Hier entsteht ein MBB

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na da ist mein Gefühl und somit die Methode ja wohl richtig, bei meinen Liege Basteleien Stahlrähmen zu verwenden...
Bei Alu gefällt mir auch das Sägen und Bohren nicht so
 
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Schweißen lassen?
Das ist wohl die einfachste Reparatur, wenn Du in Deiner Gegend jemanden hast, der das kann.
Halten wird's wohl nur dann, wenn du zusätzlich zum Verschweissen der Risses, ein Blech "U" von der Seite des Steuerkopfs zw. 5-10 cm weit entlang des Unterrohrs runterziehst. Viele Alu Rahmen haben diese Verstärkung schon von vornherein eingebaut...
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Der Riss ist auf Deinem Foto bereits deutlich länger als 2 cm.
Lange weiterfahren würde ich damit nicht mehr.
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Stahlring aufschrumpfen?
Wo soll den der hin? Die Schweißnaht geht ja bis zum Ende des Steuerrohrs.
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Im Urlaub hatte ich mal vor vielen Jahren einen ganz ähnlichen Schaden an einem Kettler Alu Rad.
Damit ich's im Urlaub weiter verwenden kann, hatte ich damals ein 6 mm Stahlseil um den Steuerkopf gelegt und es mit hoher Vorspannung zum Tretlager hin abgespannt. Das hat gereicht, um das Rad im Urlaub weiter zu nutzen (ein plötzlicher Gewaltbruch wäre vom Stahlseil verhindert worden), der Riss ist aber trotz Vorspannung langsam (in 45° veränderter Richtung) weitergewachsen.
Wieder zu Hause, habe ich auf die Sanierung des Rahmens verzichtet und das Rad ausgeschlachtet.

Viel Spaß beim Sanieren oder dem Neubau, Harald ;)
 
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Dann bin ich für den Austausch, zumal solche Rahmen sehr leicht und günstig zu bekommen sind.
Hi Willy,

Jetzt habe ich mir nochmal das ganze Rad angeschaut...

Ja, der zitierten Meinung schließe ich mich an. Es schaut danach aus, dass Du bei Deinem Konzept wirklich den Rahmen als Standardteil tauschen kannst. Das ist wohl einfacher, als einen Alu Schweißer zu suchen und zu zahlen.
Du müsstest ja in beiden Fällen das meiste abbauen.
Nach dem Schweißen folgt auch noch das Nachbearbeiten das Lagersitzes...

Was in der Sammlung der Möglichkeiten übrigens noch fehlt:
Ohne großen Aufwand könntest Du den Steuerkopf auch sanieren, indem Du ihn mit CFK verstärkst.
Nicht hübsch, aber (rein technisch betrachtet) sicher auch machbar.

Gruß, Harald
 
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Provisorische Reparatur:
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Den Riss am oberen Ende angebohrt, aus Gewindestange und Flachstahl eine großzügig dimensionierte Schelle gefeilt und ordentlich festgezogen.
Ich denke das sollte ein paar 100km halten oder zumindest den eventuellen aprupten Bruch entschärfen während ich mir Gedanken über Rahmenersatz mache:

Den gleichen Rahmen könnte ich beschaffen, befürchte aber daß der genauso endet. Ist ein Rahmen, der dafür gemacht ist, mit Federgabel ausgestattet von gesetzteren Fahrer/innen eher gemütlich bewegt zu werden überhaupt geeignet als ungefederter Fronttriebler mit >40 über löcherigen Asphalt zu bügeln?
Bin noch etwas unentschlossen aber das riecht stark nach Rahmenselbstbau.
 
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9.042
Provisorische Reparatur:
Gefällt mir gut.

Die Gewindestange drückt nun wohl auf die Lagerschale.
Solange das Lager sich darüber nicht zu sehr beschwert, wird's wahrscheinlich dennoch ne Weile halten.
(Bekannterweise halten Provisorien ewig...)
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Ich würde erwarten, dass auch bei Dir der Riss dennoch weiterwandern wird.
Dies kannst Du aber beobachten und Dein Verhalten danach ausrichten.

Vielleicht findest Du auch einen Rahmen mit ähnlicher Geometrie, aber besser gebautem Steuerkopf. (Verstärkungsblech)
Dieser Rahmentyp ist ja nicht so selten...
 
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Die 1200km sind überschritten und das Grinsen während der Fahrt wird immer noch mehr. Ich bin heute die bislang größte Runde meiner kurzen Liegeradkarriere gefahren:
- 112km bei gemischtem Wetter
- geschätzte 1000hm inklusive Donnersberg
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- 6:50Std einschließlich 5km Schotter- und Schiebeetappen sowie Zwischenstopps bei Metzgerei Maino in Niedermoschel und der Eisapotheke in Wöllstein
- außer einem leichten Ziehen im Knie alles wohlauf.
Ein voller Erfolg wenn ich bedenke daß meine letzte Tour dieser Größe 14 Jahre her ist. Trainingsziel für nächsten Sommer: 200km an einem Tag (hier fehlt der race-face-smiley :))

Meine technischen Erkenntnisse nach 1200km:
Liebe Bastler, macht eure Fahrzeuge einstellbar, ich habe bis ca. 800km alles was sich verstellen lässt noch mehrfach verstellt bis es passte.
Der provisorisch reparierte Rahmen-Riss ist seit 600km nicht weitergewandert, das bleibt erstmal so.
Für bergige Touren brauche ich entweder mehr Muckis oder einen kürzeren Gang zum Steigungen >10% hochtreckern.

Gruß Willy
der schon darüber philosophiert dem Alltags-MBB ein Speed-MBB zur Seite zu stellen was aber Ärger mit der besseren Hälfte gäbe.
 
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Für bergige Touren brauche ich entweder mehr Muckis oder einen kürzeren Gang zum Steigungen >10% hochtreckern.
Das wird meiner Erfahrung nach weniger an den Muckis liegen als an der
Schaltung SRAM 7
Entfaltung 245cm-720cm ( reicht zum Mittreten bis knapp 50km/h)
Wenn Dein kleinster Gang 2,45m Entfaltung hat, und Du damit 10% Steigung schaffst, liegt's definitiv nicht an den Muskeln. Ich fahre an @HFKLR s Twenty-MBB auch die S7, die ich sehr schätze, aber bei unserer Landschaft (Fränkische Schweiz) war mir der Übersetzungsumfang von 303% deutlich zu wenig. Entweder ich hatte unten genug kleine Gänge, um die Berge hochzukommen (das bedeutet für mich <= 1,75m Entfaltung) - dann war aber der 7. Gang nur bis ca. 30 km/h noch einigermaßen fahrbar; oder ich hab die Entfaltung eher so wie Du eingestellt, dann war's aber bergauf Essig. Meine Lösung war ein Schlumpf SpeedDrive, den ich noch von einem anderen Fahrrad übrig hatte; das ergibt 1,65×303%=500% ,was für dieses Fahrzeug allemal ausreicht.
Die günstigere Lösung wäre, statt Schlumpf eine 2fach-Kurbel mit passender Abstufung zu nehmen und am Schaltauge einen Kettenspanner (z.B. ein altes Schaltwerk) zu montieren; dann wird allerdings die Rücktrittbremse unbenutzbar. Zu berücksichtigen wäre dabei nur, daß die Übersetzung mit dem kleinen Blatt nicht zu klein werden darf (ich glaube mich zu erinnern, mindestens ca. 1,8:1 oder so ähnlich); bei kürzeren Kurbeln kann man entsprechend weiter runtergehen. Ob das bei Deinen 28" Laufrädern weit genug runtergeht, müßtest Du mal bei www.ritzelrechner.de anschauen.

Sehr schönes und gelungenes Fahrrad übrigens (y) Ich bin gerade dabei, die verschiedenen MBB-Selbstbau-Threads durchzulesen, weil ich mir auch gerne eines in 28" selber bauen möchte.
 
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Die Rücktrittbremse hatte ich schon ganz am Anfang rausgeschmissen. Ich hab mich ganz gut an die Entfaltung gewöhnt, ganz selten muss ich mal eine Steigung hochschieben.
Hier gibts demnächst auch Neuigkeiten:

Ich denke das sollte ein paar 100km halten oder zumindest den eventuellen aprupten Bruch entschärfen während ich mir Gedanken über Rahmenersatz mache
Nach gut 6000km wurde die schadhafte Stelle langsam klapperig und ich habe ein MBB Version 2 angefangen. Ich werde berichten.
 
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Die Rücktrittbremse hatte ich schon ganz am Anfang rausgeschmissen. Ich hab mich ganz gut an die Entfaltung gewöhnt, ganz selten muss ich mal eine Steigung hochschieben.
Hier gibts demnächst auch Neuigkeiten:


Nach gut 6000km wurde die schadhafte Stelle langsam klapperig und ich habe ein MBB Version 2 angefangen. Ich werde berichten.
Ich bitte darum (y) (und sicher viele Andere auch)
 
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Des großen Werkes zweiter Teil:
(Bevor ich den Titel für den langsamsten Fahrradbau ernte)

Fahrrad-Hausschlachtung:
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Regalbrett als improvisierte Rahmenlehre ( schützt gleichzeitig den Tisch vor Schweißspritzern):
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Wirklich schöne Schweißnähte wollen mir noch nicht gelingen:
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Hässliche Schweißnähte schönfeilen zumindest stellenweise. Halten wirds, zumindest den Draufstell-und-Hüpf-Test hat es bestanden.

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Die Willy-Patent-MBB-Gabelanbindung ist zu nah an der Kassette:
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Aussparung reingefeilt:
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Wer hat den längsten Gabelschaft:
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Mit Hammerit gepinselt und die ersten Teile montiert. Ein Stahlrahmen im besten Lokomofeilowitsch-Stil:
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Gruß Willy
 
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