Gute Sitten ...

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OT, Ich beneide Euch um die tolle Tour in Marokko. allerdings ist die Statistik bezüglich der Verkehrstoten (Stand 2011) nicht so günstig: Marokko 18,0 pro 100.000 Einwohner, Deutschlank 4,7 (Quelle Zukunft Mobilität) . Trotzdem glaube ich das man auch dort sicher und freudvoll Rad fahren kann. Aber hier auch :)

Für mich ist diese anekdotische Argumentation ein Beispiel für eine gute Anregung, aber meist ist mir mittlerweile zu mühsam immer die andere Seite zu belegen, um irgendwie die Näherung einer Wahrheit zu bekommen, und lass das diskutieren sein. Ich geh jetzt Laufen.
rwd
 
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Marokko 18,0 pro 100.000 Einwohner, Deutschlank 4,7 (Quelle Zukunft Mobilität)
Was aber auch nicht sehr aussagekräftig ist.
Einerseits sind alle Überlandsammeltaxis Oldtimer,dann wird in Marokko mit Sicherheit nicht so viel Auto gefahren pro Einwohner und und und. Besagt die Statistik nichts über die getöteten Radfahrer.
 
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Das ist kein Maßstab.
Einverstanden, wenn Du mir erklärst, welche Qualifikation Dich befähigt den Maßstab festzulegen.... Das Abtun, was jetzt Maßstab ist und was nicht ist mit der angeführten ‚Kausalkette‘, mit Verlaub, von einer Arroganz, die ich nicht weiter kommentieren will und werde.

Ich finde Leute, die laut Tröten meist recht unterhaltsam. Bei Dir bin ich mir noch nicht so sicher. Zudem ich auch nicht verstanden habe, was Deine Gefängnis-Familien-Analogie auch nur entferntest mit dem Thema zu tun hatte - außer, dass sie das selbe Herkunftsland hat.

Aber das bringt uns aber eigentlich wieder schön zum Ausgangsstatement von Dir zurück. Du fühlst Dich missverstanden... Ok, Du magst ein Knorke-Bursche sein, aber von einem Verkehrssicherheiten/Berichterstattungsthread, in dem ich dazu anrege darüber nachzudenken, ob das ausschweifende Luxus-Jammern wirklich angebracht ist, zu einem Gefängnisbrand in Rumänien, ist ein Schritt, den ich nicht gehen muss.

Naja, letzter Post für mich in dieser Sache. Ich habe kein Bock in den Chor jener einzustimmen, die ein Land mit beinahe perfekten Lebensbedingungen schlecht quatschen.

In diesem Sinne: haut‘ in die Tasten.
 

spreehertie

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Servus eddywhy,

Ich habe kein Bock in den Chor jener einzustimmen, die ein Land mit beinahe perfekten Lebensbedingungen schlecht quatschen.
eine interessante Gesprächskultur hast Du. Daß Du kein Bock auf Chor hast, ist auch offensichtlich. Wie ist das so mit dem Akezptieren und Anerkennen von anderen Meinungen und Einschätzungen. :unsure:


Gruß
Felix

PS: Für Kraftfahrer stimmt das wohl mit den perfekten Lebensbedingungen. Aber aus Sicht eines Radfahrers ist das etwas anders, wenn man sieht, wie Verkehrswege vorwiegend für Kraftfahrzeuge geplant werden, die Kraftfahrer die Fahrbahn für sich beanspruchen und dabei nicht immer zimperlich sind. Daß es noch schlimmer geht, ist jetzt ein tolles Argument.:whistle:
PPS: Mit dem
kennst Du Dich ja aus.(y)
 

1Hz

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Zudem ich auch nicht verstanden habe, was Deine Gefängnis-Familien-Analogie
Wenn Du den Maßstab tief genug hängst, kannst Du alles relativieren. Mithin können Mißstände kein Maßstab sein. Das ergibt nur eine Abwärtskette, mit der sich alles rechtfertigen und schönreden lässt. Beschwer Dich nicht, täglich eine auf die Fresse zu bekommen. Man könnte Dich auch täglich foltern. Machte Dich das glücklich? Beschwere Dich nicht, täglich gefoltert zu werden. Man könnte das auch länger und intensiver tun. Oder zwei mal täglich. Beschwer Dich nicht, ...
 
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Ich hatte gestern eine lange unterhaltung mit eine kunde meiner arbeitgeber die zahlungsschwierigkeiten hatt. Uber mail hatten wir zuvor auch kontakte, das fuhrte aber rasch zu ziemlich heftigen emotionen und aufregung von ihre seite. Wo wir uns jetzt mal ins gesicht blickten und neben die verbale communication auch noch die nonverbale dazu kam, verstanden wir uns gut. Das gesprach endete mit ein herzlich gemeintes danke von ihre seite.

Weil hier nur schriftlich kommuniziert werd, fehlen doch einige dimensionen der kommunikation, was verstandnisfehler um so einfacher macht. Mit meine doch einschrankte kenntnisse der Deutsche sprache muss ich ofters mal einige post zurucklesen, und verpasse dan regelmassig noch was genau der ausloser vom sturm war. Bei diverse treffen mit liegeradfahrer ist mir selten auf gefallen das sich da leute in die haare kriegten, hier im forum passiert es ofters.

Jeh kraftiger und harter man seinen punkt macht, um so grosser die chance das das thema entgleist, was hier jammer genug ofters passiert. Von eine unterhaltung uber gute sitten sind wir jetzt einige seiten weiter beim foltern gelandet.

Ich hab mal eine sehr interessante lesung von einen professor genossen, der uber seinen buch vertrauen in der democratie handelte. Er hatte diverse vorbilde wo die meinung von vielen zwar nicht richtig war, denn schnitt aber haargenau triffte. Zum beispiel beim raten des gewichts einen ochsen auf einen markt, keine hatte das richtige, denn schnitt stimmte genau. Beim aufspuren der versunkene russische Uboot im kalten krieg war keiner der drei theorien richtig, als die drei ubereinander gelegt wurden, fand mann denn tauchboot. Er legte viel wert darauf das auch die extremen im meinungspectrum mit gewogen werden mussen damit das end ergebniss stimmte.

Grusse, Jeroen
 
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Beschwer Dich nicht, ...
Ich konnte es nicht lassen. Einen habe dann doch noch beizutragen - allein, der Glaube, dass sich in der Denkweise etwas ändert, habe ich nimmer. Dennoch sei darauf hingewiesen, lieber HZ1,

1.
Ich empfinde es als ausgesprochen respektlos, wenn ich mir schon die Mühe mache, mit Dir zu diskutieren, dass Du nicht mal evaluierst, was Dir geschrieben wird. Du kannst in einer Diskussion nicht über tausende Begebenheiten zu einem Argument kommen, dass Dich anschließend scheinbar in Deiner Meinung bestärkt.

2.
Meiner Meinung nach kann man nur arbeiten, mit dem, was man hat - nicht mit dem was man sich herbeisehnt. Du scheinst Dir jedoch in Deiner Bubble irgendwas zurechtgezimmert zu haben, dass Du irgendwie durchdrücken willst. Wunderst Dich dann aber, wenn andere Leute nicht ganz folgen.

Also, wenn ich Dich demnächst lese, nehme ich Dich einfach nicht mehr ganz so ernst. Da kommt mir zu viel argumentative lauwarme Luft. Das mache ich an zwei Punkten fest:

1.
Du meintest, ich würde Rumänien als Maßstab setzen - auch in Deinem letzten Post noch. Naja, wenn Du mal genau hinschaust, habe ich eben genau das nicht. Ich habe aus deutscher Sicht dargelegt, dass in anderen europäischen Ländern, weitaus heftigere Umstände herrschen.

2.
Die Revolution in Rumänien ist jetzt 30 Jahre her. .... ok, Du stehst auf Analogien: Aus Deiner Sicht hätten die Alliierten bis mindestens 1975 die Bundesrepublik einfach links liegen lassen sollen, weil zwischen den Jahren 1936 und 1945 der ein oder andere Mensch unrechtmäßig durch Staatshand umgebracht wurde? Kein Marshallplan, kein Wirtschaftswunder... keine EU... Du kannst Dir Deine Wohlstandsdenke überhaupt nur leisten, weil andere Staaten Deutschland nach dem Krieg immer wieder massiv unterstützt haben - und das, obwohl sie wussten, dass der Großteil der deutschen willige, Mitläufer waren. Deswegen mag Deine Gefängnisstory für Dich ... irgendeinen Wert haben. Für mich ist sie argumentativer Schwachsinn.

Sorry..., dass es jetzt ein wenig ausschweifend war. Ging nicht anders.
 
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Naja, letzter Post für mich in dieser Sache. Ich habe kein Bock in den Chor jener einzustimmen, die ein Land mit beinahe perfekten Lebensbedingungen schlecht quatschen.
Das Land schlechtreden ist natürlich übertrieben. Aber etwas verbessern zu wollen ist auch eine Art von Evolution. Außerdem gibt es ja trotzdem Todesfälle auf unseren Strassen , die man möglicherweise vermeiden kann. Unterm Strich ist es ja egal in welchem Land man tödlich verunglückt. ;)


Meiner Meinung nach kann man nur arbeiten, mit dem, was man hat - nicht mit dem was man sich herbeisehnt.
Diese Einstellung liebe ich so an den Rumänen. Sie lamentieren nicht lange herum sondern können perfekt improvisieren.(y)

Lg
Gandalf
 
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die ein Land mit beinahe perfekten Lebensbedingungen.
Schau Dir das
'mal an, versuche zumindest, Deine bisherige Einstellung in Frage zu stellen und dann sprechen wir weiter...
Da ich in der Schweiz lebe: ja, vieles ist sehr gut, aber im Bezug auf die Fahrradinfrastruktur sieht's mau aus. So wie in Deutschland meistens auch.
 

1Hz

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Du meintest, ich würde Rumänien als Maßstab setzen [...] wenn Du mal genau hinschaust, habe ich eben genau das nicht.
Doch. Du hast Kritik hier mit schlechteren Verhältnissen anderswo verglichen und als unangemessen dargestellt. Um zu verdeutlichen, wohin das führt, habe ich noch schlechtere Verhältnisse dort zu einer anderen Zeit dagegen gestellt. Das ist eine klassische längst beantwortete philosophische Frage. Der Maßstab sind nicht die jeweils schlechteren Verhältnisse. Sondern zum Beispiel Menschenrechte. Die hier gültige Version wären Grundgesetz, EU- sowie UN-Menschenrechtscharta. Dein Bewertungsansatz hingegen hat kein positives Potential.

Im Übrigen ist Deine Art der Diskussion genau die, die Gegenstand dieses Threads ist. Und das ist auch erst mal kein Problem. Das wird aber zu einem Problem, da Du, obwohl mehrmals drauf hingewiesen, immer so weiter machst. Und auf Dauer ist Dein Tenor völlig daneben. Du bist offenkundig überfordert. Vielleicht schockiert/traumatisiert von den Zuständen, in denen Du gerade lebst?
 
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... das Pferd wird geschont, ich sitze auf dem Rad!

Mein Vater war ein fürchterlicher Diskutant. Sobald irgendein Triggerwort aus meinen Ton gewordenen Gedanken in die Stube wehte, verbesserte sich sein zu 80% geschädigtes Hörvermögen auf den Stand einer jungen Katze.

Am Ende gab es sehr oft Prügel. Egal, ob ich widersprach oder nicht. Allein ein "ich muss Hausaufgaben machen..." reichte, um die nächste Stufe zu zünden.

Obwohl ich inzwischen meine Nachahmertätigkeiten so ziemlich einstellen konnte und eher müde werde, wenn Menschen auf mich einwirkend bemühen, gibt es nach wie vor auch bei mir noch solche Trigger, die irgendetwas auslösen, was ich im Nachhinein meist sehr bedaure. Sehr oft verfehle ich dann das Thema, weil der Trigger in Wahrheit zu einer ganz anderen Erfahrungsschublade gehört.

Wahrscheinlich kennt das Jeder: nach mehreren Gesprächsstunden - manchmal sogar nur Minuten - kann plötzlich niemand mehr erklären, wie man auf das Thema überhaupt gekommen ist. Die Wichtigkeit ist weg - hat man Glück, geht man seiner Wege, hat man Pech, geht man sich künftig aus dem Weg oder Schlimmeres. Folgen einer verbalen Kommunikation.

Deshalb ziehe ich eine schriftliche stets vor. Man kann wieder zurück blicken, die falschen Abzweigungen entdecken und den Weg korrigieren. Wenn man es ernst meint.

Ich glaube nicht an "sittliche" Reife, sondern an den schweren Weg, andere Wert zu schätzen und bewusst zu seinen eigenen Worten zu stehen. Dazu gehört zwangsläufig, Fehler einzuräumen, sich entschuldigen zu dürfen, nicht nachtragend zu sein. Sich selbst auch Fehler zu erlauben.


In Schulungen für Führungskräfte zog vor einigen Jahren die Psychologie ein, weil es an der Uni zu langweilig geworden war. In einer der ersten Testphasen gab es das Rollenspiel vom Kind-Ich und Eltern-Ich. Fanden wir etwas dämlich. Hätten sie ihre Intention in "erwachsenere" oder witzigere Kostüme gesteckt, wäre uns womöglich aufgefallen, wie recht sie hatten: Stets versuchen wir, von möglichst weit oben mit unseren Gesprächspartnern zu reden. Entspannt ist es erst dort, wo wir das nicht/nicht mehr nötig haben. Wie schlimm dieses Verhalten aber auf Andere wirkt, merken wir schmerzlich, sobald wir selbst in die Rolle des Kind-Ichs gepresst werden.

Vielleicht ist die Anonymität, die geringe Angreifbarkeit innerhalb eines Forums, Anlass und Forum dafür, dass wir kaum mit dem "Aber" aufhören können, egal, wie weit wir uns dafür vom Kern des Themas entfernen müssen. Hauptsache, wir bleiben oben. Gelingt dies nicht, fühlen wir uns gekränkt und beleidigt, ziehen uns zurück.


Zurück ziehen ist schade, da es weder dem Zurückzieher hilft, noch seinen "Kontrahenten", die als Folge Input und eine gute Chance auf Selbstentwicklung verlieren. Beweisen wir den Blechbewegern, dass wir einen frischen Fahrtwind gewohnt sind und solche Dinge locker aushalten. Ein bisschen weniger aufstampfen, wissen, ab wann wir einen Themenverlauf nicht mehr überblicken und man sich ohne Blutgrätsche zurücknehmen darf.
 
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Folgen einer verbalen Kommunikation.

Deshalb ziehe ich eine schriftliche stets vor.
Jetzt habe ich diese Vorliebe nicht so stark (hängt vom Thema und Gesprächspartner ab, was ich bevorzuge), aber genau das ging mir auch durch den Kopf, als im Laufe dieses Threads auf die Nachteile der schriftlichen Kommunikation hingewiesen wurde. Ja, es gehen Mimik und andere "Seitenkanäle" verloren, dem gegenüber steht aber der unbestreitbare Vorteil, dass man sich schriftliche Antworten besser bzw. mit mehr Ruhe überlegen kann. Ob das passiert ist eine andere Frage, aber ich denke, wir können diesen Thread auch als einen Aufruf werten, genau das verstärkt zu tun - sprich: Erst mal bis 10 zählen (oder im Zweifelsfall eine Nacht drüber schlafen) und dann erst in die Tasten hauen... (y):)
 
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