ginkgo goes plagiat

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Ja muß man denn immer gleich prozessieren?
Wer redet denn vom prozessieren. Halt vom Aufpassen. Wobei ein guter Kontakt da sicherlich die entspannteste Möglichkeit ist, vielleicht sogar der Schlüssel zu einer punktuellen Kooperation - Lutz als Zulieferer zu einem "Lastenrennrad" wäre doch auch mal was...
 

JKL

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Eine Marke eintragen lassen kostet 300€.
Dann hat man 10 Jahre alle Rechte an dem Namen und kann auch die Herrausgabe einer Internetadresse verlangen.
Egal wie lange der Andere schon unter diesem Namen arbeitet, er verliert alle Rechte.
Das Risiko würde ich nicht eingehen.

Es steht dir dann, frei einen Anderen unter deinem Namen arbeiten zu lassen.


Gruß Jörg
 
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Fraglich ist, ob man "Ginkgo" ohne weiteren Zusatz überhaupt eingetragen bekommt. Der Name ist ja eh "Gingko Veloteile" bzw. "GinkGo bikes".
 
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Die Namensähnlichkeit und die sogar gleiche Branche würde im Fall einer Auseinandersetzung aber sicherlich von den Gerichten als hinreichend angesehen werden.

Bevor wir weiter spekulieren: haben die Fahrradbauer denn die Rechte am Namen eintragen lassen? Auch wenn man das selbst entspannt sehen möchte (was ich begrüße) - bescheid wissen sollte man schon.
 

JKL

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Fraglich ist, ob man "Ginkgo" ohne weiteren Zusatz überhaupt eingetragen bekommt. Der Name ist ja eh "Gingko Veloteile" bzw. "GinkGo bikes".
Veloxiter ging auch und bei Ginkgo / Velomo finde ich keinen Eintrag.

@Lutz/Co / @BuS velomo
Ich würde das sehr ernst nehmen.
Sonst findet man plötzlich nur noch billige Chinaimporte auf euren Seiten und eure ganze Marketing-Arbeit der letzten Jahre ist hin.

Die Firma Akkurad.com hat keine Rechte an dem Namen Akkurad (schaut mal nach akkurad.de ).
Sie dürfen nur noch so heißen und diese Internetseite betreiben, weil sie mit -> Akkurad.com <- ins Handelregister eintragen sind.


Gruß Jörg
 
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Ich seh da auch keine Verwechslungsgefahr: die einen kümmern sich um Lasten(-räder), die anderen um Leichtbau.
Würde mich überraschen, wenn Juristen das so fein aufgeteilt sehen. Es gab jedenfalls schon diverse Abmahnungen im Namen von Jack Wolfskin gegen bei ebay angebotene Kissen und Deckchen mit Katzenpfötchen.

Es gibt da im Markengesetz auch §4 Nr. 2. Lange genug dafür sind Lutz und Joggl sicher schon im Geschäft, und die Verkehrsgeltung des Namens kann man in der Liegeradszene wohl kaum in Frage stellen. Im Falle des Falles wird das aber wahrscheinlich nicht an der Liegeradszene bemessen, sondern am Fahrradmarkt insgesamt. Dazu könnte man jetzt einen Anwalt befragen. Aber ich glaube, in der Situation (laufende Firma mit dem Namen) bekommt man schneller und billiger Klarheit, indem man die Marke einfach anmeldet.
 
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Man denke auch an die Synergieeffekte!
Nein ernsthaft, wenn einer sich für die GinkGo-Lastenräder interessiert dann wird er sich ja so generell für Fahrräder interessieren (Lastenräder sind schon nicht für jeden) und dann googlet er und et voila er findet die anderen Ginkgos und ein breites Angebot interessanter Fahrradteile (Geht auch umgekehrt natürlich, sieht schon interessant aus das Gerät okay ich brauche jetzt kein Lastenrad aber wenn... jedenfalls guck ich mir jetzt erstmal deren Webseite an) (y)

PS: Oh das sind Schweden. Internätional Reichweite!
 
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@Lutz/Co Ich stimme den anderen zu: Das kann schneller ernst werden, als ihr gucken könnt. Da sind die schwedischen Lastenradjungs vielleicht kein für Euch relevantes Problem, sollten aber eine Warnung sein. Wenn jemand die Marke Gingko registriert für eine Warenklasse, die ihr auch anbietet kann (und muss!) derjenige Euch zwingen, Euch umzubenennen. Damit ist der gesamte Markenauftritt und auch die Bekanntheit futsch, die ihr Euch in vielen Jahren mühsam aufgebaut habt. Demgegenüber sind sowohl Kosten wie auch Aufwand zur Markenregistrierung ziemlich vernachlässigbar.

Aktuell ist weder in Deutschland noch Europaweit "Gingko" für Eure Tätigkeiten von irgendwem geschützt. Kann sich natürlich schnell ändern. Marke anmelden geht schnell und einfach und ist recht günstig. Der Prozess, bis sie zugesprochen wird dauert aber ein paar Monate. Im Gegensatz zu den anderen würde ich empfehlen eine Europamarke zu machen, damit sind (bei geringsten Mehrkosten) alle europäischen Länder abgedeckt.
Zweistufiges Vorgehen ist auch möglich: Erst deutsche Marke anmelden, nach dem die erteilt ist und die Widerspruchsfrist abgelaufen europäische Marke anmelden. Das hat den Vorteil des geringeren Risikos - die deutsche habt ihr dann in jedem Fall. Bei Vorhandensein einer nationalen Marke ist wiederum die Erteilung der europäischen vereinfacht. Anwalt braucht man für sowas nicht - kann man selbst machen. Been there, done that, beim ersten mal mit und danach, als ich gemerkt habe, daß das keine Rocketscience ist, ohne Anwalt.

Aktueller Status zur Marke Gingko:
Europamarken: https://euipo.europa.eu/eSearch/#basic/1+1+1+1/Gingko
Nationale Marken weltweit: https://www.tmdn.org/tmview/#/tmvie...h=Gingko&sortColumn=tradeMarkStatus&desc=true (Filtermöglichkeit links in der Leiste)
 

Ich

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Seid ihr alle Rechtsanwälte, dass ihr euch so genau auskennt?
Spielt es keine Rolle, dass man beweisen kann, dass man schon viel länger unter einer Bezeichnung tätig ist als ein anderer?
 
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Man denke auch an die Synergieeffekte!
Nein ernsthaft, wenn einer sich für die GinkGo-Lastenräder interessiert dann wird er sich ja so generell für Fahrräder interessieren (Lastenräder sind schon nicht für jeden) und dann googlet er und et voila er findet die anderen Ginkgos und ein breites Angebot interessanter Fahrradteile (Geht auch umgekehrt natürlich, sieht schon interessant aus das Gerät okay ich brauche jetzt kein Lastenrad aber wenn... jedenfalls guck ich mir jetzt erstmal deren Webseite an) (y)

PS: Oh das sind Schweden. Internätional Reichweite!
Das kann auch umgekehrt gehen: Wenn z.B. die schwedischen Lastenräder sich als untaugliche Übelkübel erweisen, qualitativ minderwertig sind, überteuert, ein grässlicher Unfall passiert etc. kann das genau so rüber strahlen. Verwechslung eben. Und um genau die nicht zu haben gibt es das Markenrecht...
 
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Seid ihr alle Rechtsanwälte, dass ihr euch so genau auskennt?
Nö. Dem gemeinen Angestellten sind solche Themen unbekannt und egal und das macht auch nichts. Einem Selbständigen, der mehr hat als eine Würschtelbude sollten sie aus tiefstem Eigeninteresse nicht egal sein. Und selbst wenn man "nur" eine Würschtelbude hat kann es relevant sein - da hat schon so manches mal ein Großkonzern einem kleinen Existenzgründer die Petersilie verhagelt. Ist einfach Teil von unternehmerischem Handeln, sich damit zumindest in Grundzügen auszukennen. Wie noch unendlich viele andere Dinge, die Angestellte nicht wissen und sehen, wenn sie der sehr irrigen Meinung sind, Selbständig sein wäre so einfach und man würde ohne Mehrarbeit, Mehrkosten und Risiko das x-fache eines Angestellten verdienen. ;)

Spielt es keine Rolle, dass man beweisen kann, dass man schon viel länger unter einer Bezeichnung tätig ist als ein anderer?
Nein, wenn die Marke einmal eingetragen ist nicht.* Nur während der Widerspruchsphase, ob man damit durchkommt kommt aber auch drauf an. In jedem Fall muss man da aber selbst aktiv werden und dazu müsste man laufend die aktuellen Markenanmeldungen monitoren. Realistischerweise selbst nicht machbar - dazu kann man Dienstleister beauftragen, was aber wieder Geld kostet. Dem ganzen Schmonzes kann man weitgehend entgehen, wenn man eben selbst rechtzeitig die Marke für die relevanten Nizzaklassen anmeldet in der relevanten Form oder den relevanten Formen (Wortmarke, Bildmarke, Kombinationsmarke). Genau dafür sind Markenanmeldungen ja da, dass der, der früher/länger am Markt ist, seine Marke schützen kann gegen die, die später kommen oder gegen Nachahmer und Trittbrettfahrer. Dazu muss er es halt auch machen, kostet weder viel noch ist es viel Aufwand. Auch ein Stück weit der Beweis, dass man es ernst meint mit dem Business. Wenn er es nicht tut: Selbst blöd gewesen...

*ausser in sehr sehr limitierten Ausnahmefällen mit extrem viel Aufwand, hohen Kosten und hohem Risiko
 
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