Ein neues Neige-Trike...

Ahmad braucht vermutlich mindestens zehn Enthusiasten, um die Produktion zu starten, denn die Herstellung eines einzelnen oder weniger Exemplare erscheint mir sehr schwierig.
Ja das wird vermutlich am Ende das Problem sein. Zumal diese kleine Zielgruppe auch noch viele "Maker" beinhaltet die ungern 12 k€ für eine fertige Lösung ausgeben die dann doch nicht zu 100% ihren Vorstellungen entspricht, Stichwort Enviolo. Ich könnte mir deshalb auch ein anderes Geschäftsmodell vorstellen. Lizenzen für den nicht-kommerziellen Nachbau verkaufen incl. der dafür nötigen Daten. Plus einem Shop für die schwierig zu beschaffenden Teile wie Carbon und Alufrästeile. Vorteil wäre auch das man aus der CE Nummer rauskommt. Vielleicht würde sich daraus ein kleines TriXi Ökosystem entwickeln..
Ob man davon am Ende leben kann bezweifle ich zwar auch, aber vielleicht etwas von den bisherigen Kosten wieder reinholen. Auf jeden Fall behält man die Kontrolle über die kommerzielle Verwertung.
 
Auf YouTube habe ich dieses Video auf Englisch kommentiert, hier ist aber die deutsche Übersetzung:

Dieses fantastisch designte Trike war tatsächlich mein erster Anlaufpunkt auf der SPEZI nach der Eröffnung. Auf der SPEZI-Website gab es im Vorfeld der Messe kurzzeitig einen Film mit Dr.-Ing. Ahmad Omari persönlich am Steuer. Fasziniert davon lud ich ihn sofort herunter, um die Funktionsweise zu studieren. Zurück zur SPEZI-Eröffnung am Morgen. Leider war niemand da, aber später traf ich den Erfinder und seine Frau und wir hatten ein tolles Gespräch.

Im Grunde genommen ist es so: Es vereint sozusagen unkonventionelles ingenieurtechnisches Denken im Bereich der Trikes und schafft gleichzeitig ein bewusst gewähltes ästhetisches Gesamtbild. Die praktischen 24-Zoll-Räder sorgen für eine etwas höhere Sitzposition. Mir persönlich gefällt das. Nicht zu vergessen: Die Lenker lassen sich unabhängig von der Neigung bedienen! Sie neigen sich nicht.

Wer sich ernsthaft für dieses Trike interessiert und in Europa ist, sollte unbedingt einen Termin vereinbaren und in Aachen eine Probefahrt machen. Aber Achtung: Es ist kein Trike, mit dem man einfach nur sitzen und in weite Ferne schweifen kann. Es braucht etwas Übung. Wie bei allen Kippdreirädern gilt: Man muss es selbst ausprobieren, um herauszufinden, ob es einem liegt. Man braucht auch etwas Zeit, um den Dreh rauszubekommen.

Am zweiten Tag wollte ich eigentlich zurückkommen, um weitere Videos zu drehen, aber Ahmad war mit jemandem unterwegs, der das Trike testete. Das ging nicht gut, das Trike wurde beschädigt. Deshalb lade ich euch ein, dieses Trike selbst auszuprobieren. Und ja, Aachen ist auch eine interessante Stadt.

Wenn ihr seht, wie sanft Ahmad selbst damit fährt, werdet ihr, nachdem ihr den Dreh raus habt, absolut begeistert sein.
Jetzt braucht er nur noch 10 Personen für die erste Serie. Jemand Interesse? Ich werde demnächst nach Aachen fahren, um mehr zu erfahren und zu berichten.
 
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