Geschichten zum Thema Liegerad, Trike und Velomobil

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Tod in der Wüste

Ein Beduine reitet gemächlich auf seinem Dromedar bei sengende Hitze durch die Sahara.
Als er auf einer Düne anhält und absteigt, um dem Kamel eine kleine Verschnaufpause zu gönnen
schaut er sich um und sieht wie eine Staubwolke auf die beiden zu kommt.
Ihn beschleicht ein ganz mulmiges Gefühl und das Kamel wird auch etwas unruhig, denn das was den Wirbel verursacht, schau aus wie eine riesige Heuschrecke mit Rädern dran und zischt in rasender Geschwindigkeit an den beiden vorbei.
Etwas irritiert setz der Mann sich wieder auf sein Kamel und sie trotten ihres Weges.
An der nächsten Oase sieht der Nomade dann einen Mann mit einem komischen Gefährt daneben.
Die Männer kommen ins Gespräch und der Einheimische fragt den Dahergereisten:
„Was das für eine komische Gestell mit Rad dran?“
Die Antwort darauf lautet:
„Das ist ein Liegedreirad, ich kann damit ganz entspannt Radfahren und fast nicht umfallen.“
Der Kamelreiter weiter:
„Warum fahren du so irrer Geschwindigkeit durch Wüste, bei so viele Hitze?“
Daraufhin antwortet der Trikefahrer:
"Durch den Fahrtwind verdunstet mein Schweiß und der kühlt und erfrischt mich angenehm.
Der Radler legt sich in sein Fahrgestell und rollt davon.
"Ist ja eine super Sache!", denkt sich der Wüstenmann und beschließt, sein Kamel von jetzt an nicht mehr im Trab durch die Wüste zu reiten sondern nur noch im vollen Galopp.
Hat's gedacht und treibt sein Kamel mit der Gerte zur Höchstleistung an.
Plötzlich bleibt das Dromedar stehen, blökt kurz auf und fällt tot um.
Der Mann steht auf, klopft sich den Kaftan ab, schaut sich das Kamel an und sagt fragend:
„Och ist armes Kamel, erfroren in Wüste?“
 
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Sex ist nicht alles?

Treffen sich zwei Kumpels zu ihrer wöchentlichen Fahrradtour.
Erwin diesmal mit einem anderen Rad.
Meint der Karl: "Boah, dolles Fahrrad, was hastn gelatzt?"
"War kostenlos."
"Erzähl mal!"
"Naja, gestern bin ich durch den Park gegangen, da kommt ne junge Frau mit sportlicher Figur auf nem Liege-Fahrrad vorbei, hält an,
zieht sich die Funktionsklamotten aus, und meint, ich könnte alles von ihr haben, was ich will."
- "Hey, echt gute Wahl, das Sportdress hätte dir mit deiner Plauze eh nicht gepasst..."
 
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Grillabend

Handy klingelt
"Hallo, was gibt's?"

"Kommst du Morgen Abend, zum Grillen?"

"Gerne, ich freu mich"

"Soll ich dich abholen oder hast du ein neues Auto"

"Nein, ich komm mit Bob"

"Oh, dein neuer Freund? Mag er Steak's oder Spare Ribs?"

"Nein"

Oh, Gott!! Vegetarier? Veganer? Oder noch extremer?"

"Bob ist ein Velomobil!"
 
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Steintrikes Wild One
Standkontrolle am Abend in der Regensburger Innenstadt nach Freigabe der Fußgängerzone für Radfahrer (Polizei und Verkehrsüberwachungsdienst der Stadt) im April dieses Jahres

Ein Kollege berichtet von einem Radfahrer, der ohne Licht daher kam. Er hielt ihn an, belehrte ihn, verzichtete auf das Verwarnungsgeld und sagte zu ihm: "Wenn das Licht an Ihrem Rad nicht geht, dann müssen Sie schieben!"

Der Radfahrer schob mit seinem Rad davon und kam kurze Zeit später wieder zurück.

"Also wenn ich schiebe, dann geht mein Licht trotzdem nicht ..."

:eek:

fluxx.
 
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Dieser Beitrag ist von HIER ausgeliehen - passt auch bestens hier rein!

Hallo zusammen,

nachdem ich nun seit etwas mehr als einer Woche Besitzer eines gebrauchten KMX Viper R bin,
habe ich meine morgendlichen Runden mit dem Mountain Bike natürlich auf das Trike umgestellt.

Da hat sich heute morgen ein kleines Schauspiel ereignet,
das ich Euch nicht vorenthalten möchte.
Ich denke mal das der eine oder andere ähnliches auch schon erlebt hat.

Beteiligt waren daran außer meiner Wenigkeit, zwei Nachbarn.

Den einen möchte ich aufgrund seine auffallenden Ähnlichkeit mit einem Polizisten aus Manhatten einfach mal Mr. Kojak nennen,
der zweite Nachbar aufgrund seiner Tätigkeit bei freien Automobil Prüfunternehmen nenne ich jetzt mal Hr. Prüfer.

Ich kam also heute morgen um 5:50 Uhr von meiner morgendlichen Runde mit dem Trike zurück und hielt vor meinem Carport,
als ich hinter mir das sich öffnende Garagentor von Mr. Kojak hörte.
Dieser hatte bislang immer nur einen Blick über den Zaun auf das Trike geworfen, hatte aber noch nichts dazu "angemerkt".
Heute morgen war es dann aber soweit.

Mr. Kojak: Guten Morgen Norbert!

Ich: Guten Mr. Kojak!

Mr: Kojak: Ganz schön gefährlich das Teil da!

Ich: Warum?

Mr. Kojak: Ja das ist doch so niedrig, da sieht dich doch kein Autofahrer!

(Ich denk mir noch, jetzt kommt der Klassiker)

Ich: Du glaubst doch nicht, das ich mich alleine darauf verlasse, das mich die Autofahrer sehen.
Man muss schon selbst auf sich aufpassen!

Mr. Kojak: Trotzdem ist es gefährlich.

Ich: Ganz so viele Möglichkeiten auf der Straße zu fahren habe ich ja auch nicht.

Mr. Kojak: Warum?

Ich: Das Teil ist per se ein Fahrrad, also muss ich auf den Radweg.

Mr. Kojak: Echt? Glaub ich nicht, das Ding ist doch viel zu breit!

Im Hintergrund öffnet sich mittlerweile die Garage von Hr. Prüfer,
und dieser betritt mit seinem Papageien-Anzug bekleidet (seine eigene Aussage über seine Rennrad Klamotten) die morgendlich Bühne.

Hr. Prüfer: Na Ihr zwei, alles klar?! Morgen!

Mr. Kojak: Hallo Hr. Prüfer. Du bist doch auch der Meinung, dass das komische Ding viel zu gefährlich ist, da es so niedrig ist.
Das sieht doch kein Autofahrer!

Hr. Prüfer: Niedrig ist es, ohne Frage. Aber ich werd' auf meinem Rennrad trotz Papageien-Anzug auch immer wieder übersehen.
Also die Größe alleine ist es sicher nicht.

Ich: Ein Autofahrer der nicht aufpasst über sieht auch nen goldenen Smart (das Auto von Mr. Kojak) und der ist definitiv größer! (Grins)

Hr. Prüfer: Ja, das hatte wir ja schon, gell Mr. Kojak! (Grins)

Mr. Kojak: Hr. Prüfer, das Teil darf aber doch nicht auf dem Radweg fahren, das ist ja viel zu breit! Und zu schnell ist er ja sicher auch.

Ich: Ich bin mit dem Trike auch nicht breiter als du mit deinem Fahrrad und Hundeanhänger.

Hr. Prüfer: Natürlich muss der auf den Radweg wenn einer da ist.
Ich muss mit meinem Rennrad auch auf den Radweg, auch wenn ich schneller bin als du mit deiner Hundekutsche (Grins)

Mr. Kojak: Ihr versteht mich wohl nicht. Ein Fahrrad hat ja nur zwei Räder. Das Ding da hat drei, oder etwa nicht?

Hr. Prüfer: Hmmm. Wenn du das so siehst, musst du mit deinem Fahrrad und Hundekutsche auf jeden Fall auf die Straße.
Du hast ja immerhin noch ein Rad mehr. (Grins)

Mr. Kojak: Mit euch kann man manchmal einfach nicht vernünftig reden!

Ich muss jetzt los. Tschüss

Sprach's und schwang sich in seinen Smart um sich 1 Std. in den stockend Verkehr bis zu seiner Arbeit zu gesellen.

Hr. Prüfer: Ja wenn der Mr. Kojak sich was in den Kopf gesetzt hat. Den änderst du nicht mehr!

Ich: No Comment! (Grins)

Hr. Prüfer: Bei Samstagachmittag bleibt es, das ich mal ne größere Runde mit deinem Trike drehen darf?

Ich: Na Logo, war doch abgemacht!

Daraufhin ist er seine 40 km Morgenrunde mit dem Rennrad drehen gegangen, und ich rein Duschen und nen Kaffee trinken.

Ich möchte mir ja gar nicht ausdenken was passiert, wenn Hr. Prüfer am Samstag beim Trikefahren auf den Geschmack kommt und sich auch ein Trike in die Garage stellt.

Dass das Trike- / Velomobil-fahren so viel Spaß macht wusste ich ja.
Welche Auswirkungen das aber auf unsere Nachbarschaft hat, war mir nicht ganz klar.

Für meinen Teil hat der heutige Tag klasse und sehr erfrischend angefangen.
Dies wünsche ich Euch allen auch!

Gruß
NobiN
 
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VM gegen Passant
"Schwein gehabt", gratuliert Lothar dem Fußgänger,
den er mit dem Velomobil umgerissen hat.
"Um diese Zeit fahre ich sonst nämlich Lastwagen."
:D
Oh klasse. Den merke ich mir, denn:
Wenn ich nicht mit VM, Trike oder Langlieger unterwegs bin, fahre ich meist 2,8 Tonnen Ford Transit Behindertenbus durch die Gegend, der hinterlässt ziemlich tiefe Krater, wenn er irgendwo einschlägt.

Eine Geschichte zum Thema Velomobilkauf:
Ich habe mir ja vor einigen Jahren meine X-Stream gebraucht gekauft und mir dafür meine angesparten und ohnehin fälligen VWL (vermögenswirksamen Leistungen) auszahlen lassen. Da es schnell gehen musste, habe ich den Betrag vor Ablauf der üblichen vierteljährlichen Kündigungsfrist abgehoben, wozu ein Gespräch mit der Sachbearbeiterin der hiesigen Sparkassenzweigstelle nötig war. Alles kein größeres Problem und ein gutes Gespräch im Rahmen der üblichen Konventionen, bis die Dame irgendwann fragte, was das denn für ein tolles Auto sei, das ich da unbedingt so schnell kaufen wollte? Doch bestimmt ein seltener Oldtimer, oder?
Als ich antwortete, dass es mitnichten ein Auto, sondern ein muskelgetriebenes Fahrzeug sei, hatte ich den Eindruck, dass das Lächeln der Dame schlagartig maskenhaft, aber nicht überzeugend erstarrte die Augen zu flackern begannen und hilfesuchend durch den Raum flirrten. Leider war es nicht möglich, das zu photographieren, das wäre das Bild des Jahrzehnts geworden.
Danach war sie vermutlich froh, dass ich die Zweigstelle verließ, ohne größere Schäden anzurichten oder plötzlich die Weltrevolution auszurufen! :ROFLMAO: :ROFLMAO::ROFLMAO:
 
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Das Geld rollt auf die Straße

Eine Frau fährt mit dem Liegedreirad durch die Stadt.
Im Kinderanhänger hat sie zwei Säcke.
Der eine Sack hat ein Loch, aus dem fallen dauernd Euromünzen raus.
Zwei Polizisten bemerken das und machen die Frau darauf aufmerksam.
Die Frau erschrickt: "Da muss ich schnell den ganzen Weg zurückfahren und die Dinger wieder einsammeln."
"Moment mal", sagt einer der Polizisten, "woher haben Sie das Geld eigentlich? Irgendwo geklaut?"
"Nee!", sagt die Frau, "Wissen Sie, ich habe einen Schrebergarten, direkt neben dem Fußballstadion. Die Leute kommen immer und pinkeln in meinen Garten. Da habe ich mich eben mal mit der Heckenschere hingestellt und gesagt: Entweder zwei Euro, oder aber das gute Stück ist ab."
Die Polizisten lachen: "Gute Idee!", sagt der eine, "aber was ist denn in dem anderen Sack?"
"Naja", sagt die Frau, "es haben eben nicht alle bezahlt!"
 
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Hat in "Kommentare zu Liegerädern" gefallen und ist auch ein "Geschichtchen" das hier reinpasst.

Ohne Windschatten

Samstag, 3. Oktober - persönliche Einheits(z)tour mit dem Trike.
Auf einer Landstraße unterwegs.
Im Spiegel seh' ich wie eine Rennradlergruppe langsam zu mir aufschließt.
Ein Stück kurbeln sie hinter mir her, ehe der erste neben mich fährt.
Ich denk mir noch, was jetzt wohl für ein Kommentar kommt?
Er: "Weist du, das du einen ganz schlechten Windschatten gibst?"
Als er an mir vorbei war, ich zurück: "Du da oben mir auch!"
Einer nach dem anderen zog an mir vorbei, grüßte, sprach anerkennende Worte (y),
fragte nach meinem Weg, wünschte eine gute Fahrt oder einen schönen Tag :).
Fazit meinerseits: Auch RR'ler können gemäßigt unterwegs sein, die Tour genießen und sich nicht nicht benehmen als wären sie auf der Flucht. ;)
 
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Tuning

DTM-Wochenende am Hockenheimring.
Kommt ein Velomobilfahrer ins Fahrerlager und fragt einen der Meister.
„Sagen sie mal, könnte ich mein Velomobil tiefer legen, Rennreifen drauf machen oder auftunen?“
Schaut der Oberschrauber das Velo an und meint: „Sicher“.
Darauf der VM-Fahrer: „Und was würde das kosten?“
Der Meister: „Fünf Euro!“
VM-Fahrer: „Willst du mich verarschen?“
Meister: "Wieso, wer hat denn damit angefangen?"
 
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Nebulös

Bei dichtem Nebel fährt ein Velomobil einem PKW ziemlich nah auf,
da der VM-Fahrer kaum die Spur sieht.
So kann er dessen Rücklichtern ganz gut folgen.
Plötzlich bremst das Auto und es kommt zu einem Auffahrunfall. :eek:
Der Fahrer des Velomobiles steigt aus und schreit empört nach vorne in den Nebel:
"Was denken sie sich eigentlich dabei, so plötzlich zu bremsen?"
Der Autofahrer brüllt zurück:
"Und was haben sie in meiner Garage zu suchen?!" :confused:
 
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Weihnachtseinkauf

Zwei Arbeiter in Deutschland unterhalten sich darüber,
was sie ihren Frauen zu Weihnachten schenken wollen.
„Meine Frau bekommt zu Weihnachten einen neuen Mantel und eine Kette.“
„Soviel Geld hast dafür noch übrig,
obwohl wir immer weniger Lohn bekommen und alles teurer wird?“
„So schlimm ist das nicht. Ist ja für ihr Liegerad!“
 
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Ode ans Velomobil ...

… wurde von @Prion arripiert und ausgeliehen.


16. JANUAR 2016

Am Samstagmittag, Sonnenschein,
steig ich in mein Fahrzeug ein
auch eine Kanne Tee muss mit
dann bleibt man auch bei Kälte fit.

Eine Karte brauche ich wohl nicht für die paar Stunden
hier dreh ich seit Jahren meine Runden
eine warme Jacke für den Fall der Havarie,
dreimal Holz, man weiß ja nie.

Die Straßen sind zumeist ganz frei
und die Landschaft surrt nur so vorbei
bei leichtem Frost treibt grau vom Meer
ein wenig Wind die Wolken vor sich her.

Nach Kopf und Hals ab Tempo dreißig
greift der Fahrtwind wirklich eisig
im Inneren der fahrenden Apparatur
herrscht dagegen angenehmere Temperatur.

Über mir seh ich Gänse in Formation
die Küste entlang nach Süden ziehn
aber allmählich meldet mein Verstand
beim Kurbeln einen Widerstand.

Im Geiste seh ich auf der Stelle
die schlimmsten Dinge als Fehlerquelle,
statt Vortrieb nur noch Rattern,
mich dann in der Kälte schnattern

und hilflos und mit klammen Fingern
Inbusschlüsseln und so Dingern
Bolzen losdrehn und - oh nein!
Warum geht der nicht mehr rein?

"Hallo Liebste, kurz und knapp
holst du mich mal eben ab?"
Bei aller Liebe, aber nein
dieses kann und darf nicht sein!

Also rechts ran, naja, was soll’s
der kleine Jung in mir hat seinen Stolz,
frisch ans Werk und alles aufgemacht
zum Glück hab ich das Werkzeug mitgebracht.

Vorne angefangen, eins, zwei, drei...
das Kettenleitrohr ist doch frei?
Sitz hinaus und nachgeschaut,
auch diese Rolle wird nicht ausgebaut.

"Und warum", frag ich leise fluchend
und die Unglücksursache suchend
"passieren solche Dinge immer nur
am entferntesten Punkt der ganzen Tour?”

Als wär das noch nicht genug, fängt obendrein
es grad noch kräftig an zu schneien.
Doch vier Schräubchen und ein paar Minuten später
find ich ganz hinten dann den Übeltäter.


Mein Schal hat sich hinten rein geschmuggelt
und sich ums Schaltwerk rumgewickelt
zum Glück ließ sich dieses nicht lange bitten
und hat ihn sauber mitten durchgeschnitten.

Nach dem Geschraube kann ich wieder treten
für die Weiterfahrt heißt's dennoch beten
denn mit den Schnee- und Grieselschauern
mag die auch wohl länger dauern.

Vor einer Bettelampel, hoch und fern
träume ich: “Jetzt hätt ich gern
ein rohes Schnitzel und nen langen Stecken,
dann müsst ich mich nur rüber recken..."

Da kommt im dichten Schneegestöber
aus dem Nirgendwo eine Frau herüber,
stellt die Ampel schnell für mich auf grün
und geht erst als ich drüben bin.

Die Sicht tendiert jetzt gegen Null
und ständig ist die Brille voll
doch auch nach dem Putzen hab ich keine Ahnung
von der Radwege Verlauf und Planung.

Der Schnee liegt in unberührter Schicht,
nur wo ich lang soll seh ich nicht.
Ich folge der Landstraße am linken Rand
und halt den Abstand zu ihr stur konstant.

Dieses geht eine Weile gut
und ich schöpfe wieder Mut
als "Himmel, macht der Radweg hier nen Schlenker???
Wer plant denn sowas nur, zum Henker!?”

Worauf ich (schlitter, schleuder, gegenlenk)
gerade noch rumkomm und dann denk
"Jetzt hilft nur Tiller grade und dann hoffen
Hahaaa! Schwein gehabt, die Furt getroffen!"

In dem weiteren Verlauf
fällt mir Folgendes dann auf:
Ist die Zahl der Räder zwei
kommt man mir schiebend nur entgegen
ich mit meinen drei
fahre halbwegs zügig noch hingegen
(obwohl Momente gibt's da wünscht ich mir
ich hätte sogar deren vier).


Doch bald darauf muss ich mich schinden
die Hangabtriebskraft zu überwinden
so viel ich strample, so viel ich schnauf
es geht die ganze Zeit bergauf, bergauf.

Ich komm in überhaupt und keiner Weise
auch nur halbwegs zügig auf die Reise
trotz gefühlt dreihundert Watt
bin ich sowohl langsam als auch platt.

Was bin ich bloß für eine Schnecke?!
Wobei, ich kenne diese Strecke!
An andren Tagen ist die eben
und als würd's hier Berge geben!

Eine Weile noch wühl ich wie in Trance
und seh am Ende nur eine Chance
"Runter von dem großen Blatt, zur Not per Hacke Fuß
muss die Kette, sonst ist Kacke gleich Schluss!"

Kein Umwerfer montiert, jaja da rächt sich
ein Kettenblatt so um die sechzig,
doch nach zwei Versuchen heißt es schon:
"Kettenabwurf, Endstation!"

Zwar ist nach etwas Rumgefrickel
die Kette wieder draufgewickelt,
aber der Schnee ist derart zäh,
dass ich ne Weile lieber geh.

Nach stundenlanger Dunkelheit
wird der Himmel plötzlich hoch und weit
taucht die Sonne alles in Gold und dann
hält die Welt einmal kurz den Atem an.


Eine Grünkohltour steht schon Spalier
leicht angetrunken und sie wünschen mir
eine gute Reise noch mit dem, äh, Ding
hahaha, ob ich mir wirklich sicher bin....

Der Schnee pappt derart, dass ich nun
gehe wie auf Stöckelschuhen
und so geh ich fröhlich winkend
würdevoll vorüber hinkend.
Schon nach der nächsten Biegung ist mir klar,
dass ich jetzt nach Hause fahr.

Das Hinterrad wird bei nächster Gelegenheit
von einem Riesenhaufen Schnee befreit.
Der hat gebremst, das will ich glauben,
aber der soll mir keine Kraft mehr rauben.

Die Straße hat nur eine Spur
immerhin, mit höchstens siebzig nur
doch werd ich weder angemacht
noch angehupt, noch ausgelacht
an einer Ampel seh ich neben mir
sogar einen Daumen oben - Dank dafür!


Eine Stunde später komme ich dann schließlich
aus eigener Kraft nach Hause und dort schließ ich
mein Fahrzeug an nach dieser langen Fahrt
und streiche mir zufrieden das Eis aus meinem Bart.

Gut, wie am Schnürchen lief's heut nie
bei meiner kleinen Landpartie
und zu deren Ende stehen auch nur
knapp neunzig Kilometer auf der Uhr.

Ein paar meiner Sorgen sind jetzt fort,
die waren heute Morgen noch an Bord,
haben Platz gemacht für das was blieb
von dem, das einfach so vorüber trieb.

Aber alles was am Ende zählt
und nebenher den Körper stählt:
Es ist meist lange noch nicht Schluss,
wenn man nicht nur will, sondern auch muss.

Das soll aber nicht dazu verleiten
sich blindlings in die Scheiß zu reiten,
denn ohne die rettende Kavallerie
lernt man dann selten oder nie.

Herausforderung mit Augenmaß
so macht die Sache auch noch Spaß,
nach einem guten Tag sag ich für meinen Teil:
Ich bin kaputt, der Rest ist heil.

Obwohl: der Schal.
Naja, egal.

Das Original und die für sich sprechenden Bilder sind hier zu finden!
 
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Frisch verliebt

Treffen beim Kneipp-Verein Bad Grönenbach.
Es wurden u. a. die Aktionen für das neue Jahr geplant.
Als die Radtouren zur Debatte standen, meinte Eva:
„Ach, Leute! Ich bin ganz verliebt in mein herrliches Trike!“ strahlte sie,
deren Freund ihr zum Geburtstag ein Liegedreirad mit „Rückenwind“ gekauft hatte.
„Ja, ja“, murmelte Peter betrübt,
„der Mann wird immer mehr von der Maschine verdrängt!“
 
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Da fehlen die richtigen Worte
Erzählt hat's @oDKo hier

Gestern an einer Ampel - Mutter mit Sohn

Sohn: "Guck mal was der für ein Fahrrad hat!"
Sie, nach dem richtigen Wort suchend: "Ja, ähhh..."
Sohn, dem Gesicht nach eine erhellende Erkenntnis bekommend:
"Cool, der kann sich beim Fahren ausruhen!"
Ich: "Ja, aber nur wenn's bergab geht.
Bergauf, muss ich dann treten, wie alle anderen auch."
Sohn: "Boah, cool!"
Ich bewunderte still und ironisch die bravouröse mentale Leistung des Jungen und dachte mir,
wie schön es doch ist, anderen zusehen zu können, wie sie schlauer werden.
Die Frau schien unterdessen immer noch nach einem passenden Wort zu suchen....
Ich: "Das ist ein Liegerad..."
Da machte sich bei der Frau Erleichterung im Gesicht breit.
 
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