E4 - unsere Wild Ones

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So jetzt kommen endlich mal ein paar Fotos, anschließend werde ich dann über die elektrische Unterstützung berichten.
 

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Sobald das Wetter schöner ist, werden noch weitere Fotos kommen, ein Wild One einfach nur auf einer Wiese am Haus ist ja wohl langweilig ;)
 
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...sehr hübsch!

Und ich hatte schon Angst, dass beim angekündigten Knipsen in der Garage, größere Bierbestände aufgetaucht sind, deren Verzehr das Projekt negativ beeinflusst hat. :D

Aber draußen sieht ein Trike ohnehin immer besser aus. Ich warte nun geduldig auf deinen Bericht.

Gruß

Hesse
 
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Wie schon erwähnt haben unsere Wild Ones eine elektrische Unterstützung. Eigentlich war ich mal ein strikter Gegner derselben. Aber wir haben uns entschlossen, möglichst auf das Auto zu verzichten und wollen deshalb den „wohlfühl“-Aktionsradius des Fahrrads im Alltag zu erhöhen. Auf einer Radtour mal sportlich schwitzend unterwegs sein ist das eine, aber 40km entfernt am Sonntag Nachmittag gemütlich Kaffee trinken und verschwitzt ankommen muss ja auch nicht unbedingt sein. Aber da hat jeder eine andere Meinung, was auch gut so ist.

Allerdings war ich bislang nicht zufrieden mit der Unterstützung, zumindest nicht bei den Probefahrten. Von Thomas wurde mir dann der neue MM15 angeboten, mit Drehmomenterfassung, 4-stufiger Unterstützungsleistung (plus „aus“) und minimalen Verlusten im Betrieb ohne Strom. Wir haben uns ohne Probefahrt entschlossen, das mal mit zu bestellen, wohl wissend, dass Thomas auch ein guter Verkäufer ist ;)

Wir haben also einen Tretlagerantrieb (vorne, wo sonst beim Trike), hinten einen Akku mit 36V 11Ah, ein Display mit der Steuerelektronik und eine sagen wir mal Fernbedienung am Lenker. Außerdem kann man bei Bedarf auch noch das Fahrradlicht mit anschließen und über die Fernbedienung oder am Display dieses ein- und ausschalten. Wir haben aber „ab bike-revolution“ kein angeschlossenes Licht, sondern eine SON/Bumm-Lichtanlage völlig separat, was dann auch bei leerem Akku sicher funktioniert.

Die ersten Kilometer bin ich mal ganz ohne Unterstützung gefahren. Irgendwelche Nachteile konnte ich nicht feststellen, es scheint keine merkbaren Bremsmomente zu geben. Dann mal Stufe 1, maximal 50W Unterstützung. Um es vorweg zu nehmen. „Aus“ und „“1 werden meine Hauptnutzungen sein. Wir sind ja bei heftigem Gegenwind in der Woche vor Ostern gefahren und da macht sich das ganz toll. Stufe 1 ist sozusagen eine Windkompensation.

Geht es bergauf, so kann man während der Fahrt weiter schalten und spürt das zusätzliche Moment. Da mein Moment gemessen wird und entsprechend unterstützt wird ist es sehr viel angenehmer als die Antriebe, die geschwindigkeitsabhängig arbeiten. In der höchsten Stufe hat man eine tolle Beschleunigung an der Ampel, was ich aber nicht wirklich brauche, mir ist Reichweite viel wichtiger als Superleistung.

Ich bin dann einen Tag lang zu 100% auf Stufe 1 gefahren. Über Nacht wurde der Akku zum 3. Mal insgesamt voll geladen. Die Restkapazitätsanzeige geht definitiv nicht linear, vielleicht gibt es mal ein SW-Update, was das verbessert, aber wenn man es weiß, kann man damit leben. Ich werde mir vielleicht mal die Mühe machen,auszumessen, welche Anzeige welche Restreichweite bedeutet. Aktuell weiß ich das nicht. Was ich aber sagen kann: Man spürt die Anzeige mehr als 100 Kilometer lang, zwischen 100 und 110 sagt das Gefühl, dass es schwächer wird, ab 120 ist definitiv nichts mehr. Auch hier: keine Messung und Gefühl kann täuschen. Auch muss erwähnt werden, dass wir von Wien entlang der Donau nach Vilshofen gefahren sind und man dabei meist nicht von Steigung sprechen kann.

Die Anzeige im Display kann man gut lesen, es gibt auch eine zuschaltbare Beleuchtung. Klar, wenn die Sonne von hinten blendet ist es mit der Lesbarkeit vorbei. Die Tasten am Display sind m.E: untauglich, aber am Trike sowieso nicht erreichbar. Die Fernbedienung ist aber richtig gut: 2 Sekunden lang drücken und schon steht es auf Stufe 1. Danach kann man munter rauf und runter schalten. Ausschalten kann man, muss man aber nicht, nach kurzer Zeit geht es von alleine aus, aber selbst an langen Rotphasen von Ampeln - typisch für Radampeln - bleibt es aber an.

Es gibt noch ein paar Parameter, die wichtigsten: Radgröße (leider nur 20, 21, etc., also nicht so arg genau) und Starthilfe, d.h. beim Anfahren wirkt bis 6km/h eine extra Unterstützung – ich schalte lieber vorher runter und spare mir den Strom.

Soweit mein erster Bericht dazu. Konkrete Fragen? Ich werde noch einen weiteren Beitrag dazu liefern, da muss ich aber erst noch die Fotos bearbeiten. Wie sagt man doch andernorts: stay tuned.
 
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Na, das nenne ich mal einen sehr informativen und detaillierten Bericht. Meine Fragen hinsichtich der Motorisierung sind eigentlich alle beantwortet. Das einzige, was mich wirklich ein klein wenig stört, ist die optische Dominanz des Displays am Ausleger. Das hat so ein bißchen was von "Fernsehen beim Autofahren".

Aber erstens ist das reine Geschmacksfrage und zweitens gibt es das Teil vielleicht auch noch etwas kleiner oder man kann es an anderer Stelle befestigen.

Was mich aber noch interessieren würde, ist deine Erfahrung mit der Kopfstütze. Nutzt du sie wirklich häufig oder eher nur bei sehr langen Touren wie anläßlich eurer Heimreise aus Gänserndorf?

Gruß und vielen Dank nochmal

Hesse
 
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Die Optik finde ich auch nicht perfekt, aber kleiner heißt nicht lesbar. Wenn man auf die Lesbarkeit verzichtet, kann man das Display auch "verstecken", denn man hat alles "im Griff" - mehr als die 4 Taster braucht man nicht. Aber wenn man z.B. wissen will, wie schnell man ist, sollte man das Display lesen können - oder man montiert sich einen separaten Tacho. An anderer Stelle befestigen also "ja", aber man muss die Länge der Kabel bedenken. Aber jetzt bitte nicht fragen wie lange die denn sind, denn die sind so schön aufgeräumt. Ich weiß aber, dass da Schlaufen gelegt sind.

Zur Kopfstütze: Ich fahre seit 2004 Liegerad und bin die ersten (so ganz genau weiß ich das nicht mehr) 3 Jahre ohne Kopfstütze gefahren. Ich habe sie auch nicht vermisst. Aussagen anderer Menschen (zumeist nicht-Liegeradler) "da bekommt man ja einen Krampf ins Genick" kann ich absolut nicht bestätigen. Dann bin ich auf einer Spezi mal Probe gesessen mit Kopfstütze und fand das toll, irgendwie noch entspannter. Deshalb habe ich sie seitdem an allen meinen Liegerädern montiert.

Meine Frau fuhr bislang ohne Kopfstütze und hat sie am W1 nun auch: Ihre Meinung: "muss man nicht haben ist aber angenehm".
 
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Bei einer Pause und bei 1a-Fahrbahnbelag hab ich meine Kopfstütze gerne genutzt, ansonsten hab ich das Problem, dass die Fahrbahnunebenheiten, trotz Federung, bei angelehntem Kopf meine Sicht -mhh, 'zittern' lässt.
Da ich mittlerweile mal mit und mal ohne Helm fahre und es keine optimale Position (bei meiner selbstgebauten Kopfstütze) für beide beide Varianten gibt, habe ich sie wieder angebaut (spart schließlich Gewicht;)).
 
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"Krampf im GEnick"...
letztes Wochenende - 8h geradelt, ca. 220km
keine Probleme mit dem Genick...

und doch: 11km Arbeitsweg: an Ampeln wünsch ich mir hin und wieder doch eine..
scheinbar - wenn man nicht tritt - entspannt der Körper, und ohne Körperspannung spürt man dann plötzlich das Gewicht des Kopfes...

könnte man eine Kopfstütze nicht abnehmbar gestalten, um von Fall zu fall zu entscheiden ob mans mitnehmen will oder nicht..
ich finde ja Magnete sehr lustig...
wäre das eine Möglichkeit?
Auf zug nach oben könnte man sie dann entfernen... durch Druck des Kopfes aber würde sie felsenfest halten..
(so stell ich mir das vor - starke Neodymmagnete)
 
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Es geht sicherlich auch ohne Magnete. Einfach mal beim Auto spicken. Umklappbar und mechanisch einrastend sollte man hinbekommen. Am Ende steht wieder die Gewichtsfrage...
 
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Ich habe aus ganz anderen Gründen dieser Tage eine Email an die Fa. bike-revolution geschickt und dabei u.a. auch geschrieben „Wir lieben deine Trikes“. Was aber nicht heißt, dass ich diese nur über den grünen Klee loben muss. Ich liebe auch meine Frau (seit fast 39 Jahren) und finde da auch ab und an eine Kleinigkeit, die mich stört. Außerdem freue ich mich immer wieder, dass es auch andere nette Frauen gibt. Was will ich damit sagen:

Die Tatsache, dass ich das Wild One Klasse finde, heißt nicht, dass die anderen schlecht sind! Und: ich möchte jetzt auch mal über mehr oder weniger kleine Dinge berichten dürfen, die ich nicht so gut finde. Es hängt wohl damit zusammen, dass ich eher Elektriker als Mechaniker bin – die mich störenden Dinge haben alle mit der Elektrik zu tun.

Frontbeleuchtung: Bei unseren niedrigen Liegerädern sind die Scheinwerfer meiner Meinung nach eigentlich immer zu tief. Nachdem ich aus eigenem Verschulden meinen Frontscheinwerfer beschädigt hatte, einen neuen kaufen musste und gerade ein Sonderangebot beim Fahrradhändler verfügbar war, habe ich den B&M Lumos erstanden. Der war nun größer als das von Thomas mitgelieferte Modell und passte nicht. Ich habe den neuen Scheinwerfer über dem Motor montiert, nicht unter ihm. Allerdings auch weiter zurück. In einem dämmrigen Parkhaus war ich damit zufrieden, ob es sich in stockdunkler Nacht bewährt, muss sich noch zeigen (ich werde gelegentlich dann mal berichten). Wer die Bilder von Thomas und meine genauer ansieht, erkennt, den Unterschied.

Verkabelung: Das Kabel vom Vorderlicht zum Rücklicht wurde völlig unabhängig von dem Kabel verlegt, welches vom Akku nach vorne zum Motor führt. Die Führung des dünnen Lichtkabels war so, das selbiges durch das Anbringen und Wegnehmen der linken Packtasche durchaus etwas gefährdet war. Ich habe es nun exakt mit dem Akku-Motor-Kabel verlegt und das letzte Stück dann unter dem Akku hindurch, womit es optimal geschützt ist. Das wäre ein echter Verbesserungsvorschlag, wenn Thomas und seine Crew das Kabel bei Vorhandensein eines MM15 immer so verlegen würde – das macht m.E. sogar weniger Arbeit.

MM15: Über die elektrische Unterstützung vom Schachner MM15 habe ich schon berichtet. Laut Werksangabe hat dieser Antrieb „Schutzart IP54“. Gemäß den Spezialisten in meiner Firma hat der Antrieb aber „Schutzart IP54 (einbauabhängig)“. Ein kleiner, aber wesentlicher Unterschied! Das Bild „Original“ zeigt die Schwachstelle: die beiden Kabel gehen durch entsprechende Bohrungen in das Gehäuse des Displays. Bei Montage an einem „normalen“ Fahrrad ist das nicht optimal, aber durchaus in Ordnung. Beim Liegerad ist das Display aber senkrecht und damit die Kabeleinführung horizontal in Fahrtrichtung vorne. Dadurch kann Wasser eindringen, was es natürlich dann auch tat. Ich habe sowohl mit Thomas gesprochen, der sich umgehend darum kümmerte, als auch mit einem sehr freundlichen Herrn der Fa. Schachner. Ersatz war schnell geliefert und ich habe das nun mehrfach geschützt: Erst einmal mit Heißkleber, dann zusätzlich noch einen Schrumpfschlauch darüber (siehe Fotos) und schlussendlich – leider ohne Foto – noch einen Schutz gegen von vorne kommendes Spritzwasser angebracht. Dabei habe ich dann auch noch die restliche Verlegung der Kabel optimiert (der Elektriker halt ;) ) und schon mal die Nutzung der von Fa. Schachner vorgesehenen Front- und Heckbeleuchtung vorbereitet. Das im Akku integrierte Rücklicht kann ich schon ein- und ausschalten und ein Fernscheinwerfer folgt noch (Tipps dazu gerne willkommen!).

Um noch einmal auf den Vergleich vom Anfang zurück zu kommen: Nach kleinen Streitereien mit meiner geliebten Frau folgt immer ein herrliche Versöhnung, der kleinen Unannehmlichkeit mit dem Display folgte ein super Service. Unter dem Strich also: alles bestens!
 

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Tja, "crummel" hat uns sofort erkannt, als wir mit den beiden WildOnes unterwegs waren. Wir haben mal den Überlinger See umrundet, was in Summe 74km von Tür zu Tür ausgemacht hat. 2 Besonderheiten: die Fähre kostet für ein Trike auch nur soviel wie für ein Fahrrad, auch wenn der Kassierer 2x hingeschaut hat. Das Interessantere aber ist die Erfahrung "bergauf auf Schotter".
Bei Sipplingen gab es einen Hangrutsch und somit ist die Straße und der Radweg gesperrt. Für die Radfahrer wurde ein Wanderweg explizit freigegeben und beschildert. Da kommt das WildOne aber an seine Grenzen. Man muss schon flott fahren, um nicht hängen zu bleiben, anfahren ist dann nicht möglich, weil das Hinterrad einfach durchdreht. Flott heißt: schneller als wir ohne Unterstützung schaffen. Mit der elektrischen Hilfe hat man dann soviel Tempo drauf (Stufe 3 von 4), dass der wenige Schwung ausgereicht hat, um die ganz kritischen Stellen zu überwinden.
Bergab war dann aber ein geniales Erlebnis :):):)

Ich habe es nun geschafft mein WildOne "fahrbereit" zu wiegen:
  • Grundausbau (versteht sich von selbst), normaler SItz mit Auflage
  • komplette Lichtanlage mit Nabendynamo
  • 3 Scheibenbremsen
  • 3 Schutzbleche, vorne zusätzlich zwei Schutzbleche für die Scheiben
  • Schaltung 3 x 9 (Nabe / Ritzel)
  • Antrieb MM15 komplett, verbesserte Verkabelung
  • komplette "Reifen platt"-Ausrüstung (Luftpumpe, Werkzeug, etc.)
  • Weberkupplung
  • zusätzliches Gewicht sicherlich auch noch von den zusätzlich gepulverten Teilen (Felgen, Federn)
jedoch noch OHNE Schloss.
Gewogen wurde auf einer elektronischen Waage, nur ich und ich zusammen mit dem Trike im Arm. Aufgrund meiner Bandscheibenprobleme einwandfreie senkrecht Haltung - habe lange geübt, um das Experiment überhaupt machen zu können. Die Differenz der beiden Messungen ist somit das Gewicht des WIldOne.

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34 KILO? Au Backe. Möge der Akku allzeit mit Euch sein. Oder seeehr kräftige Beine.
 
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SänftenSchubser

Mal auch von mir eine Frage: ist die Fernbedienung am linken Lenkerende standardmäßig beim MM15 dabei oder wurde das von dir extra bei Thomas geordert ...?
 
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