Brevet HaLaRa-Brevet "Rund um das Dorf Berlin" am 13.02.2021

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Rund um das Dorf Berlin

zurück zu Hause aus Warmen ein paar Eindrücke von der Tour. Bin die Runde von Lentföhrden aus gefahren. Aufgrund der pessimistischen Glatteisvorhersage bin ich mit dem UP rückfällig geworden, sicherheitshalber mit Crossreifen.
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Falsche Strategie... von winzigen Abschnitten abgesehen waren die Strassen komplett frei, und nach den kurzen Momenten über Null -die gab es- ist die Schmelzsuppe dann auch nicht zu gefährlichen Flecken gefroren. Ich hab den Eindruck recht viel Energie in den Reifen gelassen zu haben - kann auch sein, dass ich gar nicht so viel Energie hatte.... Die Challenge Baby Limus sind zwar schöne Reifen, aber irgendwie lief es nicht. Vielleicht auch kein Wunder: mein kälteempfindliches GPS behauptete bis -14.9 Grad, und das war noch ein Weile nach dem Start.

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Jetzt bin ich gespannt auf den Bericht von Ole und Morten - ich bin ständig mir der Vorstellung gefahren zwei Quest im Nacken zu haben, die mich gleich überholen. Auch sonst keine Begegnung - aber wenn alle versetzt fahren auch nicht so wahrscheinlich.

Viele Grüsse,

Cornelius
 
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Moin Cornelius,
Wir sind auch bei etwa -13 Grad gestartet, sagte mein Garmin. Ich hatte unterschätzt das ich seit anderthalb Monaten nicht auf dem Rad saß und Winterreifen (endlich mal vernünftig) aufgezogen hatte, dazu etwa 10 Kilo Gepäck und Verpflegung. Mit Morten zu fahren hat extrem viel Spaß gemacht, entweder hinterher oder vorneweg, ich hoffe ich habe ihn nicht zu sehr ausgebremst. Nach dem grandiosen Sonnenaufgang (siehe Bilder) wurde es irgendwann angenehm warm, Straßen frei und gefühlt doch mehr Berghoch als gut für meine nicht vorhandene Liegemuskulatur. Das kleine Kettenblatt habe ich dann auf dem Rückweg gefunden bei km 160 habe ich mich entschieden nicht um den Plöner See zu fahren sondern direkt nach Hause, immernoch 110 km. Insgesamt dann 270, pünktlich als die Sonne untergegangen war Zuhause. Auf dem improvisierten Rückweg war von absolut verschneiten und eisigen Feldwegen bis zu guten Straßen alles dabei, mehr als einmal habe ich Angst gehabt mitten in einem Wald stecken zu bleiben. Am besten waren die vielen Rentner, Kinder und einfach Menschen die gesunken oder Daumen hoch gezeigt haben, und überraschend waren sogar zwei "Tuner" sehr begeistert. Ich glaube Morten braucht noch eine Stunde, er zieht es voll durch, und ich hoffe ich habe nicht zu sehr aufgehalten. Für mich war es ein perfekter Saisonstart, Sonne über 10 Stunden. Der Schnitt am Ende betrug etwa 27kmh, die Schiebepassagen und Zitterpartien haben dann Tribut gezollt. Danke für die geniale Idee, die schöne Zeit und die perfekte Begleitung Morten!

PS: Meine Bilder werden allesamt als zu groß angezeigt, ich will sie aber doch garnicht runterrechnen...ne Idee?
 
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Geht leider auch dann nicht, die Auflösung passt ihm nicht, ich kläre das morgen mal und lade dann hoch. Ich habe höchsten Respekt vor deiner Leistung, ich war schon froh wenigstens die Finger und den Körper entspannt warm zu haben. Hoffentlich sehen wir uns beim nächsten Brevet dann!
 
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Moin,

darf ich hier überhaupt schreiben.....bin ja gar kein Liegeradfahrer!?

Cornelius, es liegt an den Reifen ;-)

Mit Baby- Limus auf Asphalt, stell ich mir anstrengend vor.
Ich bin den Challenge Strada Bianca gefahren- sicher die bessere Wahl.

Ich find´s toll, dass ihr mitgemacht habt. In 14 Tagen wird es wahrscheinlich wieder einen Halara- Brevet geben.
Stefan macht ja nichts in diesem Jahr und die "Runde um die Schlei" hat ja Tradition.

Mögt ihr mir noch ein paar Infos für die Halara - Wertung schicken: Gesamtkilometer, Gesamt-Fahrzeit.

gruss Motta
 
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Moin Ole, Moin Cornelius, Moin zusammen,

vielen Dank an @Motta für das austüfteln der wundervollen neuen Strecke und an @Olo97 für die nette Begleitung.
Ich hoffe, Ihr habt Euch mittlerweile alle gut von den Strapazen erholt. Nachstehend ein paar meiner Eindrücke von unterwegs:
-auch wenn es zum Zeitpunkt des Starts gegen 07 Uhr noch ziemlich kalt war, rollte es ab Erreichen der Stadtgrenze recht gut.
In Höhe Stemwarde ging die Sonne auf und vielerorts blinkte und funkelte es auf Büschen und Bäumen am Wegesrand. Wie sich beim näheren Hinsehen herausstellte, waren diese nicht bloß von Rauhreif, sondern von einem Mantel aus Eis überzogen, der die Strahlen reflektierte.
Schneebedeckte Felder so weit das Auge reichte, aber, bis auf einen kurzen Abschnitt auf einem wenig befahrenen Wirtschaftsweg hinter Jersbek, ansonsten freie Strassen. Gegen 11 Uhr stiessen Ole und ich bei Schmalfeld auf die Strecke des Brevets und kamen, trotz Winterreifen, zügig voran.
Bei Leckerhölken trennten sich unsere Wege und fortan ging es für mich alleine weiter.
Zwischen Grebin und Malente entschied ich mich für 10 Minuten zu Fuß zu gehen, da meine aus der Karrosserie ragenden Hacken zu Eisklumpen gefroren waren. Das half und ich konnte spüren, wie die Wärme in meine Füsse zurückkehrte.
Am Schloss in Eutin angekommen streikt die Technik meines Tablets, welches ich eigentlich zum fotografieren mitgenommen hatte, immer noch.
Doch zum Glück traf ich an der am Schlossplatz stehenden Federeiche auf einen Liegeradler und seine Frau aus Münster, mit denen ich ins Gespräch kam, und welche dankenswerter Weise ein paar Schnappschüsse von mir machten.
Bei einsetzender Dämmerung legte ich in Hutzfeld einen weiteren Stopp ein, um etwas Verpflegung und Batterien fürs Navi zu kaufen, da meine Akkus bei der Kälte schneller als erhofft in die Knie gegangen waren. Auch war mein Tempo kurz zuvor auf ca. 20 Km/h abgesunken, ein deutliches Zeichen für mich, meinem Körper schleunigst wieder Energie in Form von Kohlehydraten zuzuführen. Frisch gestärkt machte ich mich eine halbe Stunde später wieder auf den Weg.
Die Brücke über die Trave bei Traventhal hat eine Gewichtsbeschränkung und daher zusätzlich eine Einbahnstrassenregelung mittels Ampel.
Wie ich so darauf warte, dass diese umspringt, nähert sich mir von hinten ein gleißendes Paar Scheinwerfer. Mein Ausruf, das dieses Licht extrem blendet, scheint nicht ganz bei den Insassen angekommen zu sein. Doch schließlich rückt der SUV näher und aus dem Fahrzeug höre ich eine Stimme. Der Fahrer ist sich nicht sicher, ob er mit seiner breiten Kiste durch die Betonsperre vor und hinter der Brücke hindurchpasst. Mir ist das sowas von egal und ich meine bloß, er soll vorfahren und es probieren. Denn dann, so denke ich bei mir, bin ich seine Scheinwerfer im Rücken los und kann in Ruhe den Anstieg aus dem Flusstal hinter mich bringen. Leider, oder zum Glück, bleibt er nicht stecken und meine Hoffnung ihn loszuwerden erfüllt sich.
Auf der Siedlungsstrasse in Todesfelde treffe ich auf eine geschlossene Schneedecke, doch ich komme durch und ab der Dorfstrasse ist wieder alles frei. In Hartenholm treffe ich gegen 20 vor Acht Uhr ein. Nach einem Blick auf die weitere Route im Navi entsteht bei mir der Eindruck, noch einen Umweg via Bad Bramstedt fahren zu müssen, um die Strecke des Brevets zu vollenden. Meine Gedanken fließen zäh und die Motivation dazu ist weg.
Ausserdem würde es bedeuten, denselben Weg von Schmalfeld nach Struvenhütten zu radeln, den wir auch schon bei der Anreise am Morgen gekommen waren. So entschließe ich mich, mir die fehlenden rund 8 Km zu schenken und mache mich stattdessen auf den Heimweg.
Den Rückweg nach Wilhelmsburg finde ich zum Glück auch im (Halb-)Schlaf und erreiche nach 325 Km gegen 22:30 Uhr die Garage, in der mein VM steht.
Mit dem von meinem Tacho angezeigten Netto-Schnitt von knapp über 25 Km/h kann ich leben, Brutto sind es, bei etwas über 16 h Gesamtfahrzeit, ca. 20 Km/h. Alles in allem war es ein schöner, wenn auch ziemlich kalter Tag, und für mich jede Strapaze wert.

Ich freue mich schon auf weitere gemeinsame Kilometer in diesem Jahr.

Viele Grüße,
Morten
 

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