Frankfurt - Stuttgart mit dem Trike

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Am Mittwoch soll es wohl etwas stürmisch werden
Ja, deshalb willst du ja weg aus Marburg in die sicheren, südlichen Gestade
Je weiter südlich ich fahre, umso unproblematischer wird das wohl für die Fahrt "an sich," da dann der Wind von Westen kommt und mit schön Rückenwind gibt
Huuuiiii :LOL:
aber ich bin mir einfach nicht so sicher, ob das nicht durch herabfallende Äste und andere Baumteile ein wenig gefährlich werden kann. Was denkt ihr?
Unproblematisch. Die Tour bis zum Neckar hat nur wenige Passagen direkt durch den Wald, und die im Wesentlichen am Anfang. Da geht es noch gar nicht richtig los.
Die Wettervorhersagen sind ja leider aktuell nicht so zuverlässig
Auf 1 Tag im Voraus passt das in der Regel recht gut. Wenn du dir die Sturmkarte anschaust, ist das unproblematisch, insbesondere, da du ja nicht auf die Berggipfel fährst. Die Tour auf den Brocken würde ich morgen allerdings absagen. Für Frankfurt ist morgens "lebhafter Wind aus Südwest" angesagt - 30km/h mit Böen bis 65km/h. Sturm geht anders.
insofern wäre dann zu hoffen, daß es dann nicht am Donnerstag erst stürmt
Das kann man ziemlich sicher ausschließen. Dann wäre auch der Rückenwind weg. Also der ab dem Neckar... In der Ebene kannst du eher hoffen, dass der Gegenwind von hinten kommt... :unsure:
 
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Ich war mir nun doch ein wenig unsicher, trotz gutem Zureden, daher habe ich die Fahrt nun auf Donnerstag verschoben. Ich werde berichten.
 
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So, ich bin gestern leider nur bis Bietigheim-Bissingen gekommen, da die einsetzende Dunkelheit und meine doch eher einfache Beleuchtung ein sinnvolles Weiterfahren erschwerten. Erstaunlicherweise wären Leistungsreserven noch vorhanden gewesen. Ich bin dann mit dem Zug nach Stuttgart und von dort aus zu meinem eigentlichen Ziel. Leider sind in Stuttgart auf der Karte wohl viele Einbahnstraßen als für Radfahrer in Gegenrichtung freigegeben markiert, vor Ort sieht man allerdings dann nichts dergleichen. Das hat mich einige Umwege gekostet.
Ich muß später noch auswerten, warum ich eigentlich jetzt so langsam war, gestern war aber leider nicht so ganz mein Tag. Ich habe wenig geschlafen, bis zum späten Nachmittag war es viel zu kalt, und vom Essen wurde mir schlecht. o_O
Der Anstieg vor Sternenfels war fies, aber zum Glück hatte ich vergessen, daß der davor war und ging immer davon aus, er käme erst danach. :D
Ich habe heute erstaunlich wenig Schmerzen, daher überlege ich, den Rest (ca. 45 km?) heute Nachmittag noch zu fahren. Gestern waren es dann doch knapp über 200 km inklusive meiner Fahrten von und zu Bahnhöfen.
 
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So, ich bin gestern leider nur bis Bietigheim-Bissingen gekommen, da die einsetzende Dunkelheit und meine doch eher einfache Beleuchtung ein sinnvolles Weiterfahren erschwerten.
Die schlechte Beleuchtung hat mich auch das Erfolgserlebnis gekostet, einmal über 400 km mit dem Einspurer zu fahren an einem Tag und ich fuhr dann halt von Karlsruhe nach Stuggi und nur 325 km an dem Tag.

Mit der Strecke warst Du soweit zufrieden?

Gruß,

Tim
 
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Ich werde morgen bzw. später nochmal ausführlicher schreiben, aber die Strecke war okay. Leider gab es die ganze Zeit Baustellen, Sperrungen, Umleitungen, oft auch nicht sinnvoll ausgeschildert, das hat viele Nerven (vielleicht auch Zeit) gekostet. Die Steigung vor Sternenfels lässt sich nicht vermeiden. In Stuttgart war es dann grauenhaft, aber auch das lässt sich nicht vermeiden.
 
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Ich bin vorher nochmal mit Zug und Trike nach Bietigheim-Bissingen gereist, um den fehlenden Abschnitt zu fahren. Da habe ich schon gemerkt, daß ich gestern Recht viel gemacht habe. Aber was soll's, spätestens nach dem ersten Regenschauer hatte ich ja alle Zeit der Welt. Also war's dann ziemlich gemütlich. Die Qualität der Strecke war okay, je weiter man nach Stuttgart kommt, desto schlimmer wird das aber.
 
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So, ich wollte ja ein wenig von meiner Fahrt berichten.
Vorweg: Bilder gibt's nicht so viele, da ich ab und an nur welche bei Pausen gemacht habe (während der Fahrt geht's nicht, die Gopro-Halterung wackelt zu stark) und ich doch recht zügig unterwegs sein wollte.
Nachdem die Strecke gut geplant war, war die Idee, die ersten ca. 120 km so schnell wie möglich durchzufahren, um dann auf der Strecke mit den fiesen Steigungen etwas mehr Reserve zu haben. Ich plante mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit inkl. Pausen zwischen 15 und 18 km/h, wobei ich eher mit 18 km/h rechnete--abgesehen von einer bösen Steigung gibt's da nämlich nicht so viel, und gerade am Anfang sollte man schön schnell fahren können, da es relativ flach ist.

Los ging's morgens kurz vor 6 Uhr in Marburg, erstmal das Trike in den Zug laden, um nach Frankfurt zu fahren.
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Dabei hatte ich mein Schloß, allerlei Bordwerkzeug (Multitool, 15er-Ringschlüssel für das Hinterrad, Sechskant-Satz), ein wenig unabdingbares Gepäck, einen größeren Satz Wechselkleidung, Regenhose, Jacke, Pumpe, Ersatzschläuche, zwei Powerbanks, Masken, Desinfektionsmittel, Sonnencreme, drei belegte Brötchen, 1.8 Liter Wasser, ein paar Schoko-/Müsli-Riegel und 9 Kohlenhydrat-Gels. Ich wollte ja eigentlich nicht so viel Gepäck mitnehmen, weshalb ich mich auf eine Fahrradtasche beschränkte, es waren dann aber wohl doch so um die 8 kg, die in der Tasche landeten, davon nur 1 kg Wasser.
Leider habe ich schlecht und wenig (wohl so etwa 4, 5 Stunden?) geschlafen und wollte nicht so recht aufwachen, daher habe ich am Bahnhof in Frankfurt zunächst ein paar Getränke und Kaffee getrunken, bis ich mich einigermaßen abfahrbereit fühlte, was dann so gegen 8 Uhr war.

In Frankfurt ging die Fahrt dann am Hauptbahnhof los. Ich wollte nicht sofort so losrasen, sowohl aufgrund der langen Fahrt, die ich vor mir hatte, als auch aufgrund des Verkehrs. In Frankfurt konnte ich Geschwindigkeiten von etwa 16-18 km/h fahren, da es sich einfach nicht lohnt, zwischen den Ampeln so stark zu beschleunigen. Es war leider unangenehm kalt, was mich ebenfalls ein wenig einschränkte. Die Navigation ging ganz gut, ich verwendete osmand mit der von brouter generierten gpx-Datei. Ein paar Mal habe ich mich verfahren, aber nichts Wildes. Ziemlich bald ging's aus Frankfurt raus durch eine kurze Waldstrecke, die zwar nur mäßig befestigt war, aber trotzdem ganz gut zu fahren. Hin und wieder mußte ich kurze Pausen einlegen, aber eigentlich ging es ganz ordentlich mit dann etwa 22-24 km/h, bis ich nach rund 2¼ Stunden kurz vor Griesheim (bei km 37) eine Viertelstunde Pause eingelegt habe, um ein Brötchen zu essen. Das war leider keine so gute Idee, mehr als ein halbes Brötchen habe ich nicht heruntergekriegt, und dann wurde mir auch noch ein wenig schlecht. Keine allzu tollen Voraussetzungen zum Fahren; einige Zeit später habe ich nochmal versucht, die andere Hälfte des Brötchens zu essen, da wurde mir aber wieder ein wenig schlecht, weshalb ich es dann dabei beließ. Den Rest der Zeit habe ich mich hauptsächlich von meinen Kohlenhydrat-Gels ernährt.
Nach etwa Dreieinhalb Stunden Fahrt habe ich dann bei km 58 zwecks Telefonkonferenz nochmal eine halbe Stunde Pause eingelegt und mich danach endgültig dafür entschieden, kein Brötchen mehr zu essen. Weiter ging's relativ flach und immer noch unangenehm kühl, die Route ist auf jeden Fall unproblematisch. Leider gibt es hin und wieder Baustellen und Umleitungen und die Durchfahrt durch Ortschaften kostet viel Geschwindigkeit. Bei km 90 nach etwa 5 Stunden und 15 Minuten gab's dann nochmal 20 Minuten Pause.
Leider war es da immer noch kalt und ich mußte erneut feststellen, daß ich bei Kälte einfach nicht besonders leistungsfähig bin. Ich hatte mir erhofft, auf diesem doch recht schnellen und flachen Abschnitt deutlich schneller zu fahren, aber die Pausen waren sehr lästig. Also beim nächsten Mal einfach weniger Pausen machen. ;) Die Pausen brauchte ich aber, um mir mal die Beine zu vertreten und ein Kohlenhydrat-Gel zu essen. Bei km 121 nach etwa 7 Stunden und 10 Minuten ging mir dann in Wiesloch-Waldorf langsam mein initiales Getränk aus, geschickterweise konnten mir ein paar DRK-Mitarbeiter, die gerade vor ihrer Zweigstelle Pause machten, mein Wasser wieder auffüllen(y). Dazu noch ein Gel gegessen und dann ging's weiter.
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Nun wurde es auch langsam immer wärmer und es ging mir etwas besser. Sonnencreme mit LSF50 erweist hier gute Dienste, ich habe auf der ganzen Fahrt zwei- oder dreimal nachgecremt und es war überhaupt kein Problem. Weiter ging's dann mit einem Liter frischem Wasser auf relativ gut ausgebauten Wegen, auf denen sich gut fahren läßt. Das macht durchaus Spaß, nur die Straßenquerungen sind oft nervig, da mit Ampeln versehen, auf die man ewig warten muß. Zu dieser Zeit traf ich auch auf zwei Schweden, die mit ihren Fahrrädern noch nach Portugal wollten und mich erstmal groß über alles Mögliche ausgefragt haben. Irgendwann hielten wir dann auch an, um mich besser ausfragen zu können, und ich helfe da ja gern. Leider hat mich das eine halbe Stunde gekostet, die dann natürlich später fehlte; durch die vielen Pausen und die geringe Geschwindigkeit gerade am Anfang war ich sowieso schon etwas spät dran.
Bei km 138 beginnt dann der Teil der Strecke, die aus dem relativ flachen Gebiet nach Osten in Richtung Stuttgart geht, dort kam ich um etwa 16:45 an. Rechnerisch bis dahin ein Schnitt von 15.7 km/h, was mich natürlich nicht allzu sehr begeisterte. Ich kann es aber auf die schlechte Leistung am Vormittag und frühen Nachmittag schieben. Nach 9 Stunden Fahrt gab's nochmal eine Viertelstunde Pause und dann bemerkte ich, daß mir langsam wieder das Wasser ausgeht.
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In Münzesheim beehrte ich dann den örtlichen Supermarkt, was leider mit Feierabendeinkäufen zusammenfiel und inklusive Abstellen des Rads etc. dann doch eine halbe Stunde benötigte. Ich kaufte zwei Liter Getränk (1.5 Liter Wasser und einen halben Liter Saftschorle), ein wenig Schokolade und eine Packung Gummibärchen, weil ich Lust darauf hatte. Bekommen sind mir die Schokolade und die Gummibärchen natürlich nicht allzu sehr, das war mir dann aber auch egal. Weiter ging's dann zum wirklich lästigen Abschnitt, dem Anstieg nach Sternenfels. Dummerweise dachte ich, daß der Anstieg erst nach Sternenfels käme und hatte vor Sternenfels dann wirklich keine Lust mehr, als ich mich diesen Anstieg hochquälte. Da sind auf 4 km knapp 100 Höhenmeter zu machen und das ist einfach nervig. Während des Anstiegs habe ich einmal eine Viertelstunde Pause gemacht und dann nochmal eine fünfminütige Pause. Insgesamt hat der Anstieg inklusive Pausen allerdings nur etwa 30-40 Minuten gebraucht, so schlimm war's also dann auch wieder nicht.
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Oben in Sternenfels angekommen war ich total genervt, daß nach diesem Anstieg jetzt der fiese Anstieg kommen soll. Ich dachte auch daran, zum nächsten Bahnhof zu fahren, aber das sind ungefähr die 30 km auf der Strecke, in denen kein Bahnhof geschickt erreichbar ist, also mußte ich dann wohl durch. Als ich dann aber keine größeren Berge mehr sah, war ich sehr glücklich darüber, daß der Anstieg dann wohl doch vor Sternenfels war (warum sollte man auch sonst einen Ort Sternenfels nennen, wenn er nicht irgendwo oben liegt?) und konnte nach einer sehr kurzen Verschnaufpause entspannt herunterrasen.
Die Gegend ist jetzt schon deutlich hügelig und von Weinbergen durchzogen, eigentlich eine sehr schöne Landschaft. Der Mond zeigt sich auch schon deutlich am Himmel und die Schatten werden immer länger. Kurze Pause, um die Landschaft zu geießen und ein Gel zu essen.
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Nach 11 Stunden und 45 Minuten nochmal etwa 10 Minuten Pause, Armwärmer angezogen, noch ein Gel gegessen, dann ging's weiter.
Nach 12 Stunden und 10 Minuten nochmal eine Viertelstunde Pause eingelegt, da es langsam dunkel wurde und die Beleuchtung montiert werden mußte. Dabei habe ich festgestellt, daß das Vorderlicht ausgeht, wenn es per USB geladen wird und damit war eigentlich klar, daß ich nicht bis nach Stuttgart durchfahren kann, weil mir das Licht nicht lange genug reichen wird. Ich habe zwar einen Dynamo, der funktioniert aber nicht zuletzt aufgrund Umbauaktionen eher schlecht als recht.
Bis Zum Bahnhof in Bietigheim-Bissingen bin ich dann weitgehend durchgefahren, wobei ich mich in der Dunkelheit mehrmals ein paar hundert Meter verfahren habe, weil ich ein wenig orientierungslos war. Das war also wohl sowieso keine allzu schlechte Idee, die Fahrt langsam mal zu beenden. Nach 13 Stunden und 8 Minuten, etwa um 21:10, war ich dann am Bahnhof in Bietigheim-Bissingen.
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Dort bin ich in den nächsten Zug nach Stuttgart gesprungen und dorthin gefahren.
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In Stuttgart selbst habe ich dann leider nochmal rund eine Dreiviertelstunde gebraucht, bis ich an meinem nur wenige Kilometer, dafür aber etwa 150 Höhenmeter entfernten Ziel war; Brouter routet dort leider extrem schlecht, die Kartenbasis ist wohl falsch, kennt Baustellen und andere temporäre Beschränkungen nicht und will mich ständig in Gegenrichtung durch nicht freigegebene Einbahnstraßen schicken. Stuttgart ist aber auch gruselig, da werden Radwege ausgeschildert, die dann einfach im Nichts enden und keine sinnvollen Möglichkeiten zur Überquerung von Hauptverkehrsstraßen zulassen. Das ist echt eine Zumutung.
 
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Am Donnerstag habe ich dann insgesamt mit Bahnhofstransferfahrten rund 200 km gemacht, abbrechen mußte ich eigentlich aufgrund der Dunkelheit, ansonsten ging's mir relativ gut. Ich hätte noch weiterfahren können.
Das hat mich geärgert, also bin ich dann am Freitag nachmittags (morgens ging aufgrund meiner Arbeit nicht, ich hatte nur am Donnerstag Urlaub) den Rest der Strecke gefahren. Also nochmal nach Bietigheim mit dem Zug, und dann die restliche Strecke wieder nach Stuttgart zurückgefahren. Leider war es ziemlich kalt, ich funktioniere bei Kälte einfach nicht gut.
Los ging's in Bietigheim am Bahnhof, wo ich dann nach nicht einmal 10 Minuten Fahrt schon die ersten Pöbeleien der Autofahrerfraktion ertragen mußte. Das ist bezeichnend, daß man auf 200 km Fahrt von Frankfurt nach Bietigheim wirklich keinen aggressiven Autofahrer erlebt, und dann, sobald es Richtung Stuttgart geht, wieder die Deppen kommen. Besonders sinnlos: Ich habe ihn an einem Anstieg vorbeigewunken. Auf der Fahrt am Freitag sind mir übrigens immer wieder aggressive Autofahrer begegnet, ich glaube, die fühlen sich bedroht, wenn da ein Fahrrad rumfährt, die ganze Region lebt ja von der Automobil- und -Zuliefererindustrie. Das Wetter war leider nicht so gut wie am Donnerstag.
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Nachdem man sich durch den Verkehr gequält hat, der aufgrund der Autofahrer einfach nur unangenehm ist, geht dann bald die Fahrt auf dem Radweg entlang des Neckars weiter.
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Dieser zeichnet sich durch die schöne Landschaft aus, leider aber auch durch teilweise eher schlechten und langsamen Belag. Ich bin ganz froh, das am Donnerstag nicht mehr gefahren zu sein: Ich hätte nichts gesehen und mich nur über die Straßenqualität aufgeregt.
Leider fing es dann an zu regnen, und das nicht zu knapp.
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Ich habe mich dann mehrmals beregnen lassen und die Fahrt sehr gemütlich durchgeführt. Man merkte die 200 km am Vortag dann doch ein wenig, außerdem habe ich mich ab und an untergestellt, um dem Regen etwas zu entgehen, wenn er mal wieder stärker wurde. Nach einigen Stunden war ich dann wieder in Stuttgart. Bilder gibt's keine mehr, da ich im Regen mein Handy verpacken mußte, damit der Touchscreen nicht ständig durch die Regentropfen ausgelöst wird und mir die Karte verschiebt oder anderen Quatsch macht.


Was nehme ich nun mit von dieser Tour? Pausen müssen möglichst kurz ausfallen, die kosten nur Geschwindigkeit. ;)
Insgesamt bin ich (am Donnerstag, der Freitag war ja nur eine "Spaßfahrt" und zählt nicht, die Bahnhofstransferfahrten lasse ich auch mal weg) etwa 194,9 km in 13,1 h gefahren und habe damit einen Schnitt von knapp unter 15 km/h. Die Pausen waren insgesamt aber etwa 170 Minuten, ohne Pausen habe ich also wohl einen Schnitt von fast 19 km/h. Das ist schon recht gut für das Trike. Ich habe keine Ahnung, wie ich etwa 1/4 meiner Reisezeit mit Pausen verbringen konnte, das kommt einem überhaupt nicht so vor. Von meinem Gepäck habe ich nahezu nichts gebraucht, auch die Brötchen hätte ich mir sparen können. Ein Satz Kleidung hat ausgereicht, was mich wirklich verwundert hat. Mit dieser Reisegeschwindigkeit könnte ich ziemlich lange fahren, sofern ich eine ordentliche Beleuchtung hätte. Es wundert mich, mit wie wenig Nahrung und Energie ich ausgekommen bin, ich habe kaum mehr zu mir genommen als an einem "normalen" Tag ohne 200-km-Fahrradtour. Verbraucht habe ich 4.5 Liter Wasser, gegebenenfalls wäre es geschickt gewesen, weniger Gepäck mitzunehmen und noch einen Liter Wasser mehr. Ich muß demnächst mal eine Herzfrequenzauswertung und eine detailliertere Auswertung der Geschwindigkeit machen, der gps-Track muß aber erst bereinigt werden, da sind leider einige Ausreißer drin.
Insgesamt war's relativ spaßig, mir tat die Tage darauf auch gar nicht so viel weh, da habe ich schon Schlimmeres erlebt.
 
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Achso, noch eine Anmerkung: Ich würde gerne etwas systematischer analysieren, wie die Fahrt nun eigentlich verlaufen ist. Den Track habe ich aufgezeichnet, Herzfrequenzdaten sind auch vorhanden. Ich weiß leider nicht so recht, wie ich da sinnvoll vorgehen soll, um Informationen daraus zu ziehen, die mir bei der nächsten größeren Tour oder auch beim normalen Radfahren helfen können.
Falls mir jemand dabei helfen will, laßt es mich wissen.
Den Track mit Herzfrequenzinformationen will ich nicht einfach so öffentlich teilen, gerne stelle ich später (in einigen Tagen bis Wochen) eine bereinigte und fehlerkorrigierte Version des "normalen" Tracks bereit (da sind leider einige Geschwindigkeitsausreißer und GPS-Probleme drin, und bei einem 13-Stunden-Track, der jede Sekunde einen Datenpunkt speichert, muß ich die Korrektur automatisieren. Da scheint es nichts zu geben, also muß ich mir das halt schreiben).
 
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