Evovelo hört auf

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allerdings sehe ich zumindest für den ländlichen Raum auf absehbare Zeit kaum realistische Alternativen zum Individualverkehr;
ein Beispiel
auch am Land groß geworden
mehrere Jahre 3 Monate im Sommer Ferialjob in einer Firma 30km entfernt..

aus meinem Ort (400 Einwohner) arbeitete ebenfalls eine Frau dort in der Firma..
ich hab sie in der Firma dann gefragt, ob wir nicht gemeinsam fahren wollen, also uns abwechseln wer fährt
weils ja eigentlich idiotisch ist das einzeln zu fahren
(die Schicht beginnt für jeden punkt 22:00 und endet PUnkt 18:00 )

nein, das wollte sie nicht..
keine Ahnung.. vielleicht bin ich unhöflich, angst-einflößend oder ich stinke.. keine Ahnung.. sie wollte das jedenfalls nicht..
so sind wir dann quasi 1 Monat lang im Konvoi gefahren, 30km hintereinander und nur im Ort dann haben sich unsere Wege um vielleicht 1km unterschieden
da war auch kein Grund wie: "ich will vorher noch einkaufen fahren" oder "ich will nach der ARbeit dann ins Blumengeschäft" oder dergleichen..
alles zu
wir sind wirklich quasi im Sekundenabstand im Konvoi gefahren

dann bin ich aufs RAd umgestiegen

also das oft zitierte: "es geht nicht anders.." - vieles wäre möglich... wenn man denn wollen würde

in der Firma (1000 Mitarbeiter) sind viele aus den gleichen Ortschaften gekommen, und doch die meisten trotzdem alleine mit der Karre in die Firma geritten..
 
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wichtiger wäre es - denke ich - das viele Leute 70% einsparen, als das ein paar wenige "Freaks" 100% einsparen
Kann ich nicht folgen:

wie immer gibt es ein paar wenige Vorteiter, ohne die eine Veränderung nicht startet. Die schönen, teuren Carbonflitzer sind so wichtig für das, was jetzt kommt, wie der erste Tesla-Roadster für die ganze E-Mobilitäts-Entwicklung.

Sie wirken wie ein Katalysator. Das Ziel der Entwicklung sind sie nicht.
 
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ein Beispiel
auch am Land groß geworden
mehrere Jahre 3 Monate im Sommer Ferialjob in einer Firma 30km entfernt..

aus meinem Ort (400 Einwohner) arbeitete ebenfalls eine Frau dort in der Firma..
ich hab sie in der Firma dann gefragt, ob wir nicht gemeinsam fahren wollen, also uns abwechseln wer fährt
weils ja eigentlich idiotisch ist das einzeln zu fahren
(die Schicht beginnt für jeden punkt 22:00 und endet PUnkt 18:00 )

nein, das wollte sie nicht..
keine Ahnung.. vielleicht bin ich unhöflich, angst-einflößend oder ich stinke.. keine Ahnung.. sie wollte das jedenfalls nicht..
so sind wir dann quasi 1 Monat lang im Konvoi gefahren, 30km hintereinander und nur im Ort dann haben sich unsere Wege um vielleicht 1km unterschieden
da war auch kein Grund wie: "ich will vorher noch einkaufen fahren" oder "ich will nach der ARbeit dann ins Blumengeschäft" oder dergleichen..
alles zu
wir sind wirklich quasi im Sekundenabstand im Konvoi gefahren

dann bin ich aufs RAd umgestiegen

also das oft zitierte: "es geht nicht anders.." - vieles wäre möglich... wenn man denn wollen würde

in der Firma (1000 Mitarbeiter) sind viele aus den gleichen Ortschaften gekommen, und doch die meisten trotzdem alleine mit der Karre in die Firma geritten..
Klar, das ist eine Ursache von mehreren.

Aber ich will keine Menschen verändern, weil ich das nicht kann. Ich will versuchen etwas zu machen, sodass sie sich verändern.

Ich fahre jetzt stolz mit meinem ollen Glas-Milan öfters durch den Kurpark in Bad Salzhausen. Bisher wollte sich jedes Mal jemand wenigstens mal reinsetzen. Und wer mal in einem Milan gesessen, hat glaubt sofort, dass es Fahrräder gibt die 50 km/h fahren können.

Und wieder ein Schritt weiter...
 
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Alleweder, Leiba Classic, Cab Bike sind recht selten,
und vom Konzept her eher alt (die Leiba sah ich bei ihrer ersten Vorstellung auf der SPEZI ca. 2006?) die hochpreisigen Modelle haben den Kompromiß sehr deutlich von Stadtverkehr zu schneller Überlandfahrt verschoben und sprechen m. E. eher die Sportfraktion an (wieviele Hobbysportler kaufen sich Equipment für etliche tausend Euro und gleich noch ein größeres Auto für den Transport? Surfer, Paraglider, Taucher ...).
Ein Fahrzeug wie das Mö spricht diese Gruppe m. E. eher nicht an, sondern zielt eher auf die Gruppe "Dafür krieg ich schon ein richtiges Auto", entsprechend gering ist die Bereitschaft zu Kompromissen wie Optik, Schwitzen, geringe Höchstgeschwindigkeit oder einem gefühlt zu hohem Preis.
 
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Kann ich nicht folgen:

wie immer gibt es ein paar wenige Vorteiter, ohne die eine Veränderung nicht startet. Die schönen, teuren Carbonflitzer sind so wichtig für das, was jetzt kommt, wie der erste Tesla-Roadster für die ganze E-Mobilitäts-Entwicklung.

Sie wirken wie ein Katalysator. Das Ziel der Entwicklung sind sie nicht.

die Frage ist, ob aus den 250 (?) Velomobilen im Jahr irgendwann - weil sie toll sind - 1.000.000 im Jahr werden

anderer Ansatz zu meinen 70% statt 100%:

Pedelecs werden ja - gerade auch hier im Forum - gern verteufelt, weil: da ist ja ein böser Akku verbaut, und der Strom kommt ja auch nicht einfach nur so aus der Steckdose..

aber: für die Umwelt (in Hinblick auf Auto stehen lassen, mit Rad Pendeln) haben wohl die bald 5 Millionen Elektrofahrräder mehr getan, als die 2000 Velomobilfahrer dies in Deutschland vielleicht gibt

auch wenn die Elektroradfahrer den Weg bezüglich "weniger Energie verwenden beim FAhren" nicht den ganzen Weg gehen wie ein HPV_Velomobil, (= sparsamste Möglichkeit sich von A nach B zu bewegen)
ist die Einsparung zum Auto trotzdem riesig...
mein Pedelec braucht mit mir ca. 2-3Wh/km
mit nem 100kWh-Tesla-Akku käme ich also ca. einmal 40.000km rund um die Erde

die Herstellung eines PEdelec-Akkus den man Jahre verwenden kann verursacht ungefähr soviel CO2 wie 200-300km Autofahrt,
und der Verbrauch: mit 1 Woche Auto in die Arbeit fahren verbrauchst du schon mehr Energie wie im ganzen Jahr mit dem Pedelec

wenn ich jetzt predige: "ganz oder gar nicht..."
dann werden viele weiterhin mit dem Auto fahren..

deshalb: lasst ihnen den bösen Motor im Pedelec...
wenn ich z.b. im Pedelec-Forum schaue: da sind wirklich sehr viele dabei die vorher nicht mit dem RAd gependelt sind, weil zu hügelig, zu anstrengend, zu was weiß ich..
und jetzt es seit Jahren mit dem Pedelec doch tun und tatsächlich das Auto dafür stehen lassen
 
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Der Zeitpunkt ist schon durch, nur das es noch nicht alle gemerkt haben...
Das hat schon vor 40 Jahren nicht interessiert, und die Klimaerwärmung ist entweder natürlichen Ursprungs, eine Lüge oder die Auswirkungen sind noch so gering für uns in Mitteleuropa, daß wir ruhig noch viele Jahre so weite machen können.
Aber das sind alles Punkte, die hier schon in diversen Fäden immer wieder auftauchen.
Damit die Leute freiwillig ihr Verhalten verändern und auf etwas verzichten (z. B. den Komfort des Autotransports von Tür zu Tür), muß entweder die Alternative "weitermachen wie bisher" so richtig wehtun, oder das Neue muß attraktiv sein -und das ist ein Mö nun mal für zu wenige.
 

BuS velomo

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Hey klingt gut. Vielleicht sollte daraus ein Faden werden, in dem man die verschiedenen Konstruktiven Komponennten durchgeht, bis vielleicht 3 bis 5 Leute von der Lösung überzeugt sind und es vielleicht auch bauen.

Ich sach ma so (ohne direkt als Werbetext missverstanden zu werden):

Wenn man nicht nur hypothetisch reden, sondern konkret handeln will, muss sich am Ende ein "Macher" finden, der grundsätzliche Ideen (aus welchen Gründen auch immer) real in die Welt setzt und so die Wirksamkeit dieser Idee (Herstellung/Nutzung) aufzeigt. Für einige dieser Denkbarkeiten gerade in Richtung Alltags-Nutz-Velomobil-Konzept biete ich mit Velomo seit einiger Zeit Individualbau feil - und einzelne Privatinteressen bis Firmen wie EC tragen ihre Ideen an mich heran und wir schauen, ob und wie sich das realisieren lässt.

Schlussfolgerung und hypothetisches Spezialrad-Super-Duper-Angebot: Wenn es nicht nur ums Reden und Träumen geht, sondern man etwas "unternehmerisch" konkretisieren will, liegt der Flaschenhals nicht im breiten Spektrum möglicher Designdebatten, sondern stets beim Auftraggeber/ Finanzier/ Projektpaten, also demjenigen, der konkret Geld und Zeit in die Hand nimmt, um mit seinen gegebenen Mitteln etwas Geneigtes aus diesem Denkbarkeitsspektrum in die Wirklichkeit zu überführen. Und diese gegebenen Mittel müssen nicht in der eigene Hobby-Garage enden, sondern können auch Weidaer Bastelhilfe beantragen... oder irgendwo anders Fahrzeugbau-Kompetenz einkaufen.

Am Ende der Umsetzung sieht dann der Bauherr, ob er "nur" (oder überhaupt) sein singuläres Bedürfnis befriedigen konnte, oder ob er der Welt einen verallgemeinerbaren Weg aufgezeigt hat, gemessen am effektiven Feedback à la: "genau das will ich auch... zu den gegebenen Konditionen".

Abseits solch konkreter Umsetzungsmotive (als Auftraggeber-Kunde oder Konzeptanbieter-Unternehmer) haben wir hier nur endlose, diskursive Wiederholungsschleifen... über unsere Sicht auf fremde Bedürfnisse.
 
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Von Kai gab es mal irgendwo im Netz Scans eines spannenden französischen Buches aus den Dreißigern mit Bauanleitungen für Velocars aus Sperrholz in diversen Varianten.
Selbstzitat: "Ich hab mal das Velocar DIY-Buch von Williams-Mourlot aus den 1940ern hochgeladen (Dank an Plycar-Kai für die Scans!): https://cryptpad.fr/file/#/2/file/onehaF0S2-Y7ef8aEP2rEdoA/

Den Link könnt ihr gerne weitergeben, wird aber nicht ewig aktiv bleiben."
 
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nein, das wollte sie nicht..
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Manchmal geht es halt leider doch nicht ohne Auto... meine Frau wäre gesundheitlich nicht in der Lage, Fahrrad zu fahren oder zu laufen.
 
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ich wollte ausdrücken, dass VMs zu über 7000.00 (sportliche) gut verkaufen und solche zu unter 4000.00 (eher nicht so schnelle) eher nicht. Alleweder, Leiba Classic, Cab Bike sind recht selten, und Mö ist auch etwa in der Klasse. Klar kann man 'nicht reich sein' und Carbon Renner fahren. Das Neupreisargument jedenfalls ist im derzeitigen VM Markt nicht bestimmend.
Eine andere Zielkundschaft dürfte wohl auch eine andere Vertriebsstruktur bedingen. Und weniger lange Lieferzeiten. Leiba Classic oder Wombat oder so ähnlich vorgefertigt bei Händlern, und zwar dort, wo die Kisten fahren sollen. Bevorzugt als Pedelecs. Beim Wombat noch ne hübsche Innenfarbe. Das Händlernetz für Spezialfahrräder sollte erstmal passen. Für jedes verkaufte Exemplar wird eines nachgefertigt... Extrawüschte sind da natürlich nicht drin, außer der Händler komplettiert das Rad.
 
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nein, das wollte sie nicht..
keine Ahnung.. vielleicht bin ich unhöflich, angst-einflößend oder ich stinke.. keine Ahnung.. sie wollte das jedenfalls nicht..
so sind wir dann quasi 1 Monat lang im Konvoi gefahren, 30km hintereinander und nur im Ort dann haben sich unsere Wege um vielleicht 1km unterschieden
da war auch kein Grund wie: "ich will vorher noch einkaufen fahren" oder "ich will nach der ARbeit dann ins Blumengeschäft" oder dergleichen..
alles zu
wir sind wirklich quasi im Sekundenabstand im Konvoi gefahren

dann bin ich aufs RAd umgestiegen

also das oft zitierte: "es geht nicht anders.." - vieles wäre möglich... wenn man denn wollen würde

in der Firma (1000 Mitarbeiter) sind viele aus den gleichen Ortschaften gekommen, und doch die meisten trotzdem alleine mit der Karre in die Firma geritten..
In meiner ersten Stelle gab es eine Fahrgemeischaft mehrere Kollegen. Da hab ich gleich mitgemacht, bis ich irgendwann dann überwiegend aufs Rad umgestiegen bin.

Bei meinem derzeitigen Brotwerwerb rücke ich meinen Kunden ganz nah auf die Pelle, und es gibt im Gebäude (Gründerzentrum) keine Möglichkeit sich gründlich genug zu waschen (und nach einpaarundzwanzig km auf dem RR leidet auch die Feinmotorik, auf die ich ganz massiv angewiesen bin. Das ist im VM zwar anders - aber das Thema "entschwitzen" ist in meiner speziellen Situation ein echter Showstopper. Das Thema "wohin mit den Stinkeklamotten" leider auch. Wenn ich was anderes machen würde, sähe die Situation ganz anders aus, da würde ich zumindest bei halbwegs stabilem Wetter mit dem Rad fahren (ich vermisse das!).

Also: es geht oft, sehr oft, ohne Auto, aber leider bei weitem nicht immer.
 
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Das ist ein S-Pedelec
Eher nicht. S-Pedelecs fallen/fielen mangels eigenständiger Definition entweder unter die Leichtmofaverordnung oder sind/waren "Kleinkrafträder geringer/niedriger Leistung" mit vereinfachten Typprüfungsbestimmungen. In beiden Fällen ist das mö schon allein aufgrund der Leistung raus.

Edit: Sehe gerade, dass die Diskussion diesen Punkt im weiteren Verlauf schon aufgegriffen hat und tendiere zur Einschätzung von @BuS velomo ... zulassungstechnisch in trockenen Tüchern war das wohl noch nicht.
 
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Also wenn es keine S-Pedelec Definition für dreirädrige 45km/h Velomobile gibt sondern nur L2e, dann müsste man für die Zulassung auch gar nicht treten?
 
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Richtig. Aber die Bedingungen der Zulassung erfüllen. Aus meiner Sicht gab es hier keine Chance für‘s Mö, schon allein wegen des leidigen Themas Scheibe.
 

JKL

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Eher nicht. S-Pedelecs fallen/fielen mangels eigenständiger Definition entweder unter die Leichtmofaverordnung oder sind/waren "Kleinkrafträder geringer/niedriger Leistung" mit vereinfachten Typprüfungsbestimmungen. In beiden Fällen ist das mö schon allein aufgrund der Leistung raus.
Der stärkste aktuelle Bosch-Pedelec-Motor zieht max 1400W aus dem Akku.
;)
Auch ich gebe die, für den Fahrspaß interesannte, max Leistung an, die Nenn/Dauerleistung für 45km/h wären nur ~400W.

Gruß Jörg
 
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