Federn Quest

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Gestern ist ja mein neues (gebrauchtes) Quest gekommen. Die erste Probefahrt hat begeistert, aber irgendwie scheint mir die Federung vorne noch nicht ganz passend - im Vergleich zum alten 3x20. Laut Theo sind Standard-Federn drin blau 64mm und 51mm rot. Wie ist eure Erfahrung damit? Ist das vielleicht zu weich für meine 85kg? Wäre was härteres oder vielleicht kürzer besser? Und müsste man dann den hinteren Dämpfer such anpassen? Wie sind eure Erfahrungen mit verschiedenen Federn? Danke!
 
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Alles hat seine Vor und Nachteile, im Endeffekt musst du dann entscheiden was du möchtest.
Mit den Kurzen roten Federn kommt das Quest tiefer und somit auch der Schwerpunkt (Sicherheitsaspekt in Sachen Umkippmoment). Auch schaukelt sich das Quest gerade bei höherer Tretleistung weniger auf, als mit den Standardfedern.
Nachteil, die Bodenfreiheit nimmt ab und man setzt schneeller auf (Drempels, Bordsteine). Der Komfort vor allem bei nicht so tollem Asphlat ist vermindert.
 
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Man kann auch die langen roten Federn einbauen: Mehr Bodenfreiheit, weniger Aufschaukeln, dadurch besserer Wirkungsgrad. Aber auch höhere Kippneigung - das merkt man dann aber auch schneller als bei der weichen Standardvariante.
Ich hab von rot auf gelb und wieder zurück auf rot gewechselt - der Schritt zurück nach kräftiger Gewichtsreduktion.

Gruß,

Tim
 

dendrocopos

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Wie ist denn die Härte: blau = weich, rot = hart, gelb = sehr hart?
nach kräftiger Gewichtsreduktion
des Fahrzeugs oder des Fahrers:whistle:
Ich will selbst bei einer alten 3x20"-Quest wechseln. Die jetzigen sind sehr, sehr weich. Kann es sein, dass die mit den Jahren und Mm weicher werden? Hat jemand Erfahrung?
@Disch : Meine Erfahung ist ja, dass härter besser ist (bis zu einem Punkt). Am Anfang findet man es vielleicht unangenehm, dass gewöhnt man sich schnell daran.
 
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Vielen Dank Leute! Gelbe Federn verwirren mich jetzt natürlich auch, wo es bei Velomobil.nl nur rot und blau gibt: http://en.velomobiel.nl/onderdelen/

Sieht fast so aus, als ob das würde mal so eine Sache beim VM ist, die mal einfach mal probieren muss. Da ich gefühlt relativ gute Straßen hier habe und nach dem Umfaller mit dem alten Quest gerne eine etwas bessere Straßenlage hätte, überlege ich mal, die roten kurzen zu nehmen.

Wie weit unten ist man denn damit? Können ja nur ein paar cm sein, oder? Und spielt es da eine Rolle, dass ich hinten ein 28er Rad habe oder wird das dann eine komische Rakete?
 
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Gelbe Federn verwirren mich jetzt natürlich auch,
"gelb" ist in der Tat "sehr hart", zumindest ist das so hier und da mal im Forum erwähnt worden - ich habe damals bei meinem Mango welche dazu bekommen, aber wo die her sind weiß ich nicht.

[...] überlege ich mal, die roten kurzen zu nehmen.[...]Und spielt es da eine Rolle, dass ich hinten ein 28er Rad habe oder wird das dann eine komische Rakete?
Keine Ahnung, ob es "komisch" ist, aber wenn Du nur vorne absenkst, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass das Quest mit der Nase aufsetzt - das habe ich beim Mango erlebt, als Harry hinten eine längere Feder eingebaut hat.
 
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des Fahrzeugs oder des Fahrers:whistle:
Fahrer. Momentaner Stand: ein halber Milan. Nach der F&M-Tour hoffentlich wieder mehr :)

Wie ist denn die Härte: blau = weich, rot = hart, gelb = sehr hart?
Farbkodierung.

aber wo die her sind weiß ich nicht.
Druckfedern für den Anlagenbau. Beachtet die maximal zulässige Kraft bzw. maximale Kompression von 25% bei den gelben. Die blauen in der Standardkombination werden regelmäßig überlastet trotz 37,5% Max. Kompression und brechen dann irgendwann.

Da ich zZ Federn fürs DF bestelle, habe ich die Frage an Ymte weiter geleitet.
Gelb ist nur für schwere Jungs. Mit 92+30+x kg sind lange rote Federn momentan genau richtig, nur wenig Gewackel bergauf und sichere Straßenlage auf Kopfsteinpflaster. Deswegen verkaufen die Holländer auch keine gelben Federn. Ins DF passen denke ich generell keine langen harten Federn wie in den Milan, weil die Radkästen sich nach unten verjüngen.

Gruß,

Tim
 
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Die blauen in der Standardkombination werden regelmäßig überlastet trotz 37,5% Max. Kompression und brechen dann irgendwann.
Aber was ist nun erlaubt?
Alles hieraus:

Zweite von links meine jetzige Konfiguration 115 mm rot:
35 mm Kompression bei 1320 N. Also das komplette Systemgewicht erlaubt, bei 3g im Schlagloch gerade so passend für mich, Milan und Gepäck.

ganz links: rot kurz (102 mm) ergibt:
31 mm bei 1130 N
Wäre äquivalent bis 113 kg Systemgewicht nutzbar.

Mit der Standardkonfiguration:
Blau 64 mm maximale Kompression 24 mm
rot 51 mm Kompression bei max. Kraft für blau: 7,7 mm
Macht 32 mm maximale Einfederung bei 730 N. Bei 3g Beschleunigung im Schlagloch darf die Belastung sonst dann nur 25 kg betragen.
Damit würde ich die Standardfedern für max. 73 kg Systemgewicht wählen - so gering, weil die blaue Feder das zulässige Gewicht bestimmt.

Die weichere Variante: 89 mm blau 25 mm rot:
36 mm Kompression 711 N

Ganz weich:
43 mm Kompression 704 N

Wird immer schlimmer für die Federn :)

Ach ja: Meine harte Konfiguration, 115 m gelb:
32 mm Kompression bei 1520 N. Auch damals hat das recht gut mit dem Systemgewicht übereingestimmt.

Wer weicher gefedert fährt als sein Systemgewicht zulässt, sollte hin und wieder seine Federn kontrollieren, besonders die blauen dürften irgendwann brechen.
Das Ganze ist nicht so schlimm, weil die Federn ja für den harten Industrieeinsatz ausgelegt werden und nicht für so Stehzeug wie Velomobile ;)
Wenn also eine Feder in der Anlage nach 1 Monat 3-Schichtbetrieb brechen würde, wären das 15-30.000 km im VM. Kann man schonmal machen :)

Gruß,

Tim
 
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Damit würde ich die Standardfedern für max. 73 kg Systemgewicht wählen
Na das ist wenig - dafür brauche ich nicht mal ein Quest :whistle:. Klingt fast, also ob die langen roten keine schlechte Wahl wären, da ich sonst hinten wohl auch noch mal ran müsste. Aber nach deinen Ausführungen- Danke übrigens, sehr aufschlussreich! - kann ich ja noch ne Weile fahren, da die federbeine gerade erst gewartet wurden.

Mal schauen, ich sammle gerne noch Eindrücke von euch (y)
 
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Von ICB werde ich in ein paar Tagen 89 mm rot für vorne bekommen und 127 mm rot für hinten.
 
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Bei meinem Quest sind die Federn auch viel zu weich (bei meinem sehr hohen Gewicht).
Die Federn kommen mir allerdings bekannt vor, und auch die Farben für die verschiedenen Härtegrade.

Wer mal schauen möchte, was es für Federn gibt, mit passenden Tabellen, der schaue z.B. hier:

https://ecom.meusburger.com/e/index.asp?id=106

D2 müßte 20mm sein (entsprechend den oben genannten Werten), habe meine Federn noch nicht ausgebaut bzw. gemessen.


Ich kenne die Federn aus dem Werkzeugbau für Stanz- und Umformwerkzeuge, aber auch für Spritzguss- und Prägewerkzeuge.
 
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In meinen eigenbau hab ich ein Quest federbein hinten. Da ist noch ein kurzen blauen zusatzlich drin oberhalb vom dampferteil, um die ausfederbewegung ab zu federn. Das ganze wird dann unter leichte vorspannung rein gedruckt. Mit gefallt es ganz gut, bis jetzt ( 500 km) kein hupfen, springen oder ahnliches obwohl ich mit einen Conti GP auf 7 bar fahre. Hab ich von Peter de Rond ab gekuckt.
http://pdrond.blogspot.com/2013/09/aanpassing-standaard-achterdemper-quest.html

Auch auf ubelster belag bleibt das ding zuverlassig am boden. Hat vielleicht auch was mit 120 kg systemgewicht zu tun…

@klaas hat recht, es sind ganz normale standart teile. Ubrigens Klaas ich hab hier noch ein paar 100mm rote federn rum liegen, unbenutzt. Bei interesse gerne bericht, ist fur dich nicht weit zu mir.

Grusse, Jeroen
 
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