Flevo Racer: Schwingenlager

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Hallo,
ich habe gerade meinen neu erworbenen Flevo Racer auseinandergebaut und gereinigt (evtl. will ich den Rahmen auch noch sandstrahlen und pulverbeschichten lassen). Dabei bin ich auf ein paar Probleme gestoßen:

1) V.a. das Schwingenlager verstehe ich nicht richtig. Denn nur auf der einen Seite ist eine Art Gleitbuchse im Loch am Hauptrahmen (allerdings wirkt die innen eher gerillt, jedenfalls nicht sehr glatt). Sie sitzt ziemlich fest und ich habe bis jetzt nur vorsichtig mit einem Schraubenzieher gehebelt, um sie herauszubekommen, aber ohne Ergebnis. Sie von innen herauszuschlagen, habe ich noch nicht versucht. Aber sie dürfte ja eigentlich nicht eingeschweißt sein, oder? (Für ein Pulverbeschichtung müsste ich sie jedenfalls rausbekommen.) Aber was mich v.a. wundert, ist, dass es auf der anderen Seite zwischen Rahmen und Schwinge nur eine Unterlegscheibe gibt. Die Schraube hat zwar einen längeren Schaft, aber auf einer der beiden Seiten muss sie notwendigerweise mit dem Gewinde in der Buchse oder im Rahmen/Unterlegscheiben bzw. Schwingenlöchern sitzen. Macht das so mit nur einer Gewindebuchse Sinn? Und ohne eine richtige Konterung (nur eine selbstsichernde Mutter)? Oder sollte ich mich nach einer zweiten Gleitbuchse umsehen? (Empfehlungen?) Und wenn es so geht, auf welcher Seite sollte dann der Schraubkopf sitzen?

2) Der kleine Elastomer (Federwegbegrenzer?) vor dem Gummiblock der Schwingendämpfung lässt sich zwar problemlos oben aus dem Rahmenrohr herausschrauben, aber die selbstsichernde Mutter, mit der er in der Schwinge befestigt ist, lässt sich nicht lösen, wahrscheinlich etwas festgerostet(?), aber v.a., weil ich nirgends gegenhalten kann. Auch wenn ich den Elastomer fest in der Zange zu halten versuche, verdreht sich nur der Elastomer, weil offenbar die Schraube nicht sehr weit in das elastische Material hereinreicht. Habt Ihr irgendwelche Tipps, wie ich die Mutter gelöst bekomme, möglichst ohne den Elastomer zu zerstören?

3) Ich bekomme das Tretlager nicht vom Rahmenrohr. Man sieht an der Verschraubungsseite, dass ziemlich viel Dreck darunter ist. Und ich habe schon einiges an Rostlöser reingegeben. Auch lässt sich an der Verschraubungsseite die Befestigung mit einem Schraubendreher ein wenig auseinanderhebeln. Aber runter bekomme ich das Tretlager trotzdem nicht. Habt Ihr da noch Ratschläge?

4) Der Lenker ist mir etwas zu schmal. Er war nach unten gezogen, damit man mit Schalthebeln und Zügen nicht gleich an der Sitzschale hängen bleibt, aber ich hätte ihn eigentlich lieber in der Waagerechte. Würdet Ihr in jedem Falle einen Holland- oder Stuttgarter Lenker nehmen, oder hat jemand auch (gute) Erfahrungen mit anderen Lenkerformen (Moon, o.ä.)?

Dann habe ich auch noch Fragen zu dem Rad, die aber nicht mehr Flevo-spezifisch sind:

5) Das Rad hat eine Sram Dual Drive Nabe, 3x9. Ich bin zwar vorher auf einem anderen Rad den Vorläufer von Sachs (3x7) viel gefahren, aber bei der SRAM-Dual-Drive-Nabe (zumindest bei diesem Modell) muss man den Schaltzug spannen für die höheren Gänge, also genau umgekehrt wie bei der Sachs. Insofern ähnelt sie wohl eher der I-Motion (3-Gang) als dem direkten Nachfolge-Modell der Sachs (T3), hat aber eine Clickbox (übrigens auch eine Madenschraube auf der Nicht Antriebs-Seite, so wie die S7, offenbar sitzt also eine Druckfeder dahinter). Ich habe im Netz vergeblich nach Explosionszeichnungen der Nabe gesucht, auch für die I-Motion habe ich keine gefunden. Hat jemand Explosionszeichnungen oder kann mir sagen, wo ich sie finde? Ich würde die Nabe gerne einmal zerlegen, reinigen und neu fetten. - Und was die verdreckte Clickbox angeht: Gibt es irgendeinen Grund, der dagegen spricht, sie zur Reinigung ins Waschbenzinbad zu legen?

6) Gerne würde ich die Dual Drive von 3x9 auf 3x8 (oder auch 3x7) umrüsten, damit ich eine etwas dickere und langlebigere Kette nehmen kann, also 1/2 x 3/32. Passt das auf die Kassettenaufnahme?

7) Auch habe ich schon überlegt, ob eine Bremsschaltkombi in Frage käme, rechts für die Kettenschaltung sollte das kein Problem sein in Kombination mit V-Brakes, aber ich nehme an, da die zu bewegende Zuglänge zwischen Gang 1 und 2 und zwischen Gang 2 und 3 unterschiedlich ist, wird wohl nur der originale Sram-Drehgriff kompatibel sein, oder gibt es noch andere Optionen?

8) Bei der Sitzschale gibt es im mittleren Bereich an beiden Seiten jeweils einen leichten Riss. Die Schale hält (noch) problemlos, aber ich frage mich, ob es einen guten Kleber gibt, um das Ganze wieder zu stabilisieren und zu verhindern, dass sich die Risse vergrößern... Außerdem hat sich die Kunststoffleiste, die einmal rundum auf der Kante steckte, sofort bei der ersten Fahrt gelöst. Könnt Ihr einen Klebstoff empfehlen, der besonders gut dafür geeignet ist, die Leiste wieder dauerhaft auf der Sitzkante zu fixieren?

Das waren jetzt ziemlich viele Fragen. Ich hänge noch Fotos an, auch wenn die wahrscheinlich nur sehr bedingt aussagekräftig sind.
Habt schon einmal herzlichen Dank im Voraus für Eure Hilfe - und beste Grüße.
 

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Auf beide Seiten müssen Buchsen. Nimm am besten die von Igus, die sind weniger schlagempfindlich als die aus Sinterbronze.

viele Grüße

Christoph
 
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Hallo,

wenn ich es richtig in Erinnerung habe, brauchst du Buchsen mit Außendurchmesser 12 mm und Innendurchmesser 8.
https://www.ebay.de/itm/224024283075

Wenn das Rad ein Original ist, hat die Schwinge auf der einen Seite eine Senkung und auf der anderen Innenewinde. Das sollte gekontert werden, am besten mit einer selbstsichernden Mutter.

viele Grüße

Christoph
 
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@Windhund Hast Du auch komplette Bilder von Deinem Racer?

Zum Lenker: Ich fahre einen Stuttgarter Bügel, dessen Enden nach hinten zeigen. Das hat den Vorteil, dass ich normale Drehschalter verwenden kann. Andere Flevo-Fahrer kommen mit einem recht kurzen, geraden Lenker klar, der noch nicht mal richtig fest ist, und wieder andere lassen die Lenkerenden nach vorne zeigen. Ich glaube, das muss man ausprobieren... Ein Flevo kann man auch gut freihändig fahren - die Frage nach dem Lenker wird zunehmend irrelevant;)

Zur Sitzschale: Glasfasergewebe / Epoxidharz könnte funktionieren.
 
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@GelberBlitz, Vielen Dank für den Tipp. Ja, Du hast Recht, der Lenker ist nicht so wichtig, aber das Problem bei dem engen alten Hollandlenker war, daß er in waagerechter Position (also nicht wie auf dem angehängten Foto) den Wendekreis eingeschränkt hätte. Nach unten gestellt passt es schon, aber ich komme nicht so bequem an Bremsen und Schaltung - das war zumindest mein Eindruck bei den ersten Fahrten. Aber vielleicht ist es auch eine reine Gewohnheitsfrage?
Ein Bild hänge ich an.
 

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Schönes Rad! Einen wirklich zufrieden stellenden Lenker hab ich bislang nicht gefunden. Wie schon erwähnt: Stuttgarter Bügel verkehrt rum, Lenkerenden etwa waagerecht zum Sitz nach hinten zeigend.
 
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Als ich das Gelb oben in den ersten Bildern sah, dachte ich mir doch gleich, dass Du meinem Schwager das Rad in den Kleinanzeigen weggeschnappt hast ;)
Lenker nach schräg vorn oben, ebenfalls Stuttgarter Bügel. Macht die Leitungsabgänge vielleicht nicht ganz so schön, aber man kann die Hände auch oben auf den Lenker auflegen statt ewig weit herunter zu fassen. Angenehmer Nebeneffekt: Wenn das Rad mal fallen sollte, dann ist nicht der Bremshebel gleich dran.

Gruß,
Martin
 
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Ja, auch der Lenker ist sicher eine Gewohnheitsfrage.

Meine bevorzugte Haltung am Flevo war immer: Hände am Bauch verschränkt.
Am "Lenker" hatte ich die Hände immer beim Heranfahren an Kreuzungen oder unübersichtliche Stellen, etc...

Daher habe ich die Stummel unter der Sitzfläche als sehr angenehm empfunden.
Man bringt so zwar nur geringe Kräfte ins System, aber das braucht man ja sowieso nicht, wenn man gelernt hat wie man mit den Beinen lenkt.

Die schlanke Silhouette gefällt mir auch viel besser als die Elchgeweihe, die bei vielen Untenlenkern montiert werden.

Unbenannt.jpg 1Unbenannt.jpg
 
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@GelberBlitz
Die Kleberei habe ich jetzt mit Epoxidharz probiert. Wirkt gut - mal schauen, ob das dauerhaft hält.

Und habt vielen Dank für Eure Lenker-Ratschläge. Einen Stuttgarter habe ich heute ausprobiert, aber da komme ich ich immer mit den Beinen an den Lenker, das geht nicht für mich. Ich habe jetzt erstmal wieder den recht schmalen alten Lenker genommen, werde aber vielleicht noch ein bisschen herumprobieren. Ist es eigentlich bei allen Flevos so, dass man an die eine Lenkerschraube mit normalen Inbus-Schlüsseln gar nicht rankommt, ohne die Sitzschale abzunehmen? Ich habe mir jetzt einen Inbusschlüssel zurechtgesägt dafür - hatte keine Flex - war eine ziemlich schweißtreibende Angelegenheit mit der Eisensäge...
Und Sorry, wenn ich jemandem das Rad weggeschnappt habe. Aber vielleicht wird dafür bald mein erstes frei, auf dem ich einigermaßen Fahren gelernt habe, aber dessen Rahmen mir eine Spur zu klein ist.

Falls jemand Tipps zu den Elastomeren etc. hat, sind die natürlich sehr willkommen. Weiß jemand, wie weit die Schrauben/Gewindestangen des Federwegbegrenzers in den Elastomer hineinreichen? Eigentlich ist der Elastomer ohnehin schon am Ende, ziemlich porös, ebenso wie der Elastomer vorne für die Rückfederung bei der Lenkung. Mir scheint, bei beiden ist die Belastung durch das ständige Auseinanderziehen recht hoch - und der hintere ist besonders spillerig. Wie lange halten die Teile bei Euch? Bei Velocologne wird das Set ja mit einem recht satten Preis angeboten... Oder gibt es günstigere bzw. haltbarere Alternativen?

Noch einmal eine kurze Nachfrage zu den Gleitbuchsen: Sind das hier (direkt beim Hersteller, deutlich günstiger als bei Ebay) die richtigen, mit 8mm Innendurchmesser, 12mm Außendurchmesser, 16mm Bunddurchmesser (mit Flansch). Länge 16mm (12 gibt es bei denen nicht, nur 6 oder 16): https://www.igus.de/product/64

Das Tretlager lässt sich nach wie vor keinen Millimeter bewegen. Ich habe schon überlegt, ob ich eine Tour mache mit gelösten Schrauben, damit es runterkommt. Aber das könnte dann doch etwas gefährlich werden...

Beste Grüße.
 
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erst mit Weichholz als Schonlage und Hammer, dann mit Hartholz und Hammer motivieren? Rundherum ansetzen, gezielte, durchaus kräftige Schläge audführen. Ich hatte ein Stückchen Dachlatte 4×6×20cm und einen 600g Hammer. Latte auf dem Rahmen am Rand desTretlagers ansetzen, zum Beispiel oben und - kabumm. Dann Unterseite, dann rechts, dann links.
Als Gleit- und Lösungsmittel weiß ich nix, das hängt wohl vom Kunststoff ab. Geht wd40?
Am Spalt wirst Du schon gehebelt haben, oder? Könnte irgendwer eine Madenschraube schlecht sichtbar versenkt haben?
Viel Erfolg, ich konnte mein Tretlager nur mit dem Hammer verstellen...
Gruß Krischan
 
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Ich fahre seit einem Jahr ohne das Rückfederungselastomer. Beim Rangieren ist es etwas umständlich, beim Fahren ist das egal.

Falls Du den tonnenförmigen Dämpfer haben möchtest: ich habe ein paar davon liegen. Schicke mir einfach eine PN.
 
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Ich empfehle den Umbau auf ein (Luft-)Federbein. Das ist soo klasse!
Das
Rückfederungselastomer
kann man weglassen, wenn man den Federgummi unten mit IG (InnenGewinde) wählt und von unten durch die Schwinge verschraubt.
Und /oder er lässt sich durch Fahrradschlauch ersetzen, mit dem man die Schwinge am Rahmen festbindet.
Gruß Krischan
 
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Einen Stuttgarter habe ich heute ausprobiert, aber da komme ich ich immer mit den Beinen an den Lenker, das geht nicht für mich.
Noch mal zur Verdeutlichung: So ist der Lenker bei meinen Rädern befestigt und lässt damit schon ganz gut Platz für die Beine

Und Sorry, wenn ich jemandem das Rad weggeschnappt habe.
Kein Ding, er ist schon anderweitig fündig geworden (und ich durfte beim Abholen zum ersten Mal mehr als 5 Minuten Racer mit großen Rädern fahren) :)
Rückfederung bei der Lenkung
Da dürftest Du angesichts des Alters des Rades noch einen "richtigen" Diabolo haben. Der Produzent ist leider irgendwann pleite gegangen und seitdem verwendet Velocologne etwas kürzere, die wohl eine deutlich geringere Halbwertszeit haben. Wir haben seit 1999 nicht einen einzigen Diabolo umgebracht - und Kurven fahre ich wohl auch ;) Den würde ich an Deiner Stelle also nicht ohne Not austauschen.
...ging schon immer schwer drauf in dieser Bauart. Wir hatten unsere damals etwas ausgerieben, damit es besser geht. Den Spalt kann man etwas aufdrücken, indem man die Schrauben von der falschen Seite hereindreht und ein Blech in den Spalt legt, auf dem sich die Schrauben dann abstützen - alles mit Gefühl natürlich. Madenschrauben etc. wirst Du vergeblich suchen, diese Art von Tretlagerblock sitzt einfach sehr stramm.

Bezüglich der Schwingenbefestigung: Bei unseren Eigenbauten hat das rahmenseitige Federwiderlager ein Gewinde. Dort ist das Federelastomer mit seinem Gewinde hereingeschraubt. Von unten durchs schwingenseitige Widerlager ist dann eine passende Schraube ins Elastomer geschraubt (die originalen hatten immer noch ein Innengewinde, keine Ahnung, wie es da aktuell aussieht). Damit folgt die Hinterradschwinge dem Fahrrad immer unmittelbar. Ob ein nur ins Blech geschnittenes Gewinde ausreichend ist, vermag ich nicht zu sagen, im Zweifel besser eine Einpressmutter verwenden. Diese Lösung des Problems empfiehlt sich dagegen nicht ;)

Gruß,
Martin
 
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Ich reagiere mal auf die fragen 5,6,7 Eine explosionszeichnung hab ich nicht. Mit denn clickbox wurde ich vorsichtig sein. Ersatz ist nicht billig. Benzin und kunststof vertragen sich nicht immer gut.

Frage 6 eine 8 fach cassette passt problemlos auf eine 9 fach freilauf. Die sind identisch. Es ist vollig zwecklos auf 8 fach um zu bauen wegen langlebigkeit. Kann jemand mir mal ein zuverlassigen labor test zeigen die wirklich untermauert das 8 fach langlebiger ist? Ich baue eben alles aus wenn die schaltung wirklich nicht mehr geht. Ich wurde eher auf 10 fach umbauen. Auch die geht problemlos auf einen 9 fach freilauf, mann braucht sogar ein zwischenring weil 10 fach enger ist.

Frage 7 fur die 3 fach nabe passt glaub ich nur die passende sram schalter. Bei die 3x7 konnte mann ohne weiteres auf denn alten daumenhebel die mann von denn 3 gang naben aus denn 70er kennt, umschalten.

Diesen rand hatt im inneren ein metal konstruction die wie ein komplizierte variante von ein U um die schale passt. Mit ein rohrschlussel kann mann die vorsichtig wieder was zu kneifen, damit es wieder fest bleibt. Schau mal am endstuck wie es innen aussieht. Mann muss dort kneifen wo die innere gummi rillen denn sitz greifen. Deswegen geht rohrzange besser als kombizange, weil mann damit das falsche stuck zu kneift. Denn U muss richtung C also offene enden etwas zusammen.

Grusse, Jeroen
 
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Ich habe im Netz vergeblich nach Explosionszeichnungen der Nabe gesucht, auch für die I-Motion habe ich keine gefunden
Das ist bisschen knifflig zu finden, aber mit Tech Manual und Gear hub systems kommt man weiter:

Als Alternative für den Nabenschalter geht übrigens auch ein Lenkerendschalthebel. Richtig montiert haben die Dura-Ace-Schalter eine Rasterung im zweiten Gang und der erste und dritte ergeben sich von selbst.

Gruß,
Martin
 
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Habt ganz vielen Dank für die Tipps. Das Techmanual ist super. Jetzt im Nachhinein hab ich festgestellt, dass ich fürs Zerlegen einer S7 auch schon mal damit gearbeitet habe. Aber dann, als es um die Dual Drive ging, muss ich in ein anderes SRAM Handbuch für Händler geschaut haben, in dem es keine Explosionszeichnungen gab...

Was die Dämpfer-Frage angeht, schiene es mir am besten, wenn der dicke Dämpfer sowohl an der Schwinge, als auch am Rahmen fixiert wäre. Allerdings hat der Rahmen kein Gewinde dafür, der Dämpfer aber schon, s. Fotos. Würde das halten, wenn ich den Rahmen an der Stelle bohre und ein Gewinde einschneide? In dem Falle müsste ich den Dämpfer umdrehen und das herausragende Außengewinde in das neue Innengewinde oben einschrauben, und den Dämpfer unten an der Schwinge mit einer weiteren Schraube fixieren...
Nicht ganz verstanden habe ich, was der "Diabolo" ist: der eigentliche (große) Dämpfer, oder der dünne und bei mir schon sehr poröse Federwegsbegrenzer (der kaum noch begrenzt, so dass das Rad, wenn ich es trage, ziemlich weit herunterhängt)? Die Rückfederung bei der Lenkung ist es nicht, oder?
Luftfederung wäre sicherlich sehr bequem, aber würde denn der geringe Abstand zwischen Rahmen- und Schwingenteil so dicht hinter der Schwingenlagerung reichen für eine Luftfederung? Anders als bei Martins Eigenbau-Flevo ist bei meinem Rad ja das "rahmenseitige Federwiderlager" (warum eigentlich Lager?) integraler Bestandteil des Rahmens. Ohne dieses integrierte Dreieck wäre natürlich genügend Platz.

Mit Lenkern experimentiere ich noch etwas. Es stimmt: wenn ich den Stuttgarter so wie Martin schräg nach vorne stelle, dann ist genug Platz für die Beine, allerdings weiß ich nicht, ob die Schaltung mit den Drehgriffen dann noch sehr angenehm zu schalten ist, oder ob ich in dem Falle nicht Lenkerendschalthebel bräuchte. Die Lenkerposition waagerecht nach hinten ist mir viel vertrauter, weil ich lange einen (sehr schlank-eleganten) Untenlenker gefahren bin. Aber das Argument mit dem Schutz der Bremshebel bei Umfallern ist natürlich nicht von der Hand zu weisen.

Jeroen, hab vielen Dank für die Info zu dem U-förmigen Metallteil in dieser Kunststoffleiste für den Sitz. Ich hatte die Leiste jetzt zwar schon mit Epoxidharz geklebt, habe aber gerade nochmal mit einer Rohrzange "nachgefühlt" - und ich denke, Du hast Recht, da ist etwas härteres drin...
Meine Überlegung zur Umrüstung von 9-fach auf 8-fach war v.a. bezogen auf die etwas dickere Kette mit 3/32 (also 12/128) statt 11/128. Braucht man ab 9-fach nicht eigentlich auch ein etwas dünneres Kettenblatt? Die Angaben der Hersteller sind oft nicht sehr präzise dazu. Bisher war ein 48 Z.-Blatt drauf, das war aber schon völlig herunter - und da ich das Rad transportieren (fahren) musste, habe ich provisorisch erstmal eins draufgemacht, das ich noch hatte aus einem Up mit Nabenschaltung (Nexus), mit 38 Z. Abgesehen davon, dass es zu klein ist, liegt die Kette nicht gut darauf, möglicherweise weil die Kette schon gelängt ist, aber ich vermute auch, weil das Blatt zu breit ist (dürfte ein 3/32er sein). Gerne würde ich jedenfalls ein Kettenblatt aus Stahl an einer Alukurbel nehmen, weil mir das langlebiger zu sein scheint. Aber vielleicht sitze ich da ja (auch) einem Mythos auf?

Was die Gleitbuchse(n) angeht, kommt - wenn ich das Rad Pulver-beschichten lassen will -, noch das Problem hinzu, die Buchse aus dem Rahmen herauszubekommen. Ich habe versucht, die Buchse von innen herauszuschlagen, so wie bei Lagerschalen in einer Gabel, aber ohne Erfolg. Habt Ihr da noch Tipps?

Herzliche Grüße.
 

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