Ein weiteres Velomobil in Holzbauweise

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Warum seid ihr so erpicht darauf, dass das Holz unbedingt Witterungsbeständig sein muss? Lasst ihr es in Erdkontakt ohne Beschichtung jahrelang draußen stehen?
 
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Ich nicht, mir geht es eher um die verleimung. Ich Hab Birke, und Esche verwendet, neben Okoume. Geht alles noch, ist aber auch erst 2 jahre alt. Vermute nicht das mein Holzvelomobil 30 jahre alt werden wird. Wenn das Holz gut geschutzt ist, kann es ziemlich egal sein was in die Epoxid jacke steckt. Wenn ich eh eine chemische hulle um das Holz mache ist es nachher nicht mehr so einfach ekologisch abbaubar, allerdings will ich auch nicht das das ding Ekologisch schon abgebaut wird, wahrend ich es noch nutze.
Neben witterungbestandigkeit, sind auch andere eigenschaften von Holz wichtig. Ist es hart, zah, schwer, leicht, elastisch oder bröse, arbeitet das holz viel oder wenig beim trocken.

Ubrigens stammt einheimisches holz auch zum grossten teil aus Plantagen, nur nennen wir das nicht so. Etwas mit Fichte/Kiefer monokultur. Auch nicht jeder einheimische forstwirtschaft arbeitet aus Ekologische sicht optimal.

Und auch wenn ich ein Ekologisch optimale werkstoff finde, dann versau ich es mit meine Verleimung oder Schutzschichten. Caseinverleimung trau ich mir nicht zu. Ich troste mich mit denn gedanken das auch wenn das Holzvelomobil später mall in die verbrennungsoffen muss, und sein vollstandiges gewicht in co2 verwandelt wird, das das dann immer noch weniger co2 ist als wenn ich zwei monate per auto zur arbeit fahre.
 
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@beate : Nö, nicht du. Es geht gefühlt seit 50 Beiträgen um das richtige Holz und Witterungsbeständigkeit war immer ein wichtiger Punkt, so wie wasserfester Leim.

@tieflieger : Kaseinleim hat den Nachteil auf Wasserbasis zu sein und damit hohe Anpressdrücke zu benötigen. Aber selbst normaler Weißleim kann gut halten, Epoxy ist halt die "quick and dirty" Variante. Schutzschicht aus Leinöl reicht aus, damit werden selbst Vollholzboote behandelt und die liegen etwas länger im direkten Wasser als unsere Velomobile ;)
 
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Deshalb ja der Hinweis : Wassergebundene Klebstoffe brauchen Druck weil sie stark schrumpfen beim härten, mit Epoxy kann man auch schlampig arbeiten und es notfalls dann verschleifen. Wenn das Epoxy mit Holzstaub gemischt ist, passt sogar die Farbe recht gut.
 
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Ich lese hier gerne mit. Tolles Projekt!

Wenn man mal ein wirklich prächtiges Segelflugzeug anschaut, also auch Leichtbau, ...

Rhönsegler

... sieht man Birkensperrholz, und nordische Kiefer (min 7 Jahresringe pro cm).
Als Leim ist Kaurit zugelassen. Ich würde aber ohne solche Beschränkung auch eher Epoxidkleber nehmen.
Leimraupen bringen eher wenig: Eine gute Leimung hält auch so mehr, als das Holz. Bei dünnem Sperrholz können Leimraupen bei Kleberschrumpf dazu führen, dass Holzbeplankungen an Spanten etc. einfallen.

Ein tolles altes Buch ist die "Werkstattpraxis" von Hans Jacobs. Leider als Original unbezahlbar. Evtl. mal beim nächstgelegenen Segelflugplatz gucken, ob es da noch alte Hasen gibt, die sich mit Holz auskennen? Evtl. gibts da sogar eine Kopie vom "Jacobs", die man kopieren kann.

Gruß,
Tobias
 
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Ich steh ja auf den fibcon, faserverstärkten PU Leim, vor allem wenn man zum Biegen angefeuchtete Teile verleimen will ist das unschlagbar. Auch die wahlweise offene Zeit bis zu einer Stunde hat schon viel geholfen.
 

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Mir geht es hauptsächlich darum, dass durch Risse oder Kratzer in der Lackierung eingedrungenes Wasser möglichst wenig Schaden anrichtet.
 
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Mir geht es hauptsächlich darum, dass durch Risse oder Kratzer in der Lackierung eingedrungenes Wasser möglichst wenig Schaden anrichtet.
Boote haben dieses Problem ja ständig, die werden außen lackiert und innen geölt, und Lackrisse an den Stößen zwischen den Planken sind normal. Buche wird da m.W. wegen der Fäulnisgefahr gemieden, von Birke und Pappel weiß ich nichts.
 
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Mein Nachbar, der seine Nussschale hier irgendwo am Neckar liegen hat, gab mir gestern abend diesen Tip.
 
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