Dynamo-Scheinwerfer mit Fernlicht

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Nachdem ich jahrelang nur ein Positionslicht für städtisches Geradel brauchte (ich war bisher ein Schönwetter-Tageslicht-Tourenweichei), habe ich heute zum ersten Mal eine kurze Dunkeltour gemacht. Ich möchte endlich auch im Herbst und Winter Touren fahren, um nicht jedes Jahr erneut im Frühjahr kiloweise Winter-Frustspeck abarbeiten zu müssen. Man wird nicht jünger, also muss mehr Disziplin her.

Heute waren es jämmerliche, flache 20 km Asphalt. Start um 20:15, teils durch den Wald, ca. 2/3 dunkel. Nix Schnelles. Lahme Retro-Kurzliege, Schnitt knapp über 20 km/h mit Spitzen bei 35 km/h.
Dafür hatte ich einen alten Cyo Premium mit angeblich 80 Lux montiert. Am billigen Shimano DH-3N30.

Ich fand das dann doch etwas unwürdig.
Musste die Latüchte grenzwertig hoch ausrichten, um was zu sehen. Knapp über der Blendhöhe. Aber selbst das war viel zu wenig Licht, selbst bei 20 km/h.

Daher bin ich unschlüssig, ob ein Fernlicht-Mod da viel bringt...

Vielleicht doch lieber die alte Magicshine MJ-808 (erste Generation), die ich noch irgendwo liegen habe, als schaltbares Fernlicht nutzen? Weiß jemand, ob und wie man die mit einer Fernbedienung ausstatten kann? Gibt's da vielleicht auch LED-Upgrades?

Unerleuchtete Grüße,
Thomas
 
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Hallo Thomas,

Wieso nicht- der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Deine Möglichkeit hat ebenso ihre Daseinsberechtigung und wurde mehr als einmal umgesetzt. Hier geht es primär darum in ein bestehendes System möglichst unauffällig weitere Optionen unterzubringen. Außerdem möchten manche Menschen überhaupt keinen Akku an ihrem Rad. Andere widerum möchten möglichst viel ihres 36V Akkus in Licht umsetzen. Ich bemühe mich die gängigsten Bereiche abdecken zu können und passe die Scheinwerfer wenn nötig auch auf die eigenen Bedürfnisse an.

Zur Lichtmenfe lässt sich definitiv sagen dass das Ganze vom persönlichen Empfinden und den Randbedingungen abhängt. Ich fahre selbst zu 80% mit sehr viel mehr Licht als es bauartbedingt jeder Cyo liefern könnte und strebe eigentlich nach immer mehr, merke aber immer wieder aufs neue, dass man auch mit einer kleineren Lösung sehr wohl zurecht kommen kann. Wichtig dabei ist die begrenzten Ressourcen möglichst sinnig einzusetzen.

VG von der Motek,
Steffen
(bald wieder regelmäßiger per Mail erreichbar)
 
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Zur Lichtmenge lässt sich definitiv sagen dass das Ganze vom persönlichen Empfinden und den Randbedingungen abhängt.
Ja, da hast Du sicherlich Recht. Es gibt ja wohl auch eine Menge Leute, die mit 80 Lux Abblendlicht klar kommen.
Mir ist es aber wahrscheinlich zu wenig, zumindest für abendliche Trainingstouren.
Ich werde noch ein oder zwei Touren fahren müssen, um zu entscheiden was ich mache. In den alten Magicshine würde ich nämlich eigentlich auch ungern mehr investieren. Und der bräuchte zumindest einen neuen Akku und eine Fernbedienung.

Was ich da gestern schrieb, war übrigens nicht als Kritik an Deinen schönen Umbauten gemeint. Zumal mein Cyo ja ein Standard-Busch+Müller ist. Habe letztlich nur im Eindruck meiner ersten richtigen Dunkeltour laut mit mir selbst diskutiert, ob ein Cyo für mich ausreichen könnte.
 
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Nazca Gaucho
Ich würde 2 Dynamoscheinwerfer in Reihe schalten ( am besten z.B. IQ-X ), einer davon absichtlich zu hoch ausgerichtet ( als zusätzliches Fernlicht für schnelle Fahrt ) und mit einem zusätzlichen Schalter am Lenker um gebrückt zu werden. So mache ich das bei meinem Rad, ich hab jedoch 2 unterschiedliche Scheinwerfer kombiniert, IQ-X und Philips Saferide ( gibt es soviel ich weiss nicht mehr ). Früher hab ich 2 Scheinwerfer nebeneinander platziert und die Neigung konnte ich via zusätzlichem Schaltseilzug verstellen, war halt relativ aufwendig.
 
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Ich würde 2 Dynamoscheinwerfer in Reihe schalten
Da finde ich einen Fernlicht-Umbau deutlich eleganter. Kostet auch weniger, wenn man den Scheinwerfer schon hat.
Neigung konnte ich via zusätzlichem Schaltseilzug verstellen
Hab' ich auch schon dran gedacht. Ist mir aber zu viel Mechanik.

Momentan bin ich sowieso wieder mehr mit Trekking-Stöcken am Berg unterwegs. Wenn ich an das nasse Laub denke, das überall rumliegt, vergeht mir die Lust am Radfahren in der Dunkelheit. Und das Kraxeln trainiert sogar mal wieder ein bisschen den Oberkörper.
 
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