E4 - unsere Wild Ones

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Nach der langen Tour war natürlich ein Service fällig, hier mein Serviceplatz:
ServiceW1.JPG
Einziger Nachteil: Service geht nur bei schönem Wetter ;)

Neben dem, was man so allgemein wohl beim Service macht, musste ich dringend bei allen 4 Vorderrädern die Bremsbeläge der BB7 wechseln, dafür musste ich 92 Euro hinlegen - für die 8 Kleinteile! Jetzt suche ich erst einmal eine günstigere Bezugsquelle (sofern es die gibt).
 
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...bike-e ist das Fabrikat...
Was sehen meine müden Augen, ein weiterer Nutzer vom Bikee Motor, hurra, ich bin nicht mehr alleine. :D
Wie sind denn Eure Erfahrungen mit der Bergtauglichkeit?
Ich finde, man benötigt schon viel Eigenleistung bergauf, aber man kommt überall rauf.
Ich habe es erst einmal geschafft, den Motor wegen Überhitzung zum Abschalten zu bringen, nach ca. 2.5km mit ca. 10% Durchschnittssteigung. Aber so eine Strecke ist bei mir sehr sehr selten. Vielleicht muss ich da aber auch noch mit der Unterstützung ausprobieren, manchmal ist weniger ja mehr :unsure:
 
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Also berichte ich mal von ganz von vorne: Die beiden Schachner MM15 waren gar nicht so schlecht. Klar, am Anfang gab es ein wesentliches Problem: das Display war weit entfernt von wasserdicht und ist schon bei der ersten Regenfahrt regelrecht abgesoffen. Es gab sofort ein neues, ich habe es selbst abgedichtet und alles war gut. Blöd, dass es immer wieder mal eine Fehlermeldung gab, die uns zwang, das System aus- und wieder einzuschalten. Deshalb gab es noch ein zweites Update und bei mir war danach alles gut. Ich konnte sehr zufrieden sein und einen anderen Antrieb als den MM15 kannte ich ja nicht. Bei meiner geliebten Frau, die aufgrund ihrer Knie den Antrieb wichtiger braucht als ich, gab es aber immer wieder Probleme - irgendwann hatten wir dann genug davon.
Ich habe mich dann mal um andere Antriebe gekümmert. In unserem Bekanntenkreis gab es einige Pedelecs (wenn auch keine Liegeräder) und deren Antriebe waren für mich einfach nur besser, deren Unterstützung fühlte sich für mich irgendwie angenehmer an. Da ich grundsätzlich möglichst "Zwillinge" haben möchte, haben wir uns entschlossen beide WildOne mit neuem Antrieb zu versehen.
Nun ist Thomas Seide natürlich ein guter Verkäufer seiner Produkte und er empfahl - wie konnte es auch anders sein - bike-e. Ich liebäugelte aber mit dem Vivax. Also bin ich 2019 mit meiner Ursula mal nach Österreich gefahren und wir haben eine ausgiebige Vivax-Probefahrt (mit 2 tollen Mountainbikes) gemacht. Von der Elektronik voll überzeugend, wie für uns maßgeschneidert. Auch das geringe Gewicht ist überzeugend. Leider mechanisch nicht geeignet zum Einbau in unsere Trikes und - ausdrücklich vom Hersteller vor Ort empfohlen - eine jährliche Inspektion sehr empfehlenswert und dies hätte jedes Jahr eine Fahrt nach Wörgl bedeutet (300km inkl. Maut in Österreich und der Schweiz sofern man das Auto nimmt). Also kein Vivax. Nebenbei: Die Firma hat die Covid-19-Krise nicht überstanden, insofern auch gut, dass wir hier nicht gekauft haben.
Wir sind dann 2019 von Wörgl nach Wien weiter gefahren und haben eine ebenfalls sehr ausgiebige Probefahrt mit bike-e gemacht. Über die Vor- und Nachteile von Tretlager-, bzw. Radantrieb hatte ich mich schon schlau gemacht und wir waren sicher, dass für unsere Ansprüche der Hinterradantrieb grundsätzlich tauglich sein wird. Ich habe dann noch einige Telefonate mit den Damen und Herren in Wagna geführt, wo der bike-e-Antrieb seine Wurzeln hat (hergestellt wird er wohl auch in China). Nachdem alle meine Fragen zu meiner Zufriedenheit beantwortet waren, habe ich mit bike-revolution einen Umbautermin vereinbart ... und dann kam Covid-19.
Erst als die Grenzen wieder geöffnet waren, konnten wir dann im Juni 2020 die beiden Trikes nach Gänserndorf bringen. Wir sind anschließend für eine Woche in den Schwarzwald gefahren, um den neuen Antrieb auf Herz und Nieren zu testen, bevor wir unsere 7-Wochen-Tour durch Deutschland begonnen haben. Wir sind nun mit beiden Trikes zusammen 10.000 Kilometer gefahren und können behaupten, dass für uns die Entscheidung richtig war. Unsere Erfahrung berichte ich dann in einem weiteren Beitrag - ich gehe mal davon aus, dass es den einen oder anderen interessiert.
 
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Bevor ich zum bike-e komme noch eine Anmerkung: man kann den MM15 (bzw. das chinesische Original) umstricken, mit open source SW, anderem Display und anderen Akkus, usw. Ich habe mir das mal genauer angesehen. Die Software traue ich mir vielleicht noch zu, aber man muss auch an dem Antrieb löten und zusätzliche Hardware zusammenfrickeln - das kann ich nicht. Und ich kenne keinen, der die mir fehlenden Fähigkeiten hat und dem genau die Fähigkeiten fehlen, die ich habe. Somit war das eine interessante Geschichte, die ich aber nicht weiterverfolgen konnte.
 
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Tipp:
Bau den Akku besser auf den Mast.

Ja, unter dem Mast sieht besser aus, aber wir hatten schon einen Schaden mit einem so verbauten Akku, weil nach einem starken Regenguss Wasser durch die Entlüftungsbohrung, in den Akku gelaufen ist.

Gruß Jörg
Welches Teil ist der "Mast"??!?
 
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Aber der Akku auf dem Mast sieht doch voll ranzig aus :confused: unterm Ausleger sieht das doch viel besser aus muss man halt von oben-unten Wasserdicht bekommen. Den Akku links unter dem Sitz wie Thomas den früher verbaut hat find ich immer noch ich am besten.
 
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Also bei uns kommt Funktion vor Optik. Und dass der Rahmen "Mast" heißt - wieder was gelernt :)
Ich werde mir beide Hinweise (Hängerkupplung und Akkuposition) demnächst noch genau anschauen.
Danke für die Hinweise.
 
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Je höher du Gewichte auf den Trike baust um so höher sind auch die Fliehkräfte in Kurven die wirken.
So ein Akku ist ja nicht gerade leicht.
 
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Na mach wie du denkst
Hast du dir nen Serviceplan gemacht?
Der würde mich interessieren da ihr ja viel rumjuckelt mit den Kisten.
 

JKL

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Je höher du Gewichte auf den Trike baust um so höher sind auch die Fliehkräfte in Kurven die wirken.
So ein Akku ist ja nicht gerade leicht.
Ein wenig wird man das wahrscheinlich merken, aber die keinen 500Wh Akkus wiegen doch fast nichts.
Da merkt man die 12kg meiner 2,6kWh deutlicher.
Mein Proto (Akku im Naken) liegt in den Kurven deutlich schlechter, als die Serie (Akku vorne unten).

Gruß Jörg
 
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Nene. Ich weiß aus eigener Erfahrung das sich das W1 mit Akku oben auf dem Mast ganz ander verhält als mit nem Akku hinterm Sitz.
Dazu hängt bei mir ja auch noch der BBS01 vorne dran. Der wiegt ja noch fast weniger als der Akku :)
Deshalb fand ich die vorhandene Lösung, den untern Mast zu klemmen ganz gut. Ist halt blöd wenn er dann absäuft.
Beim Bremsen, habe ich auch am liebsten das ganze Gewicht hinten damit die Kiste nicht so schnell hoch kommt.
 
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Akku / Motor vorne - (sprich: Gewicht vorne) -> Kippneigung in Kurven sinkt (weil der Akku dem Kippen HINTEN durch die fliehkraft die vorne wirkt quasi entgegendrückt)

Akku / Motor hinten - (sprich Gewicht hinten) -> beim Bremsen kommt das Heck nicht so leicht hoch, man kann störker verzögern

Akku hoch oben: nix gut


aber die keinen 500Wh Akkus wiegen doch fast nichts.
haha.. für mich sind das große Akkus...
270Wh ist meine normale Größe

und ~160Wh nominal mein kleiner Akku (mit dann nur 700g Gewicht)

klingt wenig, ist aber das doppelt von meinem ersten Pedelec, wo ich mit 70Wh Akku (Bosh Rotak, 1,3kg schwer) rumgefahren bin

mit 700g ist das schon fast ein "Westentaschen-Akku" .. .reicht aber so 50-70km bei mir
 
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haha.. für mich sind das große Akkus...
270Wh ist meine normale Größe
Für mich im Alltag ist der Akku viel zu groß und selbst im Urlaub würde mir halbes Gewicht und halbe Kapazität noch immer locker genügen (okay, vielleicht mache ich mal eine Alpentour und brauche mehr Energie). Solange ich in Konstanz herumfahre brauche ich nur Strom für die Anzeige, mit 50 Wh sollte man da ziemlich weit kommen ;)
Momentan kann ich das zusätzliche Gewicht ja als Training auffassen...
 
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