Erfahrungen mit TPU-Schläuchen

Ich hatte den Schlauch aber auch noch nicht draußen und geprüft, woran es liegt...
Jetzt habe ich den Schlauch mal rausgenommen. Leicht angepumpt, unter Wasser gehalten und siehe da: man sieht nix. Auf dem Rad war er nach zwei Tagen platt, leicht angepumpt steht er seit gestern und verliert nur mäßig Luft. Das Loch finde ich vermutlich nie. Ich werde nochmal Dichtmilch probieren... Dummerweise hab ich am Wochenende bei bike24 bestellt, TPU-Dichtmittel natürlich nicht...
 
Jetzt habe ich den Schlauch mal rausgenommen. Leicht angepumpt, unter Wasser gehalten und siehe da: man sieht nix. Auf dem Rad war er nach zwei Tagen platt, leicht angepumpt steht er seit gestern und verliert nur mäßig Luft. Das Loch finde ich vermutlich nie. Ich werde nochmal Dichtmilch probieren... Dummerweise hab ich am Wochenende bei bike24 bestellt, TPU-Dichtmittel natürlich nicht...
Ich habe für mich beschlossen, die TPU nur noch mit Dichtmittel verwendet werden. Ohne hatte ich jetzt mehrfach genau die von Dir beschriebenen Löcher, unauffindbar, nicht zu flicken und nervig. Mit Mittel drin geht es besser.
 
Ich habe es übrigens gerade gefunden. Das erste Mal im Waschbecken getestet, da war nix zu sehen. Jetzt war ich gerade in der Badewanne und dachte, das schöne Wasser kann man doch nochmal nutzen. Da kann man natürlich tiefer eintauchen, das macht zwar auch nur 0,0x bar mehr, aber plötzlich war das Loch zu finden. Ich werde mal flicken probieren, nach der Gegenseite schauen und trotzdem Dichtmilch holen. Enttäuschend ist natürlich, dass es ein 26" Tubolito Cargo war, der schon nach einem halben Jahr ein Loch hat. Da hatte ich nun schon extra den dicken genommen...
 
Ich beantworte die Frage aus dem Aerothan Thread mal lieber hier bevor wir dort zu weit abschweifen:

Der Eclipse ist jetzt nicht soviel teurer als ein noch zu kürzender latex. Rollt das gleich gut?
Es gelingt mir nicht , bei roll resistance was zu finden. Ich brauch da vermutlich einen Account.

BBR hat den TPU Test aktualisiert:

 
Der Conti Supersonic (Butyl) schneidet hier sogar minimal besser ab, als ein Tubolito:
 
Ich beobachte dieses Thema schon über Jahre etwas ungläubig.
Obwohl ich bisher immer nur Herstellerangaben verglichen habe, war der Unterschied Latex - TPU - Leichtbutyl für mich nicht relevant.
DIese neuen Werte liegen aber noch viel enger beieinander.

Der Unterschied zwischen einem mittelprächtigen TPU- und einem Leichtbutylschlauch beträgt demnach 0,5W bei 28 km/h und 42 kg.

Ich mache jetzt hier mal eine kleine Rechnung auf und
rechne der Einfachheit halber den Verlust x 3 für 126 kg Systemgewicht:
Ein Satz Leichtbutylschläuche verbraucht dann wohl bei 28 km/h und der ungünstigen Annahme von 126 kg Systemgewicht nur 1,5 W mehr als ein mittelprächtiger Satz TPU.

Jetzt besuche ich Kreuzotter: http://www.kreuzotter.de/deutsch/speed.htm
und gebe folgende Daten ein:
Velomobil Quest
Fahrer 85 kg
Fahrrad 40 kg
mittelbreite Hochdruck-Slicks

=> den Watt-Wert löschen und Geschwindigkeit 28 km/h eintragen
=> auf "Berechnen" klicken
Jetzt errechnet mir Kreuzotter einen Leistungsbedarf von 80 W.

Nun gebe ich die 1,5 W drauf, die die Superschläuche unter diesen ungünstigen Annahmen einsparen:
=> Geschwindigkeit löschen, Leistung 81,5 W eintragen, "Berechnen" anklicken
Kreuzotter errechnet für die TPU-Schläuche 28,3 km/h, also einen Gewinn von 0,3 km/h

Ja, wir fahren ja alle viel schneller!
Deshalb gehe ich der Einfachheit halber auf die doppelte Geschwindigkeit und den damit verbundenen doppelten Rollreibungsverlust.
=> Leistung löschen, Geschwindigkeit 56 km/h eintragen, "Berechnen" anklicken
Kreuzotter errechnet einen Leistungsbedarf von 334 W.

Jetzt dasselbe Spielchen wie oben:
=> Wattwert um 3 W (Gewinn aus den TPU-Schläuche) erhöhen, also 337 W eintragen
=> Geschwindigkeit löschen und auf "Berechnen" klicken
Erwartungsgemäß fällt der Gewinn aus dem niedrigeren Rollwiderstand bei höheren Geschwindigkeiten kleiner aus:
Kreuzotter errechnet 56,2 km/h, also einen Gewinn von 0,2 km/h.

Natürlich ist das eine Milchmädchenrechnung,
wenn diese Berechnung nicht für die Rennbahn, sondern für den realen Straßenverkehr gelten soll.
Da dürfte wohl kaum mehr als die Hälfte des Gewinns übrig bleiben.

Natürlich könnten eure Reifen und eure Luftwiderstandswerte besser sein, als die, welche Kreuzotter annimmt.
Aber selbst, wenn Kreuzotter um die Hälfte daneben liegen würde (halte ich für unwahrscheinlich),
würden die gehypten Plastikfolien keinen halben Kilometer pro Stunde bringen und
mich am Ende einer sehr langen Tour vielleicht 10 Minuten früher ankommen lassen.

Hab ich da wo falsch gedacht?
 
Zuletzt bearbeitet:
Was man spürt (wenn man weiß, welche Variante man gerade ausprobiert), hat aber leider relativ wenig mit dem Produkt selbst zu tun. Selbst falls man alle Variablen kontrollieren könnte, also immer perfekt identische Bedingungen hätte (Temperatur, Luftdruck, Windrichtung, Luftfeuchtigkeit, wie die Haare und Kleidung sitzen und dadurch im Wind stehen, perfekt identische gefahrene Linie, Genauigkeit der erbrachten Leistung, Messgenauigkeit durch GPS, wie gleichmäßig man die Leistung einbringt, wie gut Kette und Lager sauber und geschmiert sind, wie genau man in der selben Position im Sitz sitzt, …, …), wäre die Empfindung des Menschen so ungenau und vor allem beeinflussbar, dass jede Aussage auf dieses Basis komplett unbrauchbar ist. Damit du vom Gefühl her eine Aussage treffen kannst, musst du ohne zu wissen, welchen Schlauch du gerade fährst, es am Gefühl erkennen können. Also bräuchtest du jemanden, wer dir hilft und mindestens zehn Mal die Schläuche ausbaut und zufällig wieder einbaut. Und mindestens neun Mal müsstest du richtig erkennen. (Bei reinem Zufall wäre schon mit durchschnittlich fünf richtigen zu rechnen und acht sind noch gut möglich. Eigentlich ist 9/10 noch kaum genug. 10/10 oder 40/50 wäre aussagekräftig.) Und streng genommen wüsste man dann auch nur, dass du sie auseinander halten kannst, nicht welcher in irgendeier Form besser ist.
 
Meine, noch recht dünne, Pendelstatistik hatte ich ja schonmal bei den Testleistungen gepostet. Bislang sieht man zwischen Oktober und heute einen Effekt aufgrund der Temperaturen und dem Wechsel von CCU auf ONE bei kaltem Wetter, nicht aufgrund von TPU oder Butyl.

Spannend wäre es zu sehen, wie viel der Rollwiderstand bei 0-5° ausmacht. Im Alltag vermutlich weniger als die eine Ampel, die aufn rot springt oder der langsamere Schleicher, der mich mit nur 1x nachpumpen bis ins warme bringt.
 
Der Unterschied zwischen einem mittelprächtigen TPU- und einem Leichtbutylschlauch beträgt demnach 0,5W bei 28 km/h und 42 kg.
Bei 20 Grad. Für Latex hatte Daniel mal bei kalten Temperaturen deutliche Vorteile gegenüber Leichtbutyl gemessen. Er sprach, wenn ich mich richtig erinnere von bis zu 7W. Pro Reifen ...
Bei TPU wird das vermutlich ähnlich sein, Schwalbe hat mir auch mal geschrieben dass TPU bei Kälte deutlich weniger Hystereseverluste hat als Butyl.

Ich muss die Idee eines kompakten Prüfstandes, den man in eine mittelgroße Klimakammer bekommt, doch noch mal konkretisieren...
 
Ich war auf Teilstrecken 5-10 km/h schneller und habe am Ende weniger Leistung benötigt. Bei n=1 kann ich nur keine Statistik machen.

Bei Kosten < 10€ sage ich, einfach mal machen solange es noch kalt ist.
 
Obwohl ich bisher immer nur Herstellerangaben verglichen habe, war der Unterschied Latex - TPU - Leichtbutyl für mich nicht relevant.
Gefühlt habe ich auch keinen Unterschied beim Rollwiderstand zwischen TPU und Ultraleichtbutyl feststellen können. Der angebliche Unterschied beim Pannenschutz könnte allerdings relevant sein. Ist plötzlicher schneller Luftverlust bzw. Platzen beim Leichtbutyl nicht wahrscheinlicher? Noch relevanter ist aber, dass Leichtbutyl in bestimmten Größe nicht oder nur schwer zu bekommen ist. Die Auswahl bei TPU ist viel größer und Eclipse macht Custom Size. Nichtsdestotrotz ist Leichtbutyl eine gute Alternative zu TPU. Einfacher zu montieren, leichter und zuverlässig zu flicken, dehnt sich nicht dauerhaft aus, weniger Qualitätsproblem ... dafür muss ich häufiger nachpumpen.

Damit du vom Gefühl her eine Aussage treffen kannst, musst du ohne zu wissen, welchen Schlauch du gerade fährst, es am Gefühl erkennen können.
Damit hast Du zwar die Variable des "Placebo Effects" eliminiert, kannst aber immer noch keine zuverlässige Aussage treffen, wenn die Fähigkeiten der Testperson das einzuschätzen unbekannt sind. Ein Butylreifen könnte sich vom Gefühl auch schneller anfühlen. Wenn sie keinen Unterschied feststellen sollte, heißt das auch nichts.
Statistisch kann man feststellen, dass ein "teurer" Wein besser schmeckt als ein "billiger" Wein (auch wenn es der gleich Wein ist) – über alle Probanden gemittelt. Das heißt nicht, dass es nicht Menschen gibt, die sich bei Geschmacksprobe nicht vom Preis ablenken lassen und zuverlässig Weine einordnen können.
Genauso wird es Leute geben, die Dir zuverlässig sagen können, ob Reifen und/oder Schlauch schneller oder langsamer sind. Für den Blindtest zwischen TPU, Leichtbutyl und Butyl sollte man auf jeden Fall einen Hörschutz benutzen, sonst erkennt man den Schlauch am Geräusch.

Wie viel schneller fühlt sich eigentlich ein Silca TPU für 44,95€ zu einem Eclipse Ultra für 23,95€ an. ;)
 
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