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Flevo - Trommelbremsen im Vorderrad?

Dieses Thema im Forum "Liegeräder" wurde erstellt von Fetzer, 08.03.2017.

  1. Fetzer

    Fetzer

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    Ich möchte nur ungern den Faden zum Flevo-Racer und Reifengrößen kapern. Bei meinen Umbauplänen für den Racer hatte ich an Trommelbremsen gedacht, aber da wurden Bedenken speziell fürs Vorderrad geäußert. Das hatte ich nicht erwartet, da Trommelbremsen ja vielfach am VM oder an Trikes eingesetzt werden. Ich sehe aber natürlich auch, dass ein Flevo eben sehr speziell ist.

    Rücktrittbremse im Flevo-VR scheint problematisch zu sein, aber zu Trommelbremse habe ich nichts konkretes gefunden. Deshalb hätte ich folgende Fragen:

    Fährt jemand eine Flevo-Bike oder -Racer mit Trommelbremse im Vorderrad? Mit welchen Erfahrungen?

    Auffallend ist ja, dass die Trommelbremsnaben von Sturmey-Archer fürs Vorderrad deutlich längere Bremsarme haben als die Hinterradnaben. Der Grund ist nachvollziehbar, am Flevo aber natürlich ungünstig. Aber ist es so ungünstig, dass es gefährlich wird? Oder dass man evtl. die ganze Nabe schrottet? Konkret hatte ich nämlich an die S&A 8-Gang-Nabe mit Trommelbremse gedacht, da wäre der Verlust schon ärgerlich.

    Gruß

    M.
     
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  2. Gasi

    Gasi

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    Was versprichst du dir davon?
    Welchen evolutionären Vorteil hätte das?
     
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  3. tjs

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    Trommelbremsen sind wartungsarm, halten ewig und wenn ich die Bremsleistung meiner 90ger im AW sehe haben sie auch ausreichend power für ein Einspurer.

    Tom
     
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  4. Fetzer

    Fetzer

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    Ich will meinen Flevo-Racer auf kleinere, breitere Laufräder umrüsten. SB-Aufnahmen sind leider nicht vorhanden und da der Pulverlack meines Rahmens sehr gut in Schuss ist, will ich mir auch keine nachtraglich anschweißen lassen (wüsste eh nicht bei wem).

    Da ich das Rad eher zum gemütlichen Cruisen in ebenem Gelände nutze, würden mir 8 Gänge reichen. Die Wartungsarmut und das Schalten im Stand kämen bei Nabenschaltung mit TB dazu.

    Bei den Übersetzungsverhältnissen der S&A Nabe würde ich mit 24" Rädern und einem 32er Kettenblatt auskommen. Stelle ich mir optisch ansprechend vor. Dazu 50er Big Apple Reifen für mehr Komfort.

    Gruß

    M.
    --- Beitrag zusammengeführt, 08.03.2017 ---
    Du has
    Du hast aber zwei 90er Trommeln, die jeweils 50% der Bremslast tragen, oder? Ich hätte zwei 70er, von denen eine bei starkem Bremsen fast die gesamte Last trägt.
     
  5. tritonmole

    tritonmole

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    Trommelbremsen an 20''' Rädern bei Trikes und VM sind nicht übel. Zwei Bremsen, die sich die Last teilen in kleinen Felgen, so daß der Lastarm kurz ist und die Bremse genug Verzögerung bringt.
    Bei 24'' Rädern könnte es sein, daß Du von einer Trommelbremse etwas enttäuscht sein könntest.
    Ich war in den 80'ern mit einer Sturmey Archer im 28''er Vorderrad meines Ups ziemlich enttäuscht von der Bremsleistung. Aber dosieren ließ sie sich göttlich!
    Mit den Tips zur Optimierung von Trommelbremsen könntest Du aber die Leistung noch verbessern.
     
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  6. einrad

    einrad

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    Hi Fetzer,

    ich glaube, Deine Frage ist weniger "Flevo-spezifisch" als "Naben-spezifisch".
    Was die Bremsleistung und Bedienbarkeit angeht, ist das Flevo auch nichts anderes als ein anderes Fahrrad, wenn auch mit Vorderradantrieb.

    Im Gegensatz zum Rücktritt, hätte ich bei der Trommelbremse viel weniger Bedenken, dass die Bremse selbst im Vorderrad überlastet werden könnte. Schlimmstenfalls bremst sie halt nicht so stark wie eine andere.

    Gruß, Harald
     
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  7. Opti

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    Interessantes Thema. Wenn Du eine dran hast würden mich Deine Erfahrungen interessieren. Finde Trommelbremsen auch sehr interessant, da sie witterungsbeständiger und haltbarer sind als Felgenbremsen und nicht so filigran wie Scheibe. Bin gerade durch Glück an ein "Leichtlaufrad" aus den frühen 90gern gekommen, das entsprechende Ausstattung hat (Sachstrommeln v/h hinten in Kombination mit Sachs Orbit 2x6 - Ultraretro) und werden damit mal testen.
     
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  8. Jesusfreak

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    Ich finde die Idee auch gut, aber aufgrund meiner bisherigen Erfahrungen einmal im Quest als auch in meinem Nihola-Lastenrad (beides 70er Trommeln) würde ich davon eher abraten. Die Bremsleistung ist doch sehr beschränkt im Vergleich zu Felgen- oder Scheibenbremsen.

    Hat eigentlich hier im Forum jemand schonmal die Trommel-Bremsen von David Wrath-Sharman gefahren?
    http://www.63xc.com/dws/hubbrake.htm
     
  9. Marc

    Marc

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    Ich hab hier schon ne 90mm SA Trommelbremse liegen, die demnächst in mein Rans implantiert wird.
    Das gequitsche der Scheiben bei Nässe geht mir gehörig auf den Senkel. Das die Bremsleistung der Scheibenbremsen je nach Witterung variiert ist für mich auch ein no-go.

    Ich fahr 24" Vorderräder mit 90mm Trommeln in meinem Trike und kann mich nicht über mangelnde Bremskraft beklagen. Mehr als zu jedem Zeitpunkt die Räder zum blockieren bringen, oder fein dosiert aus 70km/h bei ca 115-120kg Systemgewicht ohne rutschen ne Vollbremsung hinlegen zu können, brauch ich nicht.

    Die Idee, in einem der Trikes 24" Vorderräder mit Scheibenbremsen auszuprobieren (die Räder waren schon fertig aufgebaut), ist bei mir nach den bisher 1.200km mit dem Rans XStream (mein erstes Rad mit Scheibenbremsen), ganz schnell und gründlich gestorben.
     
    Zuletzt bearbeitet: 13.03.2017
  10. tritonmole

    tritonmole

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    Solche würde ich gerne mal probieren wollen.
    Werden wahrscheinlich nur ganz schwer zu finden sein.
     
  11. Nemberch

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    Ich könnte schon.
     
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  12. Thomas Neubauer

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    Ja, mein Sohn hat ein uralt Flevo mit der Orbit 2 x 6 Nabe samt Trommelbremse.
    Wenn die Beläge vom Staub befreit sind und etwas angerauht, dann bremst die prome, vor ammem bei Nässe.
    Das Ding hat noch alte Magura Felgenbremsen - ebenfalls vorne, die sind bei Nässe nicht so prickelnd.
    Er ist zufrieden damit.
     
  13. Jack-Lee

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    Die 70er ist nicht wirklich vergleichbar mit der 90er.. Letztere wird auch am Einspurer bei etwas größeren Laufrädern mehr als genug Bremsleistung zur Verfügung stellen. Man sollte aber die Beläge einschleifen und die Bremse sauber einstellen. Dann hat man sehr lange Spaß mit.

    Gruß,
    Patrick
     
  14. Habsab2012

    Habsab2012

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    den Hype um Trommelbremsen versteh ich nicht so recht.
    ich an meinem (oft sehr verdrecktem) MTB seit 8 jahren hydraulische Scheibenbremsen.
    außer belagwechsel hab ich nie was gemacht und die haben immer zuverlässig und sicher (auch bei regen) funktioniert.
    bei mir kommt wenn möglich nix anderes mehr ans rad.
     
  15. Christoph S

    Christoph S

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    und den 5-10 mal häufiger als bei Trommeln...
    ...ist halt alles eine Frage der Prioritäten.

    Gruß
    Chris*und wie immer beim Rad: Ende steht ein Kompromiss*toph
     
  16. tjs

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    Am Anthrotech fahre ich 70ger Trommel mit hydraulischer Ansteuerung von Magura ( Standart) die bremsen nochmal eine Liga besser wie die mechanisch angesteuerten vom AW.
     
  17. Habsab2012

    Habsab2012

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    Ja richtig
    Der belagverschleiss ist nicht ohne.
     
  18. Opti

    Opti

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    Das ist wie beim Plug&Play am Computer. Wenn die Scheibe direkt dran ist und korrekt eingestellt ist und man sie nicht mit Gewalt demoliert funktioniert sie besser als alles andere. Wenn man aber gern mal was ändert ist das für den Hobbyisten ohne Profikenntnisse und Werkzeuge (falls die Aufnahme zum Beispiel nicht ganz plan ist) manchmal nicht mehr zu handeln. Felgenbremse kriegt man hingegen immer wieder grade gebastelt mit ein bisschen Öl und einfachem Werkzeug. Trommelbremse kann ich nichts zu sagen, ich hab halt die Hoffnung, dass es da aufgrund der simplen Technik auch machbar ist.

    Jedem das Seine. Von daher find ichs gut wenn S&A z.B. die Trommelfahne hochhält.
     
  19. Jesusfreak

    Jesusfreak

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    Das spricht nicht prinzipiell gegen die Scheibenbremse, die könnte man auch mit dickeren Bremsbelägen bauen wenn man wollte. Bei der Powerdisk von Sachs war das z.B. der Fall.
     
  20. Fetzer

    Fetzer

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    Hallo,

    ich habe in meinem Flevo-Racer mal testweise eine Trommelbremse im Hinterrad eingebaut. Eine S&A X-FD, neu, günstig geschossen, in eine 24"-Andra-Felge eingespeicht und heute erstmals getestet. Wenn das gut wird, baue ich mir auch noch das passende Vorderrad, entweder mit einer S&A X-RDC Kasettennabe oder einer X-RD8, jeweils mit Trommelbremse.

    Der erste Test war etwas ernüchternd, die Bremswirkung ziemlich mau. Deshalb folgende Fragen:

    Brauchen neue Trommelbremsen eine Einfahrzeit? Muss man sie einbremsen? Wie?

    Muss ich spezielle Bremsgriffe (angepasste S&A Griffe) einsetzen? Ich habe Avid Bremsgriffe für V-Brakes am Rad, an denen man aber das Hebelverhältnis verstellen kann. Für V-Brakes hatte ich das auf "maximal knackig" gedreht, jetzt hatte ich das Gefühl, dass die Trommelbremse besser greift, wenn ich die Verstellung an das andere Ende der Skala drehe. Ist das nachvollziehbar oder nur Einbildung?

    Gruß

    Matthias