Frongraisch: 3Wheels4France

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Und bei den Vorderrädern habe ich den Eindruck, dass sich die Latex-Schläuche selbst bei einem winzigen, kaum sichtbaren Flankenschaden durch das Loch zwängen und platzen können
Stimmt. Seit ich Latex fahre, flicke ich die Mäntel von innen, da es sonst zu Wiederholungsplatten kommt.
Allerdings bei mir nicht an der Flanke, sondern kleine Durchstiche auf der Lauffläche.
[END OT]
 
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So, zwei Wochen ist die Tour schon wieder her – Zeit, um ein Fazit zu ziehen
Vielen Dank an Christoph Moder für das detailreiche Fazit der Frankreichtour mit interessanten Einblicken in das, was wirklich wichtig ist bei so einer Dauerbelastung von Fahrer und Material (Reifen!). Wäre schön, wenn man auch die Eindrücke anderer Teilnehmer lesen könnte. Und Danke auch noch einmal für den tollen Tracker!
W.
[DOUBLEPOST=1503261775][/DOUBLEPOST]
Seit ich Latex fahre, flicke ich die Mäntel von innen, da es sonst zu Wiederholungsplatten kommt.
Jupp, macht es dann noch Sinn, Latex zu fahren?
W.
 

H@rry

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Eine sehr gute und ausfuehrliche Zusammenfassung von Christoph.

Am Rande moechte Ich noch bemerken:

1) Als anerkannter Haubenfahrer muss Ich gestehen das der Nutzen in Frankreich doch eher zweifelhaft ist. Das auf Grund der extreme Welligkeit dieses Landes. Die 4 heisseste Tage. habe Ich mich entschlossen es ohne Haube zu versuchen und das hat mir gut gefallen. Was mir aufgefallen ist, ist die bessere stabilitaet bei harte Seitenwind in schnelle Abfahrten ohne die Haube.

2) Die Erkennung das Latex Schlauchen leichter durch Schnitte im Reifen druecken kann Ich nicht so nachvollziehen, aber Ich denke Ich weiss wieso das kommt: Ich fahre breitere Reifen mit niedriger Druck und deshalb wird der Latex Schlauch wohl nicht so schnell durch ein Schnitt gepresst. Beim finden eines Lochs im Latex ist es sehr hilfreich zu wissen das mann sie vom Auge finden kann wenn mann achtet auf kleine schwarze Flecken. Zur Stelle etwas auf recken und dann merkt mann schon ob da Luft durch kommt.

3) Ich habe so wie beim GBSR wieder mit die Shreddas' gefahren. Auch dieses Mal bin Ich ohne Pannen durchgekommen. Korrigiere, das ist gelogen, denn Ich habe einen Shredda komplett durch gefahren bis der Schlauch durch kam die dann natuerlich explodierte. Aber: kein scharfe Steinchen sind durch gekommen! Im Nachhinein hatte Ich ein wenig Nachspur wodurch meine Vorderreifen etwas schneller verschlissen waren als vorgesehen.
 
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Kann man den Beitrag nicht "direkt" verlinken?

Ich kann ihn nicht abspielen, WDR geht, SWR nicht.

Winni
 
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Hallo Michael,

die Tour war lediglich der Aufhänger. Für den SWR waren alle wichtigen Infos, die er transportieren wollte, enthalten: Tempo, Aerodynamik, Preis, Gepäckraum, Einsatzbereich, Risiko des Übersehenwerdens, Motiv zum Kauf, Auffälligkeit, Comfort, technische Ausstattung.....

Ansonsten gut reagiert und immer diplomatisch geantwortet.

Viele Grüße
Arnold
 
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Eine Sache ist mir noch eingefallen: Ich hatte auf dem Garmin Etrex 30 eine Openstreetmap-Karte, die schon ein paar Jahre alt war. War bisher nie ein Problem, gelegentlich fehlt eine Umgehungsstraße, aber ein Update erschien mir nicht nötig. Aber in Frankreich fehlten einige Straßen, selbst zwischen Orten, und der Track ging durchs „Nichts“. Das war kein ernsthaftes Problem, den Weg habe ich trotzdem gefunden, es war eben manchmal etwas irritierend, wenn die Zahl der abbiegenden Straßen auf der Karte nicht mit der Realität übereinstimmt. Ich hätte eben nicht gedacht, dass die Openstreetmap-Abdeckung in Frankreich so viel schlechter als in Deutschland ist.

Ach, und noch ein Nachtrag: Durch die rauen Straßen hat sich bei mir der Lockring gelöst, die Ritzel haben geklappert; das war bereits am zweiten Tag. Nachdem ich sie wieder ordentlich festgezogen hatte, war Ruhe für den Rest der Tour. Aber so etwas hatte ich auch noch nie erlebt.

Die Erkennung das Latex Schlauchen leichter durch Schnitte im Reifen druecken kann Ich nicht so nachvollziehen, aber Ich denke Ich weiss wieso das kommt: Ich fahre breitere Reifen mit niedriger Druck und deshalb wird der Latex Schlauch wohl nicht so schnell durch ein Schnitt gepresst.
Genau. Einmal, in Clermont-en-Argonne, ist mir der Schlauch während der Frühstückspause geplatzt. Ich hatte morgens frisch aufgepumpt, auf 7 bar, und das hat gereicht, um den Schlauch im Laufe der ersten guten Stunde durchzudrücken. Am Vortag, als der Druck noch geringer war, hatte es ja gehalten.

Und früher, als ich Ultremo ZX drauf hatte, und die mit den maximalen 11 bar gefahren bin, war ein Flankenschaden absolut tödlich für den Reifen. Egal was man innen hingeklebt hat, bei dem Druck reißt die Karkasse einfach immer weiter. Seitdem fahre ich nur noch Reifen mit höchstens 8 bar, da kann man Schäden wenigstens noch reparieren.
Aber: kein scharfe Steinchen sind durch gekommen!
Ich glaube, es gab auch einfach keine scharfen Steinchen. Ich habe auch keine nennenswerten Schnitte in der Lauffläche gehabt.
 
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Nachtrag zu meiner (mageren) Schadensbilanz: wollte heute nochmal eine DF Runde drehen, da entdecke ich zwei gebrochene Speichen vorn rechts; vorn links, wo die Speichen so vernehmlich klingelten nach der Abfahrt aus dem Vercors, ist alles ganz. Hmm.

IMG_5849.JPG
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@mbonsai
Das war sehr professionell. Ich weiß vom Hörensagen, dass die Fernsehfritzen nicht wirklich einfach sind und es vor allem darauf ankommt, sich nicht in Details zu verlieren bzw. kurz und knapp das Wesentliche zu treffen. Ausserdem ist es nicht leicht vor Kameras zu agieren. Das hat du hervorragend gemacht, man könnte meinen, Du hättest Erfahrungen mit den Medien.
 
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Ich hätte eben nicht gedacht, dass die Openstreetmap-Abdeckung in Frankreich so viel schlechter als in Deutschland ist.
Dann fahr mal in Länder mit geringerer Einwohnerdichte, da wirds noch schlimmer. In Spanien und Portugal fehlten 2013 ganze oder halbe Dörfer, in denen ich übernachtet hatte. Da ging die Straße einfach weiter und mein Hotel lag im Nirgendwo.
Ich glaube, es gab auch einfach keine scharfen Steinchen.
Daniel hatte ne schöne Glasscherbe in Nancy oder der anderen Stadt, bezeichnenderweise in der kulturellen Nähe Deutschlands (Ampeln...). Da werden Glasscherben nur weg- und nicht aufgekehrt, wie bei uns :mad:
da entdecke ich zwei gebrochene Speichen vorn rechts; vorn links, wo die Speichen so vernehmlich klingelten nach der Abfahrt aus dem Vercors, ist alles ganz. Hmm.
Das kommt noch. Meine Speichen brechen jetzt gerade so nach und nach.
@mbonsai
Das war sehr professionell.
Sehr toller Beitrag, ich bin positiv überrascht, wieviel von der Reise in unter 7 min untergebracht wurde, obwohl sie die Zuschauer erst mal abholen mussten mit den ganzen Infos über Velomobile. Wichtig ist, cool zu bleiben. Hat gut geklappt @bonsai (y), auch wenn die Augen etwas die Unruhe verraten ;)

Gruß,

Tim
 
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Wären da die Scheibenbremsen eines QV vorteilhaft gewesen?
Die Aerodynamik hätte ganz von sich aus die Bremsleistung verringert, trotz des größeren Systemgewichts :sneaky:

sonst bewegen sie sich bei jedem Lastwechsel (Umdrehung) genau am Gewindeansatz etwas bis sie genau da wegen Ermühdung [sic],[sic] brechen,
Ähm, wenn sich die bewegen, müssen sie stärker gespannt werden. Sonst brechen sie auch ohne den Knick.

Gruß,

Tim
 
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Ähm, wenn sich die bewegen, müssen sie stärker gespannt werden. Sonst brechen sie auch ohne den Knick.
Ich will Dir nicht wiedersprechen. Stärker spannen ist schon richtig. Aber der eine Punkt ist, dass sich die Speichen mit schrägbelastetem Nippel weniger gut spannen lassen, weil der Nippel stärker klemmt. Der andere Punkt ist, dass die Speiche ohne Knick nur in Längsrichtung (und damit ohne die besonders ermüdende Biegewechselbelastung) arbeiten kann.
 
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