Ein weiteres Velomobil in Holzbauweise

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Ich darf nochmal drauf hinweisen, dass Paulownia-Holz hier in Deutschland bzw. in Europa angebaut wird, und bei ca. 300 kg/m³ liegt.
Relativ günstig ist es auch, weil es sehr schnell nachwächst. Es hat die Eigenschaft, nur sehr wenig Wasser zu ziehen und sich nicht zu verformen.
Daher auch im Surfbrettbau sehr beliebt. Behandelt werden muss die Oberfläche nicht, der einzige Nachteil ist, dass sie recht empfindlich ist, was Dellen betrifft. Das Holz splittert aber nicht, sondern komprimiert. M. E. "dellt es edel".
Die Stabiltät an sich, vor allem die Biegefestigkeit, ist im Verhältnis zur Masse sehr hoch.
Man bekommt es in fast allen Stärken ab 1mm, z. B. bei ebay, oder von Baumschulen.
Wer das Holz mal in der Hand hatte und damit gearbeitet hat, weiß es sehr zu schätzen.
Ob es für den Zweck in Frage kommt, muss man anhand einiger Proben selbst einschätzen.
Als Verschalung würde man sehr viel Gewicht sparen. Bei Belastungen federt es sehr lange, bevor ein dann splitterfreier Bruch entsteht.
Diese Brüche lassen sich sogar wieder nahtlos leimen, da kein Material verloren geht.
 
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Ich darf nochmal drauf hinweisen, dass Paulownia-Holz hier in Deutschland bzw. in Europa angebaut wird, und bei ca. 300 kg/m³ liegt.
Relativ günstig ist es auch, weil es sehr schnell nachwächst. Es hat die Eigenschaft, nur sehr wenig Wasser zu ziehen und sich nicht zu verformen.
Daher auch im Surfbrettbau sehr beliebt. Behandelt werden muss die Oberfläche nicht, der einzige Nachteil ist, dass sie recht empfindlich ist, was Dellen betrifft. Das Holz splittert aber nicht, sondern komprimiert. M. E. "dellt es edel".
Die Stabiltät an sich, vor allem die Biegefestigkeit, ist im Verhältnis zur Masse sehr hoch.
Man bekommt es in fast allen Stärken ab 1mm, z. B. bei ebay, oder von Baumschulen.
Wer das Holz mal in der Hand hatte und damit gearbeitet hat, weiß es sehr zu schätzen.
Ob es für den Zweck in Frage kommt, muss man anhand einiger Proben selbst einschätzen.
Als Verschalung würde man sehr viel Gewicht sparen. Bei Belastungen federt es sehr lange, bevor ein dann splitterfreier Bruch entsteht.
Diese Brüche lassen sich sogar wieder nahtlos leimen, da kein Material verloren geht.

That is very interesting! Sounds like an ideal core material for use between a more resistant skin wood.
 
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Ich darf nochmal drauf hinweisen....
Jawoll, wir erinnern uns.
Hast Du inzwischen ein Fahrzeug aus dem Paulownienholz gebaut?
dass Paulownia-Holz hier in Deutschland bzw. in Europa angebaut wird
Es gibt kein Paulownienholz aus deutschem Anbau, es gibt bislang nur Versuchsflächen.
In anderen Gegenden der Welt sind Paulownienarten wegen ihrer Invasivität berühmt,
das muss man erst in den Griff bekommen, bevor das Bundesamt für Naturschutz den Anbau genehmigt.


Man bekommt es ..... von Baumschulen.
Dauert halt 15 Jahre bis die Brettchen soweit sind.
Ist aber ein schöner Baum.
 
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Heute war ich beim Holzliferanten meines Vertrauens und habe ihm mein Anliegen erläutert.
Er muss sich auch erst schlau machen, ob es 3mm Birke in 2,5m-Tafeln gibt.
Bin sehr gespannt. Ansonsten muss ich entweder online bestellen oder doch Okoumé nehmen.
 
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Jawoll, wir erinnern uns.
Hast Du inzwischen ein Fahrzeug aus dem Paulownienholz gebaut?

Es gibt kein Paulownienholz aus deutschem Anbau, es gibt bislang nur Versuchsflächen.
In anderen Gegenden der Welt sind Paulownienarten wegen ihrer Invasivität berühmt,
das muss man erst in den Griff bekommen, bevor das Bundesamt für Naturschutz den Anbau genehmigt.



Dauert halt 15 Jahre bis die Brettchen soweit sind.
Ist aber ein schöner Baum.
Hattest Du schon mal so ein Holz in der Hand?
 
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Hattest Du schon mal so ein Holz in der Hand?
Ja, klar, ich hab mal mit einem Kollegen, der für ein Fortbildung nach Okinawa ging, zwei Surfbretter im Alaia-Stil gebaut.
Ich weiß nicht genau wo das Holz herkam, es war damals nicht ganz einfach zu besorgen.
Ausserdem hab ich die zwei Paulownien gefällt, die Onkel Hermann seinerzeit in den frühen 80ern gepflanzt hatte.
Die Nachbarn waren von den mittlerweile Riesenblättern genervt, die im Herbst wie nasse Fensterleder an Bürgersteigen, auf Dächern und Fahrzeugen pappen.
Die Stämme hab ich auf der Blockbandsäge aufsägen lassen, die sitzen jetzt fein aufgestapelt zum Trocknen in Onkel Hermanns Scheune.
Wenn das Klima mal die Wellen vor meinem Garten rauschen lässt bin ich bereit...
Und selber?
 
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Ja, klar,
Und selber?
Ja klar. Sonst würd ich ja nicht nachfragen.
Ich habe z. B. gerade neulich aus dem P.-Leimholz vom Baumarkt Hornlautsprecher gebaut.
Was z. B. bei dem Projekt auffiel: Wenn man die Kanten plan geschliffen hat, und die Seitenwand (von oben) aufklebt, lässt sich
auch eine verzogene Platte sauber anpressen, wenn man mit Zwingen oder Beschwerungen arbeitet.
Das Holz gibt sanft nach ohne zu brechen und nimmt dann die Form an, in die man es zwingt.
Das ist zwar grundsätzlich bei Holz theoretisch so, aber mit P. funktioniert es sehr gut. Die Platte war 18mm dick...
Holzdübel lassen sich auch hervorragend einschlagen, da das Holz nicht splittert, sondern an der Stelle komprimiert.
Außerdem Brandtest gemacht, in Wasser eingelagert und Stabilität des durchtränkten Stücks überprüft, und wie
schnell das Teil wieder trocken war (behält Form, und es auf der Heizung hat vielleicht 10 min gedauert).
Desweiteren habe ich einen Hals inkl. Wirbelkasten für ein Instrument daraus geschnitzt.
Die Bearbeitung mit dem Stechbeitel ist sehr gutmütig und einfach.
Es gibt ja mittlerweile auch Akustikgitarren aus dem Holz, für die Saitenspannungen scheint es dann doch zu reichen.
Neulich hatte ich auch Bretter zwischen 2 und 10 mm in der Hand. Damit lässt sich auch ein Sandwich-Teil herstellen,
wobei dann halt die Wasserfestigkeit leidet, weil der Belag wieder extra geschützt werden muss, es sei denn man benutzt
ein anderes wasserfestes Holz, wodurch dann aber wahrscheinlich der Gewichtsvorteil wieder flöten geht.
Wer unsicher ist, kann sich ja mal für ein paar Euro was holen und damit testen.
Die technischen Daten sind objektiv vergleichbar.
 
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Das Holz nimmt nicht so gut wasser auf, es ist ein gewolltes material fur Surfbretter. Das ist aber eine ganz andere anwendung als es ungeschutzt als Zaunposten nutzen. Fur denn zweck ist es nicht geeignet. Das Holz ist relativ weich, so das mann es eher zerdruckt, so wie bei die Dubel anwendung, als das es Splittert. Es ist nicht sehr elastisch. Bleibt mann innerhalb der Grenzen geht es prima. Aber es dehnt sich nicht sehr weit, und wenn es bricht, dann geht das ziemlich abrupt. Kleben lasst es sich prima, und auch das Schleifen ans ende der Holzfaser geht prima. Die Haptik ist fur mich sehr angenehm.
 
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Was uns aber in bezug auf die hier benötigten geringen Plattendicken nicht besonders gut weiterhilft. Ich komme immer noch nicht davon weg, dass man die tragenden Strukturen um ein Skelett aus Birke, ggf Buche bei den am stärksten belasteten Komponenten baut, sonst ggf aus Pappel, Okume oder Kiefer. Und eine Außenhülle aus möglichst dünnem Sperrholz, also z.B. Birke in 0.4 oder 0,6 mm (wenn es wirklich leicht werden soll und Krach keine Rolle spielt.
 
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Das typische ist das bei viele Velomobile die Hulle ja gleichzeitig das tragende Teil ist. Beim Holzquest, bei das Holz WAW, beim Healy von Berry. Bei andere wird die Hulle zumindest teilweise als tragendes Teil eingesetzt, z.b wo die haut die Aussenwand von ein Kasten ist. Ein Kasten aus 3mm Pappel kann schon sehr stark sein. Beim Ditte ist die aussenhaut sehr dunn, ich hab aber keine ahnung wie dunn, genau. Beim Ditte sind deuliche tragende strukuren zu erkennen. Aber denn Sandwich/doppelten boden ist auch ein struktureles teil. Irgend wann wird eine Flache in die Aussenwand so schwach, das die von alleine nachgibt. Dann muss entweder die tragende Struktur kleinere flachen haben, oder die Haut dicker sein. 0,4 oder 0,6 mm ist schon sehr aberteurlich. Mich wahre es zu Fragil.

Meine 1,5mm Birken Haut ist vom gewicht her ziemlich ahnlich mit eine 3mm Pappel Haut. Wegen die geringere werte bei Pappel sind zug und druck starke vermutlich auch sehr vergleichbar, obwohl ich die genaue daten so nicht vorhanden habe. Denn wiederstand gegen vibration wird bei Pappel besser sein, auch gegen eindellen.

Irgendwann beulen die Seitenwande von ein Kasten aus, das kann mit eine zugfestere aussenhaut verbessert werden, z.b. das Mahagoni furnier und Birke uber Balsa beim Ditte. Auch ein innenschott, kann das ausbeulen verhindern.

Paulownia wurde ich zur ahnliche zwecken nutzen als Balsa, es ist etwas schwerer, aber auch etwas harter, etwas druckfester. Prima Kernmaterial fur ein Sandwich, oder dort wo mann zur Formgebungszwecken viel wandstarke oder material braucht. Auch als Eckleiste oder leimflache beim verbinden von flachen unter einen deutlichen Winkel kann ich es mir vorstellen. Bei mir ist es zum beispiel das verbindungsmaterial zwischen die Bucheleisten in langsrichtung unter denn rand vom einstiegsloch, und die Hutze. Neben meine Nacken mochte ich keine 1,5mm "Klinge". Ein hochkant gestelltes Sperrholz wahre auch moglich, ist aber von unten scharf.

Eine Combi aus Holz und Kunstfaser wahre fur mich auch moglich.

Bei diesen entwurf könnte mann die flache obere platte und die schrage seite bei 3 mm sperrholz in stitch and glue weise verbinen und mit eine lage Glasfaserband verstarken. Das wird bei viele kanu's so gemacht. 1mm Birke geht so vermutlich auch noch, fragt aber sehr viel sorgfalt um die platten zu verbinden, eben weil das dunne holz so leicht verformt. Machbar wahre es, die belastbarkeit ist in einige richtungen, arten von belastung geringer als bei die Pappelversion. Mit das sehr dunne Sperrholz, unter 1mm hab ich noch nicht gearbeitet. Ich kann mich nicht vorstellen das das noch mit irgend eine druck belastung fertig wird, auch die flache die es uberspannen kann ohne unter ihr eigenes gewicht nach zu geben, ist sehr gering. Also mussen mehr spanten rein, die mussen naher an einander stehen. Auch das wiegt wieder.
 
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obwohl ich die genaue daten so nicht vorhanden habe.
Birke hat ungefähr das dreifache E-Modul von Pappel, bei ungefähr 50% größerer Dichte. Die Druckfestigkeit hängt ja erstmal nicht von der Dicke des Materials ab - aber sie ist bei Birke gefühlt hoch und bei Pappel gefühlt "unterirdisch" - genaue Werte müsste ich nachschlagen; man findet sie m.W. unter espen.de. Pappel habe ich schon im Instrumentenbau verwendet und fand etwas stabileres Holz wie Erle eigentlich angenehmer zu handhaben als dieses weiche Zeug. Ohne Stabilisierung der Oberfläche geht da eigentlich gar nichts. Die Verleimung bei Sperrholz trägt allerdings etwas zur (gefühlten) Druckfestigkeit bei.

Bei Ditte muss das Holz der Hülle maximal 1 mm stark sein - m.W. wird sowas irgendwo im Thread mal erwähnt. Dann gibt es ja auch noch die VM-Shell auf dem Velomo-Trike. Das wurde trotz aus dem Gedächtnis 1mm Birke-Außenwand ein ziemlich schwerer Brocken.
 
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Pappel habe ich schon im Instrumentenbau verwendet und fand etwas stabileres Holz wie Erle eigentlich angenehmer zu handhaben als dieses weiche Zeug. Ohne Stabilisierung der Oberfläche geht da eigentlich gar nichts. Die Verleimung bei Sperrholz trägt allerdings etwas zur (gefühlten) Druckfestigkeit bei.
Das ist auch genau das was mich an Pappel-Sperrholz nervt: es platzt sehr schnell ab, wenn man nicht aufpasst.
Härte alleine ist nicht ausschlaggebend, da täuschen die technischen Daten. Bei Paulownia verhalten sich die Fasern ganz anders, obwohl es noch leichter ist.
 
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Es scheint gar nicht so einfach zu sein, wasserfest verleimtes Birkesperrholz in 2500mm Tafeln zu bekommen.
Nachdem mein Holzhändler leider nichts passendes auftreiben konnte und ich auch sonst nirgendwo fündig geworden bin, (auch der von @lotharko verlinkte Händler führt nur 1500mm Platten) überlege ich, ob es sinnvoller ist, durchgehende Flächen aus nicht wasserfest verleimtem Material zu verwenden, oder wasserfest verleimte Platten zu verlängern.
Wenn ich rückseitig mit entsprechender Überlappung eine Verbindungslage aufleime, sollte das stabil genug werden, aber ich bezweifle, dass ich die Außenseite so sauber bearbeiten kann, dass man den Übergang nicht sieht. Vor allem bei Verbindungen die in gewölbten Bereichen liegen, wird eine durchgehende Krümmung kaum möglich sein.
Andererseits wäre es auch reizvoll, an den weniger belasteten Bereichen mit dünnerem Flugzeugsperrholz zu arbeiten...
:unsure:
 
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Bei Segelflugzeugen wird Birkensperrholz ausschließlich durch Schäften "verlängert". Das Schäftverhältnis ist normalerweise min. 1:15.
Die Schäftstelle ist dann genauso biegsam und fest, wie der Rest der Fläche, was z. B. bei der Beplankung der Flächennase (wobei die Faser aus Festigkeitsgründen diagonal verlaufen!) notwendig ist.
"Unsichtbar" Schäften ist aber eine echte Herausforderung. Aber wenn das Holz eh irgendwie beschichtet werden soll, geht das sehr gut.
 
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Scarfing 1 mm thick plywood could be an interesting challenge :unsure: But then the scarfs are only 10 mm wide

I have only ever seen birch offered in 1550 x 1550
 
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Im Übrigen habe ich letzte Woche mal die Dichte meines vorhandenen Pappelsperrholzes nachgemessen, die liegt bei 4,1g/cm³.
In meiner Materialdatenbank im CAD ist für Kiefer (Pappel findet sich darin nicht) ein Wert von 3,4 hinterlegt.
Das hatte ich anfangs nicht infrage gestellt und hielt das bei einer Kombination aus Pappel und Birke oder Buche, (wie ursprünglich geplant) für einen guten Mittelwert.
Damit würde der Korpus bei den aktuellen Wandstärken sogar mit durchgängig Pappelholz deutlich schwerer als geplant. Da werde ich also ohnehin bei den Wandstärken nochmal ein Blättchen drüber legen müssen.
 
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Bei Segelflugzeugen wird Birkensperrholz ausschließlich durch Schäften "verlängert". Das Schäftverhältnis ist normalerweise min. 1:15.
Die Schäftstelle ist dann genauso biegsam und fest, wie der Rest der Fläche, was z. B. bei der Beplankung der Flächennase (wobei die Faser aus Festigkeitsgründen diagonal verlaufen!) notwendig ist.
"Unsichtbar" Schäften ist aber eine echte Herausforderung. Aber wenn das Holz eh irgendwie beschichtet werden soll, geht das sehr gut.
Ja, das kenne ich noch aus meiner Modellbauzeit. Allerdings reden wir hier über Längen von um die 30 cm. Die geschäftete Fläche bei einer solchen Länge plan und gleichmäßig hinzubekommen ist vermutlich irre aufwändig.
 
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