Fahrradständer in die Knie gezwungen am Flux

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Ein Reiserad ohne angemessenen Ständer ist für mich kein Reiserad. Die Tour mit Gepäck hat nun gezeigt, der Ständer taugt nicht.
Die Grundplatte, an der der eigentlich bislang gut tragende Ständer an der Schwinge angeschraubt ist, ist zwar 5mm stark, aber scheinbar aus weichem Alu. Im Detail-Bild ist es zu sehen, sie hat sich weggeduckt und helle Riffeln im schwarzen Lack hinterlassen, was die Bieung verdeutlicht.
Hat jemand Ideen für eine formstabilere Platte? Welche Schwerlastständer haben sich bei Euch bewährt?
Ich finde auch DIY-Lösungen gut, wenn wer was funktionierendes entwickelt hat.

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An der Stelle ist die Konstruktion also auch unzureichend. Jetzt, da du's sagst, sehe ich bei mir auch eine Biegung drin. Bei mir hatte kurzlich die Verschraubung versagt, nachdem ich das nicht gerade selbsterklärende Prinzip wohl auch falsch behandelt hatte.

Habe mal sowas in der Art
an einem Fahrrad angebaut. Habe aber keinen Kontakt mehr und kann nicht sagen, ob es dauerhaft hält. Nachteil ist, dass man den Schnellspanner immer ganz rausdrehen muss, um das Rad zu befreien, weil der Verdrehschutz angeschraubt ist.

Der Adapter für die Montage an der Scheibenbremsaufnahme wirkt etwas klobig und hat lange Hebel. Keine Ahnung, was der hält. Werde ich aber vielleicht mal selbst versuchen an dem einen und/oder anderen Fahrrad.
 
Diese schwarze Platte ist ein Adapter von KSA40 auf KSA 18. Keine Ahnung, was der soll, Adapter sind immer nur eine Notlösung.
Nimm einen (höhenverstellbaren) Ständer mit KSA 40 und schraub ihn direkt an die beiden Gewinde in der Schwinge.
Sowas mein ich:
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Edit: Ups, das könnte schief gehen: der Adapter dient dazu, die schräge Schwinge auf waagrecht umzupolen.
Diese Ständer wollen an zwei waagrechten Löchern befestigt werden.
Also ggfs. aus einem Stück Flachstahl mit 4 Bohrungen was stabiles bauen?
 
Der Adapter für die Montage an der Scheibenbremsaufnahme wirkt etwas klobig und hat lange Hebel. Keine Ahnung, was der hält. Werde ich aber vielleicht mal selbst versuchen an dem einen und/oder anderen Fahrrad.
Der macht den Eindruck, dass er auch große Lasten (und Hebel) schafft. Vllt bisschen gefährlich am Bremssattel zu befestigen, sollte was biegen, macht´s evtl noch größeren Schaden?

Ich werde mir nun erstmal eine Adapterplatte schnitzen und testen.
Danke für Eure Hinweise!

Werde berichten...
 
Diese schwarze Platte ist ein Adapter von KSA40 auf KSA 18. Keine Ahnung, was der soll,
Am Flux dient der nicht nur der Adaptierung, sondern auch der Höhen + Winkelanpassung. Die Schwinge geht schräg nach oben und die Anschraubpunkte sind damit deutlich höher bzw. anders, als an einem normalen Rad. Ein "normaler" KSA40 Ständer ist dann zu kurz. Ich hab bei mir auch einen KSA40 rangeschraubt, der eigentlich bis 28" geht, ist aber dennoch zu kurz...da müsste man schon sehr genau probieren, mit welchem KSA40-Ständer es evtl. passt.

Es ist auch keine "richtige KSA40" Aufnahme, da sind Durchgangsbohrungen am Rahmen und das Gewinde ist am Ständer, beim Flux ist das Gewinde am Rahmen, man muss dann das Gewinde im Ständer rausbohren (der ist also nach dem Probieren futsch)

Edit: @Thomas Neubauer , dein Edit habe ich jetzt erst gelesen, du hast das ja schon geschrieben...
 
Irgendwie liest sich das für mich alles wie "Fehlkonstruktion und schnelles Provisorium, um's erstmal irgendwie nutzen zu können." Bin ich da zu kritisch mit dem Konstrukteur?
 
Keine Fehlkonstrution: Der KSA-Ständer braucht halt eine waagrechte Aufnahme, wenn die Strebe schräg läuft, geht es halt nicht ohne Adapter.
keine "richtige KSA40" Aufnahme
so kann man das nicht sagen: es gibt beide Versionen: Gewinde am Ständer und Gewinde am Rahmen. Beide Ständerversionen werden produziert.
Und manchmal ist der Ständer an der Innenseite, manchmal an der Außenseite der Strebe montiert.
Und neuerdings kommt auch gern die eine Schraube (CUBE) von oben - oder auch zwei Schrauben. Aber das ist dann nimmer "KSA 40" oder 18.
 
Bin ich da zu kritisch mit dem Konstrukteur?
Ja.
Die Rahmenkonstruktion ist halt am Liegerad anders, als beim normalen Rad. Da den Hinterbau nur für den Ständer umzukonstruieren ist Quatsch, da hat der Adapter schon seine Berechtigung. Ich vermute mal der verbogene Adapter hat auch ganz schön Last gesehen. Das ist ja kein Fensteralu, sondern hochfestes, da biegt man 5mm nicht so leicht krumm...
Ein Adapter aus Stahl ist ggf. schnell gemacht...
 
Als ich die Bilder gesehen habe, war ich doch sehr erstaunt. Aber der Reihe nach: Auch ich bin der Meinung, dass an ein vernünftiges Rad ein ordentlicher Ständer gehört (mit Ausnahme meines Rennrads und meines MTB haben sonst alle meine Räder einen Seiten- oder Zweibeinständer). Da machen weder meine HPs, mein Rainbow, noch mein Flux eine Ausnahme.

Prinzipiell bin ich der Meinung, dass Herr Mischner seine Räder sehr durchdacht gefertigt hat. An meinem S-Comp 20 arbeitet der Seitenständer tadellos (zugegeben: ich verwende das Rad selten als Lastesel).

Die konstruktive Notwendigkeit der Adapterplatte sehe ich ebenso wie mein Vorredner. So kann man hochwertige Serienteile von SKS oder Hebie verwenden, ohne dass das Liegerad aufgrund von aufwendigen Sonderkonstruktionen noch teurer wird.

Was mir noch durch den Kopf gegangen ist: Seid ihr sicher, dass der Adapter aus Alu ist? Dann wäre der doch eher gebrochen als gebogen. Wie dem auch sei...

Was ich jetzt machen würde: Ich würde die Adapterplatte ausbauen und mit Hammer und Amboss in etwa wieder in seine ursprüngliche Form zurückbringe (ab und zu testen, ob's wieder passt). Dann würde ich damit zu einem lokalen Metallbauer gehen und ihm die Sache erklären: Man braucht so etwas, aber aus einem stabilerem (= verwindungssteiferem) Werkstoff (Alu 7075?). Ggf. dicker und am besten auch breiten an dem eingeknickten Bereich zwischen den oberen und den unteren Schrauben.

Je nachdem, wie gut man die kennt, wird das als sonderangefertigtes Einzelstück sau-teuer oder man hat das Glück, dass der Meister sagt: "Minn Jung, datt mach'n wa ma eben inner Kaffepause." In diesem Fall empfiehlt sich ein dickes Trinkgeld in die Kaffekasse zu stecken und den Laden im Hinterkopf zu behalten. Leider sind diese (oft eher kleinen) Betriebe selten geworden.


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Ich habe gebastelt. Ich dachte, eine durchgenudelte große Diamant-Steinscheibe dürfte hart genug sein...

1ständer.jpeg

Als das ganze sich dann recht gut bohren und schneiden lies, überkamen mich Zweifel ob der tatsächlichen Härte des Stahls.

Angebaut und Fahrrad ohne Gepäck auf den Ständer gestellt. Hust....

Wieder abgebaut. So sah der neue Adapter aus, nachdem das Rad fast komplett zu Boden gegangen ist und weich in meine Arme fiel:

2Ständer.jpeg

Danach habe ich alles so optimiert, um die alte gebogene Aluplatte und die neue gebogene Stahlplatte doppelt anzubringen. Selbes Ergebnis und dabei noch das Gewinde an der Hinterschwinge für einen der zwei Bolzen des KSA-40 Gewindes überdreht.

Ich mach jetzt mal Wochenende und lass mir den oben erwähnten Hebie-Stander mit Adapter kommen. Schlimmer kanns ja nicht mehr werden.


Ich nehme noch weitere Lösungs- und Produktvorschläge entgegen.
Danke für Eure bisherigen Anmerkungen und Hinweise.
 
(...)

Ich nehme noch weitere Lösungs- und Produktvorschläge entgegen.
Danke für Eure bisherigen Anmerkungen und Hinweise.
Der DIY-Versuch war interessant zu lesen und ich hätte dir gewünscht, dass es gehalten hätte.
Dennoch wiederhole ich gerne meinen bereits oben erwähnten Vorschlag, einen örtlichen Metallbauer aufzusuchen. Für die ist die Materialauswahl ja Tagesgeschäft. Ob man dann S355, S690 oder lieber vergütete Werkzeugstähle nimmt, können die bestimmt besser beurteilen, als die meisten hier von uns (mit ein paar ganz wenigen Ausnahmen).

Vielleicht noch folgende Idee: Frag doch mal Herrn Mischner (der mittlerweile im Ruhestand befindliche Inhaber von Flux Fahrräder), welches Material er damals verwendet hat. Das könnte für die Materialauswahl beim Metallbauer auch schon mal helfen zu wissen, womit es nicht geklappt hat. Herr Mischner ist mit Sicherheit auch weiterhin hilfs- und auskunftsbereit.
 
Der DIY-Versuch war interessant zu lesen und ich hätte dir gewünscht, dass es gehalten hätte.
Dennoch wiederhole ich gerne meinen bereits oben erwähnten Vorschlag,
Deinen Vorschlag hatte ich vernommen und er wird umgesetzt, wenn meine DIY-Ansätze alle scheitern. Ich will da noch nicht aufgeben und hab ja noch ein wildes Altmetalllager, das erstmal herhalten muss.... ;)
Bei den erwerbbaren Ständern sehe ich derzeit auch noch nicht, dass sie wesentlich besser sind. Das schaue ich mir noch genauer an.
 
Deinen Vorschlag hatte ich vernommen und er wird umgesetzt, wenn meine DIY-Ansätze alle scheitern. Ich will da noch nicht aufgeben und hab ja noch ein wildes Altmetalllager, das erstmal herhalten muss.... ;)
Bei den erwerbbaren Ständern sehe ich derzeit auch noch nicht, dass sie wesentlich besser sind. Das schaue ich mir noch genauer an.
Wenn deine verfügbaren Reststücke das hergeben, solltest du den Nachbau breiten machen, so wie ich es in meiner Skizze gestrichelt dargestellt hatte. Wenn du nicht gerade besonders hochfeste Stähle zur Hand hast, ist das die einzige Möglichkeit, mehr Stabilität in den Adapter zu bekommen. Oder du schweißt hinten noch einen kleinen T-Träger drauf. Das hat aber andere Nachteile und ist recht aufwendig.
 
Von dem Sägeblatt war ja noch ein bisschen was über. Mein Gedanke für den nächsten Ansatz: Die Fläche ähnlich dem Vorschlag langer machen und dann beide Überstände um 90° umknicken zur Stabilisierung in der Richtung, die nicht knicken sollen. Dann mehrere Stücke stapeln, für mehr Dicke.
 
Von dem Sägeblatt war ja noch ein bisschen was über. Mein Gedanke für den nächsten Ansatz: Die Fläche ähnlich dem Vorschlag langer machen und dann beide Überstände um 90° umknicken zur Stabilisierung in der Richtung, die nicht knicken sollen. Dann mehrere Stücke stapeln, für mehr Dicke.
Theoretisch gut. Aber der Adapter ist ja nicht ganz plan, sondern muss eine leichte Biegung in genau jene Richtung habe, in die er später nicht weiter nachgeben soll. Wenn du vorher den Überstand um 90° umbördelst, bekommst du die gewünschte Biegung vermutlich nicht mehr hin.
 
Der Adapter braucht irgendwie Verwindungs-Stabilisierung in der oben-unten-Richtung. @HenriP `s Vorschlag geht da in die Richtung, aber @Velo-Phil hat vermutlich einen ebenso richtigen Einwand gemacht.
Ich habe mal eine rechteckiges Eisenrohr rausgesucht und habe eine Idee.... Ich lasse wieder von mir hören.
 
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