Du bist Liegeradler, wenn...

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...wenn Du feststellst, dass die ideale Schonhaltung für eine Sehnenentzündung im Unterarm auf dem Sitz Deines Langliegers ist, wobei die Hände ganz locker die Lenkerhörnchen umfassen. Also perfekte Fahrthaltung.
... wenn Du je nach aktuellem Hämepegel nachsichtig lächelst bis feist grinst, wenn Du während Deines Rundumschlags-Einkaufs an einer Tankstelle samt Preistafeln vorbeifährst.
 
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...wenn Du Dir gerade die neue Superduperoberrasendschnellezockergrafikkarte für Deinen Rechner geholt und in die Packtasche an der Liege gesteckt hast, aber nicht voller Gier nach Hause fährst, sondern sie trotzdem noch für eine kleine >30km Ferienabendrunde auf dem PG durch die Gegend schaukelst.
Der Computer kann warten, die genussvolle Ausfahrt nicht. - Und noch weniger diesen Sommer, in dem Du vor jeder Fahrt erst einmal das Online-Regenradar checkst.
 
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.... Du nach jahrelanger Abstinenz mal wieder "up" fährst, routinemäßig in der Kurve kurbelst und plötzlich setzt das Pedal auf
...wenn Du im Kreisel mit dem Langlieger jeden RR-ler versägst, weil Du voll weitertreten kannst. War mein Lieblingssport während des Studiums in den späten 80-er / frühen 90-er Jahren. Ich hatte wohl eine der allerersten Liegen im Baselbiet. :giggle:
 
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...wenn dir ein Verwandter aus Altersgründen ein Upright schenkt und "damit du endlich mal ein gescheites Fahrrad hast."
Ist mir dieses Wochenende passiert. Das Rad ist noch nicht mal schlecht: Herrenrad Marke "Diamant" mit Alurahmen, Siebengangnabenschaltung, Rücktrittbremse zusätzlich zu den Handbremsen, Nabendynamo und schon etwas älterer LED-Beleuchtung, aber ausgesprochen alltagstauglich. Dazu nach dem Zustand der Komponenten von geringer Laufleistung und abgesehen von einem abgebrochenen Klingelklöppel und einem hinten abgebrochenen Schutzblechhalter technisch top. Der Rahmen fühlt sich steif an, die Federung des Vorderrads spricht feinfühlig an und es reagiert beim Antritt richtig spontan. Muss so etwa 7-8 Jahre alt sein. Eigentlich ein feines Gerät für die kurze Strecke, wenn man den Exotenstatus vermeiden will.
Trotzdem fühlte ich mich bei der ersten Probefahrt vorhin ausgesprochen unwohl und taumelte gefühlt wie ein Fahrradanfänger herum, weil ich Angst hatte, beim ersten Bremsen vornüber zu gehen und weil es trotz Gelsattel an einer sehr sensiblen Körperpartie ausgesprochen hart ist. Danach fiel mir ein, dass ich seit knapp 30 Jahren nicht mehr ernsthaft Upright gefahren bin. o_O
 
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...wenn Du schon nach der ersten Fahrt zur Arbeit mit einem geschenkten Upright über dessen Verkauf nachdenkst. Dann lieber zu Fuß!
Was für eine grandiose Fehlkonstruktion: Unbequem, aerodynamisch besch...en, Bremsvorgänge nur mit größter Vorsicht und in engen Kurven Angst, dass das innere Pedal beim Weitertreten aufsetzt. Dazu kann man das Rad mit ausgeklapptem Seitenständer maximal eine knappe Kurbelumdrehung weit nach hinten schieben.
Ich werde das Rad mit Respekt auf den Schenkenden natürlich noch eine Weile behalten, aber ich denke mindestens über einen Brooks Ledersattel nach.
Was für eine historische Schuld haben die Verantwortlichen der UCI auf sich geladen, als sie vor 90 Jahren die Entwicklung des Liegerades effektiv abwürgten. :sick:
 
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