Erfahrung mit Cruzbike Vendetta

Und ich freue mich, wenn sie nicht versuchen, am hochbelasteten Übergang von Gabelbrücke zu Gabelschaft einen Materialwechsel zu vollziehen. ;) (Ich meine das so gelesen zu haben, dass in der Anfangszeit Schäfte aus Carbon nicht gut waren, das aber heutzutage beherrscht wird und es jetzt besser ist, das alles sauber in einem Material zu gestalten.)

Ich meine, beim V20c ist der Schaft aus Carbon. Statt dieser Einschlag-Kralle ist auch ein Expander verbaut.
Ich schätze, in dem Video mit der Aufbauanleitung müsste man es erkennen können:
Ich gucke es aber jetzt nicht.
 
Das hast du falsch verstanden. Der "Ring of Death" bezieht sich auf Reibung des compression ring auf dem Gabelschaftrohr ca. 5 cm vorm Ende. Das ist worauf sich Raoul bezieht.
Danke für die Korrektur. Ich meine aber, eine entsprechende Warnung vor den dünnen Metallscheiben bei Luescher gesehen zu haben. Evtl. auf Instagram, kann ich aber nicht wiederfinden.
 
also nachdem bei meinem M-Racer die Vollcarbon Gabel anfing nachzugeben im Schaftrohr und ich noch rechtzeitig eine andere Gabel mit Aluschaft einbauen konnte, traue ich den Vollcarbon-Gabeln insbesondere beim Liegerad nicht mehr so ganz...
Beim Liegerad durch die fehlende Entlastungsmöglichkeit bei Schlaglöchern etc. schätze ich die Belastung auf den Gabelschaft höher ein im Vergleich zum RR-up
 
aber wenn inzwischen in Vollcarbon gut gebaut wird, mags wohl ok sein.
Bei meiner 2-Material Gabel ist der Gabelschaft und der Anfang der Gabelholme aus einem Stück und die Carbonholme sind da eingepresst...
 
also nachdem bei meinem M-Racer die Vollcarbon Gabel anfing nachzugeben im Schaftrohr und ich noch rechtzeitig eine andere Gabel mit Aluschaft einbauen konnte, traue ich den Vollcarbon-Gabeln insbesondere beim Liegerad nicht mehr so ganz...
(So ganz einfach wie "Stahl hält und Carbon nicht" wird es nicht sein. Man sollten aus allen üblichen Materialien Teile bauen können, die halten oder welche die nicht halten.)
Also der Schaft selbst ging kaputt, nicht die Brücke oder der Übergang? Lag auch nicht an sowas wie dass man da noch die Einschlagkralle rein gehauen hat, statt die Klemmung durch einen Expander gegen zu halten? Und war das eine handelsübliche Gabel für's Rennrad oder eine für's Liegerad? War es ein frühes Baujahr und/oder eine weniger verlässliche Marke?

Beim Liegerad durch die fehlende Entlastungsmöglichkeit bei Schlaglöchern etc.
Naja fehlend nicht. Allenfalls reduziert/erschwert. Ich kann mit mindestens zwei, ich meine vier meiner Liegeräder das Vorderrad (oder ein beliebiges Rad oder beide Räder gleichzeitig) beim Rollen auf ebener Straße komplett anheben. (Das vierte hat eine Federgabel, die das "Pumpen" schluckt und wegdämpft. Dadurch ist dieses aber natürlich für die Stöße schon gebaut.)

schätze ich die Belastung auf den Gabelschaft höher ein im Vergleich zum RR-up
Und wir haben oft die Gewichtsverteilung mehr nach vorne. Paar Kilogramm mehr Gewicht im Rahmen macht vielleicht nicht viel aus. Aber wir benutzen vielleicht mal Teile nicht ganz in ihrem vorgesehenen Umfeld. So eine Rennrad-Gabel ist für ausgesuchte Landstraßen, aber manche von uns kloppen unsere schnellen Liegeräder auch über alle Arten von miesen Wegen ohne von der Geschwindigkeit abzulassen, weil's uns ja nicht am Sattel und in den Handgelenken schmerzt. Oder nehmen welche Gabel auch immer wir finden, die von den Maßen passt ohne auf die Angabe des zulässigen Gewichtes zu achten. ;) Würde mich auch nicht wundern, wenn wir mitnflacheren Lenkwinkeln arbeiten und die Gabeln dafür dann ja nicht ausgelegt sind.
Also Auslegung ist jedenfalls das Zauberwort. Die Gabel des V20c wurde genau für dieses Fahrrad entworfen und damit ja wohl hoffentlich auch dafür ausgelegt. Laut meiner Erinnerung ihrer eigenen Aussage hatten sie sich auch nicht leicht damit getan, Carbon (außer beim Sitz) anzubieten und sind da vorsichtig dran gegangen. Darauf kann man natürlich geben, was man will. :D
 
es war eine vollcarbon gabel, die vorher weiss nicht wie viele tausend kilometer in einem M5 CHR verbaut, gefahren wurde. Die Gabel wurde korrekt eingebaut, nix von wegen Material-vergewaltigung mittels Einschlagkralle. Gemerkt habe ich den sich ankündigenden Bruch am Federeffekt vorne, wo keine Federung ist : ) Der sich vergrößernde Riss war entweder am oder sehr in der Nähe des Übergangs zur Brücke. Um es festzustellen, musste der Gabelschaft eingespannt werden und ordentlich an den Holmen gedrückt werden um es zu sehen..... das finde ich macht es noch tückischer..... also mal Gabel ausbauen und gucken....optisch fällt dir womöglich nichts auf, aber das Material ist vielleicht schon geschädigt-
Eingebaut wurde die Gabel von jemanden, der jahrelang Profi-RR Teams technisch betreut hat und den ich hier in der Gegend für den besten Laufradbauer und -zentrierer einschätze, also an irgendwelchen Montage-Fehlern wird es sicher nicht gelegen haben-
Ich will hier auch niemandem Angst machen, nur für mich sind Voll-Carbon Gabeln beim Liege rennrad nicht mehr gern gesehen.
Das zu dem Punkt Entlastungsmöglichkeit: mit einem schnellen Liegerad mit rchtig flachem Sitz für optimal aerodynamik ist so gut wie keine Entlastungsmöglichkeit gegeben, du rast einfach über Schwellen, abgesenkte Bordsteine, zu spät gesehene Vertiefungen, kleine Schlaglöcher durch...
Das rantasten mit Carbon verwendung bei Cruzbike kann ich sehr nachvollziehen: wehe, wenn da jemand, dem die Gabel bei der Vendetta davon fliegen würde bei Höchstgeschwindigkeit, die Firma verklagt, in US gehts ja dann gleich um Millionen forderungen, das könnte sich Cruzbike nicht leisten-
 
ach so, ja, es war meines Wissens nach eine Gabel vom RR up
Die Stahlgabel von M5 ist nur für 26 Zoll und ist bollenschwer, die Carbongabel von denen ist sauteuer und dann weiss ich noch nicht obs passt. Spezialproblem M5 bzw. bei extremer Bauart von Liegerädern (Kettenfreiheit bei der Gabel bei hängender Kette und Bremsenanbringung ohne Fahrerkörperberührung usw., solche Probleme haben RR-Up Fahrer nicht und darum wird es auch immer schwieriger für solche Spezial-szenarien auf dem normalen Fahrradmarkt noch passende Gabeln zu finden) Erschwert noch dadurch, dass der schnelle Einspurermarkt am aussterben ist und damit sich auch niemand mehr für interessiert, genau für den LR-Zweck passende Carbon-Gabeln zu entwickeln, siehe die Diskussion nebenan mit den LR Schalensitzen-
Schwenk zurück zum thema: ich finds gut, wenn Cruzbike das gut gelöst hat und nie was passieren wird...
 
Inzwischen hab ich meine 155 mm Lightning Carbon Kurbel nun an das Cruzbike angebaut, mit der Kettenblattkombi 46-26 die ich schon seit Jahren fahre:
IMG_9029.jpeg
IMG_9030.jpeg

Bislang hatte ich jahrelang die 152 mm Kurbel in Betrieb. Mit 155 mm merke ich einen deutlichen Unterschied in der Hebelkraft wenn es bergauf geht, und ich kann generell am gleichen Berg einen Gang höher fahren als mit der 152 mm Kurbel.
Ob die etwas längere Kurbel dafür beim Fahren in der Ebene Nachteile hat kann ich noch nicht sagen.
 
155mm ist nichtmal 2% länger als 152mm. :unsure:
Rein rechnerisch scheinen die extra 2% Kurbelarmlänge tatsächlich nicht den ganzen Gangsprung zu rechtfertigen. Ein reiner Placebo scheint es aber auch nicht zu sein. Ich sehe einen klaren Unterschied zwischen 152 mm, 155 mm, und 165 mm Kurbellänge an den drei Rädern die ich hab am gleichen Berg, und auch wenn ich die Kurbeln ans gleiche Rad mache.
 
Zurück
Oben Unten