Dreel Projekt

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Hallo, ich wollte hier mal mein Projekt Dreel vorstellen, eine Velo-Dreirad mit Elektro-Unterstützung, bzw. Pedelec.

In anderen Threads habe ich zur Konstruktion schon einiges erwähnt, etwa hier zur Vorderachse und hier zur Trommelbremse.

Nun mal ein CAD-Bild, das grob die Richtung zeigt:
Dreel_G7_Hu-Man.jpg
Die Fronthaube vorn wird natürlich zu einer kompletten Karosse verlängert.
Wesentliche Unterschiede zu den meisten VMs sind:
a) Rohrrahmen aus Alu
b) Vorderräder außerhalb der Verkleidung
c) Doppelquerlenker
Das deshalb, weil der Weg weiter gehen soll zu einem Autobahn-tauglichen Fahrzeug (100 km/h).
Insofern dient diese Pedelec-Variante als 'Technologie-Träger', mit dem kleinen Vorteil, dass man Testfahrzeuge ohne Zulassungs-Arie auf der Straße fahren kann .. natürlich dann nur mit 25 km/h (Motor-gestützt).

Freue mich über Kommentare oder auch Kritik !
 
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Düsentriebin

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Hier Kritik zu üben würde Eulen nach Arten zu tragen.
Min 5- als Note wenn ich Lehrer wäre.
Ich würde vorschlagen Cad Zeichner für einen anderen Konstrukteur zu werden .
Oder aber viel Glück wünschen
Gruß Daniel
 
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Nun mal ein CAD-Bild, das grob die Richtung zeigt:
Das ist aber nur wirklich ganz grob , oder
Wird die Karosse noch geschlossen ?
Wenn ja muß die Achsbreite aber noch etwas wachsen , denn der Radeinschlag wird sonst noch geringer wie bei Velomobile mit selbstragender Karosse .
) Rohrrahmen aus Alu
b) Vorderräder außerhalb der Verkleidung
c) Doppelquerlenker
Das deshalb, weil der Weg weiter gehen soll zu einem Autobahn-tauglichen Fahrzeug (100 km/h).
Kann mir vorstellen das dies ein steiniger Weg wird bis zur zulassung . Zählt ja dann als Automobil schätze ich mit umfangreichen Vorschriften für
Neuzulassungen . Elektrischen Prüfungen usw. Soll es als PKW eingestuft werden sind so weit ich weiß sogar Reifendrucküberwachung und ABS vorschrift . Oder gibt es eine Fahrzeugart die man im über 100km/h Bereich irgendwie als Grauzone mit weniger Aufwand zugelassen bekommt ?
Die Pedelecvariante finde ich bei Eigenkonstruktionen auch sympatisch denn wenn man sich hier an ein paar Grundregeln hält und den Bogen nicht überspannt kann man ganz gute Fahrzeuge bauen .
 
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Besser in den Velocar Bereich verschieben ... @moderatoren-team
 
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Wesentliche Unterschiede zu den meisten VMs sind:
a) Rohrrahmen aus Alu
b) Vorderräder außerhalb der Verkleidung
c) Doppelquerlenker
Naja, die ersten beiden Punkte erfüllt seit vielen Jahren mein Velayo und Dank Hinterradlenkung braucht es auch keine Doppelquerlenker.
Und als Pedelec nachrüsten lässt es sich auch.
Duck und wech
Jürgen
 
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Servus,

deinen Ehrgeiz und Ziele in Allen Ehren... Nur vergiss das mit der "Autozulassung" erstmal wieder. Selbst eine 45km/h Zulassung als L2E wird schon hart, und L5E fast unerreichbar. Bau erstmal ein normales Trike, vielleicht auch mit Pedelecmotor. Da wirst du dann schnell sehen warum ich auch nach über 150 gebauten Liegerädern noch nicht beim Leichtkraftfahrzeug angekommen bin ;)

Du scheinst schweißen umgehen zu wollen? Das zu lernen ist das aller aller aller kleinste Problem an deinem Projekt. Finzanziell wie Aufwandstechnisch ;)

Gruß,
Patrick
 
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hi@BB123:),
... ein CAD-Bild, das grob die Richtung ...
OK ...

... Pedelec-Variante als 'Technologie-Träger', mit dem kleinen Vorteil, dass man Testfahrzeuge ohne Zulassungs-Arie auf der Straße fahren kann.
Auch ich persönlich( my humble opinion :sneaky: ... ) würde DORT den ersten Meilenstein des Projekts ansetzen ... && im RL( real life ... ) vielleicht auch dbzgl. reale Möglichkeiten( eine kleine Werkstatt bzw. -bank, o.ä. ... ) ...

Freundliche Grüße
Christian
 
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Min 5- als Note wenn ich Lehrer wäre.
Welche Aufgabe wurde denn hier versäumt?
Etwas mehr Butter darf schon bei die Fische.
Wird die Karosse noch geschlossen ?
Ja, hatte ich auch erwähnt.
Wiederum mag es auch eine 'naked' Variante geben.

Wenn ja muß die Achsbreite aber noch etwas wachsen , denn der Radeinschlag wird sonst noch geringer wie bei Velomobile mit selbstragender Karosse .
Die Spur ist 80 cm und der Einschlag 20°, Radstand 154 cm > Wendekreis 9m.
Das erscheint mir akzeptabel.

Oder gibt es eine Fahrzeugart die man im über 100km/h Bereich irgendwie als Grauzone mit weniger Aufwand zugelassen bekommt?
Nein, es gibt leider bei der Zulassung keine Sonderregeln für Testfahrzeuge oder ähnliches.
Was es gibt ist eine Einzelzulassung nach §21, aber richtig, dafür müssen dann auch diverse Zertifizierungen vorliegen.

Besser in den Velocar Bereich verschieben ... @moderatoren-team
Ich hatte es im Velomobil-Bereich gesendet, dann hat es jemand in "Plauderecke" verschoben, warum auch immer.

Selbst eine 45km/h Zulassung als L2E wird schon hart, und L5E fast unerreichbar.
L5E ist schon das richtige Stichwort - siehe EG-Fahrzeugklasse bei WP.
Also hast du Erfahrung mit dem Thema - wie lief das denn bei dir?

Bau erstmal ein normales Trike, vielleicht auch mit Pedelecmotor.
Klar, das ist ja das erste Projekt.
Da wirst du dann schnell sehen warum ich auch nach über 150 gebauten Liegerädern noch nicht beim Leichtkraftfahrzeug angekommen bin ;)
Vielleicht weil du mit den Liegerad-Kunden schon ausgelastet bist?
Klär uns auf.

Du scheinst schweißen umgehen zu wollen? Das zu lernen ist das aller aller aller kleinste Problem an deinem Projekt.
Das Lernen ist nicht der Punkt, sondern die Zuverlässigkeit der Schweißverbindung.
Ich habe nun a) E-Hand, dann b) Flux-Core und c) Hartlöten getestet, wobei Hartlöten für mich das beste Ergebnis brachte.
Aber da geht es nur um die Querlenker, wo der Platz knapp ist.
Alles andere ist mit verschraubten Profilen gut lösbar, mit diversen Vorteilen gegenüber geschweissten oder gelöteten Rahmen.
 
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@BB123 : Ich baue seit meinem 19 Lebensjahr Liegeräder, war bis vor zwei Jahren der Konstrukteur und Fertiger bei Velomo. Aktuell als Entwicklungsingenieur in der Optik tätig und wohl im kommenden Jahr wieder (endlich :) ) als Entwicklungsleiter im Bereich E-Bikes/Pedelecs.
Ich würde mir ein wenig Erfahrung zuschreiben mittlerweile.

Ziel war bei Velomo immer ein alternatives Mobilitätskonzept anbieten zu können, was mittlerweile (vor allem dank des eisernen Willens meines ehemaligen Kollegen) auch auf die Zielgerade einbiegt: Guckstu hier
Dennoch ist allein die Hürde zur 45km/h Zulassung groß. Die meisten Sachen können geleistet werden, aber der Rattenschwanz ist lang. Es braucht z.B. eine VerbundGLASscheibe, elektrische Scheibenwischer, Lüftung und eine Heizung die auch bei Nebel und 2°C die Scheibe beschlagfrei hält. Nur diese Anforderung allein bedingen fast schon mehr Kosten und Aufwand als das restliche Fahrzeug, wenn man es nicht irgendwo her "plug and play" nehmen kann.
Die Hürden werden bei L5E noch viel viel höher. Leider. Viel einfacher ist es z.B. in England, da es dort "Prototypenzulassungen" gibt, die es erlauben das auch Hobbybauer, mit viel Mühe und Geld, eine Straßenzulassung für ihr DIY KFZ bekommen. Hierzulande leider nahezu unmöglich.

Zum Thema "Räder drausen". Bei einem aerodynamischen Velomobil, wie z.B. einem DF würde man mit dieser Konstruktionsweise den Luftwiderstand locker verdoppeln. Ein so gebautes VM (das "Le Mans" aus Frankreich) war trotz halbwegs fittem Fahrer so dermaßen langsam, das ich beim 1h Rennen dem Fahrzeug fast 10km abgenommen habe. Und ich war mit einem unverkleideten Trike unterwegs!
Also : Entweder die Räder so weit weg, das der Einfluss auf die Umströmung der Karosse gering wird (5x weiter weg als die Räder+Verkleidung selbst breit sind), oder in die Karosse integrieren, auch wenn diese dadurch breiter wird.

Gruß,
Patrick
 
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@BB123 : Ich baue seit meinem 19 Lebensjahr Liegeräder, war bis vor zwei Jahren der Konstrukteur und Fertiger bei Velomo.
Ich würde mir ein wenig Erfahrung zuschreiben mittlerweile.
Interessant, und danke dass du deine Erfahrung hier einbringst !

Hürde zur 45km/h Zulassung groß .. Es braucht z.B. eine VerbundGLASscheibe, elektrische Scheibenwischer, Lüftung und eine Heizung die auch bei Nebel und 2°C die Scheibe beschlagfrei hält.
Dieses Problem ist mir klar, es hat ja seinen Grund dass bei einem PKW der Lüfter mit 40A abgesichert ist, von der Klimaanlage - zum Beschlag-Entfernen wichtig - ganz zu schweigen.
Daher hat bei mir der Fahrer den Kopf im Wind - mit Helm.

Die Hürden werden bei L5E noch viel viel höher. Leider.
Du meinst bei drei statt vier Rädern wird es schwieriger - wodurch ggf.?
Oder schwieriger als bei einem S-Pedelec?

Viel einfacher ist es z.B. in England, da es dort "Prototypenzulassungen" gibt, die es erlauben das auch Hobbybauer, mit viel Mühe und Geld, eine Straßenzulassung für ihr DIY KFZ bekommen.
Angeblich wurden auch diverse Kleinserien-PKW (-Sportwagen), über englische Zulassung dann letztlich mit deutschem Nummernschild gefahren; allein wenn sich eine Musterzulassung nicht lohnt. Aber klar, vielleicht fahren die Gefährte dann nicht zuerst auf deutschen Straßen, das mag schon sein.

Zum Thema "Räder drausen". Bei einem aerodynamischen Velomobil, wie z.B. einem DF würde man mit dieser Konstruktionsweise den Luftwiderstand locker verdoppeln.
Das kann ich jetzt physikalisch nicht so ganz nachvollziehen, denn die Stirnfläche wird ja nur um ~ 600 cm² (20 Zoll Reifen mit 6 cm Breite) erhöht, bei sonst grob 3600 cm² Stirnfläche für den sitzenden Fahrer sind das 16%. Demnach wird der cw-Wert durch die freistehenden Räder um 83% schlechter?

Also : Entweder die Räder so weit weg, das der Einfluss auf die Umströmung der Karosse gering wird (5x weiter weg als die Räder+Verkleidung selbst breit sind), oder in die Karosse integrieren, auch wenn diese dadurch breiter wird.
Ok, ich nehme das mal als ernsten Hinweis auf.
Bei den Fahr-Tests wird ja die Motorleistung aufs Watt genau angezeigt, dann sieht man bei gleicher Geschwindigkeit sofort die Auswirkung k/einer Verkleidung. Dagegen, welcher Mensch wie effizient pedaliert, ist viel komplexer und grundsätzlich schwer vergleichbar.

@Reinhard - " Projekt mit soviel Luft " meint vermutlich nicht die Luft zwischen den Rädern - sondern?
 
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hi@BB123 ;), als Mangel dieses Projekts ahnt man -- vielleicht zu Unrecht, aber immerhin ... -- ein Unkonkretsein( aka Luft ... )!
Wohin genau der Thread dann letztlich gehören wird klärt sich ja ggf. -- wie o.a.!!! -- noch.

Und btw: Vorläufig gefällt er mir hier genausogut wie vorher, insbesondere deine Ausführungen bzgl. Vorderachse schienen mir -- leider:D ... -- interessant. Letztere genau zu lesen wird also demnächst meine Zeit & Konzentration beanspruchen:sneaky:.
 
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Zumindest Fotos eines rollendem Fahrwerks.
Wir haben hier in den letzten Jahren schon von vielen Kundgebungen lesen dürfen - leider nur das.
Solange es "nur" die CAD-Zeichnung ist ... bleibt es eine digitale Luftnummer. Also schrauben, nicht "nur" schreiben.
Viel Glück, Erfolg & Durchhaltevermögen (y)
 
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Ich würde sagen bau erst mal drauf los . Reale Bilder sind einfach interresanter . In der Theorie kann ich auch Brot backen aber technisch bin ich nicht sicher ob ich das danach essen wollte .
Das mit der Schraublösung mache ich auch oft so . Das hat den Vorteil das man das eine oder andere nochmal rel. leicht nachbessern kann . Aber der Bauaufwand ist damit nicht immer geringer sondern eher schwieriger wenn ich zB deine Rohrhalter sehe . Zusätzlich wird alles meist schwerer .
Aber wenn das Projekt nicht funktioniert kann man alles zerlegen und fast alles wiederverwerten . Eine gute Schweißnaht ist sicher genauso haltbar wie eine Schraubverbindung . Ich denke oft sogar haltbarer denn die Schraubverbindung ist nur so haltbar wie das schwächste Glied in der Kette .
Grüße
 
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