HeiSchu-MBB-Ideen

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Die Fahrbar hängt aber nicht mit der Rostbraunen zusammen. Viel mehr mit Kleinen Braunen, Großen Braunen und was es sonst noch so gibt. :)
Dort gibt's dann auch den Fahrbär...

Fahrbär.png
[OT aus...]
 
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So, der Schock, dass meine (nach @Nemberch: "nostalgische") Taljen-Lösung nicht funktioniert, ist überwunden. Nun kommt die nächste Version des Konzepts.
Zuvor aber zu Dir, Bernd: Ich finde es sehr positiv, dass Du Dich auf die differenziertere Methode der Kräfteberechnung eingelassen hast und wir damit die Phase des Aneinandervorbeiredens hinter uns lassen konnten! :) Immerhin haben mich Deine Zweifel an der Realisierbarkeit meines Projekts dazu gebracht, es selbst auf den Prüftisch zu legen, mit bekanntem Ergebnis! Ich danke Dir!
Ich habe also meine Konstruktion geändert, so dass ich nun eine Taljen-Lösung erhalten habe, bei der bei einem Gesamtgewicht des Rades von 130 kg an der Talje in Unten-Position eine Zugkraft von 1300 N anliegt, in der Oben-Positio sind es 100 N weniger. Dass die Zugkraft unten ziemlich genau der Gesamtgewichtskraft entspricht, ist reiner Zufall und ändert sich, sobald ich die Geometrie des Rades ändere. Aktuell entspricht die Strecke, um die der SChwerpunkt angeoben wird in etwa der Verkürzung der Talje.
Für die Talje brauche ich 10 Rollen, um die erforderliche Seilkraft auf 1/10 zu senken. 12 Rollen wären besser. Und das ist das nächste Problem. Ich konnte in der Bucht bisher keine kugelgelagerten Seilrollen finden, die maximal 12 mm breit und für Leinen von 8 bis 10mm geeignet sind. Das Paket von je fünf Rollen mit Trennwänden auf jeder Seite der Talje sollte in der Breite nicht wesentlich über ca. 70 mm hinausgehen. Kugellagerung kommt mir bei der Anzahl von 10 oder mehr Rollen als unabdingbar vor. Hier nun also mein aktueller Entwurf:
Marzipan-MBB 26 Zoll V1.03.jpg
Eine netter Nebeneffekt meiner Änderung ist, dass die Taljenzugkraft nun nahezu senkrecht verläuft. Das vereinfacht die Berechnung doch erheblich!
Die Änderung der Taljenlänge zwischen Unten- und Obenposition beträgt 247 mm, die Seilzuglänge bei 10 Rollen demnach rund 2,5 m. Ich stelle mir vor, diese Länge beim Wechsel in die Oben-Position automatisch durch einen mehrfach umgelenkten Gummizug einzuholen. Soweit zunächst das Konzept.
Nachtrag: In der jetzigen Version ist die Biegung der Sitzstütze nicht mehr erforderlich, wenn ich den Knick des Hauptrahmenrohres weiter nach unten lege. Das wird die nächste Änderung in der Zeichnung sein.
 
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Hier nun die nächse Skizze mit einigen Änderungen: Die Sattelstütze ist nun gerade und die Schwinge kommt nun in Form eines einfachen, aber relativ hohen Dreiecks.
Zur Kritik aus Nemberch, dass die Schwinge doch unnötig aufwändig zu bauen sei, mein Grund, trotzdem daran festzuhalten: Vor gut zwei Jahren habe ich mein letztes Auto zum Schrottplatz gefahren und fühlte mich nach dieser Tat wirklich befreit! Das KFZ-lose Leben hat aber auch zur Folge, dass ich immer mal wieder einen Fahradanhänger benutze, und am liebsten den Einspur-Anhänger, in dem sich sogar der dreijährige Enkel mit Vergnügen über Feld- und Waldwege zum nächsten Hofladen kutschieren ließ. Und ich glaube, dass das mit der Rostbraunen nicht möglich wäre, mit dem von mir geplanten Nachbau aber schon. Die uneingeschränkte Anhängereignung ist für mich ein ziemlich wichtiger Punkt, und das braucht eine verwindungssteife Hinterradschwinge.
Dekapastos MBB V1.10.jpg
 
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Hier noch einmal die selbe Skizze mit Einzeichnung der Kräfte.
Kraefte Dekapastos V1.10 komfort.jpg
Wer genau hinsieht, entdeckt über dem oberen Flaschenzug-Block eine weitere Rolle. Diese (es werden zwei sein, damit in der Unten-Position die Sattelstütze dazwischen passt) dienen dazu, die Zugkraft des Flaschenzugs über Drahtseile nach vorne/unten umzulenken. Damit habe ich ausreichendem Platz, ein (Elastomer)-Federelement einzubauen.
Bei der Auswahl der Rohrdimensionen habe ich mich inzwischen für den Rahmen für ein 50x1,5-Rohr entschieden. Dieses Rohr ist nur geringfügig schwerer als ein 60x1-Rohr, ist aber wesentlich unempfindlicher für Beulen. Die Biegefestigkeiten beider Rohre sind nahezuidentisch. Siehe Onlein-Rechner: https://www.online-berechnung.at/widerstandsmoment-traegheitsmoment.html
 
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Hi HeiSchu,

ich habe den Eindruck, dass Dein Konzept schlüssiger wird... :)

2 Anmerkungen dazu:

Bei A wirst Du mehr Abstand zum Rohr brauchen, damit dir die Strebe nicht in den Rücken haut.
Der Gurtsitz ist ja nicht absolut starr...

Bei B würde ich weiter zur Achse runtergehen.
Die genaue Wahl "wie weit" würde ich dann je nach Ritzelgröße oder Ritzelpaket abstimmen.

Unbenannt.jpg

Gruß, Harald
 
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ich habe den Eindruck, dass Dein Konzept schlüssiger wird...
Ich auch! Gut Ding braucht Weile! Und herzlichen Dank für Deine Kommentare!
Zu Punkt A: Der Sitz ist so variabel montiert, dass ich auch den Abstand des oberen Keder-Profils zur Sitzstütze variieren kann. Damit kann ich auch diesen kritischen Abstand Rücken zur Stütze regulieren, und zusätzlich auch mit der Position des unteren Anschlags der Sitzstütze, der auch über eine Schelle bewerkstelligt werden soll. Die optimalen Positionen werden sich in der Praxis ergeben.
Zu Punkt B: Die für das Rad vorgesehene Gabel hat einen Scheibenbremsen-Adapter. Dieser läßt eine tiefere Montage einer Schelle für die Strebe an der Gabelscheide nichr zu, es sei denn, ich benutze eine oder beide der Montageschrauben der Bremszange auch zur Befestigung der Strebe. Der Adapter scheint mir auch dafür ausreichend fest zu sein. Ist wohl die beste Lösung des Problems.
Deine kritischen Anmerkungen helfen wirklich weiter!!!
DSC04022.JPG
 
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Ein für mich noch nicht zufriedenstellend gelöste Sache ist die Federung. Zunächst hatte ich geplant, die Federung über eine elastische Leine der Talje a la @seilsteiger zu bewerkstelligen. Das habe ich dann nachgerechnet und festgestellt, dass das eine Federung vergleichbar mit der Reifenfederung eher schmaler Reifen ergäbe, also wenig effektiv. Das liegt daran, dass ich die Rahmengeometrie so optimiert habe, dass die Kraft an der Talje möglichst klein ist, und diese wird dann noch auf 10 Taljenzüge verteilt. Schade, wäre sonst eine schön einfache Sache gewesen, die auch gleich noch eine Reibungsdämpfung beinhaltet hätte. Die Dämpfung ist nun für mich eine noch ungelöste Frage. Bei den Hinterradschwingen von MTBs haben wir Druckfedern mit Dämpfer, die ich aber nicht verwenden kann, da meine Federung über Zug funktionieren soll. Und die Dämpfung soll vor allem beim Ausfedern wirksam werden, und das kann nicht mit Übertragung der Kraft über Seile funktionieren. Da fehlt mir noch die passende Idee, trotzdem eine wirksame Dämpfung hinzubekommen.
Interessant wäre natürlich, wenn Du, Bernd, dazu Stellung nimmst und berichtest, ob und inwieweit Du eine Dämpfung an der reanimierten Rostbraunen vermisst.
Danke und Gruß! Heiner
 
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Ein Flaschenzug am Lieger zur Verstellung der Rahmengeometrie? Die Reaktionen bislang: Ungläubiges Kopfschütteln!
Aber ihr ahnt ja nicht, was da für ein Potential drin steckt, insbesondere für die Gebirgsradler:
Der saust tiefliegend die Abfahrt runter, unten gehts dann wieder hoch in Aufrecht-Position, ganz einfach über den Flaschenzug mit Reibradantrieb am Vorderrad hochgekurbelt. Antippen mit dem Fuß reicht aus dafür.
Die Idee werde ich zur Zeit nicht umsetzen, weil da noch einiges andere durchzukondtruieren ist - und aus Ermangelung der Berge hier herum.
 
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Interessant wäre natürlich, wenn Du, Bernd, dazu Stellung nimmst und berichtest, ob und inwieweit Du eine Dämpfung an der reanimierten Rostbraunen vermisst.
Die erste Zeit fuhr ich ohne Dämpfung. Bei der Reanimation der Rostbraunen gabs auch Elastomere. Fährt sich komfortabler, wäre aber nicht notwendig gewesen, da der Gurtsitz schon erstklassige Dämpfereigenschaften hat. Allerdings glaube ich, dass die Dämpfung den Rahmen entlastet.
 
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Da hast du recht Federung. Meine Elastomere sind zu eng für den Bolzen. Deshalb sollte mein System nicht ganz frei schwingen.
 
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Ein Flaschenzug am Lieger zur Verstellung der Rahmengeometrie? Die Reaktionen bislang: Ungläubiges Kopfschütteln!
Aber ihr ahnt ja nicht, was da für ein Potential drin steckt, insbesondere für die Gebirgsradler:
Der saust tiefliegend die Abfahrt runter, unten gehts dann wieder hoch in Aufrecht-Position, ganz einfach über den Flaschenzug mit Reibradantrieb am Vorderrad hochgekurbelt. Antippen mit dem Fuß reicht aus dafür.
Die Idee werde ich zur Zeit nicht umsetzen, weil da noch einiges andere durchzukondtruieren ist - und aus Ermangelung der Berge hier herum.
Hat es schonmal gegeben. Außerdem brauchst Du keinen Berg. Die Energie aus der Fahrtgeschwindigkeit reicht locker um Dich vor der Ampel in die obere Stellung zu ziehen:

Gruß Heiko

AW: Gepäcktransport mal anders...

Hi, das erinnert mich an die Yellow Submachine von Uwe Carstens

Anhang anzeigen 30503Anhang anzeigen 30504Anhang anzeigen 30505

Nur da war der Koffer aus GFK

Gruß JJ
 
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Hat es schonmal gegeben.
Hast Du einen Link dazu?

Nicht nur meine Konstruktion entwickelt sich, sondern auch meine Darstellung des Rades:
Dekapastos V1.12c komfort.jpg
Nun fehlt, dass Du mir, Bernd @Nemberch , bitte Deinen Hampelmann darauf setzt; ich bin 1,76 m groß und habe 83 cm Innenbeinlänge.
Die Gemetrie von Tretlagerposition und Sitz könnte ich weiter anpassen, falls Du mir ein maßstäbliches Bild des Dummies als jpg-Datei zur Verfügung stellen kannst? Das kann ich dann ins BMP-Format konvertieren und in mein Zeichenpogramm als Hintergrund einlesen. Ich zeichne dort im Maßstab 1:1, die Abb. oben ist als PDF 1:5 gedruckt und dann nach jpg transferiert. Eventuell ginge es auch über dxf, falls wir eine Version finden, die sowohl Dein wie mein Rrogramm verstehen.
 
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aus der Pfalz ;-)
variableKörperöffnung.png
1,76 m groß und ?( sorry ... ) cm Innenbeinlänge als 8-Bit-PNG. Die beiden roten Pfeile bei je 1m.
Der erste Versuch :sneaky:...​
 
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