Fahrrad-Wohnmobil - DIY auf QVC

* ... die (für mich) unangenehme Tatsache ist sogar, dass die FaWoWa-Szene kaum aus Umweltaktivisten besteht, sondern eher rechts-alternative Heimwerker-Einstellungen dominant sind. Und die Weltflucht des einsamen Campers sehr häufig korreliert mit anti-gesellschaftlichen, autistischen oder dergleichen Charakteren. Wozu auch passt, dass die FaWoWa-Szene teils als Trotzreaktion auf die Corona-Zeit entstanden ist und sehr viel Querdenken beinhaltet - sich teils entlang solch politischer Bruchlinien auch intern verfeindet hat usw. - OT-Ende.
Aus welcher Quelle stammt der OT?
 
Hier werden Äpfel mit Birnen verglichen!
Ein Vergleich ist keine Gleichsetzung... und wenn Äpfel & Birnen beide dem gleichen Zweck dienen (süß-erfrischende Kalorien), drängt sich die Rückfrage auf, ob der Fahrradwohnwagen oder das Fahrradwohnmobil für die diversen Camper-Ansprüche besser taugt.
  • Vorteil FaWoWa: wenn man schon ein Pedelec hat, kann man "billig" DIY einen Hänger hinten dran zimmern
  • Vorteil FaWoMo: jeder erdenkliche andere Parameter in Effizienz, Komfort, Fahrdynamik, Platzbedarf usw.
  • Vorteil Bikepacking... Dieselkombi... usw. ... naja, andere Baustelle.
Man muss es technisch nicht ins Extrem treiben wie bei Oli oder René, kann das WoMo auch genauso einfach ausstatten wie WoWa. Aber schon beim Preis für die Basis ist der reale Vergleich nicht Billig-Pedelec vs. Hybrid-Arktis-MoWo; sondern die halbe Altherrenszene hat erkannt, dass langes Reisen mit Liegerad entspannter geht und kaufen dann auch das >10K HP-Trike als Zugmaschine. Wenn die dann noch nen Schutzdach kriegt usw. usf. ist der Unterschied im Aufwand nicht mehr groß, ob man 2 kippelige Einheiten aufbaut, oder es in eine stabile Einheit integriert.

Lasst uns doch lieber über das Wohnmobil reden. Wird es davon, @BuS velomo, eine Kleinserie geben, verkauft ihr Bauanleitungen, helft ihr bei Umbauten, oder läuft das alles an Euern Laden vorbei. Ich fände z.B. einen Pony-Sattelschlepper total spannenden
Auf der Quadvelo-Plattform ist keine weitere Ausarbeitung unsererseits geplant, sondern wir bieten das Chassis an, auf dem übliche DIY-Wohnwagenbauer dann direkt loslegen könnten. Aber eine Vereinheitlichung zu einem ausgefeilten Aufbau-Serienprodukt ist m.E. eine krasse Fehlinvestition, weil eben "jeder Jeck anders ist"... und sich kaum 2 Camper auf das exakt gleiche Design/Lastenheft einigen werden. Wenn bzgl. Bauanleitung jemand genau die Dinger von Oli oder René nachbauen will, findet sich das Vortanzen auf Youtube.

Wobei Velomo für Auftragsarbeiten grundsätzlich offen ist. D.h. wenn jemand sich den Aufbau nicht heimwerkerisch allein zutraut, kann ich freilich assistieren. Man muss hierzu nur einkalkulieren, bis wohin das wirtschaftlich ist. Es fallen bei so einem Camper letztlich sehr viele Detail-Tätigkeiten an, die extrem Zeit kosten. Wenn man das selbst als Hobbypfusch macht, ist das was anderes, als wenn man die Handwerkerstunden professionalisieren und bezahlen muss.

Der Pony4-Sattelschlepper wird aber auf die ein oder andere Art auch als Camper-Auflieger kommen.

Vielleicht ist er ja doch nicht so ein Grenzgänger
Mal ne kurze Diskursanmerkung: Wenn man X zusammenwirkende Faktoren aufführt, die eine Entscheidung begründen. Welchen Sinn macht es dann, nur einen davon zu isolieren, und daraus umfassende Schlüsse/ Werturteile über den Charakter des Akteurs und der Situation zu ziehen?

Heimliche mikrosoziologische Erhebungen bei Kunden und FaWoWa-Treffen. Man könnte von episodischer Evidenz sprechen. Aber die Indizien sind schon auffällig und beim näheren Nachdenken auch plausibel, welche SOZ-PSY-Faktoren mit welchen Handlungshorizonten korrelieren.
 
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Danke für Deine "Quellenangabe".


Ich würd gerne nochmal auf den Wind zurückkommen. So ein recht leichtes, schmales und hohes Gefährt ist bei der Wetterlage dort oben sehr regelmäßig (beinahe täglich) kippgefährdet. Das muss unbedingt einkalkuliert werden, sonst ist so eine Unternehmung zum Scheitern verurteilt. "Bei Wind stelle ich mich hinter eine Wand" ist keine Vorbereitung auf den Ernstfall im Sinne einer Vorbereitung. Wände sind da oben selten in der Landschaft. Ab einem gewissen Punkt kann man nicht mal mehr etwas an einen schaukelnden Baum anbinden - da gibt es dann keinen mehr. Einen Gurt rüberwerfen und im gefrorenen Boden verankern bei ggf. hohen Schneehöhen würde Steinbohrer und Akku-Schlagschrauber erfordern, ist auch nicht gerade eine Kleinigkeit. Eine wilde Stangenkontrucktion zum Stützen, die ausklappbar ist?
Hat(te) er denn irgendeine Ausrüstung dabei, um seine Lokomotive im Stillstand gegen Windwurf zu fixieren? Weiß da jemand was, hat er das mal kundgetan?

Wenn nicht, hat da schon mal ein anderer Jeck etwas ausgetüftelt, um unter solch extremen Bedingungen zu reisen und Winde zu überstehen?
 
Das muss unbedingt einkalkuliert werden, sonst ist so eine Unternehmung zum Scheitern verurteilt. "Bei Wind stelle ich mich hinter eine Wand" ist keine Vorbereitung auf den Ernstfall

Das hätte er schon bei der Konstruktion einkalkulieren sollen. Die Kanten des Aufbaus großzügig abrunden (Kantenradius um die 10cm) bringt schon mal 1-2 Windstärken Reserve. Des weiteren vor der großen Fahrt testen, bis zu welcher Windstärke es stabil fährt/steht und wann man besser den Anker werfen sollte.
 
Der Pony4-Sattelschlepper wird aber auf die ein oder andere Art auch als Camper-Auflieger kommen.
Genau das finde ich richtig spannend, weil man eine Multifunktion hat. Wie oft bracht man das Wohnmobil und wie oft will ich nhier durch die Gegend fahren, einkaufen etc. Das Pony wprde dann das Trike ersetzen und kan hat erheblich mehr Optionen für einen Anhänger. Das gefällt mir sehr!
 
Multifunktion ist sicher ein guter Gedanke. Aber wir waren ja auch beim Starkwind, Böen und Sturm. Nördlich des Polarkreisen geht wahrscheinlich auch das letzte Pony irgendwann in die Knie, bzw legt sich im Stand oder während der Fahrt auf die Seite, was mit Schäden einher gehen kann. Wo es hier in DEU Sturmwarnungen gibt, wird sich dort noch nicht groß drum gekümmert - einfach, weil es so normal ist. Wer also mit hohen und schmalen Leicht-Aufbauten unterwegs sein will, sollte sich diese Frage stellen. 8 Grad Minus (gefühlt 30-), absolute Dunkelheit, Sturmstärke 10, in Böen 12, dichtes Schneestreiben. Wer möchte da in seinem Radl-WoMo/Anhänger mit Standheizung auf der Seite liegend die Nacht verbringen? Was also wären Strategien und technische Lösungen, da zu bestehen und nicht morgens steifgefroren nicht mehr aufzuwachen... :eek:

Sich in den Wind drehen mit der kurzen Seite? Kann klappen, Winde aber drehen auch...

Oder ganz DIY den Flieger nach Hause nehmen?

Hat denn da niemand Erfahrungen mit Aufbauten im Winter am Polarreis? Die vier, die da in Frage kommen, bitte meldet Euch! :giggle:
 
Keine Ahnung,aber wenn man länger in den Urlaub fährt,rechnet man mit schlechtem Wetter. Bei der Kiste ist es weniger der Regen, sondern der Wind. Den es überall gibt.Levante in Italien,Mistral in Frankreich. Dagegen will man nicht fahren. Auch nicht mit dem Liegerad. Dann wird gewartet und bei diesem Teil hier,wie beim Zelt auch mit Schnüren abgespannt. Tablet an gemacht und Tatort wie sonntags zum abhängen in der Mediathek angeschaut. Schlafen, Langeweile,lesen,ätzender Spaziergang,was esse ich heute,ach ist das langweilig, Kaffee trinken.......
 
Winterreifen mit Spikes sind drauf, Diesel im Tank, Benzin im Kanister und ein mächtiger Kurzschluss im Bordnetz behoben. Weiter gehts Richtung Nordkap bei jetzt stabilerem, eiskaltem Winterwetter. www.twitch.tv/renekreher

Die Aerodiskussionen frontal wie lateral hatte ich mit René zu jeder Zeit ausgiebig. Er hat sich (erstmal) gegen weitere Optimierungsmaßnahmen entschieden, weil das a) das Heimwerker-Design verschandelt, b) zzgl. Aufwand bedeutet und c) er mit den aktuellen Verbrauchswerten und Wind-Empfindlichkeiten soweit zufrieden ist... v.a. im Vergleich zum früheren FaWoWa, den er schon mehrfach umgeworfen hat, und mit dem Quad jetzt diesen Grenzbereich noch nicht gefunden hat.

Er hat dann noch das schlagende Argument, dass es ja weiterhin bewusst dilettantisch und herausfordernd sein muss, sonst funktioniert die Show nicht.
 
Er hat dann noch das schlagende Argument, dass es ja weiterhin bewusst dilettantisch und herausfordernd sein muss, sonst funktioniert die Show nicht.
"Lukas der Lokomotivführer" ist immer wieder sehr unterhaltsam.
Gleich mal in seinen Kanal schauen, was es neues gibt.

Gute Fahrt Rene!

Nachtrag: Kurz mal reingeschaut. Rene geht es gut. Der düst durch die EInsamkeit und achtet auf seinen Stromverbrauch. Jetzt frage ich mit nur, ist Frankenstein elchgeprüft?? Die fast 50.000 Follower finde ich für so ein Nischenthema gut. Mal sehen, ob ein paar begeistert werden und der Pony Absatz steigt.
 
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