Gallien mal wieder...

Freitag geht's los. Start in der Nähe von Mulhouse an der Grenze zu Gallien. Dann (so mal ins Blaue geplant) am Rhein-Rhone-Kanal bzw. der Doubs usw. entlang bis etwa auf die Höhe von Dole. Dann ziemlich gerade nach Süden bis Grenoble.
Je nach Hitze/Waldbrand/Lust entweder über den Col de la Croix haute nach Sisteron oder nördlich des Vercours über Valence und dann jeweils weiter zum Luberon.
Wenn Zeit/Lust noch eine Fahrt zur Verdon-Schlucht und dann wieder langsam nach Mulhouse zurück mäandern.

Gedankliche Alternativen wären noch statt zum Luberon ins Massive Central oder etwas im Vercours rumtreiben.
Das Gute an der Sache: Ich muss da nirgendwo zwingend hin, weil ich da überall schon mehrfach war ;-) Das lässt die Möglichkeit zur täglichen Neuplanung bzw. Luft für Alternativen, wenn es nach Feuer riecht. Man kann derzeit im Süden von Gallien eh fast nur auf der Straße Radfahren, weil fast jeden Tag Betretungsverbot Wald usw. wg. Waldbrandgefahr bzw. Feuerwehren und Flugzeuge im Einsatz bei Bordeaux.

Fahrzeug: A7 mit Campinggeraffel.
 
Was mit beachtet werden sollte ist auch die Gewittergefahr in den Bergen,die mich schon mal aus den Alpen und den Pyrenäen vertrieben haben weil sie über Tage ausschließlich in den Bergen anhielten. Aber auf der Strecke ist man ja auch schnell wieder raus. Viel Spaß
 
Gut warm heute, obwohl es die ganze Nacht getropft hat.
Bin auf einem dieser "Wie spare ich Gemeindeangestellte"-Camping gelandet. Nur Weiße Ware zu sehe; ok ein T2 dümpelt noch rum.
Unpersönlich, aber sonst Camping wie früher. Kostet mich 6,20 €. Fragt nicht nach den Preisen für die Weiße Ware...

Das E-Klapprad hat übrigens ausgedient; man reist jetzt mit dem mitgeführten Smart zum WC.

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Gestern war ein Misttag: Kettenriß, 15km verfahren wegen mistiger Umleitungsbeschilderung, nochmal verfahren, Plattfuß ohne Schatten in der Nähe.
Abends wg. geplanter Bergfahrt beim Versuch das Kettenblatt zu wechseln, festgestellt, dass ich 2 25er Torx dabei habe.
Mädel wg. Fahrradwerkzeug angequasselt. Sie hatte ein 30er Torx am noch in Originalfolie verpackten Werkzeug.

Campingplatz der Hölle mit Blasmusik.

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Das sind doch diese "camping municipal" Plätze. Zumindest nannten die sich früher so... In Mirrecourt gab's einen städtischen Wohnmobil Platz mit Automat nach diesem Muster (für Zelte verboten...). 39 Grad, das wäre nichts für mich.
 
Die Hitze macht mir zu schaffen. Eigentlich macht mir Hitze kaum was aus, aber wenn es am Abend um 23 Uhr noch 32° hat...
Und die Trinkerei; trink ich zu wenig, ist es blöd; trink ich zu viel, wird mir übel.
Daher viele Pausen und wenig km. Heute nur 120.
Der mir bekannte Camping hat seinem altertümlichen Dasein das Geschlossen folgen lassen; schade.
Bin jetzt auf einem Platz fest in holländischer Hand; feinste Soziologiestudien...


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Falls es auf der Rückfahrt zum Thema wird wäre der Col de Carabes und der Col de Menée (mit Archiane) als wunderschöne und verkehrsarme Alternativroute zum Col de la Croix haute eine Empfehlung.
Waren im Frühling und letzten Herbst in der Region unterwegs, ein Veloparadies aber die Hitze ist nicht zu unterschätzen.
Verdon konnten wir noch durchziehen im Frühling, spätestens ab dem Vercors wurde es zu heiss / sonnig.
Pass auf dich auf und geniesse deine Reise.
 
Erste wissenschaftliche Erkenntnisse aus der Soziologie des Holländercamps:
  • Man muss das Hauszelt abends vollständig abbürsten. Danach den davorgelegten, festgespaxten Outdoorperser fegen.
  • Auch bei "nur" Hauszelt muss der Einbauküchenkühlschrank mitgeführt werden. Macht ja Sinn, aber einen ganzen, hundsgewöhnlichen Kühlschrank?
  • Abendliche Rückreise auf den CP ist nicht. Man bleibt dort; gibt ja einen Pool...
  • Haarfärben findet vor dem Abendessen statt.
  • Man spielt dann noch Karten (Vorsicht, Verfasser ist Spielehasser)

Echt nicht meine Welt, aber interessant.
Warum fahren die Leute 1.000km weg, um so wie zu Hause zu leben?
 
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