Eigenbau-Prototyp als Vierradtandem mit Tretlagermotor soll optmiert werden

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Hallo an alle Forumsteilnehmer,
nach dem ich jetzt schon einige Monate diverse Forumsbeiträge gelesen habe und so allerhand Wissen übernehmen konnte, will ich doch auch über mein Quad-Projekt berichten und auch gerne mir Kritik anhören bzw. anlesen. Gern nehme ich auch Anregungen entgegen.
Seit Anfang März 2020 fahren wir unser Vierradtandem mit Bosch-Tretlagermotor ( Classik-Ausführung) mit großer Begeisterung und es sind schon ca. 5000km geworden.
Da die Suche nach einem für uns optimalem Tandem in den Jahren zuvor nicht erfogreich waren, habe ich einen eigenen Entwurf erstellt und auch als Prototyp gebaut. Während der vielen Ausfahrten wurde ausreichend getestet und teilweise wurden danach Änderungen an der Bauausführung durchgeführt.
Das Tandem hat vier 24"-Räder, es besteht aus einem Hauptrohr (QR 40x3 in St-37) mit angebautem Tretlagermotor, über dem der Akku verbaut ist. Vorder- und Hinterachse sind jeweils an einem QR50x2 aufgebaut und auf dem Hauptrohr verschieb- und klemmbar. Die VA ist als Doppelquerlenker mit zwei Dämpfern ausgeführt, die Dämpferanlenkung gestattet ein freies Neigen des Rades mit Arretierung in Mittelstellung. Unterhalb des Sitzes ist eine Rohloff angeordnet. Die Lenkung erfolgt mittels Oberlenker. Als Achsschenkel-Querlenkerverbindung habe ich Spurstangenköpe aus der Kfz-Technik eingesetzt. Bremse vorn besteht aus 90-iger Bremsnaben mit Einzelansteuerung. Sitz und Rückenlehne sind einzeln nach vorn klappbar, ebenfalls der Lenker der Beifahrerin (zwecks Minimierung der Fahrradbauhöhe).
Die HA hat Längslenker mit einzeln gefederten Rädern, ursprünglich waren die Dämpfer über eine Ausgleichwelle zwecks Neigetechnik gekoppelt mit Arretierung in Mittelstelleung, die Neigung konnte die Beifahrerin mit ihrem Lenker beeinflussen. Das hat sich nicht bewährt und wurde ausgebaut. (Die Neigetechnik diente zum Ausgleich der Fahrbahnschrägen). Durch den hohen Schwerpunkt des Fahrrades stellt sich bei schrägem Untergrund eine zusätzliche Schrägstellung duch unterschiedliche Einfederung zwischen linker und rechter Seite ein, deshalb habe ich einen Stabilisator eingebaut. Da meine Beifahrerin und ich sehr unterschiedliche Tretgeschwindigkeiten und -Gewohnheiten haben (sie tritt langsamer mit Pausen), habe ich einen eigenen Antriebsstrang mit einer Nexus 7-Gang verwirklicht. Nexus und Rohloff treiben eine Zwischenwelle, die zentrisch im Längslenkerdrehpunkt liegt. Ein Wippen, auch bei starker Pedalkraft, tritt nicht auf (die Dämpfer wirken in Zug- und Druckrichtung) . Die Zwischenwelle ist beidseitig mit einem Freilaufritzel versehen, von dort gehts einzeln zum jeweiligen Hinterrad. Die Hinterräder haben Scheibenbremsen, einzeln durch die Beifahrerin zu bedienen. Zwecks Baulängenverkürzung kann nach dem Lösen der Rohrklemmung zum Hauptrohr die HA um ca 580mm nach vorn verschoben werden Der Kettenlängenunterschied wird durch Verschieben einer Umlenkrolle selbsttätig ausgeglichen. Hinter der Beifahrerin ist zwischen den beiden Laufräder eine Gepäckkiste angeordnet. Alle vier Laufräder sind mit einem Schutzblech versehen, welche aber noch nicht ausreichend ihre Aufgabe erfüllen. Im letzten Herbst habe ich einen zweiteiligen klappbaren Witterungschutz nachgerüstet. Das Kopfteil klappt nach hinten, das Frontteil nach vorn. Im Sommer diesen Jahres habe ich das Kopfteil durch eine Windschutzscheibe ausgetauscht.
Einige technische Daten.
Breite 800mm
Länge 2600mm, verkürzt ca 20020mm
Radstand 1600mm
Fahrrradeigengewicht derzeit ca 120kg
Federwege VA und HA ca 80- 100mm
Neigungswinkel bis +/- 20 Grad ausgelegt, wird aber nicht ausgenutzt (Kurvenneigung nicht erforderlich)
Bodenfreiheit ca 150mm
4 Laufräder 24", verstärkte Felgen mit 3mm Speichen
4 Reifen Schwalbe plus, 48mm breit
Lenkeinschlag (äußeres Rad) 30Grad, inneres 36 Grad
Nachlauf ursprünglich 60mm, mittlerweile auf ca 35mm reduziert
Lenkrollradius 25mm
Wir sind bisher im Flachland unterwegs ( ca 18km/h), der elektrische Energieeinsatz liegt bei ca. 20Wh pro km, wir haben zwei Akku´s mit je 400Wh im Wechseleinsatz
Fahrer und Beifahrer wiegen zusammen 180 kg, hin und wieder befördern wir bis zu 30kg Zuladung
Bei Einzelnutzung kann das Fahrrad um 270mm verkürzt gefahren werden
Das Fahrrad wird auch im Winter genutzt
Für die Optimierung sind folgende Ideen geplant (vorrausschicken möchte ich, die Priorität liegt bei uns bei Sicherheit, Zuverläßigkeit und Haltbarkeit, Zweckmäßigkeit und einfache Reduzierung der Baumaße für den Transport in der Wohnmobil-Fahrradgarage, ist bis auf Länge des Hauptrohres schon verwirklicht):
- Reduzierung der Hauptrohrlänge (dafür ist der Klemmabstand an der HA zu verkleinern)
- Lenkrollradius gegen null
- Nachlauf ca 20mm
- Querlenker an der HA in Verbindung mit Kardanwellen
- Stabilisatorwirkung ein- und ausschaltbar
- Neigetechnik mit Feststelleinrichtung
- Kapselung der Kettentriebe der HA
- Bafang HD -Antrieb
- verschließbare Fächer für zweiten Akku und Werkzeug
- Beleuchtung über Fahrakku
- bessere Laufrad-Schmutzbleche
- Verbesserung des Witterungsschutzes
- Gewichtsreduzierung
- und weitere Kleinigkeiten

Bei der Auslegung des Prototypen habe ich auf solide Spannungsbemessung und große Einstellmöglichkeiten verschiedener Parameter wertgelegt, es ist kein Leichtbau, soll es auch nicht unbedingt werden, ausfallsicheres Funktionieren ist mir wichtig (während der 5000km ist mir ein Lenkhebel gebrochen, weil ungenügend verschweißt, und zweimal die Kette abgelaufen, weil jeweils ein Zweig zwischen Umlenkrolle und Kette geraten ist) und zweimal Plattfuß, als noch Kendareifen montiert waren.
Das Fahrrad ist sehr robust, allein bin ich Wanderwege mit starken, allerdings kurzen Steigungen und starken Schräglagen gefahren. Insgesamt bin ich mit den Fahreigenschaften sehr zufrieden, wir sind allerdings langsam unterwegs, besonders an Steigungen, aber lieber langsam fahren statt schieben. Wir lieben die Bequemlichkeit, unser Fahrrad hat für Fahrer und Beifahrer jeweils zwei Rückspiegel, je eine Klingel, für die Beifahrerin sogar eine Rückenlehne. An der Heckbox lassen sich zwei Ortliebtaschen anhängen.

Ich bin auf Eure Kommentare sehr gespannt, in Kürze werde ich Fotos einstellen, wenn es mir gelingt

Mit freundlichem Gruß
Heiko
 
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.... Die VA ist als Doppelquerlenker mit zwei Dämpfern ausgeführt, die Dämpferanlenkung gestattet ein freies Neigen des Rades mit Arretierung in Mittelstellung.....
Was aber nicht genutzt wird da die Hinterachse aktuell nur zur Korrektur der Fahrbahnschräge genutzt wird.

Auch ist das freie Neigen durch die:

Spurstangenköpe aus der Kfz-Technik eingesetzt...
...vermutlich begrenzt wenn diese nur bis +/-20 Grad können.
Das kann in schnell gefahrenen Kurven oder bei ungeplanten Ausweichmanövern zu wenig sein. Dann befinden sich die Spurstangenköpe bei Maximalneigung und fangen an die Lenkung schwergängiger zu machen/zu klemmen...
Die HA hat Längslenker mit einzeln gefederten Rädern, ursprünglich waren die Dämpfer über eine Ausgleichwelle zwecks Neigetechnik gekoppelt mit Arretierung in Mittelstelleung, die Neigung konnte die Beifahrerin mit ihrem Lenker beeinflussen. Das hat sich nicht bewährt und wurde ausgebaut.
auch an @Evo-TS
Interessant wäre zu wissen wie die Neigungsbeeinflussung aufgebaut war uns was sich nicht und wann bewährt hat. Den derzeitigen Ausbauzustand habe ich so verstanden das die Neigungsmöglichkeit nur noch soweit genutzt wird das eine Korrektur der seitlichen Fahrbahnschräge vorgenommen wird. Das würde ich nicht als Neigefahrzeug einstufen. Das die unerwünschte Seitenneigung zur Kurvenaußenseite (teilweise/geringfügig) oder durch die Fahrbahn (vollständig) ausgeglichen wird würde ich z.B. Fahrzeugstabilisierung nennen.

Ich vermute das die Beeinflussung der Seitenneigung nicht selbsthemmend ausgeführt war und sich deshalb nicht bewährt hat. Selbsthemmende Seitenneigung gab es beim Tripendo.
(Die Neigetechnik diente zum Ausgleich der Fahrbahnschrägen). Durch den hohen Schwerpunkt des Fahrrades stellt sich bei schrägem Untergrund eine zusätzliche Schrägstellung duch unterschiedliche Einfederung zwischen linker und rechter Seite ein, deshalb habe ich einen Stabilisator eingebaut. ...
- Stabilisatorwirkung ein- und ausschaltbar
auch an @Evo-TS
Ein Stabilisator der das kann würde kürzlich in einem anderen Faden gesucht aber noch nicht gefunden... ... ein Stabilisator der die unterschiedliche Einfederung der beiden Seiten verhindert.

In Kfz üblich Stabilisatoren reduzieren ja nur die unerwünschte Neigung zur Kurvenaußenseite statt sie zu verhindern/entgegenzuwirken.
- Neigetechnik mit Feststelleinrichtung
...

Mit freundlichem Gruß
Heiko
Dazu würde Dir möglicherweise eine Neiguingsbeeinflussung wie beim Tripendo reichen.; Falls nicht gibt es auch Winkelgelenke im Tunigbereich für Quads (wurden beim FN-Trike genutzt). In meiner Erinnerung konnten die bis zu 37 Grad je Seite.

Gruß (auch) Heiko

Interessant finde ich noch die Angabe wieviele Kilometer Ihr mit der Kurvenneigung unterwegs gewesen seit bis Ihr die Stillgelegt habt...?
 
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Herzlichen Dank für das Interesse und die Fragen, hier ein paar Fotos
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Zwischen Aufnahmen liegen teils mehrere Monate
Was aber nicht genutzt wird da die Hinterachse aktuell nur zur Korrektur der Fahrbahnschräge genutzt wird.
Das habe ich vernutlich missverständlich beschrieben, nach ca 3-4 Wochen Probefahren (ca. 400km) habe ich an der VA die Neigemöglichkeit gesperrt, an der HA komplett ausgebaut und behelfsmässig einen verwindungssteifen Stabilisator nachgerüstet. Von der Verstellung der Neigung gibt es keine Fotos. Sie war derart aufgebaut, daß man durch Schwenken des Beifahrerlenkers jeweils die oberen Dämpferanlenkpunkte gegenläufig anheben und absenken konnte. Die erforderlichen Kräfte für das Ausbalancieren zur Korrektur der Fahrbahnschrägen waren jedoch auf Dauer zu groß. Das Ausbalancieren durch Lenkbewegung der VA war zum Teil möglich, erforderte aber ein gewisses Zuammenwirken von Fahrer und Beifahrer und war deshalb zu mühevoll. Auch die Arretierung nur in Mittelstellung erwies sich als unzweckmäßig, eine lageunabhängige Feststellung z. B. aus Bremssattel und Bremsscheibensegment könnte eventuell zweckmäßiger sein, deren Bedienung aber durch den Fahrer erfolgt. Mal schauen ob ich bei der Neukonstruktion der HA diese Lösung umsetze.
...vermutlich begrenzt wenn diese nur bis +/-20 Grad können.
Das kann in schnell gefahrenen Kurven oder bei ungeplanten Ausweichmanövern zu wenig sein. Dann befinden sich die Spurstangenköpe bei Maximalneigung und fangen an die Lenkung schwergängiger zu machen/zu klemmen...
Die eingesetzten Spurstangenköpfe ermöglichen +/-30 Grad (Kugelzapfengewinde in M10, Schaftgewinde M14 Feingewinde)
Die Spurstangenköpfe übernehmen nur Knickbewegung zwischen Achsschenkel und Querlenker, die Achsschenkeldrehbewegung erfolgt durch im Achsschenkel angeordnete Rillenkugellager (2Stck), die Auflast überträgt ein Axiallager
Interessant wäre zu wissen wie die Neigungsbeeinflussung aufgebaut war uns was sich nicht und wann bewährt hat. Den derzeitigen Ausbauzustand habe ich so verstanden das die Neigungsmöglichkeit nur noch soweit genutzt wird das eine Korrektur der seitlichen Fahrbahnschräge vorgenommen wird. Das würde ich nicht als Neigefahrzeug einstufen. Das die unerwünschte Seitenneigung zur Kurvenaußenseite (teilweise/geringfügig) oder durch die Fahrbahn (vollständig) ausgeglichen wird würde ich z.B. Fahrzeugstabilisierung nennen.
Siehe Text oben, es gibt z. Z. keine Möglichkeit zur Korrektur der Fahrbahnschräge, leider. Einverstanden, Fahrzeugstabilisierung ist wohl die treffendere Bezeichnung.
Ich vermute das die Beeinflussung der Seitenneigung nicht selbsthemmend ausgeführt war und sich deshalb nicht bewährt hat. Selbsthemmende Seitenneigung gab es beim Tripendo.
Richtig, es gab keine selbsthemmende Seitenneigung. Ich kenne Fotos vom Tripendo, aber nicht die technische Ausführung für die Seitenneigungsmöglichkeit.
Ein Stabilisator der das kann würde kürzlich in einem anderen Faden gesucht aber noch nicht gefunden... ... ein Stabilisator der die unterschiedliche Einfederung der beiden Seiten verhindert.

In Kfz üblich Stabilisatoren reduzieren ja nur die unerwünschte Neigung zur Kurvenaußenseite statt sie zu verhindern/entgegenzuwirken.
Da muß ich noch dran arbeiten.
Dazu würde Dir möglicherweise eine Neiguingsbeeinflussung wie beim Tripendo reichen.; Falls nicht gibt es auch Winkelgelenke im Tunigbereich für Quads (wurden beim FN-Trike genutzt). In meiner Erinnerung konnten die bis zu 37 Grad je Seite.
Wenn ich das richtig verstanden habe, wird beim Tripendo mit einer Hand gelenkt, mit der anderen balanciert. Ist das bequem? Beide Hände stets im Einsatz? Die Gelenke beim FN-Trike werdeich mir mal anschauen, vielen Dank für den Hinweis.
nteressant finde ich noch die Angabe wieviele Kilometer Ihr mit der Kurvenneigung unterwegs gewesen seit bis Ihr die Stillgelegt habt...?
Siehe weiter oben, weder meine Frau noch meine Enkelin (13 Jahre alt) haben sie gern benutzt, sondern nach kurzen Strecken die Mittenarretierung ausgelöst. Aber auch das Fahrverhalten war unbefriedigend, weil je nach Fahrbahnschräge sich eine zusätzliche Fz-Schräge einstellt aufgrund der unterschiedlichen Einfederungswege. Deshalb Ausbau und Nachrüstung eines sehr verdrehungssteifen Stabilisators. Aber auch dieses Fahrverhalten wird zwar von der Beifahrerin so akzeptiert, dennoch das schräge Hochfahren abgesenkter Bordsteinkanten bei Straßeneinmündungen oder das Durchfahren einseitiger Schlaglöcher mindern den Komfort.
ist es ein Liegetandem?
Nein, die Bilder erklären die Sitzpositionen. Da meine Beifahrerin (Ehefrau) sich gerne mal entspannt zurücklehnt hielt ich eine Rückenlehne für angebracht.
Gruß aus Neumünster
Heiko
 
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Richtig, es gab keine selbsthemmende Seitenneigung. Ich kenne Fotos vom Tripendo, aber nicht die technische Ausführung für die Seitenneigungsmöglichkeit.

Da muß ich noch dran arbeiten.

Wenn ich das richtig verstanden habe, wird beim Tripendo mit einer Hand gelenkt, mit der anderen balanciert. Ist das bequem? Beide Hände stets im Einsatz? ....
Heiko
Hallo Heiko,

ich gehe davon aus/bin mir sicher das es Fahrer des Tripendos es als bequem empfinden damit zu fahren; so haben solche sich auch mir gegenüber geäußert.

Ich bin das Tripendo mal probegefahren; fand es aber nicht bequem weil ich schon etwas anderes gewöhnt war das ich (möglicherweise weil ich das zuerst erfahren habe) als bequemer empfinde.

Beide Hände stets im Einsatz sind sie bei dem von mir bevorzugten Kurvenneigerprinzip auch.; allerdings müssen sie bei meinem nicht jederzeit im Einsatz sein, ich kann auch freihändig fahren. Ich bin überfragt ob man das Tripendo freihändig fahren kann...auch beim Tripenmdo kann jede der Hände mal vom Lenker/Neigungshebel genommen werden.
...
Zwischen Aufnahmen liegen teils mehrere Monate


Heiko
aber auf keiner der Aufnahmen kann ich ein Fahrzeug entdecken das ca.120kg auf die Waage bringt??

Bitte besorge Dir etwas (Holzstücke oder Bücher solten sich eignen) das so hoch ist wie Eure (oder eine ausgeliehene) Personenwaage und lege das einmal bei der Vorderachse unter das eine Rad und die Waage unter das andere; und dann das gleiche bei der Hinterachse. DieSumeder beiden Werte dürfte das Fahrzeuggewicht recht genau ergeben und uns Zweifler überzeugen falls da 120kg rauskommen...

Gruß Heiko
 
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..... Sie war derart aufgebaut, daß man durch Schwenken des Beifahrerlenkers jeweils die oberen Dämpferanlenkpunkte gegenläufig anheben und absenken konnte. Die erforderlichen Kräfte für das Ausbalancieren zur Korrektur der Fahrbahnschrägen waren jedoch auf Dauer zu groß. Das Ausbalancieren durch Lenkbewegung der VA war zum Teil möglich, erforderte aber ein gewisses Zuammenwirken von Fahrer und Beifahrer und war deshalb zu mühevoll. Auch die Arretierung nur in Mittelstellung erwies sich als unzweckmäßig, eine lageunabhängige Feststellung z. B. aus Bremssattel und Bremsscheibensegment könnte eventuell zweckmäßiger sein, deren Bedienung aber durch den Fahrer erfolgt. Mal schauen ob ich bei der Neukonstruktion der HA diese Lösung umsetze.
...
Heiko
Der aktuelle Bauzustand Deines Fahrzeugs, zusammen mit Deinen Anforderungen, läßt vermuten das Du mit eine Tripendolösung eher zufrieden bist als mit der Neigungsarretierung durch Scheibenbremse...


Mit anderen Lösungen könntest Du vielleicht noch zufriedener sein; aber für das bestehende Rad wäre das mein Ansatz für eine Weiterentwicklung.

Ich bin immer noch begeistert von Deinem Rad und das Ihr damit in 1,5 Jahren 5000km gefahren seit.

Gruß Heiko
 
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Beide Hände stets im Einsatz sind sie bei dem von mir bevorzugten Kurvenneigerprinzip auch.; allerdings müssen sie bei meinem nicht jederzeit im Einsatz sein, ich kann auch freihändig fahren. Ich bin überfragt ob man das Tripendo freihändig fahren kann...auch beim Tripenmdo kann jede der Hände mal vom Lenker/Neigungshebel genommen werden.
Genau so geht es beim Tripendo auch.
Selbsthemmende Seitenneigung gab es beim Tripendo.
Nein, gibt es nicht.
 
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Genau so geht es beim Tripendo auch.

Nein, gibt es nicht.
Hallo @Tripendofan,

hatte ich aus dem Kurvenlegerbeitrag (provelo 43, vermutlich 4.Quartal 1995) von von Frank S. so rausgelesen und mich dann wohl getäuscht.

Deine Aussage nach vermute ich das es beim Tripendo einen Hebel gibt mit dem die Seitenneigung beeinflußt werden kann der aber nicht selbsthemmend ist.

Könnte ja sein das Dir der Beitrag von Frank vorliegt (mir leider nicht mehr). Gerne würde ich mir den nochmal durchlesen; falls jemand mir eine Kopie (oder Original) zukommen lassen, kann bitte gerne.

Gruß Heiko
 
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Den Kurvenlegerbeitrag kenne ich nicht, aber ich kann Frank danach fragen.
Der rechte Hebel ist für die Neigung,
der linke fürs Lenken.
Für die Neigung war mal ein Dämpfer eingeplant, wurde aber nicht verwendet.
Das ist möglicherweise deine Erinnerung.
 
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Da bin ich direkt baff. Denn mal allezeit gute Fahrt!
Danke, die Fotos stellen die Realität ansehnlicher dar als sie ist
Gruß Heiko

Für die Räder würde ich über Radverkleidungen nachdenken wie die Aero-Schutzbleche der Leitra, dann hättet Ihr sehr guten Schutz vor Nässe und Schmutz.
Danke für den Tip, habe aber nichts für 24"-Räder gefunden. Selbstanfertigung traue ich mir selber nicht zu. Ich habe erstmal als Versuch an den vorderen Schutzblechen Spanngurtstücke angebracht, eine Verbesserung ist eingetreten, aber weit von befriedigend entfernt. Bezüglich Velomobil, mag sein, ich sehe es als doch schweres vierrädriges Tandem-Fahrrad an.
Heiko
Beide Hände stets im Einsatz sind sie bei dem von mir bevorzugten Kurvenneigerprinzip auch.; allerdings müssen sie bei meinem nicht jederzeit im Einsatz sein, ich kann auch freihändig fahren. Ich bin überfragt ob man das Tripendo freihändig fahren kann...auch beim Tripenmdo kann jede der Hände mal vom Lenker/Neigungshebel genommen werden.
Meine bescheidenen Erfahrungen mit der eigenen unvollkommenen Neigetechnik / Stabilisierungseinrichtung sind derart, daß ich auch durch das Verhalten der Mitfahrerin sehr starke Lenkbewegungen zum Erhalt der Balance ausführen mußte. Aber auch ohne Beifahrerin war es wirklich nicht wesentlich besser, vermutlich sind die Momente zur Überwindung der Reibung in den Querlenkern zu groß. Noch schwieriger wurde es, wenn die Schräglage zunahm. Ein entspanntes Dahinrollen stelle ich mir anders vor. Wie Du schon zuvor bemerktes, ist es keine Neigetechnik, die ich realisieren möchte, sondern eher eine Stabilisierungstechnik. Auch sind wir mit unseren Fahrgeschwindigkeiten in Kurven noch weit vom Kipppunkt entfernt, also hierfür benötigen wir keine Neigetechnik. Und auf Gefällestrecken bremst meine Mitfahrerin schon mal bei 30/35km/h leicht ab. Was uns den Fahrgenuss trübt, ist die Schräglage der Fahrbahn, einseitig zu überfahrene Kanten und Schlaglöcher.

Der aktuelle Bauzustand Deines Fahrzeugs, zusammen mit Deinen Anforderungen, läßt vermuten das Du mit eine Tripendolösung eher zufrieden bist als mit der Neigungsarretierung durch Scheibenbremse...


Mit anderen Lösungen könntest Du vielleicht noch zufriedener sein; aber für das bestehende Rad wäre das mein Ansatz für eine Weiterentwicklung.
Meinst Du, daß die Tripendolösung auch für ein Zweipersonenrad sinnvoll zum genussvollen Dahinrollen geeignet wäre? Ich werde darüber nachdenken. Zur Zeit konstruiere ich VA und HA neu unter Verwendung der schon jetzt im Einsatz befindlichen Kaufteile. Das Tragrohr der HA wird Anschraubfächen/-Gewinde erhalten zum Anpassen und Austauschen verschiedener Stabilisierungseinrichtungen. Bei dieser Neukonstruktion werde ich auch die Einzelteilgewichte versuchen zu minimieren.

ch bin immer noch begeistert von Deinem Rad und das Ihr damit in 1,5 Jahren 5000km gefahren seit.
Danke, danke, naja. es sind 1 3/4 Jahre. Ich bin selber überrascht, aber als Ruheständler hat man halt Zeit für sein Hobby und in den Urlauben sowieso, wir sind keine Wanderer oder Spaziergänger. Ca. 2/3 der Fahrstrecke habe ich solo zurückgelegt, war überwiegend an 4 - 6 Tagen pro Woche unterwegs, auch im Winter. Keine großen Strecken, auch Einkäufe usw werden gern mit dem Fahrrad statt mit dem Auto erledigt.

aber auf keiner der Aufnahmen kann ich ein Fahrzeug entdecken das ca.120kg auf die Waage bringt?
Naja, so´n bißchen Wunsch steckt bei der Abschätzung mit drin. Das Wiegen habe ich bisher aber bewußt vermieden. Während des Bau´s habe ich immer mal wieder Baugruppen gewogen, aber nicht konsequent bei allen. Das Wiegen werde ich im Januar durchführen und berichten. Z. B. VA ohne Räder, ohne Oberlenker, ohne Rohloff, ohne Sitz waren es 30kg, gewogen mit einer Kofferwaage. Stark beeindruckt bin ich von den hier im Forum diskutierten und in der Realität ausgeführten Gewichten der Trikes. Ich glaube Leichtbau kann ich nicht wirklich. Obwohl ich bei Lenker, Sitz, Akku-Aufnahme, Witterungsschutz sowie Gepäckplattform und Ortliebtaschen-Aufnahmen Aluminium oder andere höherfestere und damit dünnwandigere Werkstoffe zum Teil einsetzen werde. Meine vorrangigen Ziele sind sichere und zuverlässige Ausführung, komfortable Sitz- und Fahreigenschaften, Transportabmessungen, befreidigender Witterungsschutz, danach rangieren Gewicht, Optik und weitere.

Gruß Heiko

Den Kurvenlegerbeitrag kenne ich nicht, aber ich kann Frank danach fragen.
Der rechte Hebel ist für die Neigung,
der linke fürs Lenken.
Ich wäre dankbar wenn Du Einzelheiten ausführen könntest

Gruß Heiko
 
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...Was uns den Fahrgenuss trübt, ist die Schräglage der Fahrbahn, einseitig zu überfahrene Kanten und Schlaglöcher.

Gruß Heiko
Hallo Heiko,

genau das sind die Aufgaben die sich mit einem Kurvenneiger sehr gut lösen lassen.

Irgendwo habe ich noch einen angefangenen Kurvenneiger in 24Zoll rumliegen. Wenn sich der einigermaße schnell fahrbereit machen läßt lasse ich Dich im Frühjahr mal Probefahren; hätte ich möglicherweise auch die Gelegenheit Euer Rad mal zu fahren...?

Gruß Heiko
 
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Irgendwo habe ich noch einen angefangenen Kurvenneiger in 24Zoll rumliegen. Wenn sich der einigermaße schnell fahrbereit machen läßt lasse ich Dich im Frühjahr mal Probefahren; hätte ich möglicherweise auch die Gelegenheit Euer Rad mal zu fahren...?
Hallo Heiko,
ja das wäre toll. Unser Fahrrad kannst Du gern probefahren.

Gruß Heiko

Du könntest mit gemeufflten Verkleidungen anfangen (quasi aus Isomatte schnitzen).
Danke für den Tip. Meinst Du die wabbeligen Isomaten zum Aufrollen, sind die dafür geeignet? Was sind gemeufflte Verkleidungen, die kenne ich leider nicht. Hast Du vielleicht Fotos?
 
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Hallo Heiko,
ja das wäre toll. Unser Fahrrad kannst Du gern probefahren.

Gruß Heiko


Danke für den Tip. Meinst Du die wabbeligen Isomaten zum Aufrollen, sind die dafür geeignet? Was sind gemeufflte Verkleidungen, die kenne ich leider nicht. Hast Du vielleicht Fotos?
z.B. Nach Asphalttretboot suchen.

Die wabbeligen Halbzeuge werden stabiler wenn sie in mehr als eine Ebene gebogen verarbeitet werden. Was mit z.B. Sperrholz nicht möglich wäre.

Gruß Heiko
 
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