Brevet HaLaRa - Hamburger Langstrecken Radtouren

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Moin zusammen,

basierend auf der Idee der HaLaRa-Webseite soll dieser Faden allen Interessierten dazu dienen, sich untereinander auszutauschen, Streckenvorschläge zu veröffentlichen und Berichte und Fotos zu sammeln. Es soll dabei um Distanzfahrten von mind. 100 Km oder länger gehen, die mit dem Liegerad, Trike oder VM absolviert werden.
Start- oder Zielort muss dabei nicht zwingend Hamburg sein, die Strecke sollte sich aber bitte möglichst in von dort verhältnismäßig leicht erreichbarer Entfernung befinden.

Eigentlich hatte ich vorgehabt, Euch hier für den 17. April eine 200Km-Runde nach Mecklenburg-Vorpommern hinein anzubieten.
Da die Einreise nach M.-V. derzeit, auf Grund der aktuellen Corona-Beschränkungen, für Tagesgäste verboten ist, habe ich mir folgende Alternative überlegt:
Runde durch den Süden von S.-H.
Dabei habe ich dieses Mal bewusst auf die Festlegung eines bestimmten Startortes und auf die Durchquerung grösserer Städte unterwegs (weitestgehend) verzichtet.
So kann man sich an einem beliebigen Punkt auf die Strecke begeben u. hat trotzdem Bahnhöfe u. Versorgungsmöglichkeiten in akzeptabler Nähe, auch wenn das Anfahren selbiger einen kleinen Umweg bedeutet.

Ich freue mich auf Eure zahlreichen Wortmeldungen und rege Teilnahme an den Fahrten.

Dank & Gruß & bleibt gesund!
Morten
 
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Dann stelle ich mal gleich den ersten Bericht ein, von heute.
Meine Freundin hatte nach zwei gelungenen Orbits noch nicht genug, und das Hase Pino wollte passend zu Ostern endlich wieder auf die Straße. Also haben wir am letzten Tag der Challenge die Sachen gepackt, uns den Wetterbericht garnicht erst so genau angeschaut, und sind früh um 7 bei Regen und Rückenwind gestartet. Natürlich ist es mit dem Hase etwas langsamer, dafür machen auch schwere Abschnitte gemeinsam richtig viel Spaß. Die Hintour auf der Nordseite der Elbe mit viel Rückenwind und nur wenigen Schauern ließ uns gut vorankommen, und kurz vor 11 war die Fähre Hitzacker-Bitter erreicht. Der Fährmann war nicht zu sehen, aber nach kurzem Telefonat kam er auf die andere Seite, wir waren die ersten Besucher und wahrscheinlich die letzten, meinte er beim Abschied. Spätestens die Wellen auf der Elbe und die Schräge Fahrtrichtung der Fähre machte klar, das wir uns für den Rückweg keinen guten Tag ausgesucht hatten. Windgeschwindigkeiten bis 75kmh, dazu immer wieder Graupelschauer, zweimal heftiges Schneetreiben und teilweiße Geschwindigkeiten im einstelligen Bereich über einige Kilometer hinweg waren kräftezehrend.
Hinter Hitzacker haben wir uns ganz gemütlich die Kniepenberge hinauf gequält, das Pino hat als kleine Schwäche eigentlich nur solche Passagen. Bis Bleckede haben wir es immer wieder geschafft uns vor dem Wind zu verstecken, danach ging es über freie Felder und Wiesen, der Schnitt sank immer mehr. Einige kleine Entlastungsabschnitte auf Höhe Hohnstorf haben da die Stimmung nochmal gehoben, bevor nach einer kleinen sonnigen Pause innerhalb von Minuten der Himmel schwarz war und der Schnee waagerecht über das vor uns liegende Feld schoss. Glücklich wer Buff und Sonnenbrille hat, damit er wenigstens ein bisschen den Weg erkennt. Danach "nur" am Deich entlang, immer gegen den Wind, bis nach Hoopte zur Zollenspieker Fähre. Eine tolle, sehr anstrengende Tour und ein hoffentlich würdiger Oster-Orbit.

LG Ole, bis bald bei den Halara—Touren. Diese Runde (von Hamburg dann noch etwas länger oder zu kürzen indem man die Fähre in Bleckede nimmt) ist sehr zu empfehlen, kaum ein Auto und viele gut laufende Straßen.
Die Fahrt war übrigens nur halb liegend, ich bin circa 140km als Captain und nur 40 als Stoker gefahren, aber die Liegeposition habe ich nicht öfter erobern können.


Link zur Strecke:

Fotos schicke ich gleich.
 

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Moin zusammen,

wer bitte hat denn noch vor, an diesem Samstag auf die von mir vorgeschlagene Strecke zu gehen?
Ich plane gegen 08 Uhr hier loszufahren, das VM zu holen u. könnte gegen 10 Uhr z.B. in Noderstedt am U-Bahnhof sein.
Wetter-technisch scheint es trocken u., mit ein bißchen Sonne, etwas wärmer als die bisherigen Tage zu werden.
Würde mich über eine Begleitung freuen.
Gruß
Morten
 
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Ich bin raus dieses Wochenende, passt zeitlich nicht. Das Wochenende drauf vlt nachfahren, wer weiß. Viel Spaß!
 

rdrei

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Viel Spaß!
ich hatte eben noch überlegt, ob ich Dich abfangen könnte um Dich dann ein Stückchen zu begleiten, aber ich habe den Hund, denn die Frau muss arbeiten. Und der Hund ist jung und geht noch nicht in den von 2 Vorgängern gebrauchten Anhänger.
Damit verbleibt mir nur Dir viel Spaß zu wünschen!
Michael :cool:
 
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Moin zusammen,

wie angekündigt bin ich gestern die Runde durch den Süden von S.-H. gefahren. Die Anreise von Wilhelmsburg zur Strecke erfolgte dabei über Uhlenhorst, Stadtpark, Alsterdorf, Fuhlsbüttel u. Langenhorn. Dabei stellte ich fest, daß der südliche Teil der "Tangstedter Landstr. bis hinter der Einmündung "Am Schulwald" Baustelle u. nur Richtung Norden befahrbar ist. Kurz vor 10 Uhr stieß ich in Höhe Böttgerstr. auf die Route. Die erste unangenehme Überraschung war, das der "Eichelhäherkamp" eine Straße mit Kopfsteinpflaster ist. Ich bin dann stattdessen links abgebogen u. über die Strasse "Spechtort" zum Track zurück navigiert. Weil viele Leute am Samstagmorgen mit dem Auto zum Einkaufen fuhren, herrschteob des lebhaften Verkehrs in Volksdorf Stau. Aber das würde ich, im Vergleich mit einer Durchquerung von Ahrensburg, als das kleinere Übel ansehen.

Am Abzweig in den "Brauner Hirsch" überholte ich ein Duo RR, dem ich im Verlauf der Tour noch mehrmals begegnen sollte. Unterwegs bemerkte ich dann, daß ich vergessen hatte etwas zu essen mitzunehmen. Und da der Geldautomat, den ich üblicherweise auf dem Weg zur Garage von Beulchen frequentiere, überraschenderweise kürzlich demontiert worden ist, war zudem Bares rar. Glücklicherweise lag in Siebenbäumen eine Filiale meiner Bank direkt am Track u. ich legte einen Stopp zur Ergänzung meiner Barschaft ein. Gerade als ich wieder losfahren wollte, kam ein RR an u. fragte, ob ich ihm ein paar Fragen zu Velomobilen beantworten könnte. Er hatte diese bisher eher selten zu Gesicht bekommen u. interessierte sich hauptsächlich für die Anschaffungskosten selbiger. Nachdem ich seine Neugier gestillt hatte, fuhr jeder seiner Wege. In Zarpen hielt ich Ausschau nach dem mir von vorherigen Touren bekannten Bäcker, doch leider war dieser bereits am Mittag geschlossen:(. Zwischen dem Margarethenhof und Rohlstorf kam mir ein älterer Liegeradler auf einem Kurzlieger mit weißen Packtaschen entgegen und wir tauschten im vorbeifahren einen freundlichen Gruß aus.

Kurz vor Warderbrück hielt ich an, um ein Foto von dem wunderschön daliegenden und von zahlreichen Wasservögeln frequentierten Wardersee zu machen. Das Stück zwischen der A21 bei Negernbötel u. der B205 lag im Schatten einiger Bäume u. der Asphalt hatte darob mehr den Charakter einer Waschbrettpiste, so daß ich über die Vollfederung an meinem Quest sehr froh war. Die kurz darauf folgende Ortsdurchfahrt in Fehrenbötel mit Kopfsteinpflaster setzte dem Ganzen dann die Krone auf.
Auf den kleinen Sträßchen u. Wirtschaftswegen begegnete ich unterwegs immer wieder einzelnen oder mehreren RR-Fahrern/-innen, die ebenfalls eine flotte Runde drehten. Zweimal bin ich wegen Pferden mit Reiterinnen in die Eisen gegangen, da diese ob des ungewöhnlichen Gefährts leichte Anzeichen von Unruhe erkennen ließen. Diese Begegnungen konnte ich meist mittels einer freundlichen Ansprache entschärfen und in einem Fall wurde Beulchen doch glatt mit einer "rollenden Möhre" verglichen, was als Grund für die Reaktion des Rosses angeführt wurde. Darüber konnte dann auch ich nur schmunzeln.

An der Einmündung der L260 in die Brokstedter Str. stutze ich ob der ungewöhnlichen Wegführung meines Tracks und überlegte kurz, an Stelle der Kurverei durch das Örtchen, die Abkürzung über den direkt gegenüber weiterführenden Wirtschaftsweg zu nehmen.
Da mir aber nach rund 166 Km ohne Essen der Magen knurrte, entschied ich mich doch zur Fahrt nach Brokstedt. Das stelle sich als gute Idee heraus, den dort lag ein Supermarkt direkt an der Strecke. Nach einer guten Stärkung und ein paar netten Gesprächen auf dem Parkplatz davor hatte ich kurz nach dem erneuten losfahren eine Erscheinung. Aus dem Augenwinkel hatte ich nämlich den Schriftzug "Zuckerwaren" an einem Jahrmarktwagen entdeckt, welcher linkerhand in einer Seitenstraße stand. Seit dem Beginn der Corona-Pandemie waren nahezu alle Volksfeste ausgefallen u. ich hatte die dort feil gebotenen leckeren Spezereien lange vermisst. Also hieß es "Nachtisch-Stopp" u. die Schaustellerin machte ein gutes Geschäft.

Hinter Heidmoor verpasste ich, vermutlich aus der Macht der Gewohnheit, zunächst den Abzweig auf dem Track. Leider merkte ich das erst 2 Km später, also wieder zurück:mad:. Als ich dort angekommen um die Ecke bog, lag ein Weg mit Beton-Doppelspuren vor mir. Normalerweise fahre ich sowas nur ungern, da ich mein VM auf sowas mal gerollt habe. Doch es stellte sich heraus, daß diese mit ca. 80 cm Breite einigermaßen gut befahrbar waren, also setzte ich meinen Weg fort. Im weiteren Verlauf kamen mir zahlreiche Fahrzeuge entgegen, denen ich dann mühsam ausweichen musste. Auch gab es unterwegs einige Stellen, wo die Platten nach oben gedrückt oder eingesackt waren u. nur eine abrupte Bremsung verhinderte, das ich hier abhob oder aufsetzte. Da ich diesen Umweg über Heede freiwillig gewählt hatte, um nicht durch Barmstedt zu müssen, konnte ich mich nur damit abfinden u. langsam weiterrollen. Die anschliessende Route via Arboretum war bekannt und ich brachte diese zügig hinter mich. Am Abzweig in Kummerfeld folgte ein weiterer kurzer Abschnitt mit, wenn auch glattem, Pflaster. Von der Wulfsmühle ging es auf der K6 via Hasloh nach Garstedt. Mit dem VM war das ok, da diese zügig zu befahren ist. Aber die Präsenz eines vor mir auf der Fahrbahn radelnden RRs wurde von den überholenden Autos doch scheinbar als störend empfunden. Da würde ich die kleinen Wirtschaftswege auf der Route via Bönningstedt mit dem Lieger doch als entspannter einstufen.

In die Straße "Am Ochsenzoll kann man von der Langenhorner Chaussee nicht wie geplant einbiegen, da dort ein weißer Pfeil auf blauem Grund selbiges verhindert. Aber eine Straße weiter gibt es sogar eine Linksabbiegerspur in den "Stockflethweg". Ich bin dann über die Straße "Kiwittsmoor" auf diesen hinübergewechselt, nur um noch ein letztes Hügelchen u. eine einspurige Verengung vorzufinden, wo man bei Gegenverkehr warten muss. Also sollte man IMHO besser gleich ganz auf dem "Stockflethweg" bleiben.
Gegen 18 Uhr war ich dann wieder in der "Böttgerstr", d.h. ich hatte für die knapp über 200 Km rund 7,5 h netto bzw. 8 h brutto benötigt.
Einige Abschnitte, die den RRn bei dieser Einstellung des BRouters zumutet werden, haben mich überrascht. Daher würde ich für ungefederte Tieflieger u. VWs alternativ diese Variante vorziehen: HPV-Runde durch den Süden von SH
Anbei noch ein paar Impressionen von unterwegs.

Grüße & viel Spaß beim nachfahren,
Morten
 

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