Heute mal wieder vor dem Regen passend von der Arbeit noch rechtzeitig zu Hause angekommen. Was nicht selbstverständlich war.
(Faktor 1:
dass es überhaupt regnet.)
Faktor 2:
Auf dem Regenradar näherte sich eine Front, deren Eintreffen sehr berechenbar war. Die habe ich etwas länger beobachtet, um nicht unnötig (viel zu) früh, aber auch nicht zu spät loszufahren, wie das immer so ist. Leider bekam die Front aber im ungünstigsten Moment "Zuwachs" in Form einer sich innerhalb von ca. 15 Minuten neu bildenden, kleineren Vorausfront, die damit plötzlich schon da war, bezogen auf meinen Heimatort. Im Gegensatz zur Hauptfront sah ich aber immerhin, dass die neue Vorausfront den Ort meines Brötchengebers nicht mitnehmen wird, immerhin ist die Straße dann wenigstens da noch trocken.
Ich bin dann so gestartet, dass ich eine Zeitlang nach Durchziehen der neuen Front zu Hause ankommen werde, aber ein zwischenzeitliches Anwachsen / Intensivieren der sich nähernden Hauptfront noch puffern kann.
Faktor 3:
Wie ich so unterwegs bin, stelle ich auf halber Strecke fest, wo ich gerade einen Kreisel verlassen will, dass die Strecke vor mir komplett gesperrt ist (Kreisstraße), ohne dass ich davon eine Ankündigung mitbekommen habe. Ich wusele mich noch durch die erste Vor-Absperrung, weil ich nicht so schnell schalten konnte, die Bake hier lediglich einen Sackgassen-Hinweis neben dem "Anlieger frei"-Hinweis enthält, und die Sperrung erst 2,7 km weiter voraus beginnt. Gefällt mir gar nicht, die Wolken sagen mir, dass sie pünktlich öffnen werden. Ich habe schon einen Verdacht, wo die Sperrung beginnt, und fahre weiter, so weit es geht. Ich liege richtig mit meiner Vermutung, dass die Sperrung ab einer Eisenbahnbrücke beginnt, nehme ab hier die beginnende Bauernstraße und folge dieser vorsichtshalber weiter, obwohl ich deren Verlauf hier nicht ganz kenne, anstatt die Möglichkeit zu nutzen, direkt hinter der Eisenbahnbrücke über einen Privatweg-Bahnübergang direkt hinter der Brücke wieder raus auf die Straße zu kommen. Das Risiko, dass die Straße danach weiter gesperrt ist, ist mir zu hoch, trotz des nicht sicheren Verlaufs der Bauernstraße. Nicht lange danach kommt mir der Verlauf aber wieder bekannt vor, und ich bin genau da rausgekommen, wo ich vermutet habe. Als ich ein paar Kilometer weiter "von der anderen Seite" auf die gesperrte Strecke sehe, bestätigt sich mein Verdacht, die Strecke ist für die nächsten paar Kilometer dicht, und nicht nur die Brücke. Die Wahl des Umwegs war goldrichtig.
Just als ich in meine Straße einbiege, fallen schon die ersten Tropfen aufs Visier, und ich schaffe es gerade noch rechtzeitig, ins Haus zu kommen, bevor der erste Schauer niedergeht. Passt.