Ein paar Fragen zu Schweden/Skandinavien

Dieses Thema im Forum "Plauderecke" wurde erstellt von abcde, 15.07.2018.

  1. abcde

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    Hallo,

    da es aufgrund eines Planungsfehlers meinerseits, ich dieses Jahr nicht zum Nordkap fahren werde, hier mal ein paar Fragen zu Schweden/Skandinavien generell:

    • Wo kriege ich raus, das ich auf gewissen Straßen fahren darf? Bis jetzt habe ich nur im Radreise Wiki gelesen, das es wohl in Südschweden ein paar Straßen gibt, wo ich nicht lang fahren darf.
    • Ich habe mir mal eine Route ausgedacht, die ich wahrscheinlich fahren werde, siehe: Link. Für den Fall, das der Link nicht Funktionieren sollte: Geht von Stömne nach Luleå und dann nach Idre. Falls jemand fragen sollte: Ich habe das so gebucht, weil es anders nicht mehr möglich war. Die Strecke würde ungefähr so verlaufen, als wenn ich zum Nordkap fahren würde. Daher, als Vorbereitung fürs nächste Jahr geeignet.
    • Gibt es genug Wasserquellen Unterwegs auf der Strecke? Also Tankstellen, Friedhöfe, Flüsse, u.s.w.
    • Ist jemand eine Vergleichbare Strecke gefahren und kann was dazu sagen oder hat eine Empfehlung?
    Das ist erst mal das, was zu meinen Urlaub gerade einfällt. Hoffe mal, das ich nichts wichtiges vergessen habe.
     
  2. Wikinger

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    Eine Liste der Autostraßen in Schweden findest Du hier. Die obere Liste bietet den aktuellen Stand. Der Rest des schwedischen Wikipediaartikels referiert die historische Entwicklung.
     
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  3. Christoph Moder

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    • Flüsse gibt es viele. Und da es, abgesehen vom Umland größerer Städte, wenig Landwirtschaft und viel Wald gibt, dürfte die Wasserqualität gut sein.
    • Tankstellen: Eine so hohe Tankstellendichte wie in Deutschland findet man wohl in keinem anderen Land. Allerdings gibt es in Schweden kaum Autobahnen, der Fernverkehr (mit einer viel geringeren Verkehrsdichte) erfolgt über Landstraßen, d.h. dort gibt es schon Tankstellen.
    • Besiedelung: Ist in Skandinavien natürlich nicht so dicht wie in Deutschland; im Süden vielleicht halb so dicht (verglichen mit ländlichen Gebieten in Bayern), im Norden noch einmal deutlich dünner. Aber es gibt auch deutlich weniger Straßen.
    • Friedhöfe: Ja, aus meiner Erinnerung kann man da meistens Wasser tanken; allerdings ist dort nicht eine Kirche mitten im Ort, umgeben von einem Friedhof, sondern die Dörfer sind oft Streusiedlungen, und die Kirche, falls vorhanden, irgendwo.
    Kurz gesagt: Sollte kein Problem sein. Trotz dünnerer Besiedlung kommt man oft genug an Tankstellen und kleinen Supermärkten vorbei, und die Öffnungszeiten sind tendenziell auch großzügig.
     
  4. jaap1969

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    Ich war dieses Jahr in Suedschweden unterwegs.
    Im Verhältnis zu uns gibt es viele geschotterte Strassen bzw Strassen die mal Asphalt hatten und jetzt Schlaglochpisten plus Schotter sind.
    Ich hab dann versucht mich an die blauen Schilder zu halten. Hat meistens funktioniert. Wenn die Strecke durch große Waldgebiete hörte der Asphalt irgendwann auf.
    Hauptstraßen hab ich ab und zu gefahren. Relativ problemlos da wenig Verkehr.
    Supermärkte haben zu 90% jeden Tag offen. Dichte ist wesentlich geringer wie bei uns.
    Ich hab jeden morgen mit Smartphone geschaut wo ein Laden auf meiner Strecke lag. Mit Osmand ging das prima offline. Da kann man nach einzelnen Kategorien wie Lebensmittel oder Tanke suchen.
    Man muss sich in Schweden halt dran gewöhnen dass die bei vielen Sachen Familienpackungen verkaufen.
    Unter 400g Wurst/Käse/ Fleisch hat man kaum Auswahl. Bei Aldi oder Lidl die man ab und zu in Städten findet siehts da etwas besser aus.
    Wasser in Supermärkten ist meistens mit Kohlensäure oder mit Geschmack.
    Stilles Wasser findet man selten.
    Bei den öffentlichen Toiletten kam man mit der Trinkflasche ab und zu schwer an Wasser. Becher hat da geholfen.
     
  5. abcde

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    Hallo,

    Danke. Kam noch nicht auf die Idee, in der Schwedischen Wikipedia zu suchen... Egal. So wie es aussieht, werde ich wohl keine Probleme haben, da ich von Mittelschweden nach Norden fahre. Und da ist, so weit ich das erkennen kann, erst in der nähe von Luleå wohl eine Autobahn (oder eine andere Straße, die für Radfahrer gesperrt ist). Scheint also alles halb so wild zu sein.

    Naja, ich nehme mehrere Flaschen mit und einen Wassersack 10l. So sollte ich den einen oder anderen Tag ohne Wasserquelle auskommen können. Muss ich dann mal schauen, wo ich Wasser her bekomme.

    Das hört sich ja schon mal gut an. So lange die Stecken halbwegs befahrbar sind, ist es mir auch egal. Hauptsache, ich kann auch mit dem Zelt irgendwo schlaffen, wenn ich nichts erreichen sollte. Habe auf jedenfalls einen Vorrat an Gefriergetrockneten Lebensmitteln dabei, für den Fall, das ich eine Zeitlang ohne Einkaufsmöglichkeit auskommen muss. Größere Mengen werde ich wahrscheinlich auch alleine Essen können. Werde ja gut einen Monat unterwegs sein.

    Osmand habe ich auf meinen Smartphone. Habe heute mal geschaut, was das Teil noch so kann und gesehen, das ich da eine Menge an Sachen finden kann. Danke für den Tipp.

    Was ich noch wissen will/muss ist ÖPNV in Schweden. Für den Fall, das ich nicht mehr weiter komme wegen Defekt/Panne oder aus Gesundheitlichen Gründen: Gibt es irgendwie eine App/Seite, wo man sagen kann: Von hier nach z.b. Idre? Wo man zur Not auch die Fahrkarten kaufen kann und angezeigt bekommt, ob Fahrrad mitnahmen möglich ist? Hoffe mal, das ich nicht darauf angewiesen bin, aber wenns nicht anders geht, dann ist es eben so.
     
  6. Wikinger

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    Das ist in Schweden aufgrund des allemansrätten überhaupt kein Problem:)
     
  7. abcde

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    Hallo,

    aber nur dort, wo man niemanden auf die Nerven geht. In einer Siedlung könnte das problematisch werden... :) Es hat schon seinen Grund, warum ich ein Zelt mitnehme. Nur wie ich gerade gesehen habe, gibt es anscheinend genau in der Region, wo ich bald sein werde, zurzeit Waldbrände. Da will man ja nicht in der nähe sein. Und da es anscheinend in Schweden gerade sehr trocken ist, kann es sogar zum Verbot des Feuermachens kommen, wenn es nicht schon der Fall ist. Was bringt mir das allemansrätten, wenn ich nur kalt essen darf?

    Wie gesagt, muss ich dann wohl vor Ort entscheiden, wie ich dann weiter komme. Ich werde mich da einfach mal überraschen lassen.
     
  8. abcde

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    Hallo,

    noch was zum allemansrätten: Christine Thürmer (eine Langstreckenwanderin) hat dazu was in ihren Buch "Wandern. Radeln. Paddeln.: 12000 Kilometer Abenteuer in Europa" geschrieben (aus meiner Erinnerung). Sie war da wohl mal in Schweden Paddeln und hat dabei einen Förster/Ranger getroffen, der übrigens Deutscher ist. Begründung: Er wurde eingestellt, weil er Deutsch kann. Warum: Weil es wohl viele "Outdoor Typen" einen auf Bear Grylls (oder vergleichbare Personen) machen und meinen, sie müssten nicht nur Bäume Fällen sondern auch ein richtig großes Lagerfeuer machen. Aber das reicht natürlich nicht, denn man muss noch mit Plastikplanen einen Regenschutz machen. Effekt ist, viel Müll und Zerstörung und viele Kosten für die Nationalpark Betreiber, weil die ja das Feuerholz herran schaffen müssen.

    Das bei solchen Aktionen natürlich das Jedermannsrecht kritisch gesehen wird, sollte dann klar sein. Irgendwo habe ich mal gelesen, das man in Norwegen darüber nachdenkt, das Jedermannsrecht einzuschränken, unter anderem, wegen solchen "Erfahrungen".

    Daher, man sollte das Recht in Skandinavien nicht einfach so auslegen, man darf, sondern man sollte sich bewusst sein, das man keine Verbrande Erde hinterlässt, weder in Wörtlichen noch in Übertragenen sinne. Also vorher Informieren, was dies angeht.

    Ich hoffe, das es verstanden worden ist, das man mit solchen Rechten vorsichtig sein sollte und vielleicht einfach den einen oder anderen Campingplatz nutzen. Schadet ja nicht. Ich hatte mir das so vorgenommen.
     
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  9. Ich

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    Jedermannsrecht wird wohl in Norwegen und Schweden unterschiedlich ausgelegt. Mir hat ein Schwede erzählt, dass er mal angeeckt ist, als er sich auf der Wiese eines Bauern in Norwegen gesonnt hatte. Sowas ist in Schweden problemlos möglich, d.h. auch privater Grund darf von der Allgemeinheit genutzt werden. (Natürlich nicht direkt hinterm Haus.) Ich selbst bin bisher nirgends getadelt worden. Einfach da übernachten, wo man meint, dass man keinen Schaden anrichtet und niemanden auf die Nerven geht. Abstand zu bewohnten Häusern vllt. min. 200 m halten, aber auch viel mehr ist im Norden ja ohne Probleme möglich. Gute Übernachtungsplätze sind Badestellen.
    Feuer machen geht wohl in diesem Jahr nicht. Aber jeder Campingplatz hat eine Küche. Teuer können die Campingplätze manchmal sein, z.B. 27 € für die Übernachtung.
    Die einzige Region, wo es mir schwer fiel, einen Übernachtungsplatz zu finden, war an der unteren westlichen Küste Schwedens zw. Göteborg und Malmö. Man könnte so schön in den Dünen übernachten, nur überall steht ein Verbotsschild. Ich habs trotzdem gemacht.
     
    Zuletzt bearbeitet: 16.07.2018
  10. Langhals

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    Nicht ohne Grund ist das campieren in den Naturschutzgebieten, zu denen auch die Dünen gehören, verboten. Je mehr Leute das dann trotzdem machen, desto mehr Verbote wirds geben, denn die Schweden sind zunehmend genervt von den ignoranten Touris.
    Wegen der Waldbrandgefahr hab ich grad kurzentschlossen meine Route an die Küste verlegt. Selbst auf den Campingplätzen im Inland, sind die offenen Feuerstellen stillgelegt.
    Was den öpnv betrifft, ist es im Norden etwas schwierig. Viele buslinien wurden eingestellt und die meisten noch existierenden nehmen offiziell keine räder mit. Wenn man lieb bittet beim Busfahrer kann man aber Glück haben.

    Gruß
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  11. jaap1969

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    In Schweden gibts viele Bahngesellschaften. Fahrradmitnahme ist nur bei wenigen möglich und ändert sich wohl öfters. Im Norden transportiert meines Wissens nur die Inlandsbanen Fahrräder. Das ist aber eine touristische Bahn. Wo der Zug auch mal stehen bleibt um schwedische Folklore zu genießen.

    Deswegen am besten direkt bei den einzelnen Gesellschaften nachfragen.
    Die Infos der deutschen Bahn in der Reiseauskunft sind auf jeden Fall falsch. Deswegen dort nicht Fahrradmitnahme ankreuzen.
    Die Apps der schwedischen Bahnen bringen die nur was wenn du schwedisch kannst.
    Automaten am Bahnhof sollen viele kein Bargeld akzeptieren sondern nur Karte.

    Und vor 5 Jahren wurde mir mit dem Rad der Zutritt zum Hbf in Stockholm verweigert.
     
    Zuletzt bearbeitet: 16.07.2018
  12. Guzzi

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    Ich bin gerade letzte Wochen einen Brevet in Schweden (um Örebro herum, von Hjo im Süden bis Höhe Falun im Norden) gefahren und habe darüber mit einen RR-Fahrer aus Schweden gesprochen. Verboten für Fahrräder sind wohl alle Straßen, die "kraftfahrstraßenmäßig" ausgebaut sind, d.h. die Richtungsfahrbahnen baulich getrennt sind (Pfosten mit dazwischen gespannten Stahlseilen). Das werden leider immer mehr der großen Straßen (die mit 2-stelligen Nummern). Leider kann der Ausbauzustand schnell von nicht getrennt zu getrennt ohne Vorwarnung und Abfahrmöglichkeit wechseln. Ein "Fahrradverbotsschild" oder "Kraftfahrstraßenschild" (wie in D oder DK) wird man da aber kaum sehen. So sind wir beim dem Brevet auch kurze Stücke (max. 1km, rauf und dann wieder bei der nächsten Gelgenheit abgebogen) auf solchen Straßen gefahren.

    Die besten Erfahrungen bei der Routenplanung zur Erkennung solcher verbotenen Straßen habe ich mit der Routenplanung von gpies gemacht:
    "Wegen folgen" aktivieren
    - bei Typ "Rennrad" wird über alle erlaubten Straßen geroutet
    - bei Typ "Fahrradtour" wird wenn als Alternative ein Radweg vorhanden ist, der benutzt
    Das habe ich gerade nocheinmal mit mir gut bekannten Straßen um Jönköping getestet. Garmin MapSource / BaseCamp mit OSM-Karten aber auch BRouter routen über eine solche "Kraftfahrstraße", sind dafür nicht tauglich.

    Da kann man leider auch keine pauschalen Aussagen machen.
    - Alle "blauen" (blaue Hinweisschilder) Straßen mit 3-stelligen Nummer sind immer asphaltiert (diese Nummern sind auch an den Straßenschildern verzeichnet)
    - "blaue" Straßen mit Buchstaben + 3- oder 4-stelliger Zahl sind meistens, aber nicht immer asphaltiert
    - "gelbe" Straßen sind meistens geschottert (aber es gibt auch asphaltierte Ausnahmen)
    Zur Erkennung von nicht asphaltierten Straßen habe ich die besten Erfahrungen mit Garmin MapSource / BaseCamp in Verbindung mit der OSM-Karte von garmin.openstreetmap.nl mit Typ "Generic Routable (new style)" gemacht. Dann wird in MapSource das Attribut "unpaved" angezeigt.

    Guck nach weißen Hinweisschildern "Ortsname K:A". Die Kirchen sind ausgeschildert, die Friedhöfe liegen meistens um die Kirchen herum.

    Ich würde sogar behaupten, daß die Tankstellendichte in Schweden (bis Höhe Mora/Gävle) sogar größer als in Deutschland ist. In vielen kleinen Orten aber dann nur Automaten, d.h. keine Möglichkeit Wasser/Vorräte zu kaufen. Nach Norden wird die Anzahl und Größe der Orte deutlich geringer, aber dort würde ich aus fließenden Gewässern (in Wasser aus Seen gibt's zuviel Proteineinlage in Form von Mückenlarven...) auch bedenkenlos Wasser trinken.
    Jein, hier gilt das gleiche wie bei den Tankstellen. Fahr mal durch die Altmark in Sachsen-Anhalt, Nord Thüringen oder McPomm... nur noch Supermärkte in den größeren Städten. Dagegen findet man in Schweden auch noch in kleineren Orten Einkaufmöglichkeiten.

    Es gibt zwar das Jedermannsrecht, es ist aber gar nicht so leicht eine passende/schöne Stelle zu finden. In Sichtweite von Häusern sollte man nicht sein Zelt aufbauen und Schweden ist verdammt zersiedelt, d.h. überall im Wald steht hier und da ein Haus. Nach Norden (über Östersund) wird es außerdem verdammt morastig neben den Straßen. Da muß man regelrecht nach einer geeigneten Stelle suchen, wo man ein Zelt aufbauen könnte. Campingplätze sind aber nicht so teuer, wenn man nur mit Zelt kommt, recht häufig, gutr ausgeschildert und man hat immer eine Küche zur Verfügung. Den sanitären Standard darf man aber nicht mit dem auf deutschen Campingplätzen vergleichen.

    Das betrifft vor allem das Angeln an der Küste. Ich habe auf meinen (Motorrad-)Touren durch Norwegen genug Deutsche gesehen/gesprochen, die mit gemieteten Kleintransportern und Kühlboxen an den Fjorden unterwegs waren und ihr Auto mit frei geangelten Fisch gefüllt haben... (n):mad:

    Du wirst viel Spaß haben. Für mich ist Schweden das gelobte Land für Radfahrer, nicht NL oder DK!

    Gruß Hartmut
     
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  13. Ich

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    Das ist mir auch völlig neu. Werden denn die Kraftfahrtstraßen mit einem Schild gekennzeichnet oder wie erkennt man, dass man hier nicht lang radeln darf.
    Fahrradverbotsschilder habe ich gesehen, selten und nur für kurze Stücke. Meistens in größeren Städten.
     
  14. Guzzi

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    Ja, so wenig "Verbot für Fahrradfahrer"-Schilder habe ich selten gesehen.
    Das war gerade auch mein Problem. Da steht weder ein Kraftfahrstraßenschild (das es auch in S gibt, dann wäre es eindeutig) noch ein Schild "Verbot für Fahrradfahrer". Darum schrieb ich ja auch "kraftfahrstraßenmäßig" ausgebaut. Diese Straßen sind in den letzten Jahren immer mehr geworden. Der Rennradfahrer, mit dem ich darüber gesprochen habe (ein Deutscher, der seit 15 Jahren in S lebt), konnte aber auch nicht zu 100% sagen, wie das ganz genau gesetzlich geregelt ist. Das hat mich bisher auch nur wenig betroffen, da ich hauptsächlich mit dem Motorrad dort unterwegs war. Seit ich aber seit 7 Jahren vermehrt Rad fahre, habe ich mich immer wieder gefragt, wie ich hier und dort denn mit einen Fahrrad fahren könnte. Und auf solchen Straßen möchte man mit dem Rad wirklich nicht fahren: Links die Stahlseile, rechts Leitplanken und meistens auch kein Multifunktionsstreifen (auch kein schmaler), wo man mit dem Rad fahren könnte. Ein Auto würde da an einem noch vorbeikommen (über einen Seitenabstand muß man aber schon nicht mehr nachdenken...), bei einem LKW wird's fast unmöglich.
     
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  15. Joosten

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    Das kann so nicht stimmen, da solche Straßen - mangels Alternative - durchaus als Radroute ausgewiesen werden, siehe meinen Beitrag von der E4 aus 2016:

    https://www.velomobilforum.de/forum...er-radweg-des-tages.40724/page-20#post-749930
    #385f

    Ich würde immer davon ausgehen, dass erlaubt ist, was nicht per Schild explizit verboten ist. Sonst wäre keine Radreise möglich, denn nördlich von Sundsvall existieren keine befahrbaren, durchgehenden Verbindungen parallel zur E4.

    Denen habe ich von zu Hause aus eine E-Mail geschickt mit der Frage, ob sie mein Velomobil (mit Angabe der Maße) mitnehmen würden. Antwort: Machen sie nicht, da die vorgesehenen Flächen in den Zügen zu klein seien.
     
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  16. DilettDante

    DilettDante

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    Was Seitenstreifen und Hauptstraßen angeht. Da helfen Satellitenbilder ganz gut. Hab ich Louisiana verwendet wo Highway und Interstate zusammen über die gleiche Brücke fuhren.
    Streetview kann auch helfen.
     
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    Vielleicht noch ergänzend zum Thema Wasser:

    Es gibt verschiedene Verunreinigungen:

    Bakterien und Schwebeteilchen. Dafür reicht ein https://sawyer.com/products/mini-filter/

    Aber: der kann die anderen Problemstellungen nicht. In Europa hauptsächlich relevant ist chemische Verunreinigung zum Beispiel aus Landwirtschaft. In Skandinavien ist das Problem wegen der dünnen Besiedlung sehr reduziert, man kann vielfach das Wasser einfach so trinken, zumindest fließende Gewässer. Aber letztlich weiß man auch hier oft nicht, ob nicht doch weiter oben vom Bach/Fluss nicht Landwirtschaft betrieben wird. Da kann einem dann schon mal übel werden, oder gar schlimmer.

    Ich laufe auch hier in Deutschland immer wieder mal trocken. Ist kein Problem, aber deswegen muss ich manchmal einen schönen Lagerplatz liegen lassen und weiter fahren, als ich möchte. Daher wollte ich mir das S1-System holen. Spätestens dann auch für Touren, die in abgelegenere Gegenden gehen. Besser, als 10 Liter Wasser zu schleppen (und ggf. trotzdem noch trocken zu laufen).

    https://sawyer.com/products/select-filter-and-purifier/

    Das S2-System kann zusätzlich noch Viren, was aber eigentlich nur in Slums, Flüchtlingslagern oder bei speziellen Virenwarnungen wichtig ist.
    Das S3-System kann dann zusätzlich noch Schwermetalle, was aber nur in der Nähe von Bergbau relevant ist, bei Naturkatastrophen oder teils auch Schwerindustrie, aber eher in Entwicklungsländern. Beides also aus Europäischer Sicht eher Ausnahmefälle.
     
    Zuletzt bearbeitet: 17.07.2018
  20. abcde

    abcde

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    ich hoffe mal, das es bis dahin, wenn ich hinfahre, etwas Regnet, so das ich mit Feuer machen keine Probleme bekomme. Ich hoffe auch, das mein Trangia keine Probleme bereitet, was dies angeht. Sonnst habe ich dann ein Problem. Kaltes Essen wollte ich nicht essen...

    @1Hz :

    Das mit dem Wasserfilter ist immer so eine Sache. Muss ich schauen. Wenn im ausreichenden Abstand Wasserquellen gibt, wie Tankstellen oder Friedhöfe, dann sollte das alles kein Problem sein. Hoffe mal, das die Flüsse und Seen trinkbar sind. So weit ich weiß, ist in der nähe, wo ich losfahren werde, der See Vänern. Soll wohl gut als Trinkwasserquelle sein. In der nähe ist auch noch der Glaskogen Nationalpark. Da sehe ich erst mal keine Probleme. Auf der Rest der Strecke müsste ich dann schauen, wie es dort aussieht. Zur Not eben Supermarkt.

    @Guzzi :

    Danke für den Tipp. Werde mir die Seite mal anschauen. Das mit dem Straßen ist natürlich ärgerlich. Muss ich mal schauen, wie ich das dann mache. Vielleicht finde ich ja ein paar Alternativen dazu. Ich werde wohl da Improvisieren müssen.
     


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