Brevet HaLaRa - Hamburger Langstrecken Radtouren

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Moin zusammen,

basierend auf der Idee der HaLaRa-Webseite soll dieser Faden allen Interessierten dazu dienen, sich untereinander auszutauschen, Streckenvorschläge zu veröffentlichen und Berichte und Fotos zu sammeln. Es soll dabei um Distanzfahrten von mind. 100 Km oder länger gehen, die mit dem Liegerad, Trike oder VM absolviert werden.
Start- oder Zielort muss dabei nicht zwingend Hamburg sein, die Strecke sollte sich aber bitte möglichst in von dort verhältnismäßig leicht erreichbarer Entfernung befinden.

Eigentlich hatte ich vorgehabt, Euch hier für den 17. April eine 200Km-Runde nach Mecklenburg-Vorpommern hinein anzubieten.
Da die Einreise nach M.-V. derzeit, auf Grund der aktuellen Corona-Beschränkungen, für Tagesgäste verboten ist, habe ich mir folgende Alternative überlegt:
Runde durch den Süden von S.-H.
Dabei habe ich dieses Mal bewusst auf die Festlegung eines bestimmten Startortes und auf die Durchquerung grösserer Städte unterwegs (weitestgehend) verzichtet.
So kann man sich an einem beliebigen Punkt auf die Strecke begeben u. hat trotzdem Bahnhöfe u. Versorgungsmöglichkeiten in akzeptabler Nähe, auch wenn das Anfahren selbiger einen kleinen Umweg bedeutet.

Ich freue mich auf Eure zahlreichen Wortmeldungen und rege Teilnahme an den Fahrten.

Dank & Gruß & bleibt gesund!
Morten
 
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Dann stelle ich mal gleich den ersten Bericht ein, von heute.
Meine Freundin hatte nach zwei gelungenen Orbits noch nicht genug, und das Hase Pino wollte passend zu Ostern endlich wieder auf die Straße. Also haben wir am letzten Tag der Challenge die Sachen gepackt, uns den Wetterbericht garnicht erst so genau angeschaut, und sind früh um 7 bei Regen und Rückenwind gestartet. Natürlich ist es mit dem Hase etwas langsamer, dafür machen auch schwere Abschnitte gemeinsam richtig viel Spaß. Die Hintour auf der Nordseite der Elbe mit viel Rückenwind und nur wenigen Schauern ließ uns gut vorankommen, und kurz vor 11 war die Fähre Hitzacker-Bitter erreicht. Der Fährmann war nicht zu sehen, aber nach kurzem Telefonat kam er auf die andere Seite, wir waren die ersten Besucher und wahrscheinlich die letzten, meinte er beim Abschied. Spätestens die Wellen auf der Elbe und die Schräge Fahrtrichtung der Fähre machte klar, das wir uns für den Rückweg keinen guten Tag ausgesucht hatten. Windgeschwindigkeiten bis 75kmh, dazu immer wieder Graupelschauer, zweimal heftiges Schneetreiben und teilweiße Geschwindigkeiten im einstelligen Bereich über einige Kilometer hinweg waren kräftezehrend.
Hinter Hitzacker haben wir uns ganz gemütlich die Kniepenberge hinauf gequält, das Pino hat als kleine Schwäche eigentlich nur solche Passagen. Bis Bleckede haben wir es immer wieder geschafft uns vor dem Wind zu verstecken, danach ging es über freie Felder und Wiesen, der Schnitt sank immer mehr. Einige kleine Entlastungsabschnitte auf Höhe Hohnstorf haben da die Stimmung nochmal gehoben, bevor nach einer kleinen sonnigen Pause innerhalb von Minuten der Himmel schwarz war und der Schnee waagerecht über das vor uns liegende Feld schoss. Glücklich wer Buff und Sonnenbrille hat, damit er wenigstens ein bisschen den Weg erkennt. Danach "nur" am Deich entlang, immer gegen den Wind, bis nach Hoopte zur Zollenspieker Fähre. Eine tolle, sehr anstrengende Tour und ein hoffentlich würdiger Oster-Orbit.

LG Ole, bis bald bei den Halara—Touren. Diese Runde (von Hamburg dann noch etwas länger oder zu kürzen indem man die Fähre in Bleckede nimmt) ist sehr zu empfehlen, kaum ein Auto und viele gut laufende Straßen.
Die Fahrt war übrigens nur halb liegend, ich bin circa 140km als Captain und nur 40 als Stoker gefahren, aber die Liegeposition habe ich nicht öfter erobern können.


Link zur Strecke:

Fotos schicke ich gleich.
 

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Moin zusammen,

wer bitte hat denn noch vor, an diesem Samstag auf die von mir vorgeschlagene Strecke zu gehen?
Ich plane gegen 08 Uhr hier loszufahren, das VM zu holen u. könnte gegen 10 Uhr z.B. in Noderstedt am U-Bahnhof sein.
Wetter-technisch scheint es trocken u., mit ein bißchen Sonne, etwas wärmer als die bisherigen Tage zu werden.
Würde mich über eine Begleitung freuen.
Gruß
Morten
 
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Ich bin raus dieses Wochenende, passt zeitlich nicht. Das Wochenende drauf vlt nachfahren, wer weiß. Viel Spaß!
 

rdrei

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Viel Spaß!
ich hatte eben noch überlegt, ob ich Dich abfangen könnte um Dich dann ein Stückchen zu begleiten, aber ich habe den Hund, denn die Frau muss arbeiten. Und der Hund ist jung und geht noch nicht in den von 2 Vorgängern gebrauchten Anhänger.
Damit verbleibt mir nur Dir viel Spaß zu wünschen!
Michael :cool:
 
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Moin zusammen,

wie angekündigt bin ich gestern die Runde durch den Süden von S.-H. gefahren. Die Anreise von Wilhelmsburg zur Strecke erfolgte dabei über Uhlenhorst, Stadtpark, Alsterdorf, Fuhlsbüttel u. Langenhorn. Dabei stellte ich fest, daß der südliche Teil der "Tangstedter Landstr. bis hinter der Einmündung "Am Schulwald" Baustelle u. nur Richtung Norden befahrbar ist. Kurz vor 10 Uhr stieß ich in Höhe Böttgerstr. auf die Route. Die erste unangenehme Überraschung war, das der "Eichelhäherkamp" eine Straße mit Kopfsteinpflaster ist. Ich bin dann stattdessen links abgebogen u. über die Strasse "Spechtort" zum Track zurück navigiert. Weil viele Leute am Samstagmorgen mit dem Auto zum Einkaufen fuhren, herrschteob des lebhaften Verkehrs in Volksdorf Stau. Aber das würde ich, im Vergleich mit einer Durchquerung von Ahrensburg, als das kleinere Übel ansehen.

Am Abzweig in den "Brauner Hirsch" überholte ich ein Duo RR, dem ich im Verlauf der Tour noch mehrmals begegnen sollte. Unterwegs bemerkte ich dann, daß ich vergessen hatte etwas zu essen mitzunehmen. Und da der Geldautomat, den ich üblicherweise auf dem Weg zur Garage von Beulchen frequentiere, überraschenderweise kürzlich demontiert worden ist, war zudem Bares rar. Glücklicherweise lag in Siebenbäumen eine Filiale meiner Bank direkt am Track u. ich legte einen Stopp zur Ergänzung meiner Barschaft ein. Gerade als ich wieder losfahren wollte, kam ein RR an u. fragte, ob ich ihm ein paar Fragen zu Velomobilen beantworten könnte. Er hatte diese bisher eher selten zu Gesicht bekommen u. interessierte sich hauptsächlich für die Anschaffungskosten selbiger. Nachdem ich seine Neugier gestillt hatte, fuhr jeder seiner Wege. In Zarpen hielt ich Ausschau nach dem mir von vorherigen Touren bekannten Bäcker, doch leider war dieser bereits am Mittag geschlossen:(. Zwischen dem Margarethenhof und Rohlstorf kam mir ein älterer Liegeradler auf einem Kurzlieger mit weißen Packtaschen entgegen und wir tauschten im vorbeifahren einen freundlichen Gruß aus.

Kurz vor Warderbrück hielt ich an, um ein Foto von dem wunderschön daliegenden und von zahlreichen Wasservögeln frequentierten Wardersee zu machen. Das Stück zwischen der A21 bei Negernbötel u. der B205 lag im Schatten einiger Bäume u. der Asphalt hatte darob mehr den Charakter einer Waschbrettpiste, so daß ich über die Vollfederung an meinem Quest sehr froh war. Die kurz darauf folgende Ortsdurchfahrt in Fehrenbötel mit Kopfsteinpflaster setzte dem Ganzen dann die Krone auf.
Auf den kleinen Sträßchen u. Wirtschaftswegen begegnete ich unterwegs immer wieder einzelnen oder mehreren RR-Fahrern/-innen, die ebenfalls eine flotte Runde drehten. Zweimal bin ich wegen Pferden mit Reiterinnen in die Eisen gegangen, da diese ob des ungewöhnlichen Gefährts leichte Anzeichen von Unruhe erkennen ließen. Diese Begegnungen konnte ich meist mittels einer freundlichen Ansprache entschärfen und in einem Fall wurde Beulchen doch glatt mit einer "rollenden Möhre" verglichen, was als Grund für die Reaktion des Rosses angeführt wurde. Darüber konnte dann auch ich nur schmunzeln.

An der Einmündung der L260 in die Brokstedter Str. stutze ich ob der ungewöhnlichen Wegführung meines Tracks und überlegte kurz, an Stelle der Kurverei durch das Örtchen, die Abkürzung über den direkt gegenüber weiterführenden Wirtschaftsweg zu nehmen.
Da mir aber nach rund 166 Km ohne Essen der Magen knurrte, entschied ich mich doch zur Fahrt nach Brokstedt. Das stelle sich als gute Idee heraus, den dort lag ein Supermarkt direkt an der Strecke. Nach einer guten Stärkung und ein paar netten Gesprächen auf dem Parkplatz davor hatte ich kurz nach dem erneuten losfahren eine Erscheinung. Aus dem Augenwinkel hatte ich nämlich den Schriftzug "Zuckerwaren" an einem Jahrmarktwagen entdeckt, welcher linkerhand in einer Seitenstraße stand. Seit dem Beginn der Corona-Pandemie waren nahezu alle Volksfeste ausgefallen u. ich hatte die dort feil gebotenen leckeren Spezereien lange vermisst. Also hieß es "Nachtisch-Stopp" u. die Schaustellerin machte ein gutes Geschäft.

Hinter Heidmoor verpasste ich, vermutlich aus der Macht der Gewohnheit, zunächst den Abzweig auf dem Track. Leider merkte ich das erst 2 Km später, also wieder zurück:mad:. Als ich dort angekommen um die Ecke bog, lag ein Weg mit Beton-Doppelspuren vor mir. Normalerweise fahre ich sowas nur ungern, da ich mein VM auf sowas mal gerollt habe. Doch es stellte sich heraus, daß diese mit ca. 80 cm Breite einigermaßen gut befahrbar waren, also setzte ich meinen Weg fort. Im weiteren Verlauf kamen mir zahlreiche Fahrzeuge entgegen, denen ich dann mühsam ausweichen musste. Auch gab es unterwegs einige Stellen, wo die Platten nach oben gedrückt oder eingesackt waren u. nur eine abrupte Bremsung verhinderte, das ich hier abhob oder aufsetzte. Da ich diesen Umweg über Heede freiwillig gewählt hatte, um nicht durch Barmstedt zu müssen, konnte ich mich nur damit abfinden u. langsam weiterrollen. Die anschliessende Route via Arboretum war bekannt und ich brachte diese zügig hinter mich. Am Abzweig in Kummerfeld folgte ein weiterer kurzer Abschnitt mit, wenn auch glattem, Pflaster. Von der Wulfsmühle ging es auf der K6 via Hasloh nach Garstedt. Mit dem VM war das ok, da diese zügig zu befahren ist. Aber die Präsenz eines vor mir auf der Fahrbahn radelnden RRs wurde von den überholenden Autos doch scheinbar als störend empfunden. Da würde ich die kleinen Wirtschaftswege auf der Route via Bönningstedt mit dem Lieger doch als entspannter einstufen.

In die Straße "Am Ochsenzoll kann man von der Langenhorner Chaussee nicht wie geplant einbiegen, da dort ein weißer Pfeil auf blauem Grund selbiges verhindert. Aber eine Straße weiter gibt es sogar eine Linksabbiegerspur in den "Stockflethweg". Ich bin dann über die Straße "Kiwittsmoor" auf diesen hinübergewechselt, nur um noch ein letztes Hügelchen u. eine einspurige Verengung vorzufinden, wo man bei Gegenverkehr warten muss. Also sollte man IMHO besser gleich ganz auf dem "Stockflethweg" bleiben.
Gegen 18 Uhr war ich dann wieder in der "Böttgerstr", d.h. ich hatte für die knapp über 200 Km rund 7,5 h netto bzw. 8 h brutto benötigt.
Einige Abschnitte, die den RRn bei dieser Einstellung des BRouters zumutet werden, haben mich überrascht. Daher würde ich für ungefederte Tieflieger u. VWs alternativ diese Variante vorziehen: HPV-Runde durch den Süden von SH
Anbei noch ein paar Impressionen von unterwegs.

Grüße & viel Spaß beim nachfahren,
Morten
 

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Hallo,

HaLaRa, besteht ja aus Tourenvorschlägen und 'freien' Beiträgen. Am Wochenende, als Morten fuhr, musste ich arbeiten - dafür gab es am Dienstag einen Ausgleichstag. So habe ich mich dann nach einem zweiten Frühstück vorsichtig vom Sofa auf das Liegerad umgebettet, und bin um 11h06 zu einer Runde nach Plön aufgebrochen die ich bei HaLaRa eingereicht habe.
IMG_0875.jpeg
Das Wetter war fantastisch, strahlender Sonnenschein, weder zu warm noch zu kalt. Die Fahrt durch das Oberalstertal und die Naturschutzgebiete Bargetheide und Wittenborner Heide lohnt sich. Nur ein Stopp im Storchencafé Vosshöhlen musste dieses Mal ausfallen. Der Plöner See hat sich in schon in Bosau in bestem Azurblau präsentiert und damit für Ferienstimmung gesorgt. Die Durchfahrt durch Plön ist etwas mühsam. Auf dem Rückweg ging es über Vierer Berg, Heidmühlen -auch hier ohne Besuch im Café- am Stellenbrookmoor vorbei nach Hartenholm, Lentföhrden (mein Ausgangspunkt für mein erstes HaLaRa "Rund um das Dorf Berlin") auf gut laufenden Strassen nach Hause, wo ich dann um 18h34 nach 7h28 und 200km wieder ankam.

M5 Lowracer - bequemer Begleiter:
IMG_0873.jpeg

Plöner See:
IMG_0880.jpeg
Ein bekannter Bäcker:
IMG_0885.jpeg
Die Strecke (hin: rot, rück: blau):
Route_Rot_hin_blau_zurueck.png
Virtuelle 'Brevetkarte':
Stationen.png

Viele Grüsse,

Cornelius
 
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N'Abend Cornelius, N'Abend zusammen,

nette Tour, die Du da gefahren bist.
Mein Vereinskamerad Knut ist übrigens auch den 200er durch den Süden von S.-H. gefahren und hat seine Eindrücke hier beschrieben:
Bericht Mortens 200er SH Süd

Gruß
Morten
 
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Hallo zusammen,

ich habe heute Abend mit Björn S. telefoniert, da wir uns zuvor lose zu einer Tour für dieses WE verabredet hatten.
Hierbei ist folgender Streckenvorschlag entstanden.
Flotte Tour durch Stormarn, Hzt. Lauenburg, Geest und Marsch - 164,5 Km
Diese können wir am Sa oder So fahren.
Als Treffpunkt bietet sich die Südwestecke des Eppendorfer Parks an.
Für die Uhrzeit würde ich 10:30 Uhr + "akademisches Viertel" sagen.
Was bitte haltet Ihr davon bzw. wer wäre noch mit dabei?

Dank+Gruß
Morten
 
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N'Abend zusammen,

Björn und ich werden morgen (24.04.) gegen 10:30 Uhr zu der angekündigten Tour starten. Treffpunkt ist der Ausgang des Eppendorfer Parks an der Kreuzung Breitenfelder Str./Curschmannstr.
Er auf dem Tiefflieger, ich per VM. Das Tempo sollte so bei um 30 Km/h liegen.
Über weitere Mitfahrer würden wir uns freuen.
Gruß
Morten
 
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In den Sachsenwald
Mi 28.04.21 HaLaRa 107
Abfahrt 8h32, 158 km, 7h22 unterwegs.
Am Mittwoch konnte ich noch einmal einen Ausgleichstag und damit das schöne Wetter nutzen. Gelegenheit einmal in den Osten zu fahren. Das birgt immer die Herausforderung wie man um oder durch Hamburg kommt. Sowohl in Richtung Elbe, als auch zurück durch den Norden habe ich für mich neue Varianten ausprobiert - leider mit gemischtem Erfolg: Durch Harburg gibt es deutlich bessere Optionen. Bei der Gelegenheit wollte ich einen Abstecher und ein paar Bilder an der alten Harburger Brücke machen, die prompt in einem Umfaller und ein paar Kratzern resultierten. Die Rückfahrt über Glashütte ist zwar schön aber etwas kleinteilig wenn man den Tag sonst noch etwas vorhat. Dafür habe ich die Fahrt an der Elbe, den kleinen Anstieg in Eschenburg, den Sachsenwald und die Hügel hinter Lütjensee (mit so etwas wie der norddeutschen Variante von Fernsicht) und die verkehrsreiche aber schöne Durchfahrt durch Jersebek in vollen Zügen genossen.

IMG_0891.jpeg
Rüschpark, am anderen Ufer Teufelsbrück.

IMG_0901.jpeg
Alte Harburger Elbbrücke, momentan offiziell wegen Baurabeiten gesperrt.

IMG_0905.jpeg
Elbuferstrasse.

IMG_0910.jpeg
Elbbrücke Geest.

IMG_0912.jpeg
Sachsenwald voraus.

IMG_0916.jpeg
Sachsenwald.

IMG_0920.jpeg
Gut Jersebek.

Strecke.png
Strecke.

Viele Grüsse, Cornelius

P.s. Fremdsichtung einer Speedmachine mit Hinweis auf Paragraph 5 Absatz 4 am Sitz (Abstand) and der Sitzschale, unabgeschlossen geparkt vor der alten Harburger Brücke, aber weit und breit kein Fahrer in Sicht.
 
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Hallo miteinander,

nach der flotten Tour am letzten Samstag stand Björn und mir der Sinn nach einer etwas längeren Runde, daher entschieden wir uns Richtung Oz zu fahren. Treffpunkt war um 08:30 Uhr am Haupteingang des Friedhof Ohlsdorf, um nach dessen Durchquerung weiter Richtung Volksdorf bzw. Ahrensburg zu radeln. Noch war wenig los und auch auf den grossen Hauptstrassen fuhr es sich recht entspannt.

Hinter Sprenge ging es auf kleinen Kreis- u. Landstraßen über niedrige Hügel, mal hatte es Alleebäume zu beiden Seiten, woanders war alles offen und der Wind machte sich deutlich bemerkbar. Zuerst versteckte sich die angekündigte Sonne hinter dichten Wolken, doch zumindest war es trocken. In Bliestorf meinte der Fahrer eine Porsche-SUV uns auf der auf eine Höchstgeschwindigkeit von 30 Km/h beschränkten Ortsdurchfahrt genau auf Höhe des einzigen auf der Strasse geparkten Fahrzeugs überholen zu müssen, was ich gerade noch verhindern konnte.
Aber zum Glück blieb so ein rücksichtsloses Verhalten an dem Tag die Ausnahme und als wir den Abzweig nach Krummesse passiert hatten wurde der Verkehr schlagartig weniger.

Nach der Brücke über die Wakenitz bei Rothenhusen folgte ein kurzer Abschnitt mit kleinem Granitpflaster, welches von uns allerdings nicht wirklich als störend empfunden wurde. Hinter Utecht erklomm die Route gen Oz auf sanften Steigungen die umliegenden Hügel.
Diese waren oftmals mit grün-gelben Raps bedeckt und es boten sich immer wieder weite Ausblicke über die Landschaft und die in der Ferne auftauchenden Wäldchen und Dörfer.

Zwischen Bülow und Rehna kam wieder etwas Kopfsteinpflaster und wir waren froh, es an der Einmündung der Friedrich-Dreyer-Str. wieder verlassen zu dürfen. Schon von weitem sah man den mächtigen Kirchenbau des ehemaligen Klosters Rehna, dessen Gemäuer und dessen wunderbar angelegter Kräutergarten durchaus einen Besuch wert sind.
Kurz nach dem verlassen der Stadt begegneten wir einem Fahrzeug der hiesigen Rennleitung, doch zeigte dessen Besatzung kein Interesse an zwei Typen mit komischen Fahrrädern, was uns ziemlich recht war.

Dummerweise hatte ich beim überspielen des Tracks auf mein GPS-Gerät noch die ursprüngliche Version via Köchelstorf erwischt, sodaß wir auf dem Weg nach Gadebusch noch den ein oder anderen Meter Kopfsteinpflaster mehr mitnahmen, welchen man eigentlich auf dem gut ausgebauten Rad-/Fußweg entlang der B104 umgehen kann.
In Gadebusch lagen zahlreiche Versorgungsmöglichkeiten an der Strecke, auch wenn diese, bis auf die Aral-Tanke, am Sonntag zu hatten.
Die L05 vor Wittenburg war gut befahren, ein parallel velaufender glatter Rad-/Fußweg bot jedoch die Möglichkeit, dem dichten / schnellen Verkehr zu entgehen. Nach passieren der A24 würde ich inzwischen empfehlen, auf die in südlicher Richtung weiterführende K12 zu wechseln, da auf der engen L05 (fast) ohne Rücksicht auf Verluste überholt wird.

In Kögel konnten wir einen weiteren Abschnitt mit Kopfsteinpflaster "genießen". Jetzt verstehe ich auch, warum mich der BRouter bei dem Profil für schnelle Lieger und VMs auf der K5 aussen herum führen wollte:mad:.
Der weitere Weg hinter Greven führt einen durch das Tal der noch jungen Boize und dieses war lieblich anzuschauen.
Insgesamt ist das ehemalige Zonenrandgebiet recht einsam und die Natur macht weite Teile davon aus. So hat man gute Chancen, um z.B. Kraniche, Rehe und anderes Wild zu sichten.

Beim planen der Strecke war ich experimentierfreudig und wollte mal einen neuen Weg nach Talkau ausprobieren. Naja, hinter der Brücke der A24 war auf einmal der Asphalt weg und Björn und ich durften uns durch einen Sandweg wühlen.
Also doch besser weiter wie bisher via Roseburg und Tramm fahren.
Der Rückweg auf der Hagener Allee nach Ahrensburg hinein war wieder mit kleinem Granitpflaster garniert und die Hagenau trug nur noch Reste eines ehemals asphaltierten doppelseitigen(!) Rad-/Fußwegs, welcher am Ende durch Autos der dortigen Anwohner zugeparkt war.
Ich würde daher empfehlen, entweder über Schmalenbeck auf gleicher Strecke wie auf dem Hinweg (Mannhagener Allee) zum Bahnhof zurückfahren oder gleich durch die Siedlung am Hagen bzw. via Brauner Hirsch den Weg retour nach Hamburg zu wählen.
Alles in allem war ich von morgens um 06:30 bis abends um 20:15 Uhr unterwegs und habe dabei knapp 300 Km zurückgelegt.

Anbei noch ein paar Impressionen von unterwegs sowie der basierend auf den zuvor beschriebenen Erfahrungen optimierte Track.

Allzeit gute Fahrt & viele Grüße
Morten
 

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Tolle Touren von euch beiden, und immer so schön bebildert!!
Ich bin am Freitag (30.04.21) auch ganz im Sinne von Halara von HH aus Richtung Berlin gestartet, da ein freier Tag kurzfristig auftauchte und das Wetter mitspielen sollte, ich wollte meine Eltern zum ersten Mal seit Weihnachten besuchen.
So bin ich auf bekannten Wegen aus dem südlichsten Zipfel Hamburgs (der nördlich der Elbe liegt :D ) über die Elbbrücke in Geesthacht immer an der Elbe entlang und in Lauenburg wieder auf die nördliche Seite zurückgewechselt. Den einzigen wirklichen Anstieg gab es dann kurz vor Boizenburg, an dem ich mit vollem Gepäck doch schon sehr ins Schwitzen kam, gottseidank nur kurze Zeit. Dann folgte nach dem unproblematischen Grenzübergang die schnelle Abfahrt in die Hauptstadt der Fliesen und im weiteren Verlauf Richtung Neuhaus und auf einsamen Deichstraßen bis Dömitz, auf denen ich auf einer Strecke von 30 Kilometern nicht einmal von einem Auto überholt wurde, es war einfach nichts auf den Straßen los. In Dömitz auf feuchtem Kopfsteinpflaster ist mir das Hinterrad einmal stark ausgebrochen, die Strecke ist aber auch immer wieder eklig dort. Hinter Dömitz bin ich auf kleinen, mir schon vom jährlichen Zeitfahren bekannten Wirtschaftswegen entspannt weitergetrödelt, bis ich auf die ersten Probleme meiner angepassten Streckenplanung traf: Die Straßen hinter Wittenberge und dann vor allem ab Bad Wilsnack fahren sich scheußlich schlecht, habe ich doch bei der Planung die von anderen Velonauten genutzte B5 wegen der Angst vor zuviel Verkehr verschmäht. So habe ich über etwa 15 Kilometer schlechtesten Asphalt und Wurzelbrüche auf der Landstraße kennengelernt, von denen meine Schulter im Ziel und noch tagelang geklagt hat. Hinter Havelberg ging es dann wieder auf bekannter, hervorragender Strecke ins Havelland zu meinen Eltern über die durch das Havelhochwasser zerstörte und inzwischen neugebaute Havellandbrücke in Strodehne, nach Rhinow, durch Stölln und vorbei am Otto-Lilienthal Museum und den aufgestellten Flugzeugen und zu guter letzt dann durch die selbsternannte Fliederstadt Friesack. Das Wetter hat trotz anderslautender Vorhersagen sehr gut mitgespielt, ich hatte maximal zwei Tropfen auf dem Visier, die Temperaturen waren nahezu perfekt.
Am Ende waren es 252km bei etwa sechs Stunden Fahrzeit und einer Stunde Pause.

Am Sonntag bin ich die Tour dann umgedreht gefahren, dank des Tipps von @HoSe dieses Mal über die B5 hinter Friesack bis nahe Perleberg, es war tausend Mal angenehmer und der Verkehr quasi nicht existent. Zwischen Bad Wilsnack und Dömitz hat es mal stärker, mal weniger stark geregnet, aber das Visier hat mich gut trocken gehalten, nur die Kurven bin ich aus schlechter Erfahrung sehr vorsichtig gefahren. Hinter Dömitz kam dann sogar die Sonne richtig raus, und an der Fähre Bleckede (meine erste Fähfahrt per VM!) war die Pause geprägt von Menschen, die Eis schleckend ums VM standen und mich mit Fragen löcherten.Am Ende musste ich mich unter Winken ins VM begeben und schnell davon radeln, sonst hätte ich wohl noch Stunden dort verbracht. Einer der neugierigen Gäste fragte sogar "Ist es sowas wie letztens im Fernsehen?", worauf ich leider keine befriedigende Antwort geben konnte, habe ich doch keinen Fernseher zuhause stehen. Vielleicht hätte ich ihm das Forum direkt zeigen sollen, im speziellen die Videoecke.
Auf den bekannten Deichstraßen ging es dann über Hohnstorf, Artlenburg und Tespe wieder ans nördliche Elbufer mittels Elbbrücke Geesthacht und nach Kirchwerder zurück. Trotz anderer Streckenführung waren es nahezu gleiche Kilometer und gleiche Fahrzeit, etwa 252 km und 7 Stunden insgesamt.

Bilder habe ich leider nicht viele gemacht, ich schaue mal dass ich die wenigen noch hinzugefügt bekomme.
Hoffentlich demnächst mal wieder nicht alleine auf einer Halara-Tour, ich würde mich sehr freuen!

Hinfahrt:
Rückfahrt:
 
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In Dömitz auf feuchtem Kopfsteinpflaster ist mir das Hinterrad einmal stark ausgebrochen
Das Kopfsteinpflaster in Dömitz kann man gut umfahren, indem man vor Beginn des Pflasters nach links abbiegt und Weg über den Damm nutzt.
Lief Richtung Ortsausgang ein großer Schäferhund auf der Straße herum? Der ist dort fast immer anzutreffen und „regelt“ den Verkehr:rolleyes:.
Schöne Tour, @Olo97 !(y)
 
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Moin zusammen,

zur Abwechslung zu den Touren in S.H. habe ich mir nach dem heutigen Stammtisch mal folgende Tour für den 09.05.'21 überlegt:
Tour rund um Lüneburg
Startort ist der Platz am Sperrwerk der Billwerder Bucht, als Startzeit würde ich 09 Uhr +/- 15 Min. vorschlagen und, da es sich um eine gemischte Tour für schnelle Lieger u. VMs handelt, einen Schnitt zw. 25 u. 30 Km/h anpeilen.
Unterwegs könnten wir @MatK in Radenbeck besuchen und in Uelzen mal schauen, ob wir evtl. einen offenen Bäcker o.ä. finden.
Das Wetter am Sonntag verspricht frühlingshafte Temperaturen und reichlich Sonnenschein.
Diese Tour könnte z.B. für @NiklasB, @Skipper, @Zugvogel, @Stephan1970, @Benny z, @I.Gehring, @Struthocamulus u.a. aus der Region von Interesse sein.
Würd' mich freuen, wenn ich dem ein oder anderen begegne od. dieser mich ein Stück begleitet.
Grüße
Morten
 
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Hallo Morten, Ole,

bei mir wars letzte Woche nicht so lang, dafür habe ich eine für mich noch unbekannte beeindruckende location besucht: die Kreidegrube Lägerdorf.

Auf Komoot war ich auf beeindruckende Bilder des Tagebaus aufmerksam geworden, das wollte ich mir einmal ansehen. Für den Hinweg habe ich die schnurgeraden Schnelläufer über Quickborn, Ellerau, Alveslohe, Heidmoor, Mönkloh, Westermoor genutzt. Von Heidmoor bis Westermoor verliert man sage und schreibe 40 Höhenmeter auf 20 km. Auf diesen Strassen und mit dem Lowracer bilde ich mir ein das zu spüren, hier läuft die Fuhre fantastisch. In Wittenbergen mache ich einen kleinen Abstecher zur Brücke die wir schon auf "Rund um das Dorf Berlin" überquert hatten: Was ein Unterschied gegenüber der Winterlandschaft im Morgenlicht mit Rauhreif vor zweieinhalb Monaten. Das Wetter war ja als durchwachsen angesagt - in meiner Vorstellung hatte ich mit Schietwetter und Nieselregen gerechnet. In der Realität hat sich die Niederschlagsmenge dann eher Schauerartig pünktlich zur Ankunft in Lägerdorf manifestiert. Und als ich endlich freien Blick für ein Foto des riesigen Tagebaus hatte fing es an zu hageln. Die Tiefe der Grube ist fast unheimlich, umso mehr wenn man bedenkt, dass Lägerdorf nur auf 8m über dem Meeresspiegel und in der Nähe der Stör liegt! Der Kontrast zwischen der Waldkante, der weissen Grube und dem See am Grund ist selbst bei diesem Wetter beeindruckend. Kaum war ich durchnässt und auf dem Rückweg Richtung Engelbrechtsche Wildnis war der Spuk auch schon im grossen ganzen vorbei. Seit dem 01.05. sind die Drehbrücken der Krückau- und Pinnau-Sperrwerke wieder für Radfahrer passierbar (Zeiten beachten), was die Orstdurchfahrt über Elmshorn erspart, dafür sind die meisten im Winter oft offenen Schafsgatter nun wieder geschlossen - bei gefühlt Nummer 10 höre ich auf zu zählen.


IMG_0941.jpeg IMG_0770.jpeg
Déjà vu - Brücke in Wittenbergen am 02.05. und am 13.02..

IMG_0948.jpeg
Mischung von Indrustriebrache und aktiven Gruben.

IMG_0954.jpeg
Riesige Tagebaugrube. Das Rad ist ungefähr auf Meereshöhe - Lägerdorf liegt auf 8m.

Screenshot 2021-05-04 at 15.55.36.png
DEM über Satellitenbild. Im Bild oben ist der südliche (etwas weniger tiefe) der Seen zu sehen.

IMG_0961.jpeg
Die Krückau- und Pinnausperrwerke sind seit 01.05. wieder geöffnet (Zeiten beachten).

Strecke.png
Strecke. 125 km, Start 13h24, 4h30 unterwegs.
 
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5.045
Tour rund um Lüneburg
Startort ist der Platz am Sperrwerk der Billwerder Bucht, als Startzeit würde ich 09 Uhr +/- 15 Min. vorschlagen und, da es sich um eine gemischte Tour für schnelle Lieger u. VMs handelt, einen Schnitt zw. 25 u. 30 Km/h anpeilen.
Mit dem Trike schaff ich das Tempo über die 243km natürlich nicht, aber würd gern mal versuchen ob ich bis Geesthacht oder Lauenburg mithalten kann.
 
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