Gehörschäden durch Fahrtwind?

tdt

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Entschuldigung für mein Google Translate-Deutsch:
Die zwei besten Lösungen dafür waren auf meinem aktuellen und vorletzten Fahrrad:
QV: Lange Kapuze. Passt nicht zu einem Helm, ich betrachte ihn irgendwie als meinen Helm. Ist ruhig auf deinen Ohren und du sitzt außerhalb der Sonne.
DF: Versatile Dach. Ich habe nicht mit einem Helm gepasst, aber in Bezug auf Klang und Sonne ist es schön.

Ich habe bei beiden das gleiche Problem: Wenn es regnet, ist die Sicht durch das Lexan ausgesprochen schlecht. Wir sollten uns etwas einfallen lassen.
 

roland65

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nur bei lauten VMs und bei Haubennutzung den Effekt, wie durch Watte zu hören
mit Haube ist es schon unerträglich laut.
Ich bin auf Geräusche höchst empfindlich und das war bei mir anfangs im VM (mit Haube) auch so. Dann hab ich schon mal 5 mm PE-Matte in die Haube geklebt und schon war es deutlich besser. Der nächste größere Schritt Richtung Geräuschreduktion waren die Magnete, denn beim Ks machen die "Flügel" echt Lärm und das noch in unmittelbarer Nähe zum Ohr. o_O
Einen riesigen Schritt waren dann die Elastomere vorne und es ist auch nicht verwunderlich, wenn man ein System hat, das auch feinste Vibration von der Karosserie fern hält. Moderater Druck (5-6 bar) + Elastomere schaffen es, sowohl diese fiesen Vibrationen, als auch größere Stöße in der Federung verschwinden zu lassen und so stelle ich mir das auch vor. Es gibt so gut wie nie mehr Schläge, bei denen ich mir einen Schutz für meine Ohren wünsche.
Darum fallen für mich Karosserien, die in sich knallen raus, bzw die Stellen müssten "vor Ort" akustisch entschäft werden - quasi das Gegenteil zu einem akustischen Instrument.

Mein persönliches Fazit: Das Problem ist definitiv da, muss gelöst werden und die Lösungen am/im Ohr sollten die letzten sein.
 
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Wenn ich einen solchen Windabweiser so einstelle, dass er wirklich etwas bringt, kann ich durch schnelles Halsstrecken nicht mehr drüber schauen und das ist gefährlich:
Selbst im Hochsommer muss man in der Früh und spät abends mit plötzlichem Beschlagen rechnen ...

In der Nacht haben diese Dinger bei meinen Versuchen immer Reflexionen erzeugt, die auf längeren Fahrten mehr als unangenehm sind.
Wie wäre es, die Scheibe mit Sehschlitzen zu versehen, die genau auf der Sichtlinie sind? Es bringt etwas.

k-P1020254.JPG
 
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Ey Leute, es geht um Fahrtwind!
Nicht um Karosserielärm, Federungen, Haubengerappel...
Den Ohren ist es aber egal, von welcher der 4 Quellen der Krach stammt.

Aber gerade beim Fahrtwind erlebt man interessante Dinge: auf dem RR höre ich ab einer relativ hohen Geschwindigkeit ziemlich plötzlich ein Geräusch, das an ein von hinten kommendes Auto erinnert. Es ist aber kein Auto, sondern eine plötzliche Veränderung der Verwirbelung an vermutlich meinem Helm.
Ganz ähnlich fängt das Hinterrad meines Scorpion an, durchaus kräftig zu rauschen, wenn ich ein interessantes Tempo erreiche.

Im Goone merke ich vom Fahrtwind mit Helm weniger; ich bilde mir sogar ein, dass ich mit Helm einen Ticken schneller wäre. Was vielleicht sogar plausibel ist; immehin befindet sich direkt hinter meinem Kopf ja eine Platte, die quer im Wind steht. Aber auch mit komplett offener Luke sind die Fahrgeräusche erheblich, und zwar so erheblich, dass es Sinn macht, damit umzugehen.


Mein persönliches Fazit: Das Problem ist definitiv da, muss gelöst werden und die Lösungen am/im Ohr sollten die letzten sein.
Die Lösung am Ohr ist allerdings die, die sich am schnellsten und wohl auch am billigsten umsetzen lässt. Außerdem habe ich meine Zweifel, ob man ein altes lautes VM wirklich leise bekommt - leiser ja, aber eher wohl im Sinn von "nicht ganz so laut".
 
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roland65

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Ey Leute, es geht um Fahrtwind!
OK, stimmt - Fahrtwind :whistle: - da macht die Karosserie natürlich nur bedingt was aus. Aber eine der angesprochenen Lösungen war ja Haube und das Argument gegen Haube war "Laut". Haube ist meine Lösung, zudem die sicherere und laut muss nicht sein.

Scheibe als Windabweiser habe ich auch länger gefahren. Beim Trike schneide ich die inzwischen nicht mehr rund sondern eckig, was mir die Ablösung und Verwirbelung zu verbessern scheint.

... aber jetzt bin ich schon wieder ruhig. ;)
 
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Ey Leute, es geht um Fahrtwind!
Nicht um Karosserielärm, Federungen, Haubengerappel...
Es ging auch drum, ob die gesundheitlichen Bedenken gerechtfertigt sind. Bei mir ohne Helm oder Kopfhörer und mit gut anliegender Brille: nein.
Ich habe einmal versucht, mit Auf-Ohr-Kopfhörern radzufahren: Der entstehende Windlärm war viel zu unangenehm.
Wie @beate schreibt, kann so etwas beim Helmtragen passieren - das kann @veloeler relativ schnell testen.

Gruß,

Tim
 

dendrocopos

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Dann glaube ich, dass ausser Helm noch viele weitere Faktoren den Wind sehr unterschiedlich laut erscheinen lassen: Form der Ohren, Bart, Haare, Kopfhaltung etc. dürften alles die Verwirberlungen beeinflussen. Und natürlich, wie sehr man Geräusche ausblenden kann. Also sehr individuell, aber eine Reduzierung dürfte für alle angenehm sein.
 
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@veloeler
An mein Acryl-Scheibchengebastel magst du dich erinnern?

Das bewährt sich perfekt als Windschutz aber nur weil ich tiefer im Alpha sitze.
Im DF hatte ich das Minivizier von velomobiel.nl was aber den Wind um die Ohren nicht annähernd so effektiv wie meine Scheibe abhielt......
 

tdt

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Es ging auch drum, ob die gesundheitlichen Bedenken gerechtfertigt sind. Bei mir ohne Helm oder Kopfhörer und mit gut anliegender Brille: nein.
Ich habe einmal versucht, mit Auf-Ohr-Kopfhörern radzufahren: Der entstehende Windlärm war viel zu unangenehm.
Wie @beate schreibt, kann so etwas beim Helmtragen passieren - das kann @veloeler relativ schnell testen.
Ich denke nicht, dass es um Komfort oder Gefühl geht, sondern darum, ob die Gefahr von Hörschäden besteht. Wenn Sie nicht sehr kurz oder langsam fahren, besteht dieses Risiko mit Sicherheit. Mit 50 km / h liegt das Windgeräusch bereits deutlich über 90 dB. Dann können Sie nicht stundenlang radeln.
 
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Ist da ein Problem an meinem Orca vorbeigerauscht? Im Orca mit kleinem Windabweiser auf dem Schaumdeckel und mit Versatile-Dach ist der Fahrtwind auch bei höheren Geschwindigkeiten kein Problem. Was aber schlimm werden kann, ist bei nassem Wetter das extrem laut zischende Reifengeräusch der Kraftfahrzeuge auf Landstraßen. Da werde ich in Zukunft mir überlegen, diesem Lärm auszuweichen
 
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... Buff (Schlauchtuch) ...
Das da. Solange es wirklich nur um den Wind an der Rübe geht (und der kann tatsächlich erheblichen Radau machen), wirkt eine hauchdünne Lage Stoff ober den Ohren Wunder. Der Lärm der unmittelbaren Umgebung verschwindet dadurch allerdings nicht -- man hört sogut wie alles fast ohne Beeinträchtigung ...
 

tdt

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Gibt es dafür belastbare Messwerte? Ich bin ja nicht sehr schnell, aber 1h25min mit 41 km/h Schnitt mit Standzeiten habe ich schon ohne Probleme mit den Ohren geschafft.
Hab versucht die Messwerte zurück zu finden, aber noch heute kein Glück.
Ist da ein Problem an meinem Orca vorbeigerauscht? Im Orca mit kleinem Windabweiser auf dem Schaumdeckel und mit Versatile-Dach ist der Fahrtwind auch bei höheren Geschwindigkeiten kein Problem.
Ich denke das Versatile-Dach ist ein gute Lösung.
na fahr halt langsamer und hab dafür keinen Gehörschaden. Oder bist Du auf der Flucht?
Doch! Immer ;-)
Mein Sohn kann nicht vor 7:30 auf der Schule sein, und ich hol ihn vor 18:00 Auf. Aber früher ist besser!
Zwischen diese zeit fahr ich dann nach meine Kunden. Mit der QV kann ich dann 50-55 km Fahren (ich arbeit meistens 7 Stunden), schneller fahren gibt mir ein grösseren Radius.
 
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Ich fahre grundsätzlich mit Haube. Komischerweise stört mich der Lärm nicht so sehr, obwohl ich den JBL Lautsprecher voll aufgedreht haben muss, allerdings bin ich sehr zugempfindlich. Daher öffne ich selbst bei 30°C das Visier nur zeitweise.
Aufgrund der Zugempfindlichkeit benutze ich bei anderen Rädern, abgesehen vom Hochsommer, fast immer einen Skihelm.
Bei einer Juxfahrt bemerkte ich, dass ich mich während der Fahrt kaum unterhalten konnte.
So ein Skihelm dämpft ordentlich die Geräuschkulisse und ist für mich wesentlich bequemer zu tragen.
 
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Ich bin in diesem Gebiet bestimmt kein Spezialist,
aber gesundheitsschädliche Lautstärken werden über den frequenzabhängigen Wert in db (A) gemessen und nicht in db,
wobei tiefere Frequenzen geringer bewertet werden.
Deshalb dürften das Gewummere der Wind- und Vibrationsgeräusch auch geringer ins Gewicht fallen als z. B, die gleißenden Reifengeräusche vorbeifahrender Autos.
Die von mir oben beschriebene primitive Geräuschdämpfung mit In-Ear-Kopfhörern mit Siliconstöpseln funktioniert übrigens genau in diesem Sinne: Autoverkehr auf schnellen Straßen wird dann z.B. für mich wesentlich erträglicher, bleibt aber ausreichend hörbar. Viele bedeutsamen Geräusche aus dem VM (Schaltungsprobleme, Klopfgeräusche ...) treten dann deutlicher hervor, da sie alle einen tiefen Frequenzanteil haben.
 
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Gewummere der Wind- und Vibrationsgeräusch
Wummern durch Wind? Da denke ich jetzt dran, wenn im Auto ein Fenster (halb) offen ist. Aber wenn der Fahrtwind am Ohr vorbei strömt und in der Ohrmuschel verwirbelt, ist das doch ein Rauschen mit viel hochfrequentem Anteil, oder? Naja gut, hängt sicher auch mit dem individuellen Ohr zusammen.
(Antriebsgeräusche sehe ich eher im Mittelfeld, Schläge von Deckeln und Hauben können im ersten Teil sehr großen hohen Anteil haben.)


Ach übrigens sind Windgeräusche eine Umwandlung von Energie, also entstehen Geräusche an einem aerodynamischen Widerstand. Den Windstrom am Ohr vorbei zu führen, kann also auch gut für die Geschwindigkeit sein. ;)
 
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