Experiment Kettenschmierung mit Kettensägenöl

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das Zeug soll ja nicht nur aussen auf der Kette sitzen und verharzen, sondern auch in die Kettenglieder 'rein gehen. Nach der Kettenputzfreudigkeit hier im Forum zu urteilen, sind das bei einem speziellen Kettenschmiermittel - gerade auch im Verhältnis zu den Werten, die herumgefahren werden - keine allzu grossen Beträge/ Jahr. Und Kettenschmiermittel sollte wohl vor allem an die Gelenke getröpfelt werden, da wo sich etwas bewegt. Also auch keine allzu grossen Mengen. Vorreinigen kann man ja mit einem Lampenöl- bzw. Petroleum-Lappen, das spart dann auch noch 'mal (anstatt einfach nur Öl d'rüber zu kippen).
 
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ich hab von Louis das blaue Kettenöl für die automatischen Kettenöler an Motorrädern.
das klebt nicht und hinterläßt einen feinen Schmierfilm.
ich bin damit zufrieden.
 
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Ich hab noch einen Kanister uraltes 15W40-Zweitraffinat (das kam früher in meinen W123er 200D), damit schmiere ich seit Jahrzehnten Fahrradketten, Garagentore, Türzargen etc. pp. und es wird und wird einfach nicht alle. Bisher habe ich noch keine Nachteile feststellen können und es riecht richtig lecker nach 80er-Jahre-Autowerkstatt.
Vielleicht ölmäßig nicht das umweltfreundlichste, aber ganz sicher viel nachhaltiger als über 30 Jahre hinweg jeweils 20ml einzeln in Miniträufelflaschen zu kaufen.
 
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HIer wurde doch mal Rivolta SLT (?) empfolen, dass die Vorteile eines dünnflüssigen Trägers mit einem zähen Schmieröl verknüpft...

Ich bleibe noch bei meiner Mini-Flasche Finish LIne Green, bzw. da alle meine Ketten grad ziemlich runter sind, reicht auch WD-40. Die Antriebe müssen jetzt eh kurzfristig erneuer werden...

--Raiaari
 
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Also ich habe auch so einiges durch, meine Kette ist höchstbeansprucht, da ich auf unbefestigten Wegen bei jedem Wetter unterwegs bin. Hab alles probiert, von Nähmaschinenöl über Ballistol und Altöl vom Oldtimer, alles schmiert, nix hält richtig, nach jeder Regenfahrt ist Nachschmieren angesagt, und nach 2tkm ne neue Kette, wenn man etwas länger Freude an den Ritzeln haben möchte. So kann ich das Ritzelpaket wenigstens 8tkm fahren.
Wenn ich schon wieder lese: WD40, diesen Müll braucht kein Mensch, das ist gänzlich ungeeignet zum Schmieren, da ist selbst Wasser besser, es enthält schlicht kein Schmiermittel, und lösen tut das auch nix, es entfernt vielmehr noch Restöl aus der Kette, also wozu soll das gut sein?
Bei mir hat sich Wet Lube als "fädenziehendes Haftöl" am besten bewährt, aber auch nur bei Regenwetter, da kann man mal 2-3 Regenschauer mit durchhalten bevor man nachschmieren muß. Ich kann daher den Angang mit Bio-Kettenöl durchaus nachvollziehen. Staub gibt es dann ja nicht. Dafür gibt das im Sommer mit dem ganzen Staub einen Schmulch, der das ganze Schaltwerk verstopft. Da ist wieder Silikonöl besser, nur damit quietscht die Kette schon wenn nur ein paar Tropfen fallen. Am Ende nehme ich gebrauchtes Motoröl (recycling?) und schmiere jeden Morgen, wenn es am Vortag eine Regenfahrt gab. Bevor die Kette damit komplett versottet , tausche ich sie, dann sind 2tkm eh drauf, so oft regnet es ja auch nicht. Im Sommer greife ich auch zu Ballistol, das einzige was ich als Sprühöl im Hause benutze, damit sich nicht so schnell Fett-Dreck-Staub-Schmulch bildet.

Übrigens: Ich säge einmal im Jahr Holz, mit ner Männersäge Stihl 046 und da die fast ein ganzes Jahr rumliegt, kommt da auch nicht dauerhaft Bioöl rein, sondern eben das gebrauchte Motoröl, mindestens bei der letzten Benutzung. Bioöl verharzt nach kurzer Zeit und dann nimmt die Reibung zu, und die Ölpumpe geht kaputt.
Was ich noch von einem Mopped-Cross-Spezi (Arbeitskollege) gehört habe, erscheint mir besonders hilfreich, habe ich aber bisher noch nicht probiert: Er nimmt Fett, so richtig steifes Zeug, Castrol Kettenfett in einer runden Dose, die auf die Herdplatte gehört. Das wird erhitzt, so daß es dünnflüssig wird wie Wasser. Da kommt die vorher entfettete Kette rein, umrühren und aufhängen, so daß überschüssiges Fett abtropft. Dann noch einmal abwischen mit einem Lappen und so fertig imprägniert soll die Kette länger halten. Das Fett ist dann in den Gelenken und weil es so steif ist, bleibt es da und hindert Feuchtigkeit am Eindringen. Nachschmieren ist seiner Meinung nach wenig hilfreich. Könnte auch was sein, vielleicht mal probieren, allerdings haben Motorradketten möglicherweise Dichtungen in den Gliedern und verhalten sich vielleicht anders und das Castrol Fett gibt es wohl nicht mehr.

Hab gerade geschaut, LL500 wäre wohl das richtige Fett dafür. Kostet eher wenig. Dazu noch ne Erdnußdose, ich mache das bei der nächsten Kette mal.

Gruß

Stefan
 
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@Stefan_S Das mit dem heißen Fett bin ich mir sicher, wird funktionieren!
Erst Petroleum oder WD40 zum Entfetten und dann in Fett frittieren.
Als ich Ende der 70'er in Erlangen im Radclub war, machte der Jugendwart so was mit den Ketten.
Das Fett ist dann in der Kette, wie nach der Herstellung.
Nachschmieren also erst, wenn die Kette doch wieder quietscht.
Mir ist das zu viel Aufwand, sonst hätte ich das schon längs mal gemacht.

Nicht alle Motorradketten haben diese Dichtungsringe, so weit ich weiß. Nur die sogenannten O-Ring-Ketten.
Bei denen wird das "Fritieren" wahrscheinlich auch nichts bringen.

Danke für den Tip, daß auch Sägekettenöl verharzen kann. Muss ich also auch bei der Kettensäge drauf aufpassen. Die liegt auch meist nur rum.

Zwischenstand übrigens momentan in meinem Experiment: Nach mehreren Regenfahrten (auch durch Dreck) wird im Moment das Rasseln der Kette etwas lauter. Sie quietscht aber noch nicht und fühlt sich auch beim Treten noch gut an. Das Öl scheint besser in der Kette zu halten.
 
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Hab heute morgen auch mit Bio-Sägekettenöl geschmiert, obwohl es schon anfängt, im Kanister zu verharzen. Schmieren tut es gut, es riecht nur etwaso_O
Soll regnen, bin mal gespannt.
 
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Ich hab noch einen Kanister uraltes 15W40-Zweitraffinat (das kam früher in meinen W123er 200D), damit schmiere ich seit Jahrzehnten Fahrradketten, Garagentore, Türzargen etc. pp. und es wird und wird einfach nicht alle. Bisher habe ich noch keine Nachteile feststellen können und es riecht richtig lecker nach 80er-Jahre-Autowerkstatt.
Vielleicht ölmäßig nicht das umweltfreundlichste, aber ganz sicher viel nachhaltiger als über 30 Jahre hinweg jeweils 20ml einzeln in Miniträufelflaschen zu kaufen.
Nachdem ich verschiedene Öle und Sprüh-Kettenschmierungen (auch aus dem Motorradbereich) durchprobiert habe, bin ich dazu gekommen, im VM ganz normales Motoröl zu verwenden, was ich halt vom Auto sowieso zum Nachfüllen da habe; da im Mango die Ketten komplett innen laufen (und größtenteils in Kettenrohren), ziehen sie so gut wie keinen Staub an, das Öl schmiert und haftet einwandfrei und gelangt mMn auch nicht in die Umwelt.

Beim Highracer neige ich zum
, die Kette ist aber auch vernickelt und rostet nicht so schnell, und ich fahre den Highracer eh fast nur bei schönem Wetter (Mango sei Dank :giggle: )... sollte ich da mal ölen müssen, denke ich an Graphitöl - das ist ein normales Haushaltsöl mit Graphitbeimischung, die auch dann noch schmiert, wenn das Öl langsam verdunstet.
Für das Lynx hab ich mir noch keine Gedanken gemacht... aber wahrscheinlich werd ich da auch mal Graphitöl probieren (Überschuss immer gut abwischen von der Kette; wie oben schon jemand richtigerweise angemerkt hat, bringt Außenschmierung nichts für die Kette).
 
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hat schon mal einer es mit altem Frittenfett probiert? Das könnte ja gleichzeitig appetitanregend auf der Heimfahrt wirken :)
 
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Dein Öl verdunstet? Wie heiß läuft deine Kette?! 200-300°C? :p
Hm, wenn Öl nicht verdunstet (oder volkstümlicher ausgedrückt, "eintrocknet"), warum muß man dann z.B. die Türangeln von Zimmertüren ab und zu nachölen, weil sie zu quietschen anfangen....? :unsure: (Regen, wie bei der Fahrradkette, kommt ja im Zimmer nicht dran, der das Öl abwaschen könnte....)

Ganz nebenbei:
Selbst gefrorenes Wasser (=Eis) bei Temperaturen weit unter 0°C verdunstet... Wäsche trocknet bei -10°C zwar langsamer, aber sie trocknet auch.
 

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Nachdem mein Fläschen Kettenöl jetzt nach ewigen Jahren leer war, habe ich es mal mit Sägekettenöl nachgefüllt und damit vor 4 Wochen die Kette am Trike geschmiert.
läuft die Kette durch Kettenschutzrohre?
Bei klebrig verschmutzter Kette merke ich dann schon einen relativ großen Widerstand beim Rückwärtskurbeln, und dafür möchte ich keine Leistung investieren.

Gruß
Felix
 
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Geht bestimmt. Schlechtes Preis-Leistungs-Verhältnis halt.;)
Als ich noch an der Uni beschäftigt war, bekam mein Trangia- Kocher auch immer Ethanol p.a.; nicht das vergällte Zeugs.
Ein Schwapp aus der Brennstoffflasche in den Tee ging auch...
...meine Einladung wurde allerdings erschrocken abgelehnt. Seitdem gibt es Leute, die glauben, Deutsche söffen Benzin.

Gruß
Christoph
 
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Bei klebrig verschmutzter Kette merke ich dann schon einen relativ großen Widerstand beim Rückwärtskurbeln, und dafür möchte ich keine Leistung investieren.
Dann kurbel halt vorwärts. :p
Wenn ich merke, dass es auf dem mittleren Blatt irgendwie leichter läuft als in einem gleich langen Gang auf dem großen Blatt, dann weiß ich, dass es Zeit für eine Grundreinigung ist. Die lastabhängigen Anteile der Kettenreibung sind ja auf dem großen Blatt insgesamt geringer, und wenn's da trotzdem zäher läuft, dann heißt das, dass die Reibung in den Rohren, auf den Rollen und seitlich an den Laschen (innerhalb der Kette und am Blatt) überwiegt.

Das "merken" beim Rückwärtskurbeln kann ich für meine Cheetah mit ihren zwei Rohren und drei Rollen auch noch etwas genauer liefern:
Wenn ich mit einer Küchenwaage das Pedal rückwärts drehe, messe ich in der Übersetzung 53:32 im Neuzustand 200-230g, bei frisch geschmierter Kette und halbwegs sauberem Material um die 300g und vor so einer Grundreinigung auch mal 500g.
 
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Ich werde das Gefühl nicht los, dass der thread in eine Art Chuck-Norris-Testosteron-Urschrei-Schwanzvergleich abgleitet. Ich muss schon sagen, die Herren, ihr seid alle toll!
;)
 
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