• Ich möchte eindringlich darauf hinweisen, dass Diskussionen, die sich um die Corana-Krise drehen, ausschließlich im folgenden Faden diskutiert werden: Corona-Diskussion. User, die in anderen Themen damit anfangen / sich beteiligen, werden ohne weiteren Hinweis beurlaubt. Ich habe keine Lust, in zig Themen potentiell kontroverse Corona-Diskussionen zu lesen und ständig irgendwo einschreiten zu müssen ... - Reinhard -

elektrische Akkuheizung

JKL

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Sunrider
Na ja, real zieht der Controller auf Dauer nur so 5-6A.
Ich denke auch nicht, das das bei einem Akku deiner Größe und der Leistung viel ausmacht.
Desshalb werden diese Zellen auch gerne in Pedelecs benutzt.

Bei meinen System (14s14p, 60A) sieht das schon anders aus.
Sony: ~ 47W
LG: ~ 144W
Die 60A ziehe ich bergauf über einen längeren Zeitraum, da muss ich schon auf die Zellen achten.

Edit:
die Werte
Mit den Sony wären das dann schon 7,5W (bei dir 3,75W pro Akku)
Mit Samsung INR21700-50E Zellen (35mOhm) sind es ~20W (bei dir 10W pro Akku)
hatte ich mit 15A gerechnet.
Bei 20A sind es
Sony: ~ 13W
Samsung: ~ 35W
(LG: ~ 40W)

Gruß Jörg
 
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Leiba x-stream
Dachte an 2mm dicken schwarzen, geschlossenzelligen Schaumstoff (Akku/Schaumstoff/Heizfolie/Schaumstoff/Akku)
Geschlossenzelliger, weicher Schaummstoff (PU, Evazote) hat nur leider ggü. Gummi den Nachteil, dass er sich mit der Zeit komprimiert und dann womöglich seine Funktion nicht mehr erfüllt, schlimmstenfalls sich die Zellen bewegen können und schlimmstenfalls nach längerer Zeit ein Kurzschluss im Akku entsteht.

Und noch einer. Die Temperaturdifferenzen sollten nicht grösser als 5K sein (gängiger Wert) damit die Zellen nicht zu sehr aus der Balance laufen. Das spricht gegen eine einseitige Heizung.
Das fragte ich mich auch die ganze Zeit beim Überfliegen des Threads hier.
Allerdings besteht das Problem nat. auch ohne Heizung. Je größer der Akku desto größer die Deltas zwischen Akkukern und den Außenzellen.
Auch gibts das Problem ja auch innerhalb einer Zelle. Theoretisch müssten verschiedene Zellregionen ja unterschiedlich schnell altern. Aber vlt fällt das auch nicht sonderlich ins Gewicht, weil innerhalb einer Zelle die Wärmeleitung noch ganz gut funktioniert.
Ohne das jetzt allzu wissenschatlich analysieren zu wollen, woher hast du diese 5K, @Gear7Lover ? Ist das eine Faustregel für alle gängigen Li-Ion's? A123 LiFePo4's sind sicherlich toleranter, wie @labella-baron schon schrieb.

Statt irgendwelchen supertollen Heizdecken und Fußsohlen könnte man auch einfach normale bedrahtete, ohmsche Widerstände nehmen.
Haben die Vorteile, dass es sie in so ziemlich allen Größen gibt, sie spottbillig sind und man die erwünschte Heizleistung auf beliebig viele Widerstände aufteilen könnte um die Wärme möglichst gleichmäßig zu emmitieren oder, vlt noch besser als gleichmäßig, den Akku nur relativ weit außen zu heizen, z.B. innerhalb der äußersten Zellreihe. Im Kern kann er dann ja nicht weiter auskühlen.
Elektrische Isolierung der Widerstände z.B. im Schrumpfschlauch.

Einfachste Lösung wäre die Widerstände manuell mit einem Schalter an und aus zu schalten und das ganze so zu dimensionieren, dass er bei niederen Temperaturen dauerhaft beheizt wird und in der Übergangszeit man ab und zu zwischendurch mal abschaltet. Überwachung mit einem Temperaturfühler im Akku-Innern, den man in der Testphase unterschiedlich plazieren könnte.

Eleganter, aber sicherlich nicht notwendig wäre das Pulsen und halten auf einer Temperatur mit nem Microcontroller, z.B. Adruino. Wäre je nach ausführung auch nicht so kompliziert. Benötigte Teile im wesentlichen Spannungswandler für Arduino, Temperatursensor, ein Mosfet zum Schalten der Widerstände und z.B. zwei Status-LED's.

Nachtrag:
Einfache Widerstände sollten sich auch gut in einen fertigen Akku in die Hohlräume zwischen den Rundzellen schieben lassen.
Kein Auseinanderbauen und Neuschweissen/Löten nötig :)
 
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1Hz

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Dachte an 2mm dicken schwarzen, geschlossenzelligen Schaumstoff
Wollfilz?
Bei der thermischen Isolation zwischen den Druckplatten von Brennstoffzellenstacks und den äußeren Bipolarplatten war das Problem genau das gleiche: der Wärmeisolator musste druckstabil sein, und zwar dauerhaft. Das gleiche Problem also.
Wir haben alles Erdenkliche ausprobiert. Glasschaum, Kork, Hochleistungskunststoffschäume, ja, auch schon 3d-Druck-Strukturen die monatelang simuliert und optimiert worden sind... am ende war Filz das beste.

Kindergartenfilz aus dem Bastelgeschäft geht dafür nicht, aber technischer Wollfilz ist eines der besten Materialien mit den genannten Eigenschaften. Je nach Hersteller und Anwendung gibt es den auch hydrophobiert.
Nur bitte nicht denken dass man dabei billig davonkommt. Eine Tafel harter Wollfilz kostet mal locker n Hunderter. Guter Filz ist kein Gematsche aus dem Altkleidercontainer-Reißwolf, sondern ein präzise definierter Hochleistungswerkstoff.
Edit: ne, dürfte ja kontraproduktiv an der Stelle sein, da er zu gut isoliert.
 

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... aber wenn Du nachdenkst macht es Sinn. Bei Kälte machen ein paar Grad einen gewaltigen Unterschied beim Innenwiderstand. Das führt zu ungleichem Entladen.
 
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... aber wenn Du nachdenkst macht es Sinn. Bei Kälte machen ein paar Grad einen gewaltigen Unterschied beim Innenwiderstand. Das führt zu ungleichem Entladen.
Deswegen erschienen mir 5K schon etwas viel.
Aber wenn du meinst das ist ne ganze gute und "wissenschaftlich begründete" Faustregel bin ich damit schon glücklich :)
 
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Ach Ja, Dilbert meinte dazu mal:
Ingenieure teilen die Welt der Dinge in 2 Gruppen:
  1. Dinge, die man reparieren muss.
  2. Dinge, die man reparieren muss, nachdem man 5 Min. damit gespielt hat.
Ich würd das noch erweitern wollen:

3. Dinge die man eigendlich reparieren müsste, aber WD40 oder Gaffa-Tape völlig ausreicht​
4. Dinge die man unbedingt reparieren muss, weil WD40 oder Gaffa-Tape nicht funktioniert :eek:
 
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(bei Dingen aus Italien bleibt oft ein Teil übrig)
Lehre, Werkstatt:
Beginn der Mittagspause, wir Azubis kommen auf dem Weg zum Pausenraum am Meister vorbei der unter der italienischen Fräsmaschine liegt und am offenen Getriebe rumschraubt. Wir fragen nach dem Befinden. Sein Kopf kommt langsam unter der Maschine hervor und er sagt mit mühsam kontrollierter Stimme: "Wenn ihr einen Italiener sieht, haut ihm auf die Schnauze!" und verschwindet wieder hinterm Getriebe.
 
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DF XL
Mal ein paar Gedanken zum Thema:

Strenggenommen nimmt ja nicht die Kapazität bei Kälte ab, sondern die Spannungslage verschlechtert sich, so dass die Entladeschlussspannung einfach früher erreicht wird. Wäre es die Kapazität, die sich verringert, dürfte die entnehmbare Energiemenge ja nicht ansteigen, wenn der Akku wieder aufgewärmt wird - denn dann würde man Ladung aus dem Nichts holen. Tatsächlich sind kältebedingte Spannungseinbrüche bei kleinen Entlade C-Raten deutlich geringer. Es ist auch so, dass ein Akku, der bei Kälte unter Last an die Grenze der Entladung stößt, sich bei höheren Temperaturen ohne zwischenzeitliches Aufladen weiter entladen läßt.

Von daher mein Gedanke - bevor ich weitere kostbare und knappe Energie aufwendet um einen kalten Akku aufzuwärmen, könnte es sich lohnen den Akku einfach um die Kapazität, die man für die Heizung brauchen würde, zu vergrößern. Damit würde er zwar nicht wärmer sein und immer noch relativ schwach in Bezug auf die Nennkapazität. Er wäre aber dann entsprechend geringer belastet und damit weniger anfällig gegen kältebedingte Sannungseinbrüche und man hätte gleichzeitig bei Normaltemperatur einen erheblichen Reichweitenboost. Eine Win-win Situation IMHO.
 
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