Gekoppelte Bremsen: Warum eigentlich?

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Aber mal andersrum: auch wenn die Lenkgeometrie nicht immer gleich ist, dürfte sie doch zumindest qualitativ ähnlich sein.
Nichtmal das, das Federbein ist gleich, alles was die Lenkung ausmacht wie Nachlauf, Lenkrollradius und Lenkhebel sind anders weil die Lenkplatten und die Befestigungspunkte an der Karosserie sich unterscheiden. So kommt es dass ein Velomobil ab 50km/h gruselig wird während ein anderes über 100km/h noch einhändig fahrbar ist.
Wenn man da was ändern will, muss man natürlich zuerst wissen wie sich die drei Faktoren auswirken, dann was man hat (so gut wie möglich messen) und zum Schluss wo man hin will.
Es ist kein Problem das Schritt für Schritt mit jemandem durchzugehen wenn man unsicher ist.
So Tipps wie "beim Evo die Lenkplatte einfach um 20mm verlängern" können ganz gut sein, aber ich finde es besser wenn man möglichst genau weiss was man tut.
 
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You will have to teach me how to do that one day... :( I know it is a question of drill bit speed and correct pressure but I haven't worked with metal for such a long time...
Basically, you mark the hole (with a sharpie*, to avoid scratches) and start with a 2mm drill bit. After the bit drilled a cone into the aluminium, you check if it is correctly aligned with the marks (it almost never is). Now you tilt the drill bit 20-30° to persuade it to drill into the direction of your marks, tilt the drill back to 90°, drill through and check the hole position with a caliper gauge (will still be a bit off). Now you take a 3mm drill and repeat. With every next drill bit 1mm bigger in diameter, you can "massage" the hole into the correct position by 0.1-0.3mm with every step. Easy peasy! (it gets easier after 300-500 holes) ;)

Drill speed isn't too important (my small power drill with max 1500 rpm works fine), but lubrication is. Best lubrication for Aluminium is ethyl alcohol ("Spiritus", cheap Austrian rum works well enough, though). You also only need light pressure to drill aluminium (except AL7075, that stuff is ridiculously strong and hard to drill by hand).

*minus half the diameter of the sharpie point, of course
 
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Wenn ich bergab mit 70-90 unterwegs bin und kurz vor ner Kurve kräftig bremse, will ich mir auch in drei Jahren keine Gedanken darüber machen müssen, ob die Kugelköpfe in den Lenkplatten halten. Korrekte Bohrabstände in Aluminium können schon die Holländer seit Jahrzehnten nicht, das muß ich nicht nachmachen.
 
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Now you take a 3mm drill and repeat. With every next drill bit 1mm bigger, you can "massage" the hole into the correct position by 0.1-0.3mm with every step.
Oder mittels einer Nadelfeile auf der richtigen Seite auffeilen und dann weiter aufbohren.
Best lubrication for Aluminium is ethyl alcohol ("Spiritus", cheap Austrian rum works well enough, though).
:D
 
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Best lubrication for Aluminium is ethyl alcohol ("Spiritus", cheap Austrian rum works well enough, though). You also only need light pressure to drill aluminium (except AL7075, that stuff is ridiculously strong and hard to drill by hand).
Zu meiner Zeit wurde dazu auch Cetylalkohol verwendet...

Daumenregel für Lochabstände zu Aussenkanten und benachbarten Löchern bei Aluminium: d x 2-2,5 (also bei 6mm Löchern 12-15mm Abstand zu den Aussenkanten, oder zu benachbarten Löchern)
...vor meinem Ruhestand war ich in der gleichen Branche tätig; Deine Hinweise lese ich deshalb immer wieder gern :)(y)
Sorry for O.T.,
HeinzH.,
der, neben der Fahrradschrauberei, nur noch solche Geräte baut.
 
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Ich hab ein Specbike Comfort, das hat eine gekoppelte mechanische Bremse für beide Räder vorne und eine Bremse für Hinten. Da ich meinen Hund als "Schlittenhund" mit Schleppzeug rechts laufen lasse, muß ich mit der rechten Hand die Leine halten, auch um den Hund zu führen und vieles mehr. Daher ist es sehr praktisch, mit einer Hand sauber zu bremsen. Und da zieht auch nichts einseitig. Und bergab brems ich gerne nur mit der hinteren Bremse, weil mein Hund auch mal langsamer läuft, vor allem, wenn er müde wird.
Ich bin dann neulich mal ein Wild One probegefahren und hab mich mit den einseitigen Bremsen fast vor einen Laster katapultiert, der mir entgegen gekommen ist. Also nein Danke.
Das Konzept, vorne mit beiden Händen bremsen zu müssen und hinten nur eine Parkbremse zu haben leuchtet mir nicht wirklich ein. Vor allem, wenn das so vehement vertreten wird, als ob es nicht anderes geben darf.
Ich fahre mit meinem Trike schon viele Jahre so unfallfrei (und ich fahre täglich sehr viel) und werde mir gerne ein Steintrike zulegen und die Bremsen dann selber abändern. Im Moment hab ich mir die Schulter gebrochen und bin quasi einseitig eingeschränkt, mit dem Wild One Standardbremsen könnte ich dann fast nicht mehr fahren, mit meinem Trike und den Bremsen gar kein Problem. Ich hab nicht immer beide Hände am Lenker, das ist doch gerade ein Vorteil beim Trike, warum diesen Vorteil nicht nutzen ?
Ansonsten möchte ich noch erwähnen, das mich das Wild Humdinger wirklich überzeugt und das will ich haben. Das WildOne hat zu wenig Bodenfreiheit, ich bin damit bei der Probefahrt im Wald ständig aufgesessen und mußte schieben, das ist mehr was für die Straße oder bessere Wege.
 
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Das Konzept, vorne mit beiden Händen bremsen zu müssen und hinten nur eine Parkbremse zu haben leuchtet mir nicht wirklich ein. Vor allem, wenn das so vehement vertreten wird, als ob es nicht anderes geben darf.
Lies mal ein bisschen weiter mit. Gekoppelte oder getrennte Bremsen wird eigentlich selten so heftig diskutiert.
Der Punkt, an dem du mit deiner Meinung etwas allein stehst, ist die Hinterradbremse als Betriebsbremse. Die birgt die Gefahr, hinten die Seitenführung zu verlieren, und wenn dann die vorderen Bremsen nicht gleich stark verzögern, fängt eine Drehung um die Hochachse an.
 
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Ich bin dann neulich mal ein Wild One probegefahren und hab mich mit den einseitigen Bremsen fast vor einen Laster katapultiert, der mir entgegen gekommen ist.
Man sollte ein Fahrzeug nicht gleich auf der Probefahrt so schnell fahren, das man es beim Bremsen nicht beherrscht und das dann einen "katapultiert". Auch ein Trike, das einem nicht gehört, so zu fahren, dass es aufsetzt, klingt wenig verantwortungsvoll. Und anschließend vergleichst Du zwei Trikes mit völlig unterschiedlichen Fahrwerks- und Nutzungskonzepten und reduzierst Deine Erfahrungen auf die Bremsansteuerung!

Daher ist es sehr praktisch, mit einer Hand sauber zu bremsen. Und da zieht auch nichts einseitig.
Ich glaube Dir nicht, dass Dein Trike nicht zur Seite zieht, wenn der Boden nach rechts oder links geneigt ist oder wenn er unter dem rechten und linken Rad unterschiedlich griffig ist. Physikalisch ist es gar nicht anders möglich. Das hat bei mir bei vielen, wenn nicht fast allen starken Bremsungen dazu geführt, dass ich gegensteuern musste.

Ich hab nicht immer beide Hände am Lenker, das ist doch gerade ein Vorteil beim Trike, warum diesen Vorteil nicht nutzen
Ich habe meistens nur die rechte Hand am Lenker, dort ist der Schaltgriff. Die linke Hand benutze ich oft zum Filmen oder fotografieren. Beim Bremsen mit nur der rechten Bremse steuere ich intuitiv entsprechend gegen, bei harten Bremsungen hatte ich auch in Zeiten gekoppelter Bremsen immer beide Hände an den Lenker genommen. Damals war die Hinterradbremse übrigens nicht als Betriebsbremse zu benutzen, weil sie schon bei der ersten Nässefahrt so verdreckte, dass die Bremskraft gegen Null ging.

Gibt es das überhaupt noch? Im Netz finde ich nur https://bike-revolution.at/sites/default/files/optionen-und-preise.pdf und eine Werbeseite hier im forum.
 
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