Eure Selbstbauprojekte in der Isolation

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IMG_20201219_111547.jpg
Hab die Verbindungen erstmal nur einfach gewickelt und dann ausgespannt und Laufräder eingesetzt, um die Flucht zu testen. Sonst hätte ich noch korrigieren können. Sieht gut aber aus, perfekt muss es auch nicht sein.

Jetzt hängt alles davon ab, wie steif das ganze wird, wenn die Verbindungen fertig gewickelt sind. Da bin ich auf mein Bauchgefühl angewiesen.

Gruß Fetzer
 
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Interessanter Einwand, hab ich nicht bedacht. An der Stelle wird es aber eine lange "Muffe" geben, d.h. das Casting Tape muss es richten.

Gruß Fetzer
 
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...gibt's ja noch nicht.

Halten tun da die Muffen.
Das sehe ich auch so.

Am ehesten würde ich wahrscheinich zuerst die hellgrüne Lage laminieren, damit hinten das offene Profil zumindest teilweise zusammengehalten wird.
Dann würde ich die dunkelgrüne Lage rumwickeln.
Unbenannt.jpg

So sollte das dann, wenn nicht zu knapp dimensioniert, schon halten.
Klebt's am Bambus ordentlich?
Wenn das OK ist, mach halt ein paar Lagen drauf...
 
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@Fetzer, wenn noch ein normal rahmen vorhanden ist, dann kannst du damit sehr gut probieren wie steif das ganz sein sollte. Zum beispiel mal die ausfallenden per hand zusammen ziehen, das ganze mal tordieren.

Normale handkraft reicht, einfach mal probieren ob es ein unterschied gibt. Wenn es erheblich weicher ist, wurde ich nach bessern. Und vor allen nachsten sommer wenn's wieder 40 grad und dur trocken ist noch mal kontrolieren wie sehr das Bambus sich geschrumpft hatt.

Grusse, Jeroen
 
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Reperatur eines noblen BMC-Mountainbikes aus Carbon.
Eigentlich bin ich kein Mountainbikefahrer, weil mir normale Fahrräder einfach zu unbequem sind. Aber als mir dieser defekte Rahmen zugeflogen ist, konnte ich nicht anders, als mir eins aufzubauen. Es handelt sich um ein 29er mit sogenanntem Softtail, d. h. in den Sattelstreben ist ein Elastomer verbaut. Die Kettenstreben sind elastisch genut, dass ein Federweg von ein bis 2 cm entsteht, was sich durchaus bemerkbar macht. Leider sind bei meinem Fundstück genau diese Kettenstreben durchgebrochen:
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Ich habe mit Dremel, Feile und Schmirgelpapier die Bruchstelle im im ca. 1,8 mm starken Carbon der Kettenstreben so beschliffen, dass an der Bruchkante fast kein Material mehr vorhanden war und ich von der Bruchkante weg etwa 2 - 3 cm das Material wieder habe dicker werden lassen.
IMG_20201114_232328.jpg IMG_20201114_232316.jpg

Dann habe ich die Umgebung der Bruchkante abgeklebt. Zuvor mussten der Bowdenzug für das Schaltwerk und die Hydraulikleitung für die hintere Schebenbremse eingführt werden (die Zugverlegung ist bei diesem Rahmen übrigens sehr elegant innen liegend gelöst). Die Züge habe ich dick eingewachs, damit sie nicht durch das Epoxy festkleben. Das Elastomer musste eingebaut und der ganze Rahmen fixiert werden. Ein dicker 29er-Reifen dient als Rahmenlehre!
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Zunächst habe ich die Kettenstreben nur außen mit Carbongewebe fixiert. Dann konnte ich am nächsten Tag das Hinterrad ausbauen, dann nacheinander die beiden Kettenstreben laminiert. Ich habe in kleinen Etappen gearbeitet und immer wieder zwischendurch geschliffen. über dem Bruch habe ich die meisten Gewebeschichten aufgebracht (maximal 8 - 10), weiter außen entsprechend weniger. Ich erhoffe mir dadurch die gewünschte Elastizität der Kettenstreben bei gleichzeitiger Vermeidung an der Kante des neuen Laminats.
Es musste jede Gewebelage wieder ordentlich in Abreißgewebe und in perforiertes Isolierband gepackt werden.

IMG_20201124_161824.jpg IMG_20201127_203450.jpg

Die neu laminierte Stelle habe ich ordentlich beschliffen und mit schwarzem Kunstharzlack besprüht. Dann begann die Einbau der in der Zwischenzeit gebraucht besorgten Komponenten.
 

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Ich hab irgendwo gelesen, es sei nicht schwer, haltbare Verbindungen herzustellen, aber es sei schwer, gutaussehende, haltbare Verbindungen herzustellen. Zumindest letzteres kann ich bestätigen. Kommt aber auch darauf an, wie viele Knoten/Rohre die Verbindung hat und wie die Winkel sind. Hier also Bilder meiner Wickelungen:

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Wenn's schön werden soll, wird's wohl ohnehin darauf hinaus laufen, dass man schleift, spachtelt und lackiert.

Ich habe das Rad provisorisch aufgebaut (den unteren Bereich dazu in Frischhaltefolie eingewickelt) und soeben einen Rollout durchgeführt.

IMG_20201222_161631.jpg

Was soll ich sagen: ich hab's überlebt! Macht einen ziemlich steifen Eindruck, bin auch schon Bordsteine runter gefahren und habe keine verdächtigen Knackser vernommen. Morgen weitere Tests.

Gruß Fetzer

P.S. Die Querstreben sind für künftige Erweiterungen gedacht (Träger, Trittbretter). Auf der Antriebsseite komme ich aber evtl. dem Kettenstrang in die Quere, ist alles noch im Fluss.
 
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