Essen auf Langstrecken bei „Mimosenmagen“

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Kenne die Magenprobleme bei Langstreckenfahrten leider auch. Das Meiste wurde nun schon genannt. Bei mir hat am Besten jedoch eine Sache geholfen:

Keine Schokolade.

Wieso auch immer, sobald ich was Süßes schokoladiges esse, gehen Leistung und Wohlbefinden schlagartig gen Keller.
Vielleicht lag es wirklich am Snickers.
 
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(Ich traue mich kaum, das hier zu schreiben) ich werfe morgens 1/2 h vor dem Frühstück eine Pantozol (Protonenpumpeninhibitor) ein, wenn ich länger als 3-4 h fahren will und nicht schon ne Woche vorher Urlaub hatte.
Bei mir ist das eine Reflux-Störung, die auf dem Hi-Trike wegen des flachen Sitzwinkels stärker ausgeprägt auftritt als auf dem AT1 und je mehr Druck ich gebe, desto stärker wird es. Stress auf der Arbeit verschlimmert den Reflux am stärksten. Ach ja: so'n leckerrn Mist wie Frikandel speciaal mit Patat saté oder Cola darf ich -wenn überhaupt- nur ganz kurz vor Ende einer Tour einwerfen. Pellkartoffeln gehen gut.

An der Himmelreichallee ist ein guter hausärztlich tätiger Gastroentrologe (Prof. Bettenworth), zu dem mich Christiane immer hinschleifen will.

Gruß
Christoph
 
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Viele Ärzte raten bei Reflux vom Liegeradfahren mit überhöhtem Tretlager ab, da dies das Problem verstärkt. Räder wie das Hase Lepus, bei denen das Tretlager tiefer legt als der Magen, sind hingegen unbedenklich.

Habe selber seit langem mit Reflux zu tun und die Problematik deswegen vor Kauf meines Rades mit Ärzten besprochen.
 
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oder die Ärzte sind in ihrer Jugend alle entspannt Peer Gynt gefahren : ) ?
Interessant wäre für Langstrecken rauszufinden, wo die Schwelle ist, an der die Magenprobleme auftreten. Vielleicht ist mit 120 statt 140 alles ok und sich dann einfach mit etwas weniger km oder die angestrebte km zahl in etwas mehr Zeit und damit zufrieden sein ?
Bei mir hat sich für mittlere Leistung über den halben Tag am morgen gar nichts essen gut bewährt; genug trinken halt und gut ist.
 
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And of course I have to ask where the expression "Mimosa stomach" comes from? Mimosa, early flowering tree with bright yellow flowers. And stomach ??? ...
 

eisenherz

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Mein Vater hatte Refluxprobleme ... ich aber bisher nicht.
Mir ist auch nicht ganz klar, wie sich das auf das Nicht-bzw. schlechterverwerten der Nahrung auswirkt. Stellt der Magen beim "Überlaufen" jedesmal die Arbeit ein?

Bis 200km geht das auch alles, danach sinkt die Kurve der Nahrungsaufnahme gefühlt stark ... ich habe auch nur noch wenig Appetit.
Ist das vielleicht auch ne Frage des Trainings. Über 200 mache ich ja vielleicht einmal im Jahr
 
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Musst du denn überhaupt so "viel" essen? vielleicht
sind die Speicher weitestgehend voll und der Appetit geht deshalb weg. Wer Jahrzehnte lang seinen Fettstoffwechsel ökonomisiert hat, kann selbst bei recht hoher Leistung zum Großteil auf Fettsäuren laufen. Da könnte man mal eine Diagnostik mit co2 Messung machen. Da kann man die Anteile ermitteln.
Wieviel KH nimmst du denn bei den langen Fahrten ca pro Stunde zu dir und welche Leistung fährst du?
 
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Kann leider aus eigener Erfahrung auch etwas zum Thema beitragen:
Pantoprazol oder Omeprazol kann helfen, aber mir helfen, ohne dafür Werbung machen zu wollen, bei Magenproblemen Gaviscon Sachets sehr gut und schnell.

Karl
 
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... kennen noch nicht mal Liegeräder ... daher können das nicht "viele" sondern nur "wenige" sein ;). Wir nehmen aber gern Quell-Hinweise/-Links entgegen.
Du wärst überascht. Hier im Ort ist eine Klinik, die sich unter anderem auf Reflux spezialisiert hat. Dort weiß jeder der Ärzte auch über Liegeräder (und viele andere Sportgeräte, denn so einige sind ungeeignet für Reflux-Patienten) Bescheid.

Belastbare Links kann ich nicht liefern - ich war seinerzeit bei der Entscheidungsfindung in guten ärztlichen Händen und habe mich auf deren medizinisches Urteil verlassen, ohne dies im Internet zu hinterfragen. AUSPROBIERT habe ich es bei Liegeradbau Schumacher in Willich: Fahrt auf einem HP Scorpion: Keine 3 Minuten, und ich hatte heftigst mit Reflux zu kämpfen. Auf einem Kettwiesel war es schon besser, aber nach 10 Minuten auch hier Probleme. Auf dem Lepus kann ich stundenlang fahren, ohne das sich Reflux einstellt.
 
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Laut TO klingen seine ursprünglichen, jahreszeitlichen Probleme eher nach Gastritis als nach Reflux.
Abklären lassen, Gastro, Schluckdruck, 24h Reflux-Sonde....
Alles halb so wild!

Karl
 
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