Erfahrungen mit Wombat Nr: WB005 und neues Mobilitätskonzept

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Nach nun 250 km mit dem Wombat möchte ich nun hier über meine Eindrücke und Ideen berichten.

Seit ca. 6 Monaten lese ich hier im Forum begeistert mit und versuche das Mobilitätskonzept für mich, meine Mitarbeiter und meine berufliche Tätigkeit hin zu emissionsärmeren Transporten von Menschen und Waren zu verändern.

Dazu habe ich in einem ersten Schritt zwei Velomobile (Quattrovelo und Wombat) und einen Anhänger (Hbox 880 L von Hinterher) bestellt. Da die Lieferzeit des Quattrovelos unbestimmt ist und ich nicht so lange warten wollte, habe ich mich, auch auf Grund der geografischen Nähe zum Hersteller, für das Wombat entschieden.

Der Anhänger kam nach 10 Tagen und das Wombat konnte ich am 04.01.2019 nach nur 2 Monaten Lieferzeit mit der Seriennummer WB005 in Empfang nehmen.

Techn. Daten Wombat

- Rohloff Speed Hub mit 14 Gängen
- Vorderes Kettenblatt 56 Zähne
- hinteres Kettenblatt 21 Zähne
- Pedelec-Mittelmotor SFM DU 250 bis 25 km/h
- Akku mit 21 Ah
- Großes Verdeck und zusätzlich nur „Kofferraumdeckel“, damit man auch offen fahren kann
- Leergewicht 56 kg (incl. von Bikeleasing vorgeschriebenem Kettenschloss)
- Vorderräder 20 Zoll mit 90 mm Trommelbremsen, ungefedert
- Hinterrad 26 Zoll mit Felgenbremse als Feststellbremse, gefedert
- Panzerlenkung
- Lichtanlage 12 Volt von „...“ mit Fernlichtfunktion
- Rücklicht mit Bremslichtfunktion. Wird über Verzögerung angesprochen, also nicht über die Bremshebel
- Spiegel rechts und links
- Anhängerkupplung von Weber

Ich bin 190 cm lang und habe eine Schrittlänge von ca. 90 cm und kann problemlos, ohne mit den Füssen, Schuhgröße 45, anzustoßen, treten. Die Tretkurbeln sind 170 mm lang. Das Tretlager läßt sich durch einfaches Verschieben (4 Flügelschrauben) für kleinere Personen bis ca. 160 cm Länge einstellen. Die Kette muss dabei nicht gekürzt werden, da sie ein Kettenspanner unter Spannung hält.

Meine Liegeraderfahrung beschränkt sich auf ca. 300 gefahrene km mit einer Radius Hornett. sowie Probefahrten mit dem Wombat, einer Leiba Cargo und einem Strada. Somit war das Fahren mit dem Wombat für mich eine neue Erfahrung. Ich wusste bisher nicht, wie schlecht die Radwege hier sind.

Ein Einsatzzweck für das Velo ist das Pendeln zur Arbeit. Das sind je nach Streckenwahl 23 - 26 km einfach, wobei auf dem Weg zur Arbeit ca. 6 km Berg mit 8 % Steigung zu bewältigen sind. Egal welche Strecke. Auf dem Rückweg sind es dann nur 4,5 km mit ähnlicher Steigung. Ich benötige im Moment mit dem Wombat ca. 65 Minuten für diese Strecke, bezogen auf die 26 km Variante. Mit dem Pedelec sind es ca. 60 Minuten, mit S-Pedelec ca. 55 Minuten. Das hängt auch von der Verkehrslage hier im Großraum Stuttgart ab. Ich durchquere immer eine Kleinstadt und habe dann 3 Ampeln und insgesamt 5 Kreuzungen.

Die Zeit mit dem Wombat lässt sich sicherlich auf die S-Pedelec-Zeit steigern, wenn ich mich traue, bei den Abfahrten und in Kurven höhere Geschwindigkeiten zu fahren. Bisher bremse ich bei ca. 60 km/h spätestens ab und enge Kurven nehme ich im „Schneckentempo“ (Abbremsen auf ca. 15 km/h und dann wieder Beschleunigen), weil ich mich noch nicht traue schneller zu fahren.

Der zweite Einsatzzweck soll das Transportieren von Abfällen von unseren Kunden, zu unserem Zwischenlager sein. Wir beschäftigen uns u.a. mit der Entsorgung von Chemikalien aus Schulen und Laboren und haben oft Mengen unter 100 kg Bruttogewicht zu entsorgen. In einem Umkreis von bis zu 30 km sollen die bisher mit einem Transporter durchgeführten Entsorgungen durch das Velomobil mit Anhänger ersetzt werden. In der Regel muss ich zum Kunden fahren, die Abfälle fachgerecht sortieren und in 30 l oder 60 l Fässer verpacken. Zusätzlich muss ich für jedes Fass Inhaltslisten erstellen und ausdrucken. Dazu nehme ich ein Laptop und einen Drucker mit. Die Fässer und die Hilfsmittel sollen im Anhänger transportiert werden. Für den 16.01.2019 ist die ersten Entsorgung mit dem Wombat geplant.

Meine Erfahrungen mit dem Anhänger beschränken sich auf 2 Runden um den „Block“ im leeren Zustand. Dabei fiel der Anhänger nicht auf. Ich bin gespannt.
 

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Ein erstaunlich geringer Unterschied von pedelec nach E-Bike! Hübsches Gerät, obwohl etwas schwer für den modernen Sportler. Fühlt der Wombat sich 'kippelig' an in Kurven? Wie glücklich macht die Antriebdskombination, z.B. beim raufschalten am Berg, oder an der Ampel?
 

DanielDüsentrieb

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Hallo öps
Bei deiner Designauswahl/Verarbeitungsqualität/Anspruch wäre das Cabbike gebraucht und in neu Hawk auch eine Überlegung wert gewesen.
Ich bin schon ein bisschen erstaunt was heute alles verkauft werden kann.

Wichtig, du kannst unter keinen Umständen bei 100kilo Gefahrengut an dieser Stelle den Anhänger ein hängen. Du musst so nah wie es geht die Anhängerkupplung also die unmittelbare Krafteinleitung des Anhänger unter dem Fahrzeugmittelpunkt bekommen .
Die beste Stelle ist direkt unter dem Sitz, zweitbeste auch so tief wie es geht direkt hinter dem Vorderrad.
 
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@öps Zeig doch mal bitten den Fahrrad-Anhänger mit dem du das Gefahrgut transportieren willst. o_O

Nachtrad: Ok, ein hinterher.

Neue Frage:
Wie verhinderst du, das das Gefahrgut ausläuft, wenn der Anhänger (zb in der Kurve) umkippt?
 
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DanielDüsentrieb

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Finde ich nicht. Nicht weniger als mit den gleichen Gefäßen und 60-200kmh.
Benzin Im Autotank ist auch Gefahrengut. Oder sogar im Mofa/ Moped
 
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Ein erstaunlich geringer Unterschied von pedelec nach E-Bike! Hübsches Gerät, obwohl etwas schwer für den modernen Sportler. Fühlt der Wombat sich 'kippelig' an in Kurven? Wie glücklich macht die Antriebdskombination, z.B. beim raufschalten am Berg, oder an der Ampel?
Für mich fühlt es sich "kippelig" an. Das liegt aber wohl an meiner Unerfahrenheit. Ich denke, man kann die Kurven wesentlich schneller fahren, als ich es im Moment mache. Die Antriebskombination ist für mich in Ordnung, da ich sowieso immer kurz das Treten eingestellt habe, wenn ich unter Last schalte. Auch die Abstufung geht. Obwohl ich öfter gleich zwei Gänge schalte.

Ich bin schon ein bisschen erstaunt was heute alles verkauft werden kann.
Ich auch, wenn ich an DF und Alpha 7 denke. Beim Wombat ging es um den einfachen Ein- und Austieg und die unkomplizierte Verstellung des Tretlagers, damit verschiedene FahrerInnen das Velomobil bewegen können.

Wichtig, du kannst unter keinen Umständen bei 100kilo Gefahrengut an dieser Stelle den Anhänger ein hängen.
Hier bin ich auch unsicher, ob das so, wie es jetzt ist, funktionieren kann. Das muss ich vorsichtig ausprobieren und ggfls. ändern.

Wie verhinderst du, das das Gefahrgut ausläuft, wenn der Anhänger (zb in der Kurve) umkippt?
Hier ist natürlich die Verpackung und die Ladungssicherung ausschlaggebend. Die zu entsorgenden Chemikalien werden in den Flaschen, Gläsern oder den sonstigen Behältnissen (max. 20 l Volumen) in denen sie sind, in gefahrgutzugelassene 30 l oder 60 l Spannringsdeckelfässer eingestellt. Dann werden die im Fass entstandenen Zwischenräume mit inertem Chemikalienbinder aufgefüllt, damit sich die Einzelgebinde nicht direkt berühren und auch nicht bewegen können. Sollte beim Transport trotzdem z.B. eine Glasflasche kaputt gehen, nimmt der Chemikalienbinder evtl. austretende Flüssigkeiten auf.

Ansonsten muss beim Transport darauf geachtet werden, dass die Ladung nicht verrutschen kann. Das erreicht man entweder mit formschlüssiger Ladung oder Spanngurten. Zusätzlich wird der Anhänger mit Antirutschmatten ausgerüstet. Bei Einhaltung dieser Vorgaben sehe ich bei den geplanten Transporten auch auf Grund der geringeren Geschwindigkeit eine kleinere Gefahr, als bei Gefahrguttransporten mit Transportern oder LKWs.
 

DanielDüsentrieb

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Weil Du mir die Spitze gegeben hast Zitiere ich jetzt von meinem Weib. Ich zeigte ihr die Bilder.
Ohh ist das ein Velomobil, sieht massiv aus was wiegt das denn. Dann die weiteren Bildern staunte Sie. Das sieht ja aus als wenn ich es laminiert habe (damit meinte Sie sich) Aber an einem schlechten Tag. Nein, Sie kann nicht laminieren.
Leute gibts die so was kaufen.
Eine Ehrliche haut darf ich mein Weib.nennen :D

Aber mit 2Monaten Wartezeit hat klar etwas für sich
 
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Wenn Du das kommerziell machen willst, solltest Du sicher sein, dass im Schadensfall (wie immer der auch aussieht) Deine Betriebshaftpflichtversicherung zahlt. Würde ich vorher abprüfen...
 
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Nach der Probefahrt mit Leiba Cargo habe ich mich dagegen entschieden, weil es zu schwerfällig und der Wendekreis zu groß ist. Die Lieferzeit wäre mindestens 12 Monate gewesen wäre und so lange wollte ich nicht warten. Die jetzt angebotene gebrauchte Leiba Cargo war zum Zeitpunkt meiner Entscheidung für das Wombat nicht auf dem Markt.

Das sieht ja aus als wenn ich es laminiert habe (damit meinte Sie sich) Aber an einem schlechten Tag. Nein, Sie kann nicht laminieren.
Das habe ich natürlich auch gesehen. Aber bis jetzt ist die Hülle wasserdicht und darauf kommts ja auch an:)
 

DanielDüsentrieb

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Wie sind denn die Wendekreise?
Also günstig ist das Vm keine Frage. Aber schwerfällig die Cargo, also schwerfälliger als deines mit etwa 50kilo ohne Motor, da bitte ich doch im Erklärung. Zudem beide mit durchzugsstarken Motoren bzw als Pedelc aufgerüstet sind
 
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Der Wendekreis beim Wombat ist mit 6 m und bei Leiba Cargo mit 8 m angegeben. Das Cargo mit Motor wiegt meines Wissens noch mal ca. 10 kg mehr und erschien mir auf Grund des höheren Schwerpunktes "umkippgefährdeter". Subjektiver Eindruck. Dazu kam die Scheibe, die mir im Sommer eine erhebliche Aufheizung des Innenraums beschert hätte. Mit dem Wombat kann ich offen fahren. Vorteil der Leiba Cargo wäre gewesen, dass man die Anhängerkupplung am Hinterrad anbringen könnte und somit die weiter oben genannten Bedenken bzgl. der Stabilität des Gespanns vielleicht nicht gehört hätte.
 

DanielDüsentrieb

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Bei der Cargo bräuchtest Du keinen Anhänger. Die Cargo hat gewiss unter 8 Meter. Braucht man aber nicht wirklich diesen Engen Wendekreis
 
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Hi. Erst mal: Viel Spaß mit dem neuen Velomobil - und auf dass es Deinen Zweck erfülle. Die hier geäußerten Bedenken v.a. am Transport kommen leider nicht von "irgendwem". 100 kg Hängergewicht an der Stelle, dann bergab um die Kurve bremsen ... (n) ... vielleicht eine gute Idee, Du testest mal das Gespann mit weniger risikohafter Beladung. Aber darauf bist Du bestimmt schon selbst gekommen(y). Auf dass es gelingt!
 
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worin siehst Du beim Wombat denn ein neues Mobilitätskonzept?
Das es das Wombat ist, ist reiner Zufall. Es könnte jedes andere mit Muskelkraft -mit oder ohne Elektrounterstützung- betriebene Fahrzeug sein. Letztendlich geht es mir darum, den Einstieg in ein schadstoffärmeres Transportwesen in meinem Einflussbereich zu finden. Das wesentlich größere Potenzial dafür haben ja die von mir betriebenen LKWs (3) und PKWs (3). Auch da werde ich ansetzen, sobald ich von neuen emissionsfreien oder wenigstens -ärmeren Fahrzeugen überzeugt bin.
 
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