Ein trike kann dein Rentnerleben sehr bereichern, erfahre hier mehr...

@Marchi
Ich finde deine Eindrücke super rübergebracht, die du ganz oben wiedergibst. Genau solches feedback bekommen wir regelmässig von unseren Kunden und allen Zweiflern versuchen wir mit eben diesen Argumenten klarzumachen, welche Bereicherung ein Trike sein kann.
Und dein Eingangspost beschreibt ziemlich gut die aktuelle Wirklichkeit am Liegeradmarkt. Denn man muß ehrlich sein, der rel. junge, sportive Einspurfahrer ist inzwischen klar in der Minderheit. Ich fände es schön, wenn sich hier im oft sehr sportiv und Velomobil geprägten Forum die Senioren mehr aus der Deckung wagen, denn zahlenmässig sind sie den Velomobilisten auf unseren Strassen um ein Vielfaches überlegen. Daher wäre es schön, das auch hier ein wenig abgebildet zusehen.

Schöne Grüße,
Andreas
 
- Sich gegen Anfeindungen aus der rechten Szene zu stellen
- Den Frust zu ertragen das du schneller aus der Bahn fliegst als du denkst

Kannst du diese beiden Punkte genauer ausführen, was du damit meinst und wie deine genauen Erfahrungen sind.
Das wäre wirklich sehr nett, danke.

Mit freundlichen Grüssen
 
Das würde einige Klugschnacker aus anderen Altersgruppen abhalten. Und ich fand den Umgang in diesem Faden hier sehr angenehm und die Themen interessant.
Sind hier irgendwelche Beiträge schon gelöscht worden oder worauf beziehst Du Dich?

Es gibt übrigens auch Rentner U60 (und ich bin z. B. mit knapp 40 Jahren Trike gefahren und den ersten Einspurer mit ca. 54 ...).
 
Was haltet ihr denn von der Idee, Im Forum unter "Szene" eine eigene Gruppe einzurichten, vielleicht unter dem Titel "Von Ü60 bis scheintot", oder einfach nur "Ü60"? Oder "Ü65"?

Das würde einige Klugschnacker aus anderen Altersgruppen abhalten. Und ich fand den Umgang in diesem Faden hier sehr angenehm und die Themen interessant.
Meinst du hier im Forum eine Grußße einrichten?

Und wenn ja, was soll dann da rein?
 
Also: Ein e-Trike muss keine körperliche und geistige Bankrotterklärung sein, es kann bedeuten ,mehr Fahrten zu unternehmen und Freude daran zu haben.

Ich hatte mal den Gedanken ein T shirt mit

Es ist nicht so wie es aussieht

zu machen

Kam dann aber drauf das es ja so ist dass ich das trike fahre, weil ich kein UP mehr fahren kann. So gesehen bin ich behindert und das t shirt bräuchte bei mir die Aufschrift

Es ist wie es aussieht

vG
Bernhard
 
Sind hier irgendwelche Beiträge schon gelöscht worden oder worauf beziehst Du Dich?
In diesem Faden nicht.
@Unterwegs,
Diese Klugschnacker, dererlei gibt es hier zu Hauf in allen Altersgruppen .
So meinte ich das. Ich hatte mich einige Zeit vom Velomobilforum zurückgezogen, weil mir der Ton manchmal zu rauh war.
Meinst du hier im Forum eine Grußße einrichten?

Und wenn ja, was soll dann da rein?

Im Bereich Szene gibt es drei Gruppen:
-Treffen, Rennen und Veranstaltungen
-Regionale Gruppen
-Human Powered Vehicles Deutschland e.V. .

In jeder Untergruppe entstehen immer neue Fäden.

"Ü 60" oder "Ü65" könnte eine vierte Gruppe sein.

Inhaltlich hat sich in diesem Faden ja gezeigt, dass es altersspezifische Themen gibt und dass der Ton hier etwas anders ist als an manchen anderen Stellen des Forums. Ob sich in einer solchen Ü60-Gruppe wirklich etwas entwickelt, das würde sich dann herausstellen. Ich denke, einen Versuch ist es wert.
 
Vielen Dank für deinen Bericht, Bernhard!
Vieles darin kann ich teilen. Dass ich nach meinen Touren aber frisch und unbelastet vom Trike steigen würde, kann ich nicht sagen. Fand's eher erstaunlich, wie viel Eigenleistung man doch investiert, obwohl auch ich mit relativ hoher Unterstützung fahre.

Gründe für den Wechsel auf's Trike waren bei mir:
- schwerer Unfall mit dem UP und mehreren Knochenbrüchen Ende 2023
- Muskelschmerz-Syndrom mit Fatigue
- Nacken-, Handgelenks- und Ar***schmerzen auf dem UP

Was ich ansonsten noch sagen kann:
@Steinwiesel: Anfeindungen gab's bei mir bisher kaum. Wenn, dann wurde das Trike eher amüsiert bertrachtet, aber eigentlich war niemand agressiv. Und dass negative Äußerungen vorallem aus der rechten Szenen kommen sollen, erschließt sich mir nicht. Wie kommst du darauf?

Meine Touren sind - wegen der Muskelproblematik - max. 50km lang und meist fahre ich in und um Köln. Ich kann das Trike aber auch - ohne es falten zu müssen - gut in jedem Mittelklasse-Kombi irgendwohin mitnehmen.

Bei > 15 Grad und wenn ich mehr Zeit habe, dann kombiniere ich die Tour sehr gern mit meiner Cross-Hängematte. Ich brauche eh Pausen und die kann ich dann maximal entspannt genießen.

Dass man auf einem Trike tiefer sitzt, wird in Gesprächen mit anderen immer sofort zum Thema. Anfangs hatte ich in dieser Hinsicht auch echte Bedenken. Inzwischen empfinde ich das Trike aber als deutlich sicherer als das UP und die Sitzhöhe ist für mich angehme Referenz geworden. Ich jedenfalls ziehe die tiefere Sitzposition und die Sicherheit der drei Räder klar vor! Aber natürlich muss man sein Fahrverhalten dementsprechend anpassen. @Juergen hat das gut ausgedrückt: "Die richtige Mischung aus Selbstbewusstsein, Vorsicht und Rücksicht hilft enorm."

Die Unterbringung war ein echtes Thema. Im Mehrfamilienhaus in dem ich wohne, gibt dafür keine Möglichkeit. Ich hatte Verschiedenes überlegt, mich am Ende dann aber für eine Box in einem Einlagerungshaus entschieden. Da ich das Trike nur für Freizeitzwecke und nicht täglich nutze, stört es mich nicht, dass ich bis dahin einige Minuten laufen muss. Dafür ist das teuere Rad sicher und trocken untergebracht.

Wenn ich auf meinen Touren bei schönem Wetter locker, leicht dahingleite, dann habe ich schon manchesmal gedacht, dass sich sicher viel mehr Leute ein Trike leisten würden, wenn sie denn wüssten, wieviel Spaß das macht!
 
Das Kettwiesel (wohl alle Deltas) wird von den Autofahrern meist als Behindertenfahrzeug angesehen und deshalb wurde mir oft Vorfahrt gewährt, obwohl ich keine hatte.
Nicht nur Deltas. Ich habe selten so viel Rücksichtnahme gegenüber Radfahren im Straßenverkehr erlebt, wie zu dem Zeitpunkt als ich wegen eines Bänderrisses eine Krücke (für Monks: "Unterarmgehstütze") ans HiTrike klipsen musste.

Und das HiTrike wird normalerweise nicht als "Behindertenfahrzeug" wahrgenommen.
Behindertenfahrzeug ist es keinesfalls, sondern es ist auch sehr sportlich.
Ja, ich war nach kurzer Probefahrt sehr angenehm überrascht: "läuft" erstaunlich gut und auch Kurven sind eine Freude.
 
Hätte ich vor zwei oder drei Jahren gesehen, was mir vor zwei Wochen im Mittelrheintal entgegengekommen ist (ein Tadpole-Trike), dann wäre ich früher umgestiegen. Jetzt war der Sturz mit gebrochener Schulter der Grund für den Wechsel auf drei Räder.

Vor über sieben Jahren bin ich von Köln ins Mittelrheintal umgezogen. Es war die beste Entscheidung meines Lebens. Wegen chronischer Schmerzen (Fibromyalgie und Polyneuropathie) bin ich in Köln nur kurze Strecken mit dem Rad gefahren. Die Schmerzen wollte ich mir nicht antun. Aber hier in wundervoller Natur und schöner Landschaft habe ich wieder angefangen Rad zu fahren. Und mir damals wegen der vielen Steigungen ein E-MTB gekauft. Die ersten Monate habe ich vor Schmerzen geheult und meinem Körper gesagt: „Gewöhn‘ Dich dran !“.

Die Schmerzen konnte ich nur wegen der Schönheiten um mich herum ertragen. Wegen Gangunsicherheiten und Kniearthrose ist Wandern für mich schon seit Jahren nicht mehr möglich. Nach dem dritten Sturz beim Wandern habe ich es mit großem Bedauern aufgegeben. Aber ich brauche und will Bewegung in der Natur, daher ist Radfahren für mich so wichtig. Ohne diese Betätigung würde meine Lebensqualität sehr leiden.

Wegen der Schmerzen in Nacken, Schultergürtel, Unterarmen und Handgelenken habe ich schon vor Jahren nach einem dreirädrigen geländegängigen Rad gesucht. Leider bin ich nicht auf die Idee gekommen „Trike“ einzugeben. Google hat mir nichts derartiges gezeigt und noch nie hatte ich ein Tadpole-Trike gesehen. Erst nach dem Sturz vor vier Monaten bin ich bei der Suche auf Azub gestoßen. „Das ist es!“, dachte ich spontan und war fast ungehalten, dass ich so etwas nicht schon vor Jahren gesehen habe. Insofern bin ich dem ins Handy starrenden Autofahrer dankbar für den Sturz auf die Schulter. Er hat nichtmal gemerkt, dass er auf Kollisionskurs war und ich (auf eine völlig vereiste Fläche) ausweichen musste. Wer weiß, was - außer den Schmerzen - passiert wäre, wenn ich weiter mit dem E-Bike gefahren wäre. Vermutlich nichts Gutes.

Beim Beratungsgespräch habe ich mich zuerst auf ein Scorpion Plus 26 gesetzt, aber da habe ich mich nicht wohl gefühlt. Der Händler wollte mir ein Kettwiesel schmackhaft machen, aber ich habe abgewunken. Auf dem Scorpion fs 26 habe ich mich wohlgefühlt aber im Hinterkopf war die Sorge, dass ich da nicht unfallfrei rauf und runter komme. Denn mein 66 Jahre alter Körper meint es oft nicht gut mit mir. Da kann von einer auf die nächste Sekunde ein Schleimbeutel im Knie ärger machen (oder woanders). Entgegen meiner Vermutung ist das Aufstehen und Hinsetzen kein Problem. Nach dem Aufstehen und vor dem Ausfädeln der Beine aus dem Ausleger stütze ich mich mit dem Schienbein kurz am hochstehenden Pedal ab um dem Gleichgewichtsproblem entgegenzuwirken. Das klappt sehr gut.

Von 100 km träume ich allerdings noch, bisher habe ich nur einmal 54 km geschafft. Die anderen Touren lagen bei 25-35 km. Bisher bin ich knapp 1.200 km gefahren und frage mich, ob ich noch in der Eingewöhungsphase bin oder ob mein Körper keine längeren Strecken zulässt. Oder ob ich mich zu sehr verausgabe.

Gut, dass @Marchi die Geschwindigkeit angesprochen hat, denn diese könnte mein Problem mit der Länge der Fahrstrecke sein. Ich möchte nicht nur die Natur genießen sondern auch fit bleiben. Daher möchte ich mich verausgaben ohne meine Knie zu überlasten. Vermutlich wäre es sinnvoll, an einem Tag zu „powern“ und am anderen gemächlich dahinzugleiten und so längere Strecken zu schaffen. Denn wenn ich das Trike ins Auto lade, um an die Mosel oder Lahn zu fahren, wäre es schade, den ganzen Aufwand nur für 35 km gemacht zu haben. Andererseits: Der Aufwand ist der gleiche, ob ich nun 35 km oder 65 km fahre.

Ein Hinderungsgrund für weitere Strecken ist auch mein Steißbein, das spüre ich mal mehr mal weniger. Vor etwa drei Jahrzehnten ist es beim Rodeln mit meinem Sohn gebrochen. Auf meine Frage nach der Therapie hat der Orthopäde nur gesagt, das heile von selber, man könne es ja schließlich nicht eingipsen. Manuelle Therapie hat er mir nicht verordnet, anderernfalls hätte ich jetzt wahrscheinlich keine Probleme.

Ich bin nicht im dicken Straßenverkehr unterwegs und habe Autofahrer bisher als rücksichtsvoll wahrgenommen. Aber ein Problem sind hier die Fußgänger, die ohne zu gucken auf die Straße laufen und anscheinend meinen, alles hier sei eine Fußgängerzone. Bei meinen Fahrten habe ich neben Unbeteiligten auch freundliche Gesichter gesehen oder hochgehaltene Daumen. Zweimal haben Motorradfahrer von der parallel verlaufenden Bundesstraße gehupt.

Da von Bernhard auch der Bauch angesprochen wurde: Mit etwas mehr als 56 kg bei 173 cm wird mein Bauch beim Pedalisieren nicht von meinen Oberschenkeln massiert (aber leider meine Blase).

Wie dem auch sei: Ich bin sehr glücklich mit dem Trike und kann es jedem Menschen empfehlen, der sich auf dem Aufrechtrad nicht mehr sicher fühlt (oder die Schmerzen nicht mehr ertragen will). Vor dem Sturz bin ich schon einige Male mit dem E-Bike auf die Seite gefallen, weil ich an Steigungen zu langsam war oder weil ich beim Aufsteigen mit der Hose an der Sattelnase hängen geblieben bin. Oder wegen meiner Gleichgewichtsprobleme, die beim Absteigen zum Tragen gekommen sind. Wie schön ist dagegen doch das entspannte Fahren auf dem Trike!
 
Zuletzt bearbeitet:
@Marchi
Ich bin jetzt 70 und fahre seit eineinhalb Jahren ein Gekko, wegen Niedriger Rente und sich leisten können.
War die beste Entscheidung vom Hard MBB aufcein Trike umzusteigen.
Rekorde brauchte ich nie, einzig die z.T saubere Luft einzuatmen, dabei sitzen zu bleiben und die Natur zu genießen.
Keine Rücken, Nacken und Handgelenkschmerzen mehr zu haben.
Fahre ohne Motor und bin manchmal mit nur 10 oder 25 km zufrieden.

Nach dem bekannten Spruch:

„Der Weg ist das Ziel“

Und wenn man den Weg dann auch noch im Liegen zurücklegen kann, was will Mann/Frau denn da noch mehr?
 
Das Forum an sich ist ja fast eine Ü50-Gruppe
Wenn ich sehe, dass ich vor 23 Jahren zu zwei der Vorgänger Foren dazugestoßen bin, dann ist das doch fast zwangsläufig so. Wir werden halt alle jedes Jahr älter. Ich bin mit 27 zum Liegeradfahren gekommen. Auch wenn ich bald der Ü60 Gruppe angehöre, fühlt sich das doch ganz anders an, als wenn man erst Ü50 zum Liegeradfahren dazu gestoßen ist.
C.
 
Wegen Alter (86) und Gleichgewicht Probleme habe mein Scorpion Plus 20 mit Shimano Antrieb gekauft. Seit Dez. 2025 bin ich 1500km gefahren. Nächste Woche Dienstag ADFC Abend Tour 31 km über Stock und Stein. Übrigens, sogar BMW Fahrer geben mir Vorfahrt manchmal. Ich habe Mobilität und Freiheit bekommen.
 
Ich habe durch meinen Fahrrad-Unfall, den ich mit meinem normalen Fahrrad erlitten habe und den dadurch erfolgten Umstieg aufs Anthrotech erst erfahren, das ich auf dem Dreirad viele Leute sehe, die sich freudig nach mir umsehen und auch im Verkehr habe ich bis jetzt keine negativen Erfahrungen machen müssen.
Ich zähle mich aufgrund meines Alters noch nicht zur Gruppe der Renter, habe aber aufgrund meines letzten Besuches bei der Spezi die Erfahrung gemacht, das es immer mehr Leute gibt, die auf den ersten Blick keine körperlichen Einschränkungen haben, aber sich durchaus der Vorteile eines solchen Rades bewusst sind. Sonst wäre bei den verschiedenen Anbietern nicht so ein Andrang und ein Run bei den Probefahrten gewesen.
 
Moin, dann gehöre ich ja auch in diese Rubrik (67 Jahre). Ich bin erst relativ kurz dabei. Bisher bin ich viele Jahre E-Bikes gefahren. Dafür bietet sich unsere Region im Herzogtum Lauenburg ja auch förmlich an. Durch einen Unfall und erst sehr spät erkannter Innenknieverletzungen war das Fahren mit einem E-bike fast unmöglich. Im Januar diesen Jahres sprach mich eine Bekannte an, deren Mann (inzwischen verstorben) aus gesundheitlichen Gründen ein Liegedreirad brauchte und vor 10 Jahren ein Kettwiesel gekauft hat. Dieses Wiesel habe ich dann im Februar gekauft mit einer Laufleistung von gerade mal 3000 km. Im März kam die Knie-OP Kreuzband, Patella, Knorpel und Meniskus (hat keiner auf einem MRT gesehen:sneaky:) Bisher bin ich nach den durchgeführten Einstellungen und Wartungen sehr zufrieden und kann endlich wieder längere mit meiner Frau (auf E-Bike)Touren fahren. Schon 2 Wochen nach der OP bekam ich das GO für leichtes Training auf dem Wiesel. Jetzt möchte ich es nicht mehr missen. Meine ersten Tests haben mir klar gemacht, dass das E-Bike noch immer Probleme macht. Könnte bis zu 10 Monate dauern.... Man wird sehen.
 
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