Glanzstücke der Schweizer Liegeradbaukunst

Beiträge
281
Liegerad
Peregrin
Um die aerodynamische Effizienz offener Fahrzeuge zu messen braucht man ein Powermeter. Ein Rolltest liefert nur brauchbare Ergebnisse, wenn man die Beine so bewegt, wie man es unter Last tun würde.
Genau so habe ich das auch gemacht: Ich bin 10 Minuten bei möglichst genau 40 km/h auf der Radrennbahn im Kreis herum gefahren. Dabei hat mir die SRM-Kurbel die momentanen Leistungswerte aufs Garmin gefunkt und ich habe zu hause mit Golden Cheetah die durchschnittliche Leistung und Geschwindigkeit pro Lauf ermittelt. Das sah dann so aus:
1. Lauf mit Heckkoffer: Zeit: 13:36, Temperatur: 17.1°, Geschw: 40.3 km/h, Leistung: 196 Watt
2. Lauf ohne Heckkoffer: Zeit: 14:00, Temperatur: 18.0°, Geschw: 40.2 km/h, Leistung: 222 Watt
3. Lauf mit Heckkoffer: Zeit: 15:15, Temperatur: 19.2°, Geschw: 41.0 km/h, Leistung: 207 Watt
==> Leistungseinsparung: > ca. 12% (@40 km/h)

ACHTUNG: 12% ist die eingesparte Leistung bei gleicher Geschwindigkeit und nicht die Differenz der Geschwindigkeit bei gleicher Leistung! Die dürfte max. 2 km/h betragen!
Weiter ist zu beachten, dass das Geläuf (eine Holzbahn) einen sehr tiefen Rollwiderstand ermöglicht. Auf der Strasse dürften die mit den angegebenen Wattwerten erreichbaren Geschwindigkeiten um etwa 1 km/h tiefer liegen.

Auch ich war überrascht, wieviel ein "Stummelheck" ausmacht. ABER: Beim Cometen mit der zugespitzten Originalheckverschalung sinds um die 20 % Leistung, die man bei gleicher Geschwindigkeit ggü. nacktem Rahmen einspart. Allgemein gilt: Je steiler die Liegeposition, desto mehr kann eine Heckverschalung helfen.
 
Beiträge
834
Ort
66424 Zweibrücken
Liegerad
M5 CrMo Low Racer
ACHTUNG: 12% ist die eingesparte Leistung bei gleicher Geschwindigkeit und nicht die Differenz der Geschwindigkeit bei gleicher Leistung! Die dürfte max. 2 km/h betragen!
Ah ja, das hatte ich durcheinander gebracht. Ich war schon kurz davor, mein Rennheck zu verschrotten, aber jetzt passt es wieder. Dennoch, für einen Koffer ein sehr guter Wert.
 
Beiträge
2.127
Liegerad
Challenge Hurricane
aber isch dös Schibli us dr Schwiz? (lueg e mol de I-gangsfade...)
 

Düsentriebin

gewerblich
Beiträge
517
Das Kettenblatt aus Beitrag 104, bei ihm ist die Ondulation mehr wie bis auf dem Glaskern durch geschliffen.
Screenshot_20200203-142039~2.png

Das Kettenblatt aus 103 ist konstruktiv komplett unbrauchbar als Schutzring für andere Verkehrsteilnehmer. Als reiner Kettenrunterfall Schutz ist es bedingt geeignet. Ganz allgemein Faserverbund hat dort vor allem so nichts zu suchen. Hochwertiges Alu ist hier in einfacher Bauweise stark überlegen und zwar in Steifheit und im Bruchbild selber.
In der Gleichen Steifheit kann Faserverbund hier überlegen sein. Dies aber herzustellen wäre immens aufwändig.
Als Kettenschutzring bei Rennen gehören beide nicht zugelassen hinsichtlich Sicherheit
Um es zu verdeutlichen, das Kettenblatt aus 103 zerreiße ich mit einem Finger wenn es montiert ust, in Alu in selbiger alles andere als ideal konstruiert hänge ich mich dran
Daniel
 
Zuletzt bearbeitet:
Oben