Dreel Projekt

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aus der Pfalz ;-)
  • Wg. Aerodynamik vgl. u.a. ->Aerodynamik-Thread ...
  • Im Web gibt's noch ein freigegebenes Primärliteratur-PDF zum Thema, aus Göttingen, im Kontext der Anfänge des Flugzeugbaus: Lange Versuchsreihen bzgl. Fein-Variation hier geeigneter geometrischer Körper, und Interaktion von Kombinationen derselben miteinander ...
 
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Weida 07570
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Ja, da hat sich gekonnt ein t ein geschlichen. Mittlerweile bin ich etwas solider bzgl Aussagen mit Zahlen auf gestellt. In meinem aktuellen Job fällt mir jede Übertreibung oder fehlerhafte Aussage hart auf die Füße. Geht ja schließlich nicht mehr um kostengünstige Fahrräder, sondern um Geräte die sechs bis siebenstellig kosten..
 
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@Frox - du sprichst über den " Suspension Geometry Calculator " ?
Den hatte ich noch nicht zurate gezogen, das wäre dann was für die 'Performance' Edition ;-)

@Jack-Lee, das mit den Muffen stimmt schon, aber Rahmen will ich ohnehin nicht schweißen/löten/kleben; es geht hier nur um die Querlenker.
- Zu den Tropfen - den "Regen-" hattest du ins Spiel gebracht. Dass bei Wasser wegen der Dipole manches anders läuft, korrekt - daher "Fluid".
- "Auch nur außen hilft bei einem ansonsten geschlossenen Radkasten immens" - das sieht der Herr Saukki nun anders; also man will da messen.
- "Geräte die sechs bis siebenstellig kosten" - oha, ein fliegendes Velo-Ped von Bugatti vielleicht?

@Felix, Kosten, Mensch, stimmt, ganz vergessen - also ICH NEHME SPENDEN - bitte sendet Bitcoins:
1BKFcDekqSPjtx3vMg9mGnKFEquRf8kY7L
 
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Weida 07570
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@BB123 : Oberflächenmessgeräte die Standardabweichungen im unteren einstelligen nm Bereich haben. Also nix mit Fahrräder :p

Und zu den Querlenkern : Gerade da ist eine hohe Systemsicherheit erforderlich. Eine sich langsam lösende Muffe an einem Fahrradrahmen führt meistens nicht direkt zu einem Unfall, ein sich auflösender Querlenker schon. Zumal es für letztere keine Muffen gibt und man entweder stumpfe Verbindungen hat oder nur durchstecken kann. Wenn die Dimensionen stehen, kann ich dir anbieten die Teile auch zu schweißen.. Obwohl ein Schweißkurs auf Dauer sicher günstiger kommt :p
 
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Bzgl. Vorderrädern erlaube ich mir auf die Leitra hinzuweisen.
Mein unverkleidetes Trike wurde schon durch die Aeroverkleidung der Vorderräder spürbar schneller. Die Leitra Avancee hat das nochmal anders dargestellt.
Und die Leitra hat auch keine selbsttragende Karosserie, sondern einen Gitterrohrrahmen.
Die Leitra Avancee baut ebenfalls auf einem (fahrwerkstechnisch wohl sehr ausgereiften) Trike auf.

Re Tropfenform: @Jack-Lee redet von der Form von echten Regentropfen, während hier m. E. mit Tropfenform die vorne verrundete und hinten spitz zulaufende Form gemeint ist, die strömungstechnisch wohl schon ziemlich gut ist.

Die Frage, ob Vorderräder freistehend oder integriert ist auch die Frage Luftwiderstand versus Wendekreis und damit Einsatzzweck des Fahrzeugs.
Wie ja am vielen Stellen Kompromisse gefunden werden müssen - das ist ein ganz großer Teil des Konstruktionsprozesses, den jeweils "optimalen" Kompromiss zu finden.

Teils spannendes Projekt, wobei m. E. viele der hier angerissenen Themen schon an verschiedenen Stellen im Forum erörtert wurden. Daher kann ich eine ausgiebige Suche im Forum nur dringend empfehlen!
 
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@Jack-Lee, wie gesagt, ich verfolge nun erst einmal eine Lösung ohne Schweißen oder Löten, mit Gewindebuchsen.
Wie 'prozess-sicher' und dauerhaft das wird, wird man dann sehen.
@wolfson - das Leitra Video gibt mir den Blues, man sieht ein Flugfeld, dazu ein Mauersegler-Logo - aber am Ende hat das Gefährt doch keine Flügel und radelt brav am Boden weiter.
Dann lieber gleich Panamarenko, der (zu Lebzeiten) allerlei un-mögliche Gefährte konstruierte, er hat im Grund die Idee von Wilhelm Busch zur Kunst gemacht. Schönste Arbeit IMHO, einfach und präzise:

[defekten Short-Link entsorgt. Benutze bitte normale Links, damit man den Ursprung auch sofort sehen kann ... - Reinhard ]
 
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Die Frage, ob Vorderräder freistehend oder integriert ist auch die Frage Luftwiderstand versus Wendekreis und damit Einsatzzweck des Fahrzeugs.
Genau, da mein Gefährt ohnehin stets E-(Zusatz-) Antrieb ist, verzichtet man bewusst auf den 1. Platz im Velomobil-Luftwiderstands-Wettbewerb.
Dafür bietet der Rohrrahmen leichtere Fertigung, bessere Berechenbarkeit und ein kleines Maß an Insassen-Schutz.
Das bedingt eine breitere Spur, und damit zwangsläufig mehr Stirnfläche.
Trotzdem lohnt natürlich die Optimierung - ich notiere als aktuellen Stand in diesem Thread:
Räder unter die (breitere) Karosse, offene Radhäuser, Rad-Scheiben.

Themen schon an verschiedenen Stellen im Forum erörtert wurden. Daher kann ich eine ausgiebige Suche im Forum nur dringend empfehlen!
Naja, es gibt doch kaum einen Thread im Forum, aus dem man nicht irgend etwas interessantes für so ein Projekt mitnehmen kann.
Vielen Dank an der Stelle auch noch mal an alle, die über ihre Erfahrungen berichten, und die Betreiber, und die Erfinder des Internet und .. und .. meine Mami.
Anders gefragt, wonach würdest du denn raten zu suchen?
 
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das Leitra Video gibt mir den Blues
Warum sollte ein Velomobil fliegen?
Die Leitra erfüllt bereits viele Deiner Anforderungen (z. B. den Rohrrahmen mit integriertem Fahrerschutz, die separate Verkleidung), als Leitra Sport mit verlängertem, spitzer zulaufendem Heck eine bessere Aerodynamik, sie wurde über viele Jahre immer weiterentwickelt, und ihr Erbauer hat seine Erkenntnisse bereitwilig mit anderen, auch Wettbewerbern, geteilt.
wonach würdest du denn raten zu suchen?
Vor allem nach den diversen Selbstbau-Fäden, nach Leitra (Sport), nach Schweissen, nach Aerodynamik. Und dann nach jedem neuen Problem, auf das Du stößt.
Und vor allem: vergiß Deine Mopped-Erfahrungen. Ein Trike fährt sich komplett anders, und ein ungünstiger LLR wirkt sich wesentlich dramatischer aus!

Trotz allem viel Erfolg wünscht
wolf
 
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Hier mal ein Foto der neuen Querlenker-Lösung mit Gewindebuchsen.
Sieht jetzt nicht so nach Formel-Rennwagen aus, aber dafür ein Tick futuristisch.

PA090029_b.JPG
 
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Wenn ich das richtig sehe, sind die Kugelkalotten durch das Fahrzeuggewicht auf Zug belastet. Das mag anfangs sogar funktionieren, aber wenn noch ein bisschen Verschleiss dazu kommt, rutschen dir irgendwann bei einer Bodenunebenheit die Kugelköpfe nach unter heraus.
 
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Tja, das Verschleissbild muss man beobachten, wie überhaupt bei Neukonstruktionen.
Diese speziellen Spurköpfe habe ich auch noch nicht auf der Paris-Dakar getestet.
Seht ihr Chancen, durch Drehen um 180° den Verschleiß zu mindern?
 
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Servus,
@Manfred Agne : Kommt sehr auf die Lager an... Wertige, wie sie z.B. als Traggelenke im KFZ Bereich verbaut sind, vertragen problemlos dauerhaft Zug. Sind nicht zu vergleichen mit den Zinkguss-Mistteilen die gern mal in VMs verbaut werden.
Bei unbekannten Lagern würde ich das RIsiko aber auch möglichst minimieren.
 

Dan

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also in mir sträubt sich bissl was, wenn ich das sehe!
Warum fluchten die beiden Lenklagerschrauben nicht in einer Lenkachse? (sondern bilden 2 zueinander versetzte Achsen), das muss ja so verspannen/kippen/irgendwas beim Einlenken?
Die Befestigung am Rahmen ist als eine Art Doppelquerlenker ausgeführt, aber ohne Abstützung/Federbein/Irgendwas, das heißt das Rad "hängt" an den beiden Winkeln der Lenklagerschrauben?
 
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Weida 07570
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@Dan : Du meinst die Gelenklager außen an der Bremse? Warum müssen die deiner Meinung nach in einer Achse liegen? Die Drehpunkte werden durch das Lager gebildet, die Drehachse entsteht durch eine Linie die durch beide Drehpunkte geht. Wohin die SChrauben zeigen ist komplett egal, solange man im erlaubten Kippbereich der Lager liegt (welche man besser nutzen kann, wenn die Schrauben so stehen wie sie aktuell positioniert sind). Haben wir an den Velomo-Trikes ganz genauso gemacht.

Ich vermute das Federbein oder der Push/Pullrod fehlt noch.

Gruß,
Patrick

PS. bei der aktuellen Dreieckslenkerkonstruktion hast du einen recht starken Spurbreitenversatz beim Einfedern. Entweder der obere Lenker ist deutlich kürzer, oder die beiden Lenker müssen antiparallel sein (leicht "auf gehen" nach außen hin). Rechne dir das mal nach (geht auch zeichnerisch).
 
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Hallo
Ich habe mir ja auch viele Gedanken über den Bau mit Gelenkköpfen beim Vorderachsbau gemacht .
Diese Gelenkköpfe zB .
darf man nie auf zug belasten da sie nur über eine Feder gehalten werden . Das Sicherungsbügelchen ist nur zur letzten Sicherheit gesteckt auch wenn das Material etwas verschlissen ist . Man sollte immer bedenken wie die Kugel in die Pfanne kommt . Ich denke selbst wenn diese eingepresst ist kann sie auch wieder unter Last raus rutschen . Ich habe mir zB. für meine etwas einfache Achse auch einen Gelenkkopf verbaut aber so das er unter Last immer in die Pfanne gedrückt wird . Also eine Art Traggelenk .
DSCN4819 (3).JPG
Selbst wenn dieser stark verschlissen wär würde er nicht heraus fallen . Beim oberen Gelenk ist das in meinen Fall wieder egal weil hier keine Traglast besteht .
@BB123 Handwerklich gefällt mir das was ich auf dem Bild sehe . Ich baue jetzt auch meist zu schwer aber deine Materialdicke ist schon echt fett .
Ich würde da noch über gezielte Bohrungen nachdenken die zB den Dreiecklenker etwas leichter machen .
 
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@Dan, der Patrick hat beides richtig beantwortet.
Die 'Lenklagerschrauben' halten ja jeweils ein (in den Querlenker eingepresstes) Gelenklager = Kugelgelenk.
Und richtig, der (Elastomer-) Dämpfer fehlt da noch.

@Jack-Lee Spurbreitenversatz - beides ist berücksichtigt, oberer Lenker kürzer und "aufgehen", siehe Zeichnung (noch mit alten Querlenkern, aber geometrisch wie jetzt). Beruht auf der Regel, dass sich die drei Linien (mit Radachse) in einem Punkt treffen.
Versatz werde ich aber noch mal extra messen, danke für den Hinweis.
Querlenk_G.5.jpg

@bbike, die Dicke der Querlenker - 12mm - ergibt sich aus den Gewindebuchsen (Bohrung 9,x mm).
Klar, da kann man noch Löcher setzen, für die erste Kleinserie gern mit Wasserstrahl-Schneiden.
 
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Hier mal ein Bild vom Mess-Aufbau.
Es zeigt sich eine Verschiebung von 2 mm beim Ein- oder Ausfedern (von je 30 mm).
Das erscheint mir -ohne Fahr-Erprobung- erst einmal akzeptabel, aber ich lasse mich gern belehren.

Spurversatz_PA110002.JPG
 
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