Grenzen des 250 W Pedelec Antriebes beim Velocar

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Das trägt nix zur Forschungsfrage bei (v.a. wenn du abhebst, ist das kein Thema der STVZO mehr) :D

Die lautet: kriegt man einen Tesla-Motor mit einem 25km/h Limiter, rotierendem Gaspedal und 250W-Sticker = CE-konform?

Da die Bauteilauslegung (nur kühl) genauso irrelevant wie das Leistungsmessergebnis des ECE-85-Laufs (nur Minimum)... würd ich's vermuten.

Der nächste subversive Schritt wäre dann, ein reales Tesla-SUV (oder Volvo XC90 oder dergleichen) mit widerstandslosen Pedalen zu bestücken, den Controller umzuprogrammieren und das Ding als Fahrrad zu deklinieren... und freilich demonstrativ auf dem Radweg zu parken.
 

JKL

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Das trägt nix zur Forschungsfrage bei (v.a. wenn du abhebst, ist das kein Thema der STVZO mehr) :D

Die lautet: kriegt man einen Tesla-Motor mit einem 25km/h Limiter, rotierendem Gaspedal und 250W-Sticker = CE-konform?
Klar sofort, einfach einen Controller nehmen der den Motor auf 250W drosselt ... aber für was soll das gut sein?
widerstandslosen Pedale
Wem einmal die Kette an einem Pedelec mit Nabenmotor gerissen ist weiß, die fahren sich merde.

Steffen, bau dein Velocar fertig und schreib uns welchen Motor du da eingebaut hast.
Weder die Green noch die Blackmamba fahren freiwillig ohne, das wird bei der Stirnfälche deinem Velocar auch nicht anders sein.

Gruß Jörg
 
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.. aber für was soll das gut sein?
100% der Leerlaufverluste aus dem Pedelecakku speisen, um.. ja, gute Frage. Ob sich das Getriebe nennenswert bewegt, ist fraglich. :D

Ihr unterschätzt die Leerlaufverluste von einem Motor in der Baugröße. Übliche Pedeleccontroller bekommen das Ding nicht einmal gestartet.
Ein "kleiner BLDC Outrunner" aus dem Modellbaubereich hat bereits Leerlaufverluste von 25 - 75W. Ohne angebaute Mechanik, Getriebe, Propeller usw.
Der BBS01 liegt inkl. Controller und zwei Getriebestufen, zwei Freiläufen auf ähnlichem (unterer Bereich) Niveau, da auf den Einsatzbereich sowie sensorgestützt das Anfahren aus dem Stand optimiert (und nicht auf Propellerantriebe).

Auch ist des Modellbaumotors Ideallastmoment im geringen Drehmomentbereich und bei hoher Drehzahl (auch bei Outrunnern) gegeben, ohne Sensorik für mechanischen Direktantrieb ungeeignet. Mit Propeller klappt es durchaus, ein Fahrrad zu beschleunigen - effizienzseitig vergleichbar mit einer Modellbauturbine für gleichen Zweck. Dann gehen halt 3 kW für 30 km/h in der Ebene drauf, statt 300W.
 
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Der nächste subversive Schritt wäre dann, ein reales Tesla-SUV (oder Volvo XC90 oder dergleichen) mit widerstandslosen Pedalen zu bestücken, den Controller umzuprogrammieren und das Ding als Fahrrad zu deklinieren... und freilich demonstrativ auf dem Radweg zu parken.
wenn das Elon liest, läßt der gleich ein neues Betriebssystem-Update schreiben (wird seine Entwicklungsabteilung keine 5min kosten).
Dann kannst auf'm Touchscreen einen "Pedelec-Mode" auswählen :giggle:

Hardwaremäßig müsste man eigentlich gar nichts ändern, ständiges Pumpen mit dem Gaspedal sollte doch genügen um als Pedelec zu gelten, oder?

...und schon muss die Mutti den 12jährige Sohnemann nicht mehr selbst mit dem fetten E-SUV in die Schule fahren, sondern er kann es selbst tun:cool:

Wenn ich's mir recht überlege, wäre ein Pedelec-Modus im Tesla gar nicht so verrückt... verglichen mit den anderen Aktionen von Musk (Auto im Weltall...)
Wer pitched Elon die Idee?:cool:
 

BuS velomo

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einfach einen Controller nehmen der den Motor auf 250W drosselt ... aber für was soll das gut sein?
Die These ist ja, dass die 250W gar keine relevante Größe in der Prüfnorm darstellen, sondern die BioHybrids und Citkars alle schon "CE-konform" mit real >500W über die halbe Stunde gehen... und sich wahrscheinlich nur deshalb nicht mehr gönnen dürfen, weil der Mando-Motor noch nicht groß genug (oder aktiv kühlend) ausgelegt ist, um innerhalb 20K zu bleiben, wenn's mehr wird... Also müssen sie elektronisch abregeln (obgleich der Motor 2,5kw Spitze könnte).

Wenn dem so ist, dann kann man auch einen richtig großen, wassergekühlten Motorblock nehmen, um ihn bei 10 oder 20kw Spitzenleistung zu betreiben. Warum? Na weil das endlich 2 Tonnen Vollkomfort-Fahrräder möglich macht - zulassungsfrei und "radwegtauglich". Die Limitierung des Controllers muss nur bei der Geschwindigkeit rein, und das Gaspedal muss rotierend gelagert sein.

Wir müssen uns hier nicht darüber austauschen, was so ein Gefährt für einen Nutzwert hätte. Die Grenzgänger-Frage ist einzig, ob es im Rahmen der derzeitigen Regelungen möglich wäre, ein schlicht in der Steuerung modifiziertes, leistungsstarkes E-Auto als Fahrrad zu deklinieren - und das bei polizeilichem Widerspruch anhand der EN15194 juristisch durchzukriegen.

Wer hat genug Zeit und Geld das mal auszutesten - ja oder meinetwegen, wer kennt Elon? Ich muss leider weiter normale Fahrräder bauen (mit "ehrlichen 250W" Bafang BBS01 oder "CE-konformen 120Nm" ZF-micromobility-Motoren).

@Einradler - dieses Umswitch-Thema träumt ja schon Canyon mit seinem Concept-Car. D.h. ein leistungsstarkes L7e-Fahrzeug soll mit Pedelec-Mode auf Knopfdruck aus der STVZO-Geltung fallen. Die Switch-Idee ist natürlich gaga und entbehrt jeder realistischen rechtlichen Grundlage (eignet sich nur zur Markenwerbung, nicht zur Diskussion)... aber es gliedert sich ja lückenlos ein in die aktuelle florierende Idee, KFZ-Konzepte auf den Radweg bzw. die Zulassungsfreiheit zu bringen.
 
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JKL

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So stimmts, oder interpretiere ich den Diskussionsstand hier falsch?
Ein wenig, hier ging es um die bescheuerte NennDauerleistung, mit entspechender Drosselung erreicht ein Motor das immer.

Und natürlich hat @TitanWolf Recht wenn er anzweifelt, das sich ein so großer Motor wie der von Teslar mit 250W überhaubt dreht und auch du damit, das man diesen Antrieb dann noch auf 25km/h drosseln müsste.

Dann kommt noch der (gerne übersehende) Akku dazu, der ist nun mal kein Tank, sondern muss entsprechend ausgelegt sein.
Zum Schluss ist man bei Kosten, für die man sich 2 Super Soko (die mit 80km/h) kaufen kann ...

Also was soll die Diskusion?
Nicht alles was möglich ist macht auch Sinn.


Gruß Jörg
 

JKL

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Die These ist ja, dass die 250W gar keine relevante Größe in der Prüfnorm darstellen, sondern die BioHybrids und Citkars alle schon "CE-konform" mit real >500W über die halbe Stunde gehen... und sich wahrscheinlich nur deshalb nicht mehr gönnen dürfen, weil der Mando-Motor noch nicht groß genug (oder aktiv kühlend) ausgelegt ist, um innerhalb 20K zu bleiben, wenn's mehr wird... Also müssen sie elektronisch abregeln (obgleich der Motor 2,5kw Spitze könnte).
Ja ... und?
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Wenn dem so ist, dann kann man auch einen richtig großen, wassergekühlten Motorblock nehmen, um ihn bei 10 oder 20kw Spitzenleistung zu betreiben. Warum? Na weil das endlich 2 Tonnen Vollkomfort-Fahrräder möglich macht - zulassungsfrei und "radwegtauglich".
Du solltest dich noch ein bisschen tiefer in die Regulierungen einlesen.
mit "ehrlichen 250W" Bafang BBS01
:ROFLMAO:
W=U*I

Und ich habe auch schon einen BBS01 nach 10 Minuten zum thermischen abschalten (>80°C) bekommen.
Also auch da ist es nichts mit ehrlichen 250W.


Gruß Jörg
 
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Bzgl. "eKFZ als Pedelec durch Leistungsbeschränkung":

Zu viele fahrradunzulässige Komponenten sind vollintegriert, welche Ausschlussgrund darstellen. Justizseitig hält es niemals den Anforderungen an ein Fahrrad stand. Was haben Aufblendlampen, Bremslichter, Blinker, Nebelscheinwerfer usw. in einem Fahrrad zu suchen? Wo sind zugelassene Fahrradreflektoren? Nur wenige Fahrradkomponenten offerieren diese Funktionen und KFZ-Beleuchtung gehört nicht dazu.

Argumentativ lässt sich bei einer Kontrolle die Häufigkeit derartiger Montage an Velomobilen / Lastenrädern heranziehen, doch justizbezogen keine Chance. Das reine Vorhandensein ("wird doch eh nicht eingesetzt bei Pedelecnutzung..") ist Ausschlussgrund.

Und ich habe auch schon einen BBS01 nach 10 Minuten zum thermischen abschalten (>80°C) bekommen.
Also auch da ist es nichts mit ehrlichen 250W.
Joa.. ein 15A BBS01 mit Standardprogrammierung leistet selbst auf Stufe 5 (bei 9 Stufen) > 350W dauerhaft. Dazu kommt, dass die BBS0X-Shunts derart unpräzise sind, dass die gemessenen Ströme (und somit die dargestellte Leistung..) regulär 10-20% unter Realleistungsaufnahme liegt. Peak(dauer.. aber Überhitzung droht)leistung eines solchen BBS01 mit Standardprogrammierung auf höchster Stufe irgendwas um 550-600W+.
 
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Anmerkung: Wird die höchste 30-Minuten-Leistung durch die Batterie begrenzt, so darf die höchste 30- Minuten-Leistung eines Elektrofahrzeuges geringer sein als die in dieser Prüfung ermittelte höchste 30-Minuten-Leistung seines Antriebssystems.

Was eine Überraschung ;)

Diese Diskussion über das "250W Label" ist doch nur albern und künstliches Aufgerege. Wenn sich jetzt ein Pedelec findet, dass tatsächlich in einer halben Stunde mehr als 125Wh verbraucht, dann wär das mal was konkretes. Ansonsten wäre vielleicht eine Facebook Gruppe zum Empören über die Verlogenheit des Staates angebracht ... da könnt ihr Euch austoben.
 
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Ja, da spricht die wissenschaftliche Neugier... Mir geht es hier nicht darum, wirklich einen Pedal-Tesla auf die Straße zu bringen, sondern durch Grenzfallbetrachtung herauszufinden, was nun erlaubt ist oder nicht... ob das Gesetz (bzw. die Norm) eine Lücke hat, die die Grenzen des "Fahrrades" und der "250W-Klausel" soweit nach oben verschieben, dass es im sonstigen Regelungsgefüge nur noch als absurd bezeichnet werden kann.

Und klar eignet sich ein Fahrrad-Tesla höchstens als subversive Kunstaktion (in Übertreibung von Hannes Langeder). Aber billige 4kw China-Roller (oder Mirco-LKW) so umzurüsten, dass sie CE-konforme Fahrräder darstellen, liegt schon viel näher, wenn es kein ernsthaftes Prüfkriterium der Leistungsmaxima gibt. Naja, und was soll ich sagen: die einschlägigen Startups tendieren genau in diese Richtung: "Fahrräder" auf Basis von KFZ-Komponenten und Dimensionen.

Zu viele fahrradunzulässige Komponenten sind vollintegriert
Nebenschauplätze - als ob sich derartige Komponentenanpassungen nicht lösen lassen würden, wenn man sich einmal den Aufwand gibt, die Leistungskonformität herzustellen. Tesla mit Speichenreflektoren und ner BUMM auf der Haube - erfordert jetzt nicht sooo viel Phantasie. Ansonsten zeichnet sich ein Fahrrad eben gerade dadurch aus, das es weitgehend regelungsfrei ist - im Gegensatz zu L-Klassen darfst du zulassungsfreies Gerät mit 1 Tonne Blech und fetten Autoreifen fahren, falls du es bewegt kriegst... also ist die Motorleistung "for free" der zentrale Parameter, was möglich ist.

Ich habe i.Ü. nicht behauptet, dass der BBS01 nur 250W leistet (ich kann auch das Display lesen); nur dass er im Vergleich zu den ganzen Premium-Motoren tatsächlich noch in der Nähe von 250W Dauer-Nennleistung arbeitet, anstatt das um Faktor-X hinter sich gelassen zu haben. Resultat wie oben von @anotherkiwi 's Freundin oder den FH-Bern-Testern beschrieben: sich einigermaßen an diesen Größen zu orientieren bringt dich im Marktvergleich auf die Konsumenten-Ausschussliste. Wir befinden uns in einem PS-Rüstungswettlauf... und die Prüfnorm scheint keinen Anhaltspunkt zu liefern, wo der enden soll.

Und @JKL frag mich nicht zum 10ten Mal, wo mein Problem damit sei - darum geht es nicht, sondern erstmal um die Analyse, was der Fall ist... und was das ggfs. für zukünftige Entwicklungen bedeutet.
 
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.. nur dass er im Vergleich zu den ganzen Premium-Motoren tatsächlich noch in der Nähe von 250W Dauer-Nennleistung arbeitet, anstatt das um Faktor-X hinter sich gelassen zu haben.

Du kannst die Anzeige auch mit aus der Luft gegriffenem Gerschwurbel gleichsetzen, selbes Resultat. Die Displays addieren zur Abweichung (zusätzlich zur Shuntabweichung), was sich einige der höherwertigen Drittanbieterdisplayhersteller zu Nutze machen, um eine "Korrektur" in Richtung realistischere Angaben durchzuführen.

Somit: Nein, Bafangs BBS-Controller (und auch Nabenmotorcontroller) sind genauso fernab jeder Realität, was ihre Leistungsanzeigen anbetrifft, wie Bosch, Shimano und was es noch so gibt. Absichtlich, meiner Meinung nach. Hoch genug, um im Vergleich nicht hinten anzustehen, aber nicht so hoch, dass es rechtliche Scherereien bewirkt.

Dafür spricht bspw. auch der BBS-Refreshzyklus auf den Displays: Leistungsspitzen < 1-2 Sekunden werden gar nicht erfasst und angezeigt. Sonst läge der BBS02 "500W" regelmäßig > 1,2 kW. ;)

Mit der deutschen Reglementierung offenbar konform: 100.000ende (auch über OEMs) sind verkauft. Was bei aktuellen Fertigungszyklen geändert wurde: Die Programmierbarkeit wurde eingeschränkt oder gestrichen. Doch die "default"-Leistung bleibt extrem (verglichen zur 250W Vorgabe).

Diese Kits brechen sogar direkt (nachweislich) mit anderen Aspekten der Vorschriften, denn es erfolgt eine Leerlaufunterstützung bei > 25 km/h, welche nie auf "nur Leerlaufverluste" gesetzt ist (ab Werk), während lt. Reglementierung der Motor die Leistung bei Annäherung bis auf null zurücknehmen muss, sobald 25 km/h (27,5 km/h bei 10% Toleranzspielraum) erreicht werden.
 
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