menge Kalorien; je Stunde können das bis zu 450 Kalorien sein. Aber auch das erlaubt keine regelmäßige Extraportion Nudeln Bolognese oder die tgl. Currywurst mit Pommes.
 
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wenn man nicht wie blöd Geschwindigkeitsrekorde brechen will, kann man auf dem Fahrrad (Liege) ohne Probleme nur mit genug Flüssigkeitszufuhr (Wasser) noch 150 km weiterfahren, danach schmeckt das Vesper dann auch noch besser
Hast du das schon mal ausprobiert?
Ich habe mal probiert 140km ohne Essen zu fahren und bin bei dabei extrem abgestürzt.
Habe danach mehrere Stunden benötigt um wieder einen erträglichen Normalzustand zu erreichen.
Das Experiment werde ich jedenfalls nicht wiederholen.
 
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Ja, Freiburger Ecke nach Konstanz im Sommer letzten Jahres, über den Schwarzwald. Eher gemütlich a la ronduneur gefahren, in Konstanz nach rund 150 km habe ich dann meine Stulle gegessen, war wunderbar und problemlos. War aber da essensmäßig schon trainiert mit Intervallfastender Alltagsernährung. In einem guten Buch darüber behauptete der Autor, ein durchschnittlicher (also zu fetter) Normalamerikaner könnte von Maine nach Florida laufen ohne Essen, danach hätte er das überflüssige Fett abspaziert, könnte hinkommen...
Andersrum hab ichs im Hochsommer leider schon erlebt mit zuviel Anstrengung in den Schwarzwald hoch ohne genug zu trinken. Da dacht ich unterwegs auch fast ans sterben; hab am Ziel auch ne Weile und einiges an Flüssigkeitszufuhr gebraucht um mich wieder normal zu fühlen.
 
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...oder wieder mehr Rennrad fahren, am besten superanstrengende Bergetappen und schauen, ob du zunimmst. Oder anstatt stupide Eisen gegen die Schwerkraft zu bewegen, so n Ausgleichssport wie Rudern oder schwimmen (Nix gegen Bodybuilder, jedem wie er mag, für mich is so n Hantelzeug im verschwitzten Fitnessbunker halt nix)
 
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überflüssige Fett
Muss man aber auch erstmal haben. Da sind alle sehr verschieden. Was nicht angehen kann ist,das der Körper auf die Muskelmasse zurück greifen muss.Wie wann,wo,wie lange man kontinuierliche Leistung bringen kann ist sehr individuell. So wie die Intervalle Essen zu sich zu nehmen.
 
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bis es wirklich stark an die Muskelmasse geht, ist bei den meisten Deutschen noch jede Menge Fett (auch nicht so sichtbares rund um die Organe) vorhanden, dass primär verbrannt wird. Der Körper greift erst zu den Muskeln, wenn gar nix mehr woanders zu holen ist...der is ja ned blöd
Das mit den Essensintervallen ist von meiner Erfahrung her aber auch durchaus gut erlernbar, nicht einfach individuell vorgegeben und somit nicht oder schwer veränderbar. Selbst Drahtmuskelsehnentypen wie Bruce Lee hatten noch ein paar Prozent Körperfett
Und auf Diabetes Typ 1 zu schliessen, wie weiter oben vorher, halte ich für doch etwas gewagt
 

roland65

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war schon immer ein Schmalhans
Entspann Dich - zum Glück hatte meine Kinderärztin vor über 50 Jahren zu meiner verängstigen Mutter schon gesagt: "Man kann aus einem Rennpferd keinen Ackergaul machen.". :D Für diese pragmatische Vernunft bin ich ihr heute noch dankbar.
Ich bin lt. BMI immer noch untergewichtig, aber 100x fitter als der größte Teil meiner Altersgenossen. So mag ich das und werde gut aufpassen, dass sich das nicht ändert. :p Das schlimmste was Du in jeder Hinsicht machen kannst, ist NICHT auf Deinen Körper hören. Der weiß am besten WAS er WANN braucht, solange Du dieses Gefühl nicht durch "falsches" Essen und Trinken völlig zerschossen hast. Die einzige Einschränkung habe ich kürzlich wieder erfahren, als ich wieder mal Basen-Pulver für den Mineralstoffhaushalt genommen habe und eine deutlich Verbesserung in ein paar Punkten erlebte. Scheinbar genügt meinem Mineralstoffhaushalt die "normale" Menge wegen härterer Einheiten doch nicht. Zu viel ist da sicher nicht gut, aber zu wenig eben auch nicht.
 
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ich meinte "the complete Guide to fasting" von Jason Fung, MD und andere Bücher von dem Autor
 
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Ich muss Euch allen schon mal Danke sagen. (y)
Bin übrigens 33 und nun etwas beruhigter. :giggle:

Ich fühle mich ja wohl in meiner Haut und die Leistung ist auch in Ordnung.
Werde mein Gewicht nun im Auge behalten, Eure Ernährungstipps berücksichtigen und auch mal wieder was für den Rumpf tun.
Das ist in den letzten Monaten wirklich komplett eingeschlafen und könnte ggfs. auch etwas mit dem Gewichtsverlust zu tun haben.

Der Hinweis auf Diabetes Typ 1 hat mich veranlasst, mich bzgl. der Symptome zu informieren.
Die Punkte, die ich im Netz gefunden habe, kann ich für mich nicht bestätigen. Mir geht es (gefühlt) gut.

Interessant fand ich gestern noch eine Sendung auf NDR. Da ging es um Intervallfasten und die positiven Effekte bzgl. Abnehmen.
Ein Prof. sprach davon, dass Männer in der Regel gute Ergebnisse beim Abnehmen erzielen, wenn Sie zwischen letzter und erster Aufnahme von Essen eine Pause von 14-16 Stunden einhalten. Man kann diese Dauer durch Sporteinheiten auch unterschreiten.

Bei mir lief es in den letzten Monaten häufig so, dass ich Abends um 18 Uhr zusammen mit der Familie ausgiebig Abendbrot gegessen habe (6 Brot mit dick Butter, Käse, wenig Aufschnitt, ein paar Gemüsebeilagen (Gurke, Paprika, Möhre). Dann bin ich nach ca. 7 Std. Schlaf aufgestanden und habe entweder 15 km oder 57 km (nur 1-2x mal die Woche) Velomobil gefahren.
Frühstück gab es dann erst auf der Arbeit um kurz nach 7 (wieder 6 Brote und Banane und Apfel).

Vielleicht hat also die relativ lange Spanne zwischen Abendbrot und Frühstück, verbunden mit dem Sport, einen gewissen Effekt erzielt (den ich so garnicht wollte)?!

LG
Florian
 
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