EC-Velomo-tion Quad-Cargo-Velomobil

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Ein Gehirnareal für unnützes Wissen (was mitunter zu Lasten des Restes geht) hier hab ich aber gestern meinem Patenkind nach der Einschulung aus dem "Nein-Horn" vorgelesen.
IMG_20200813_143906.jpg
Ein empfehlenswertes Geschenk für Kinder, die Eltern mit Humor haben.
/OT
Gruß
Christoph
 
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BuS velomo

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Na Kastenwagen war doch eher meine verbale Ableitung zum ausgewachsenen Cargo-Bike auf der EC-Chassis-Basis:

Das Ding wäre erstmal weniger ne Konkurrenz zum Quadvelo-Konzept, sondern zum alten EC-velo "Challanger"... bzw. wenn ich mir den Text im Link so kurz durchlese, scheint das ja so ne Art französisches Velomo zu sein :D
 
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Noch eine Konkurrenz?
Das Carcle, ein Sperrholz-Velomobil aus der Slovakei:
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" Prototype weights 76 kg incl. battery, we hope the next will be max. 65 kg. "

Das Teil ist so schwer wie es aussieht! :rolleyes:

Oder positiver formuliert: Das stärkste an dem Teil, ist das Gewichtsoptimierungspotential! ;)

Dass man mit Holz auch VM im klassenüblichen Gewichtsbereich bauen kann, wurde ja schon hinlänglich gezeigt.
 

jpr

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Wie definiert sich diese Klasse, auf die du dich beziehst? Kannst du ein Beispiel geben?
 

BuS velomo

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Naja, und wieder kann ich meinen EC-Prototypen zum Vergleich anführen: nen Haufen Holz, Platz und trotz 4-Rad-Vollfederung leichter :D - Solche Bauten wie von @berry @tieflieger oder @efeu325 sind da schon optimiertere Holzbaukunst auf Basis von nicht mehr ganz so ökonomischen Materialien und Methoden und natürlich einem anderen Grundkonzept (Zäpfchen vs. Kabine). Doch auch als solch ein ungefedertes Kabinen-Dreirad sollte man <50kg hinkriegen, ohne den günstigen Plattenbau zu opfern.

Die Art wie die das Holz da verarbeitet haben, hat schon ein paar kreative Aspekte und nette Designsprache. Aber bis zu einem sinnvollen Produkt, welches z.B. das EC-Challenger herausfordern kann, gehen da noch ein paar Tausender ins Land: d.h. der Businessplan von einem 3500€ E-Volksvelomobil ist da wieder mal gegenstandsloses Träumen.
 
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Mein holzvelomobil wiegt ungefahr 35-40 kg, also die halfte von dieses ding. Ich hab aber viel teueres flugzeugsperrholz verwendet etwa 70 euro pro platte von 155x155 cm. @berry hatt billiges pappelsperrholz verwendet und seins wiegt etwa 35 kg ( wenn ich es richtig habe) . Die von @efeu325 wiegen unter 25 kg, da wird aber auch mit furnier und hauchdunnes fleugzeugsperrholz gearbeitet.

Wie es auf der website steht ungefahr so; es geht auch ohne hilfsantrieb, aber lustig ist das nicht.

Teilweise ist da viel schweres material vorhanden wo es nichts macht, und fehlt material wo es die konstruction verbessern könnte. Querverbinder?

Ein holzvelomobil nach Stitch and Glue bauweise aus leichtes sperrholz wie das Agilo wahre eine bessere losung. Dieses Carcle ist langsamer, schwerer und wesentlich kippfreudiger als die schnelle holzvelomobile, es ist schwerer, komplizierter und bietet weit weniger praktische gebrauchsmoglichkeiten wie das Cargoquad. Max payload 100kg. Also mich plus 12 kilo... Das verkraftet auch mein holzvelomobil aus 1,5mm birke problemlos.

Ubrigens zeigen auch die kanu baupakkete fur S&G mit grob vergleichbare materialmengen wie ein velomobil, das es als baupakket nicht billig wird. Auch die bausatze kosten nur fur das holz schon richtung 1500 euro.

Das sperrholzquad ist unkompliziert, daher relativ einfach zu produzieren, mann kann vieles mitnehmen und es gefällt mir wesentlich besser.

Grusse, Jeroen
 

jpr

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Worauf ich mit meiner naiven Nachfrage nach der Klassendefinition hinaus will ist, dass es meiner Meinung nach keinen Mehrwert hat, das Gewicht eines Fahrzeugs wie Carcle, mit Gewichten von Rennvelomobilen zu vergleichen.

Statt Klasse könnte man auch Kategorie sagen. Eine Kategorie/Klasse sehe ich definiert durch Fahrzeugeigenschaften und Einsatzzweck.
Ich würde das Carcle trotz seiner drei Räder in der gleichen Kategorie wie Podride/Podbike/Quadvelo einordnen, die wiegen laut FAQ der Herstellerwebseiten 70, 65 und 70 kg.
In dieser Kategorie haben die Fahrzeuge Elektrounterstützung, geschlossene Verkleidung, hohe Sitzposition, leichten Einstieg durch Tür o.ä.
Ich nenne sie mal "Alltagsvelomobil".

Jeroens Eigenbau und die EC-Prototypen zeigen eindrucksvoll, was in Sperrholz möglich ist, sind aber keine "Alltagsvelomobile".

Manchmal bekomme ich den Eindruck, das effizienzoptimierte Leichtbau-Velomobil müsse das Non-Plus-Ultra in allen Lebenslagen sein und alle anderen VM-Bauformen hätten sich an deren extrem-Spezifikationen zu messen.
Dabei überwiegen die definierenden Eigenschaften der "Alltagsvelomobile" das Mehrgewicht um ein Vielfaches!

Das man das das Gewicht des Carcle optimieren kann steht denke ich außer Frage, dass sagt ja auch der Erbauer, aber so schlecht, wie man meinen könnte steht es eben doch nicht da.
 
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Doch auch als solch ein ungefedertes Kabinen-Dreirad
Ich meine, hinter dem Vorderrad das übliche Federbein zu sehen.

Ich nenne sie mal "Alltagsvelomobil".
dann schau Dir mal das Wombat an - ein schlichtes, nicht allzu teures VM in GFK. Als Alltagsvelomobil konzipiert, und zwar oben offen und damit ohne die Probleme der Plexiglaskuppeln. Oder aber die Leiba Classic. Motorisiert sind wir da bei etwas über 42-45kg. Das, was da gezeigt wird, sollte man auch auf den Werkstoff Holz adaptieren können. Man muss sich halt genauer mit den mechanischen Eigenschaften der verwendeten Hölzer auseinandersetzen. Birke hat z.B. eine um 60% größere Dichte als Pappel, aber fast das dreifache E-Modul und lange nicht die Druckempfindlichkeit und Rißneigung. D.H. man kann die Materialstärken sehr deutlich vermindern, wenn man die Konstruktion darauf abstellt. Klar geht sowas nicht beim ersten Prototypen - man muss sich sowas schon erarbeiten (und mangels Doku muss leider jeder immer wieder von neuem anfangen).

Konkret finde ich das Carcle gemessen an der Sitzposition zu hoch - das vergrößert die Frontfläche unnötig, und es verschlechtert leider auch die Seitenwindempfindlichkeit. Für mein Gefühl sind auch die Materialstärken erkennbar höher als nötig. Auf der anderen Seite vereinfacht das aber die Konstruktion erheblich, weil Leichtbau zusätzliche Versteifungselemente bedingt - und das ist zeitaufwendig in der Herstellung.
 

BuS velomo

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Naja, meine Aussage zielte schon darauf ab, das ins Verhältnis zu stellen und nicht alles an den 20kg-Supersportzäpfchen zu messen.
  • Gewicht im Vgl. zum Funktionsumfang und möglichen Sparvorteil
  • unrealistische Preiskalkulation (1/3 von 10T€) - das kann man auch über slowakisches Holz nicht rausholen.
  • 3- vs. 4-Rad als Basis für ein hochsitzendes "Alltagsvelomobil" -
Als Dreirad in dieser Kategorie wäre es das Euro-ELF, nur schmaler und mit Holz- statt Thermoplast-Sparversprechen. Das Ding wird kippen, wenn es nur an Kurven denkt. Die schöne Seitentür nützt wenig, wenn man dann irgendwie seine Beine hinter dem Kurzliegervorderrad durchfädlen muss. Und Gewicht ist nicht gänzlich egal, da ein 250W-Motor eben auch kein Allheilmittel ist.

Also ich finde es durchaus hübsch und kreativ das Ding, aber - ob parteiisch oder nicht - das geht so als Produkt eher nicht auf.
 
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Aber für ein paar junge Leute auf dem Land finde ich das eine respektable Leistung.

Die Sperrholzplatten in Pappel würde schon Erleichterung bringen...
 
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With e assistance + kg = + Wh/km which means a larger, heavier battery or less range. I see that every time I ride 2 km home from the garden center with a full trailer, it isn't very flat so I can be between 17 and 20 Wh/km compared to the average 7.5 Wh/km on the same route without the trailer...
 
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Es gab auch ein interessantes Leichtbau-Projekt, das Onyx-Mio, sogar zum Mittreten (also mit Pedalen):

http://www.mio-onyx.de/

Es gibt schon zu denken, wenn es mit solchen relativ gut ausgereiften Projekten einfach nicht weiter geht (okay, die Türen...). Doch nicht etwa von der Autoindustrie tot-gekauft?
Nö, war kein von der Autoindustrie kaufen nötig:
Die Onyx GmbH wurde zu Ende Mai 2020 aufgelöst.

Evovelo mit seinem Mö ist auch beendet.
Organic Transit ist mit dem Elf nach 850 verkauften Exemplaren insolvent.

Aber jetzt kommt ja schaeffler mit dem ersten Fahrzeug seiner Art...
 
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wer mit solchen Prototypen vor die Tür geht, muß auch wirklich Mut haben (Spezi 18 )
imho werden die Möglichkeiten leicht und in Holz noch nicht wirklich ausgeschöpft. Fast alle hier greifen ins Plattenregal (verständlicher weise) und arbeiten mit vom technologischen Standpunkt her suboptimalen. Um aber das Optimum raus zu kitzeln (nur als Stichwort 60° verleimt) braucht es entsprechende Entwicklungszeit und natürlich ne passende Serie.
 
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Ich hätte mal eine Frage zum aktuellen Entwicklungsstand des Quadvelo.

Wird es die Möglichkeit eines vor Blicken geschützten und abschließbaren Kofferraums geben, sodass man Einkäufe und Gepäck diebstahlgeschützt im Quadvelo belassen kann?

Anhand der Prototypen-Fotos scheint der Raum hinter dem Fahrersitz einfach nur nach vorne offen und durch die Schreiben einsehbar zu sein. Durch die windschnittige Form kann man anscheinend auch nicht einfach den Raum mit einer abschließbaren und angeschraubten Standard-Kiste sinnvoll ausfüllen. Mich stört an der Fahrradmobilität am meisten, dass ich Einkäufe und Gepäck beim Wechsel der Geschäfte nicht diebstahlgeschützt im/am Fahrzeug belassen kann und dieses stellt für mich neben dem Wetterschutz den zentralen Nachteil des Fahrrades gegenüber eines Autos dar.
 

seemann11

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Mich stört an der Fahrradmobilität am meisten, dass ich Einkäufe und Gepäck beim Wechsel der Geschäfte nicht diebstahlgeschützt im/am Fahrzeug belassen kann
Das wäre für MICH nicht der wichtigste Punkt, kann aber nachvollziehen, das dies jemanden (in dem Fall dir ) wichtig sein kann.

Wichtig für mich wäre, dass die Hersteller den Raum den sie umhüllen auch weiter durchdenken und sinnvolle Konzepte als Zubehör anbieten. Bei meinem Alleweder stört mich z.B. das sich hinter dem Fahrersitz eine Menge Platz befindet, der Hersteller aber keinerlei „Formteile“ anbietet, um diesen Platz sinnvoll zu nutzen.

Klar kann man sich selbst was Zimmern, aber durch die Formen bedingt, wird das immer eine Notlösung, wenn man mit Plattenmaterialien arbeitet, Man kann vom Käufer wohl kaum erwarten, das er anfängt zu laminieren.

In den Kasten-Velocars kann auch mit EURO-Format Kisten arbeiten, dann müssen dafür aber auch Zurrgurtösen Etc.vorgerichtet sein, dass man direkt erkennt wie es klappen kann.
 
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