electrom Fahrzeug mit Zukunft?

Hey Fabricio,
jetzt versteh ich aber noch weniger. Da ist ja doch eine Kette zum Hinterrad. Wieso das, wenn du doch eigentlich mit dem Treten den Generator antreibst. Und wo ist dann eine Gangschaltung???
 
Habe noch mal nachgesehen. Ist das richtig:

1) Bis 10 km/h kann ich mit den Pedalen am Hinterrad mittreten
2) Dann kuppelt die Kette aus (Freilauf?)
3) Wenn ich weiter trete bewege ich nur noch den Generator

Right?

>>> Hinten ist ein Motor ohne Getriebe mit schlechtem Drehmoment von 0 bis 10 km/h. Da hilft die Muskelkraft zum "Anschieben"?
 
Habe noch mal nachgesehen. Ist das richtig:

1) Bis 10 km/h kann ich mit den Pedalen am Hinterrad mittreten
2) Dann kuppelt die Kette aus (Freilauf?)
3) Wenn ich weiter trete bewege ich nur noch den Generator

Right?

>>> Hinten ist ein Motor ohne Getriebe mit schlechtem Drehmoment von 0 bis 10 km/h. Da hilft die Muskelkraft zum "Anschieben"?
Ihre Zusammenfassung ist größtenteils korrekt.

Der hintere Elektromotor hat ein hohes Drehmoment, aber die Muskelkraft beim Anfahren ist hilfreich, insbesondere bergauf.
 
Zuletzt bearbeitet:
Aber was war jetzt genau der Vorteil Pedsle, Ketten und Generator einzubauen. Als reines „Motorrad“ wäre das Electrom doch einfacher und preiswerter?
 
Aber was war jetzt genau der Vorteil Pedsle, Ketten und Generator einzubauen. Als reines „Motorrad“ wäre das Electrom doch einfacher und preiswerter?
Ist alles richtig aber ein Motorrad bringt die Erwartungen mit sich, dass das Teil dann über 100 KMH fährt, weil Leute auch Autobahn und Schnellstraßen sicher nutzen wollen.

Das kann die Technik des Electrom nicht leisten. Zumal das auch eine völlig andere Schutzkleidung erfordern würde um guten Gewissens und sicher unterwegs zu sein. Derzeit bringt das Elektrom ,bei den Geschwindigkeiten die es fährt, eine Schutzblase mit sich, die ich (wie ich im Faden weiter hinten schon mal gesagt habe) unfreiwillig bereits getestet habe.

Man hätte also ohne tiefgreifend Änderungen bei der Technik gegebenenfalls ein „Motorrad“ das vielleicht 70 KMH schafft, ledermontur nahelegt, ein großes Kennzeichen und Tüvabnahmen braucht und damit einen ganz anderen Rattenschwanz an Voraussetzungen und Problemen bei Zulassung und technischen Nachweisen nach sich zieht.

Oder hattest du mit „Motorrad“ quasi „Drive by Wire“ gemeint und keine mechanische Kette mehr im Hinterrad?

Das macht die Sache sicherlich technisch einfacher.

Allerdings lässt es dich, in dem Moment wo dir im Antrieb irgendwas schiefgeht, komplett hilflos zurück. Frag mich nicht warum ich das weiß… mit der Kette bekommt man es zumindest noch nach Hause.

Mit 45 ist es ein Moped und für den Stadtverkehr und überLand durchaus machbar, hat aber seine Grenzen als System bei langen Strecken. In der Rolle in der ich es einsetze ist es so völlig Richtig.
 
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Oh, die Kriegsbemalung unter dem Elefantenklo kannte ich noch nicht. Ich habe inzwischen schon fast Mitleid mit den Gießener Autofahrern.

Na, ich fand Fabrizios Antwort auf meine Frage schon OK. Denn ich hatte tatsächlich den Kostenvorteil im Blick. Ich denke, dass man durchaus ein ähnliches Fahrzeug in der 45 km/h Klasse ohne Pedale für um 5000€ herstellen kann. Wenigstens in China. Aber auch dann nur als mittlere oder Großserie.

Aber wir wissen ja inzwischen, wie sich der Markt in den letzten Jahren entwickelt hat. Die Menschen wollen Pedelecs und bekommen diese lebensgefährlichen Fahrzeuge zwischen 1000 und 3000€. Oder sie wollen diese absurden Lastenträder und zahlen dafür ab 5000€. Junge Menschen halten Pedale für überflüssig und nutzen Scooter. Und natürlich wollen alle nur eines: ein eigenes Auto. Und alle Versuche eine Serienfertigung für E-Bike basierten „Autoersatz“ zu liefern sind in den letzten Jahren gescheitert.

In dieser Gemengelage und als Anbieter eines reinen Nieschenprodukts aus einer Einzelfertigungs-Manufaktur hat Fabrizio natürlich recht, dass der Kostenaspekt nur bedingt interessiert.

Da ist es eher logisch dem möglichen Kunden kein E-Motorrad anzubieten, das machen andere besser und billiger. Ein Langlieger-Pedelec mit Halbverkleidung ist, soweit ich weiß, derzeit konkurrenzlos.

Aber bezogen auf den Titel des Fadens sollte die Antwort inzwischen auch klar sein: Es wird ein bewunderter Exot bleiben.
 
Die Menschen wollen Pedelecs und bekommen diese lebensgefährlichen Fahrzeuge zwischen 1000 und 3000€.
Wie kommst du auf die merkwürdige Idee das Pedelecs "lebensgefährliche Fahrzeuge" sind?

Wegen der Unfallzahlen und Todesrate der über 70-jährigen Pedelec-FahrerInnen? Nicht nur ich komme dagegen zu dem Schluß, das ein hoher Anteil älterer Pedelec-Fahrer mit unpassender Geschwindigkeit zum Verkehrsgeschehen und oft auch weit Jenseits ihrer radfahrerischen Fähigkeiten unterwegs sind.

Bei Radtouren treffe ich diese Spezies älteren Radfahrer, gern im ADFC-Rudel, fast regelmässig.
 
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@ Marc: genau richtig erkannt, die Babyboomer, die immer nur Auto gefahren sind und jetzt mit 25 km/h schnellen Fahrrädern nicht klar kommen. Die aber genau diesen E-Bike-Boom verursacht haben, und die Unfallstatistik in irrsinnige Dimensionen treiben.
 
Ob die natürlich mit einem Langlieger Pedelec (Electrom) sicherer unterwegs wären, möchte ich bezweifeln. Aber die werden ja jetzt schon so alt, dass sie auf 3Räder umsteigen müssen. Vermutlich fahren die dann aber do wieder Auto.
 
Es gibt richtige Fahrräder zur Alltagsnutzung und Anhänger. Wozu dann Lastenräder? Ok manche Leute haben Geld zu viel.

Das Elektrom wiederum hat super viel Stauraum für ein „fast normales“ Liegerad. Guter Kompromiss.
 
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