Eigenbau Kopfstütze / Nackenstütze

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Flux S-Comp
Da mir oft die Originalteile bzw. Neuteile für Liegeräder zu teuer sind (Kopfstütze 50, 60, 80 Euro) suche ich gerne im Baumarkt oder meinen Bastelkisten nach Teilen und Material, aus dem ich die benötigten Teile bei minimalem finanziellen Aufwand selbst anfertigen kann.

Im Fall der Kopfstütze habe ich nicht allzu viele Anregungen online gefunden, deshalb möchte ich meine ultraminimalistische Lösung mit Euch teilen:

Material:
  • Pappelsperrholz aus dem Bastelbedarf
  • Schaumisolierung für Wasserleitung
  • alter Fahrradschlauch
  • Kabelbinder
Herstellung: Zwei Lagen Bastelholz aufeinanderlegen (nicht leimen) und mit einem Stück Fahrradschlauch überziehen. Zwei Löcher durchbohren, an den Sitz schrauben. Zuletzt noch ein Stück Rohrisolierung obendrauf mit einem Kabelbinder fixieren. Fertig!

Die Kopfstütze ist stabil, federt aber (die beiden Bastelholzlagen können sich gegeneinander verschieben) und die Rohrisolierung hat meiner Meinung nach genau die richtige Härte. Gesamtkosten: 5 Euro, wenn man alles kaufen muss und nichts zuhause liegen hat.
 

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Velomo HiTrike GT
Respekt @Pilger !
Und man sieht es kaum, dass das eine Bastellösung ist :ROFLMAO:
Schreibt der Kollege, der selbst an prägnanten Stellen mit Kabelbindern, Quadrathölzchen, Klebestreifen, Klettbändern und dergleichen nachhilft :D
Dok
 
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Flux S-Comp
Leider funktioniert das nur, wenn die Kopfstütze praktisch in einer Linie mit der Rückenlehne ist. Bei meinem Flux - Holzsitz gehts nicht, weil bei fachem Sitzwinkel die Kopfstütze deutlich weiter nach vorne muss ... Hier an diesem Sitz geht es aber wunderbar. Bin froh, wieder einen halben Hunderter gespart zu haben.
 
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Staiger Airbike
Ich hab dies so gemacht:
Unbenannt.jpg

  • Der Drahtbügel ist ein Abfallstück von einem ca. 8mm Blitzableiter aus Alu, dies zu einem U gebogen.
  • Über den Querteil des Us ist ein Stückchen Alurohr mit geschätzt 50 mm Durchmesser drübergeschoben.
    Der Drahtbügel ist in der Mitte der Hülse fixiert, indem ich 3 alte Weinkorken in das Rohr reingedrückt habe.
  • Polsterung wie bei Pilger, dann eine Stoffhülle von Hand drübergenäht.
  • Damit diese sauber bleibt, wechselbare schwarze Überzüge gemacht.
    Dazu habe ich von einzelnen Socken den oberen Rand abgeschnitten und an der Schnittkante stumpf zugenäht.
Das ganze Ding wiegt etwas über 100 g, vielleicht warens 120 g?

Gruß, Harald
 
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Hase Kettwiesel
@Schlapser
Kennst Du das Gewicht Deines Anbaus?
Ich fürchte, daß es deutlich zu massiv ist, sowohl im Vergleich zu üblichen Fahrrad-Teilen als auch zu den vorher vorgestellten Komplett-Eigenbauten.

Ich finde die Optik persönlich zu klobig, aber die Lederhaut wirkt sauber, prima zu reinigen - Punkt für Dich. (y)
 
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Performer JC-70
Das sieht aus wie ein abgesägter Gepäckträger oder Lowrider!
 
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Mein Eigenbau tut nun schon seit sieben Jahren seinen Dienst. Bestandteile sind ein Aluprofil, ein Stück Moosgummi, drei Schaumstoffteile und einer Hülle aus Cordura.
Das Aluprofil hab ich aus dem Baumarkt. Leider scheint es diese Variante nicht mehr zu geben, jedenfalls habe ich nix mehr gefunden seitdem.
Der Moosgummi stammt aus industriellen Verpackungsabfällen und ist 4 cm dick. Entsprechend dem Aluprofil hab ich zwei Löcher rein (nicht durch) gebohrt und das Material dazwischen mit einer spitzen Zange rausgezupft. Ich nahm beim Bau an, dass die Löcher im Moosgummi mit der Zeit ausleiern. Davon kann nach sieben Jahren immer noch keine Rede sein.
Zusammen mit den drei Schaumstoffteilen (2 cm dick) bildet der Moosgummi einen Block von 10x10x7 cm, der in die Cordurahülle gestopft wird. Man kann den Block bei Bedarf umdrehen, der Kopf geht dann jeweils zwei Zentimeter nach vorn oder hinten, was sich durchaus bemerkbar macht.
Das Aluprofil ist mit schwarzem Schrumpfschlauch überzogen. Was zuerst nur als farbliche Anpassung gedacht war, lässt den Moosgummi noch fester sitzen.
Die Konstruktion ist solide am Sitz verschraubt und dient gleichzeitig als Griff beim Schieben. Beim Zelten kann ich die Stange fürs Tarp auch mal weglassen und die Leine über die Kopfstütze spannen.
Einziger Nachteil wäre, dass man den Block besser nicht am Rad lässt. Die Leute können alles gebrauchen. :unsure:
 
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Die
Bestandteile sind ein Aluprofil, ...
Die Konstruktion ist solide am Sitz verschraubt und dient gleichzeitig als Griff beim Schieben. ...
Die Kopfstütze finde ich auch als Schubgriff sehr nützlich. Besser gesagt: fand, denn für diese Verwendung schien die Halterung nicht konstruiert zu.
Bei einem Liegerad-Zweirad, das sich mit Übung gut am Sitz führen laßt, wie die Streetmachine von HP Velotechnik, verstehe ich das nicht. Wer beugt sich zum Lenker runter, wenn der Sitz in guter Griffposition aufragt? An der Stütze anzugreifen, ist einfach naheliegend.

Mehr als einmal war ich nicht bereit, den Preis für das Original-Ersatzteil mit Carbon-Stützelement zu zahlen, nachdem es erneut nach wenigen Monaten per Ermüdungsbruch verstarb. Die hier veröffentlichten Erfahrungen mit Eigenbauten sind sehr ermutigend - Danke.
 
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Optima Lynxx
bei mir liegt eher Holz rum :)
Eine Kopfstütze aus rumliegendem Holz habe ich damals auch für den Holzsitz meines Highracers gebaut und dann mit einem Stück Isomatte gepolstert, siehe

https://www.velomobilforum.de/forum/index.php?threads/wie-der-highracer-laufen-lernte.43211/page-2#post-682380

https://www.velomobilforum.de/forum/index.php?threads/wie-der-highracer-laufen-lernte.43211/page-2#post-682390

https://www.velomobilforum.de/forum/index.php?threads/wie-der-highracer-laufen-lernte.43211/page-3#post-684390

https://www.velomobilforum.de/forum/index.php?attachments/p1030994kl-jpg.96905/

Mittlerweile hab ich den ganzen Sitz und auch die Kopfstütze mir einer "offiziellen" Venisit-Matte mit extra Kopfstützenpolster belegt, die ich auf der diesjährigen Spezi für nen Spottpreis (30€+7,50€) ergattern konnte (ich krieg es leider gerade nicht hin, das Foto direkt vom Handy hier reinzukopieren; aber schwarze Venisit-Matte kann sich ja jeder vorstellen).
 
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