LR Eigenbau MBB aus Stahl, Semi-Tieflieger, kein Knicklenker

Vielleicht bin zu kritisch, aber sich selber Fragen stellen hilft.

Beispiel: Das Spenderrad hat ein Ober- und Unterrohr. Der Neubau beim Sitz nur noch ein Rohr. Warum haben Uprides zwei Rohre? Warum haben Damen-Uprides mit tiefen Durchstieg ein Rohr mit größeren Durchmesser? Sollte ich vielleicht auch so ein Rad als Spenderrad nehmen? Oder einen Rohr mit größeren Durchmesser? Warum ist der Hinterbau beim Upride ein Dreieck?
 
Ich denke auch das die Stelle am Lenkrohr, ungefahr dort wo er schon mal gebrochen ist, wieder brechen wird. Die Belastung dort ist sehr hoch und Konstructionstechnisch ist es dort eine schwache Stelle. Wenig material Vorhanden, keine Dreiecke, unterdimensioniertes Rohr.
Ohne das jetzt genau durch zu rechnen, rein optisch beurteilt. Die Stelle wo die geringste konstrutionstechnische Steifheit vorhanden ist weil kleinen Rohr diameter, kein Dreieck, ist genau die Stelle wo die gewichtsmassige Belastung am hochsten ist.

Das ist nicht ideal.

Wurde raten den Bereich zwischen Lenkrohr und Sitz/ hinteren Rahmen noch mal zu uberdenken.
 
Hier der Link zu meinem Thread zum Thema Schnitte im Rahmen

 
Hält bei mir schon recht lange
Ich glaube das ist auch insgesamt sehr schlecht einzuschätzen.
Aber um @jensNBG noch einmal zu unterstützen und versucht es in einfache Worte zu packen:
Die Höhe eines Trägers geht nicht linear in die "Tragfähigkeit" ein, sondern in 3. Potenz. Wenn ich also ein Brett zwischen zwei Stühle lege und das 100 kg hält, kann ich auf ein doppelt so dickes Brett nicht 200 kg, sondern 800 kg packen. Dummerweise gilt das auch umgekehrt. Hält das Brett 80kg, dann hält ein halb so dickes Brett nicht 40kg, sondern nur 10kg.
Bei deiner Mountainbikegabel sehe ich 3 Vorteile:
höherer Durchmesser der Gabelholme
vermutlich höhere Wandstärke
deutlich kürzere Biegeträgerlänge (bei Dir ist ja schon ab Cantisockel eine Versteifung drunter)
Bei @Meikel ist im Bereich der höchsten Last halt gleich noch eine Schweißnaht, die wg. Materialveränderung und Kerbwirkung gleich mehrfach negativ wirkt
@Meikel hat ja aber schon "erfahren", dass seine Konstruktion teilweise etwas grenzwertig ist. Jetzt gilt es halt die richtigen Verbesserungen zu finden.
Der Vorschlag von @jensNBG ein Steuer/Unterrohr von einem Tiefeinsteiger-Damenrad zu nehmen ist grundsätzlich gut, er kollidiert vermutlich mit @Meikel s Wunsch möglichst dicht am Rad zu sitzen...
 
Bezüglich Gabel als Hinterradschwinge:
Bei (m)einem Burley Canto z.B. ist das sehr ähnlich konstruiert. Grad gemessen, konisches Rohr mit max. D32mm bei 45cm Länge
IMG_20250919_175819446.jpg
 
Gabelholmstärken sind sehr unterschiedlich und lassen sich im verbauten Zustand nur bedingt überprüfen.
Gruß Krischan
 
Natürlich, auch zum Werkstoff kann ich nix sagen. Nur dass es kein Vollmaterial ist ;)
Ist nur "vergleichen und schätzen"
So wie diese Aussage:
Eine Gabel die bei einer Vollbremsung ein hohes Biegemoment verkraftet sollte auch als Schwinge funktionieren.
 
Das Steuerkopfrohr hat ja eine Seite ohne Muffen, an der Du das anschweißen könntest. Die Sitzvorderkante kannst Du ensprechend ausschneiden.

Ich hab mich im Nachhinein auch schon geärgert, dass ich den Unterrohr-Stummel verwendet habe. Die drei senkrechten Stücke wären ohne zusätzlichen Platzverbrauch auch aus einem Stück machbar gewesen.
aber das ist jetzt halt mal so...

Die Konstruktion ist derzeit lebensgefährlich:
- Ein viel zu schwaches Hauptrohr

Ja, da kommt demnächst Verstärkung dran.

- Keine Aussteifung in den geschweißten Schnitten (hatte ich mal einen Thread dazu), hat bereits versagt

Ist es sinnvoll, das zu trennen und mit Scheiben erneut zu schweißen, oder würde die ganze Schweißerei das dann noch mehr schwächen als es jetzt schon ist?

Erinnert mich irgendwie an den Erfinder, der 1912 mit seinem selbstentworfenen Fallschirm-Anzug aus 57m Höhe vom Eiffelturm sprang und starb.

Ohne jetzt irgendwas schönreden zu wollen, aber sachlich ließe sich einwenden, dass zum einen ein Sturz aus 57 m Höhe die gleiche Energie wie das Rasen mit 120 km/h ergäbe. Und zum anderen es schon eine Rolle spielen sollte, ob das ganze im rechten Winkel zum Boden oder parallel dazu ausgeführt wird.
«Speed has never killed anyone. Suddenly becoming stationary, that's what gets you.» – Jeremy Clarkson

Ich denke nicht, dass gleich eine Alpentour geplant ist. Ich halte das für einen Versuchsaufbau für Geometrie- und Fahrbarkeitsexperimente auf Fahrten um den Block.

Solange die kritischsten Punkte nicht verstärkt sind, werde ich das Kettenblatt, die Kassette und die Butyl-Bremsschläuche beibehalten.

Wenn man es dann irgendwann richtig hat, kann man ja eine konstruktiv verbesserte Version nachziehen.

Eine Frage habe ich zum Nachlauf: Im Post oben hast du einmal eine rote Linie eingezeichnet (Lenkachse). Die schneidet aber hinter dem Radaufstandspunkt die Aufstandsfläche (Straße). Das wäre dann Vorlauf und kein Nachlauf. Also der Punkt von der Radachse gerade nach unten muss 2cm hinter dem Durchstichpunkt Lenkachse / Straße liegen. Vielleicht ist das oben auch nur nicht richtig eingezeichnet?

Ja, das mit der verbesserten Version … (gibt es eigentlich schon einen einspurigen Ersatz für die Rostbraune?)

Gerade beim Nachlauf tue ich mich sehr schwer vernünftig zu messen.
Als erstes verbog (Torsion) die Gabelbrücke. Erst scheinbar nur langsam. Aber als ich nach einer Woche dann auf den geteerten Feldwegen hinter unserem Haus das Schlagloch, […] deutlich negativen Nachlauf […]
Der Winkel zwischen Sattelstreben-Gabel und Gabelschaft ist im 3. Bild des zehnten Beitrags noch so wir ursprünglich ausgeführt. Im von Dir angesprochenen 7. Bild (wie im 4.) ist der Nachlauf bereits negativ, war jedoch noch nicht vollkommen kritisch. Derzeit sieht es so aus wie im ersten Beitrag. Da kann man jetzt Pi mal Daumen einen Strich reinpinseln und Pixel zählen. Aber dann sitzt noch niemand drauf …
 
Vielleicht bin zu kritisch, aber sich selber Fragen stellen hilft.

Beispiel: Das Spenderrad hat ein Ober- und Unterrohr. Der Neubau beim Sitz nur noch ein Rohr. Warum haben Uprides zwei Rohre? Warum haben Damen-Uprides mit tiefen Durchstieg ein Rohr mit größeren Durchmesser? Sollte ich vielleicht auch so ein Rad als Spenderrad nehmen? Oder einen Rohr mit größeren Durchmesser? Warum ist der Hinterbau beim Upride ein Dreieck?

Ja. Nur weil ich nicht von den Fragen schrieb, heißt nicht, dass ich sie mir nicht gestellt habe. ‹Wo kriege ich so schöne dünne Röhrchen wie beim Python Bird Cage von Serge her?› ‹Wäre VCS/Längslenker/Viergelenk möglich um die Engstelle zu umgehen?›
Oder durch Antworten auf andere Fragen erstmal nach hinten gestellt habe. Wie ‹Was bringt mir ein perfekt konstruiertes Rad, das mir von der Geometrie wegen schlechter Fahrbarkeit dann nicht gefällt?› oder ‹Wie viel will ich in ein möglicherweise kurzlebiges erstes Versuchsobjekt stecken?› oder ‹Wie lang will ich rumbasteln, bis ich es zum ersten mal ausprobiere?›

Ich denke auch das die Stelle am Lenkrohr, ungefahr dort wo er schon mal gebrochen ist, wieder brechen wird. Die Belastung dort ist sehr hoch und Konstructionstechnisch ist es dort eine schwache Stelle. Wenig material Vorhanden, keine Dreiecke, unterdimensioniertes Rohr.
Ohne das jetzt genau durch zu rechnen, rein optisch beurteilt. Die Stelle wo die geringste konstrutionstechnische Steifheit vorhanden ist weil kleinen Rohr diameter, kein Dreieck, ist genau die Stelle wo die gewichtsmassige Belastung am hochsten ist.

Das ist nicht ideal.

Wurde raten den Bereich zwischen Lenkrohr und Sitz/ hinteren Rahmen noch mal zu uberdenken.

Die Verstärkung mit den zwei dünnen Rundeislein sollte mich ein Stück tragen. Die 200 km die es bisher hält stimmen mich vorsichtig optimistisch. Als es brach, knackte die Schweißnaht an der Vorderseite auf und der Lenker kam richtung Schoß. Genau dort sind ja jetzt die durchgehenden Stäblein.

ja, unbedingt, siehe jensNBGs Anmerkung.

Ist in Vorbereitung.

Hier der Link zu meinem Thread zum Thema Schnitte im Rahmen

Vielen Dank dafür! Hätte ich das doch vorher gelesen! Darum find ich Foren nicht so prickelnd. Die Perlen sind einfach schwer zu finden in dem endlosen Salat von Hin und Her. Das wird beim nächsten Projekt auf jeden Fall umgesetzt. Ich weiß jetzt nur nicht, ob sich die Nachrüstung hier jetzt noch lohnt.

Hält bei mir schon recht lange trotz >110kg Systemgewicht und häufigem Einsatz auf schlechten Straßen, ist aber eine dicke MTB Gabel.

Bei Meikels Gefährt frage ich mich eher ob es nicht recht wabbelig ist?

Da bin ich (wenn auch nur knapp) drunter. Und ja, es federt merklich. Kann man auch als ‹komfortabel› schönlügen.

Die Höhe eines Trägers geht nicht linear in die "Tragfähigkeit" ein, sondern in 3. Potenz.

Danke für den Hinweis auf die Formel. Das nutzen Konstruktionen wie die Rostbraune schön aus. Das Lilane war ein Trekkingrad. Die Gabel fühlte sich wuchtig an.

Meikel hat ja aber schon "erfahren", dass seine Konstruktion teilweise etwas grenzwertig ist. Jetzt gilt es halt die richtigen Verbesserungen zu finden.
Der Vorschlag von jensNBG ein Steuer/Unterrohr von einem Tiefeinsteiger-Damenrad zu nehmen ist grundsätzlich gut, er kollidiert vermutlich mit Meikels Wunsch möglichst dicht am Rad zu sitzen...

Naja, mein Wunsch ist das nicht, aber es gibt halt einige Nachteile, wenn man zu weit weg sitzt. Die Sitzhöhe denke ich passt so ziemlich gut. Mit gegebener IBL könnte nun das Tretlager zum Rad und der Sitz im gleichen Maße vom Rad weg rutschen. Aber dann wird (bei gleichem, eh schon großem Radstand) die Gewichtsverteilung noch ungünstiger (derzeit belegt 53% Front).
Verbesserungen sind in Arbeit. Mehr später.
 
Ohne jetzt irgendwas schönreden zu wollen, aber sachlich ließe sich einwenden, dass zum einen ein Sturz aus 57 m Höhe die gleiche Energie wie das Rasen mit 120 km/h ergäbe.
War anders gemeint, eher ich baue mal was, obwohl ich nicht wirklich weiß wie das funktioniert.

Ansonsten nach einem Sturz z.B. vom Gegenverkehr mit 120km/h überfahren zu werden, ist durchaus denkbar.

Aber man kann sich auch bei geringer Geschwindigkeit ernsthaft verletzen. Ich habe mir mal bei einem Sturz mit 8km/h das Bein gebrochen.
 
Darum find ich Foren nicht so prickelnd. Die Perlen sind einfach schwer zu finden in dem endlosen Salat von Hin und Her. Das wird beim nächsten Projekt auf jeden Fall umgesetzt. Ich weiß jetzt nur nicht, ob sich die Nachrüstung hier jetzt noch lohnt.
Ist natürlich schwer zu finden, wenn man nicht weiß wonach man suchen soll. Fragen könnte helfen.

Was heißt „lohnen“? Wenn es ok ist, dass der Rahmen plötzlich reißt oder man eh mit seinem Leben abgeschlossen hat, dann „lohnt“ es nicht.
 
Was heißt „lohnen“? Wenn es ok ist, dass der Rahmen plötzlich reißt oder man eh mit seinem Leben abgeschlossen hat, dann „lohnt“ es nicht.
"Lohnen" war auf das Einsetzen von Scheiben bezogen. Das lohnt sich meiner Meinung nach nicht, weil ich in dieses Projekt keine weitere Energie reinstecken würde.

Mein erster Gedanke war auch "Critical Mess".
Ein Rohr aus einem Diamant Rahmen als zentralen Träger zu nehmen, ist auch mit weiteren Verstärkungen eine sehr "spezielle" Entscheidung.
Aber vielleicht ist Unterstützung aus dem Forum für einen besseren Neubau willkommen?

Das erste Rad baut man für einen Feind,
das zweite für einen Freund,
das Driitte dann für sich selbst...
 
(gibt es eigentlich schon einen einspurigen Ersatz für die Rostbraune?)
Nein, aber du könntest dich doch dranmachen. Dann müsstest du dich nicht mühsam durch irgendwelche Konstruktionen arbeiten. Einen kompletten Entwurf habe ich schon fertig.130.jpg
Die vorgesetzten Gabelholme ermöglichen eine niedrige Sitzposition und die absolute Verstellmöglichkeit stellt sicher, dass es für jeden passend gemacht werden kann.
 
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