Moin,
Die gestrige Tour hat, entgegen den Befürchtungen, bei weitestgehend trockener Witterung und auf nahezu eisfreien Wegen statt gefunden. Zu Anfang ging es in südlicher Richtung bis nach Dissau, bevor die Strecke nach Westen abgebogen ist. Relativ bald nach dem Start ist unser Grüppchen in drei Teile zerfallen, die sich mit unterschiedlichem Tempos fortbewegt haben.
@loursblanc , ein RR und ich sind dabei in der Mitte gewesen. Unterwegs haben wir immer wieder Stellen passiert, wo sich der tauende Schnee als kleiner Strom über die Straße ergossen hat. Kurz hinter Mielsdorf hatte
@CarstenS eine Alternative zur Umgehung der Baustelle für die neue Brücke an der Herrenmühle im Tal der Trave unterhalb von Bad Segeberg entworfen, da nicht sicher gewesen ist, ob man diese Stelle dennoch passieren konnte, oder nicht. Aber da unser Organisator, dessen Gruppe mittlerweile zu uns aufgeschlossen hatte, zuversichtlich war, daß es da, zumindest für Fußgänger und Radfahrende, eine Möglichkeit geben würde den Fluss zu überqueren, sind wir auf der ursprünglichen Strecke weitergeradelt. Wie sich dann herausgestellt hat, ist dem in der Tat so gewesen, und beim Stopp im Bäcker in Hartenholm sind auch unsere beiden Ausreißer wieder zu uns gestoßen. Nach einer kleinen Stärkung, u.a. mit leckeren Berlinern, hat uns der weitere Weg an Schmalfeld und Lentföhrden vorbei nach Weddelbrook geführt. Die Störbrücke in Wittenbergen ist von uns rechts liegen gelassen worden und es ging weiter zum Wendepunkt östlich von Itzehoe. Kurz hinter Kronsmoor entdeckte ich in der Ferne den RR, der uns bereits zuvor als Trio ein Stückchen begleitet hatte. Nach dem überqueren der Stör dort hat es jedoch noch eine ganze Weile gedauert, bis wir diesen auf einem Abschnitt mit Betonspur-Doppelbahn eingeholt haben. In Hohenlockstedt sind wir u.a. am ehemaligen Wasserturm des "Lockstedter Lagers" u. am Heimatmuseum zur Geschichte desselbigen sowie der "Finnischen Jäger" vorbei gekommen. Bei Springhoe haben wir ein sehr schön am Ufer eines Mühlenteichs gelegenes Gutshaus passiert, bevor uns die Route
vor Brokstedt/Steinburg erneut über die Stör geführt hat. In Trappenkamp haben sich unsere Wege ein weiteres Mal getrennt, da der Kollege auf dem RR eindeutig schneller als wir unterwegs gewesen ist und weil ich auf einen zusätzlichen Verpflegungsstopp an der hiesigen Tanke bestanden habe, um vor dem Endspurt nochmal ein paar dringend benötigte Kalorien zuzuführen. Die bald darauf zu überquerenden Reste von verharschten Schneeverwehungen haben uns kurzzeitig vom Rad gezwungen, konnten uns in unserem Vorwärtsdrang aber nicht wirklich aufhalten. Zwischen Bredenbek und Wöbs haben wir die Südspitze des Großen Plöner Sees und den Abzweig zum Dorf Berlin, einem Ortsteil von Seedorf, passiert. Wobei ich zugeben muss, daß diese im Dunkeln an mir vorbei gerauscht sind, da ich nur Ausschau nach dem Rücklicht des mir zu enteilen drohenden
@loursblanc gehalten habe.
Die letzten 11 Kilometer auf der Majenfelder Landstraße via Neudorf nach Eutin haben sich gefühlt sehr lang hingezogen, was sicherlich auch den mittlerweile stark geschwundenen Kräften geschuldet gewesen sein mag. Ziel ist dieses Mal der Marktplatz vor dem Rathaus in Eutin gewesen, wo wir gegen kurz vor 19:30 Uhr etwas erschöpft aber glücklich eingetroffen sind.
Nach einer kleinen Fotosession sind wir dann weiter zu dem nur einen Katzensprung entfernt gelegenen Bahnhof geradelt, von wo aus uns die Bahn wieder nach Hause gebracht hat. Das neue Gefährt hat sich dabei sehr gut geschlagen, auch wenn es in Bezug auf die Griffergonomie und den Kettenverlauf noch Potential zur Optimierung gibt. Danke an die Orga für diese abwechslungsreiche Strecke und an meine Mitfahrenden, mit denen ich diesen schönen Tag teilen durfte. Anbei noch ein paar Bilder von unterwegs.